Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Irland 15

es regnet

Donnerstag, 30.Juni 2022: 46.Tag, Derrigimlagh – Louisburgh, 64,3km

Um 10h geht es los bei 14° und ohne Regen. Aber kaum sind wir losgefahren, beginnt es schon wieder zu regnen. 35 Minuten später sind wir bei der Kylemore Abbey (Abtei). Die Lage dieser Abtei ist traumhaft schön! Wir kaufen uns die Tickets (12.50€ je Rentner, sonst 15€) und schauen uns das wunderbare Gebäude an. Danach laufen wir noch bis zur kleinen gotischen Kirche, zum Mausoleum und zu einem Riesenstein, wo man sich etwas wünschen könnte…. Zurück bei der Abbey laufen wir 1,8km bis zum sehr schönen Viktorianischen Mauergarten und zurück. Im ganzen sind wir damit 8km gelaufen. Natürlich könnte man im Abbey-Shop noch ganz viele Souvenirs kaufen und dafür viel Geld ausgeben. Endlich gibt es bei uns um fast schon 14h30 das Mittagessen im BONSAI. Danach geht unsere Reise weiter. Wir fahren um den einzigen, wirklichen Fijord von Irland, durch sehr schöne, sehr grüne Berglandschaft. Dabei haben wir zum zweiten Mal einen unverschuldeten Spiegelkontakt (rechts). Ein grosser Camper fährt ziemlich nah auf unserer Seite und erwischt unseren Spiegel. Aber wir haben Glück, der Spiegel und das Blinklicht sind noch dran. Paul meint zwar, das Glas des Blinkers habe einen Sprung. Im Dorf Louisburgh finden wir einen schönen Platz an einem Fluss für die Übernachtung. Es ist 15h45, 16° und es nieselt immer wieder leicht.

Kylemore Abbey (Abtei)

Das Schloss und der Viktorianische Mauergarten von Kylemore wurden von dem Grossindustriellen und Politiker Mitchell Henry (1826–1910) und dessen Ehefrau Margaret Henry (1829–1874) erbaut. Der Bau dauerte vier Jahre, von 1867 bis 1871. Die Henrys hatten neun Kinder.

im Speisesaal

einer der Salons

Während eines Urlaubs in Ägypten erkrankte Margaret Henry an der Ruhr und verstarb innerhalb weniger Tage am 4. Dezember 1874 in Kairo. Sie wurde nach Kylemore zurückgebracht und in dem für sie errichteten Mausoleum beigesetzt. Als Mitchell Henry am 22. November 1910 verstarb, wurde auch seine Asche, hier, an der Seite seiner Frau, bestattet. Zwischen 1877 und 1881 liess Mitchell Henry eine Gotische Kirche zum Andenken an seine Frau erbauen.

1920 erwarb das Benediktinerinnenkloster das Schloss und 405 Hektar Land für etwas mehr als 45.000 Pfund. Die Gemeinschaft der Benediktinerinnen verliess Ypern (in Belgien) letztendlich, als die dortige Abtei im Ersten Weltkrieg zerstört wurde. Erst flüchteten sie nach England, dann nach Irland, wo sie sich schliesslich im Dezember 1920 im Schloss von Kylemore niederliessen, um sich hier dem klösterlichen Leben zu widmen. Im September 1923 eröffneten die Nonnen in Kylemore eine internationale Internatsschule und eine Tagesschule für die ortsansässigen Mädchen. In den 1980er Jahren waren 80 Internatsschülerinnen und 120 Tagesschülerinnen in Kylemore. Die Schülerinnen kamen in erster Linie vom europäischen Festland, aber auch aus den USA, aus Asien und der Grafschaft Galway. In den 1930er Jahren besuchten zwei indische Prinzessinnen das Internat. Im Juni 2010 wurde die Schule geschlossen. Die Schülerzahlen waren ständig rückläufig, immer weniger Nonnen arbeiteten als Lehrerinnen und das Gebäude war nicht mehr sicher und für einen modernen Schulbetrieb nicht mehr geeignet. Die Nonnen betrieben ursprünglich auch eine kleine Pension, die jedoch nach einem zerstörerischen Feuer 1959 geschlossen wurde. Neben den genannten Gebäuden existiert etwa 200 m weiter entfernt auch noch ein kleiner Bauernhof mit dazugehörigem Bauernhaus.

der Viktorianische Mauergarten

die Wohnung des Hilfs-Gärtners

das Haus des Chef-Gärtners

und so sieht der Parkplatz bei der Kylemore Abbey um 14h aus

in Louisburgh

Freitag, 1.Juli 2022: 47.Tag, Louisburgh – Achill Island, 98,3km

Um 10h30 geht unsere Reise weiter. Kein Regen aber sehr bewölkt, 15°. Wir fahren am 764m hohen Berg Groagh Patrick vorbei. Die Stadt Westport durchfahren wir, weil wir leider keinen Parkplatz finden können. Also geht es weiter nach Newport. Auf sehr welliger Strasse (von denen hat es viele in Irland) fahren wir über eine Brücke auf die Insel Achill Island. Es regnet. Mein Computer kann schon ganz von selber „es regnet“ schreiben..! Auf der Insel wird überall Torf gestochen. Ganz am Ende der Achill Island essen wir im BONSAI zu Mittag. Leider sehen wir nicht sehr viel von der bestimmt wunderschönen Gegend. Es regnet, hat Nebel und ist sehr trüb bei 12°. Schade! Wir drehen um und fahren wieder zurück. Im Ort Keel findet Morgen ein Halbmarathon statt, den Läufern wollen wir nicht im Wege stehen, also geht es für uns an die Nordküste der Insel, nach Doogort, wo wir am Golden Strand Beach einen schönen Platz mit Blick auf den wirklich „Goldenen Strand“ finden. Hier bleiben wir für die Nacht. Es regnet! Heute um genau 13h46 (Irland-Zeit) hatte unser BONSAI volle 100‘000km auf dem Buckel.

Der Croagh Patrick (irisch: Cruach Phádraig) ist ein 764 Meter hoher Berg im County Mayo im Westen der Republik Irland. Seit Hunderten von Jahren ist der Croagh Patrick zu Ehren des heiligen Patrick eine Wallfahrtsstätte. Im Jahr 441 stieg der Patron Irlands auf diesen Berg, fastete dort 40 Tage lang und erbaute eine Kapelle. Am letzten Sonntag im Juli, steigen jährlich etwa 25.000 Pilger den Berg hinauf; viele tun dies barfuss.

Acaill (auch Oileán Acla; anglisiert Achill Island) ist eine Insel in der Grafschaft Mayo und mit 146 km² die größte Insel Irlands abgesehen von der Hauptinsel. Auf Acaill leben 2569 Menschen (Stand: 2011). Rund 87 Prozent der Insel sind von Torfmooren bedeckt. Die Insel ist über die Michael Davitt Bridge mit dem Festland verbunden. Auch Heinrich Böll besuchte in den 1950er und 1960er Jahren die Insel in seinen Urlauben. Das Irische Tagebuch ist in dieser Zeit entstanden.

ganz am Ende der Insel Achill

da staunt ihr, he ?

Jubiläum !

hier übernachten wir

Samstag, 2.Juli 2022: 48.Tag, Achill Island - Downpatrick Head, 113,3km

Um 10h geht es los, KEIN Regen, 15°, zum Teil blauer Himmel. Wir verlassen die schöne Insel Achill Island und sind wieder auf dem Festland. Durch riesige Moorfelder, wo überall Torf gestochen wird, kommen wir immer weiter in menschenleere Gegenden. Inzwischen haben wir in Irland bestimmt schon 2 Millionen Schafe gesehen. Oder sind es sogar schon mehr? Je weiter nördlich wir kommen, desto mehr Schafe hat es. Von 12h bis 13h besuchen wir die Céide Fields. Der Eintritt kostet 4€ Rentner, sonst 5€. Zuerst schaut man sich drinnen ein kleines Museum an (alle Infos auf Englisch oder Gälisch!) und danach läuft man draussen zu den Ausgrabungen. Von hier fahren wir weiter bis zu einem Parkplatz beim Downpatrick Head. Nach dem späten Mittagessen laufen wir 1½ Stunden lang zu den Klippen, und auf den Klippen herum und geniessen den wunderschönen Ort. Einfach nur traumhaft schön! Und das Wetter spielt mit. Wir haben heute keine Regentropfen gesehen und sind richtig happy!

Downpatrick Head

wenn die Strasse schmal ist, fahren wir mittig

das gibt blaue Pullover

Die Céide Fields gehören zu den grössten neolithischen Feldsystemen der Welt an der Nordwestküste Irlands in der Grafschaft Mayo.

im Museum Céide Fields

Vor 5000 bis 6000 Jahren bestand hier eine Siedlung mit Feldern. Die jungsteinzeitlichen Bewohner lebten anscheinend auf Einzelgehöften, die durch gerade Mauern voneinander abgetrennt waren. Vermutlich bildeten sie eine gut organisierte Gemeinschaft von Ackerbauern und Viehhaltern, die das Land in gleichmässige Blöcke aufteilten und grosse Waldflächen rodeten.

hier übernachten wir, Parkplatz beim Downpatrick Head

Ein Blowhole (dt. Blasloch) ist im Sprachgebrauch und in der Geologie eine enge Öffnung am Ende einer Meereshöhle, die über die Höhlendecke hinauf ins Freie reicht. Wenn eine Brandungswelle auf die Mündung der Höhle auftrifft, wird sie durch die Höhlenwände, wie in einem Trichter, zum Blowhole geführt, was bei geeigneter Geometrie der Höhle und den richtigen Wetterbedingungen zu spektakulären Wasserfontänen führt.

Downpatrick Head. Eine eindrucksvolle Küstenformation mit dem ca. 50 Meter hohen Brandungspfeiler „Dún Briste“. Die Verbindung zum Festland brach im 14. Jahrhundert ab – damals sollen Leute mit Seilen und Booten vom Felsen gerettet worden sein.

viel Möwen(-dreck)