Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Irland 21

in Pitlochry

Montag, 25.Juli 2022: 71.Tag, Pitlochry – Balmoral Castle, 72,2km

Es regnet und windet, 17°. Wir fahren um 9h45 los, nordwärts. Auch hier in Schottland hat es überall sehr viele Schafe auf den Weiden. Ich habe aufgehört, sie zu zählen... Über den Cairnwell Pass, bei 12° und enormem Wind, geht es vorbei am Skigebiet Glenshee und weiter zum Balmoral Castle. Hier stellen wir uns auf den extra für Camper vorgesehenen Parkplatz. Es ist 11h30 und es schüttet! Wir laufen zum Eingang des Schlossparkes und kaufen die Tickets 15£ /Person (ca. 18 SFr.) mit einem Audioguide. Die Frau an der Kasse will unsere 20-Pfund-Noten nicht akzeptieren, weil wir die in Nord-Irland am Geldautomaten bezogen haben und darauf steht «Bank of Ireland». Sie sagt, das seien Irische Pfund. Nach einer telefonischen Nachfrage beim Chef, klappt es dann doch noch und sie nimmt unsere «Irischen Pfunde» an. Im strömenden Regen geht es dann bis zum Besucher-Restaurant, wo wir eine heisse Schokolade trinken und ich ein Lachssandwich dazu esse. Paul weigert sich, etwas zu essen und so ein labbriges Sandwich schon gar nicht! Dabei ist das Sandwich gar nicht so schlecht. Überhaupt ist Paul «absolutely not amused»! Vielleicht liegt es ja daran, dass ich gesagt habe, er müsse ein anderes T-Shirt anziehen für den Besuch bei der Queen? Das Schloss selber darf man nicht besichtigen, nur den Ballsaal (keine Fotos erlaubt) und den schönen Park. Man darf das Anwesen nur noch diese Woche besuchen und dann nächstes Jahr wieder von April bis Ende Juli. Nächste Woche, also Anfang August, soll Ihre Hoheit, Queen Elisabeth II, mit ihrer Entourage hier für 2 oder 3 Monate in die Ferien kommen. Also ehrlich, bei allem Respekt, so schön das Schloss auch ist (von aussen) wir könnten uns einen wärmeren Ort für die Ferien vorstellen. Den Afternoon Tea lassen wir aus und um 15h sind wir zurück im BONSAI, um uns wieder aufzuwärmen.

P.S. Hier hatten wir keinerlei Internetverbindung.

unterwegs in den Highlands

beim Glenshee Skigebiet

Balmoral Castle ist ein Schloss, das am Fluss Dee unterhalb des Berges Lochnagar in Schottland liegt. Es ist heute die Sommerresidenz von Elisabeth II., der britischen Königin. Sie hält sich dort zwischen August und Oktober für etwa zwölf Wochen auf. Das Schloss ist privates Eigentum der Monarchin und nicht Teil des Crown Estate.

das Rosengärtchen der Königin

dieses Gefährt wird heute noch gebraucht um zum Picknick zu fahren

Das Schloss wurde im 14. Jahrhundert als Sitz von Sir William Drummond gebaut. Das Gebiet hatte zuvor König Robert II. als Jagdrevier gedient. In der Folgezeit wechselte das Schloss, das allerdings wesentlich kleiner als das heutige war, mehrfach den Eigentümer, bis es von James Duff, 2. Earl Fife, erworben wurde. Dieser vermietete es 1848 an Königin Victoria und Prinz Albert als Urlaubsdomizil. Da beide von der schottischen Landschaft fasziniert waren, erwarb Albert Balmoral Castle vom Earl als Privatbesitz (während die offizielle Residenz des jeweiligen Monarchen in Schottland bis heute Holyrood Palace in der Hauptstadt Edinburgh ist, den die Queen jährlich für etwa eine Woche bewohnt).

Der Landsitz umfasst etwa 243 km², wozu auch mehrere kleine Dörfer gehören. Etwa 50 Mitarbeiter sind ganzjährig auf Balmoral beschäftigt, mehr als die gleiche Zahl zusätzlich in der Saison. In den nordisch-kühlen Highlands wird vor allem Holz produziert; das Lachsangeln im Fluss Dee, der am Rand des Schlossparks vorbeifliesst.

Das Schloss besteht aus zwei dreietagigen, miteinander verschränkten quadratischen Baukörpern, die jeweils einen Innenhof umschliessen. Insgesamt umfasst Schloss Balmoral über 70 Zimmer. 1856 war das neue Schloss bezugsfertig, das alte Anwesen wurde kurz darauf abgerissen. Im Herbst 1857 wurde auch die von Isambard Kingdom Brunel entworfene neue Brücke über den Dee, welche Schloss Balmoral mit der rund 800 Meter östlich gelegenen Ortschaft Crathie verbindet, fertiggestellt.

Die Kosten für die Baumassnahme überstiegen den Kaufpreis um mehr als das 15fache. Nur aufgrund einer grossen Erbschaft, die Königin Victoria kurz zuvor erhalten hatte, konnten diese Massnahmen finanziert werden.

In den folgenden Jahrzehnten wurden um das Schloss bzw. auf dem Gesamtanwesen zahlreiche Nebengebäude neu errichtet und das Schloss selbst um einen Ballsaal erweitert.

Königlicher Salat wächst in Reih und Glied

das Eingangstor zum Park

der Fluss Dee

Dienstag, 26. Juli 2022: 72.Tag, Balmoral Castle – Stonehaven, 99,7km

Es regnet nicht, ist aber kalt, 14°. Um 9h45 starten wir. Chauffeur Paul hat die Nase voll vom nassen und kalten Wetter, er will jetzt nur noch südwärts fahren. Heute geht es an grossen Gerstenfeldern (für den Whiskey) vorbei nach Aberdeen. Dort machen wir aber nur einen ganz kurzen Halt und sind kurz nach 12h im etwa 20km südlicher als Aberdeen gelegenen Stonehaven. Ein schöner Ort an der Nordsee, mit einem kleinen Hafen. Hier werden wir übernachten. Nach dem Mittagessen machen wir einen Spaziergang, aber weil es sehr kalt ist und es immer wieder leicht regnet, sind wir bald wieder im BONSAI zurück.

Aberdeen ist die drittgrösste Stadt Schottlands. Sie liegt an der Mündung des Flusses Dee in die Nordsee. Seit Anfang der 1970er Jahre die ersten Ölfelder in der Nordsee erschlossen wurden, entwickelte sich die Hafenmetropole schnell zum Hauptversorgungszentrum für die Offshore-Plattformen. Bei guter Sicht kann man die Erdölbohr-Plattformen vor der Küste mit blossem Auge sehen.

unterwegs nach Aberdeen

Gerstenfelder

in Aberdeen

der Hafen von Aberdeen

Schlepp-und Versorgungsschiffe für die Ölplattformen

in Stonehaven

der Clocktower in Stonehaven von 1790

mit dem Barometer von 1852

Blick aus dem BONSAI

Mittwoch, 27. Juli 2022: 73.Tag, Stonehaven – St. Andrews, 109,1km

Um 10h fahren wir los. Es ist kühl, 15°, und es regnet ein paar mal kurze Schauer. Der Nordseeküste entlang fahren wir südwärts, Richtung Dundee. Es geht vorbei an Schafweiden, Getreide- und Kartoffelfeldern. Das muss hier eine sehr fruchtbare Gegend sein. Es ist wunderschön! Unterwegs wird wieder einmal getankt, für 1.949£. In Dundee machen wir die Mittagspause und danach geht es weiter bis nach St. Andrews, wo wir um 13h30 ankommen. Wir parken den BONSAI und laufen für die nächsten etwa vier Stunden in die alte Universitäts-Stadt St. Andrews. Das Wetter wird immer schöner, wir können sogar draussen an der Sonne etwas trinken.

St Andrews ist eine Kleinstadt an der Ostküste Schottlands, die 1620 zur königlichen Stadt erkoren wurde. Sie ist vor allem für ihre traditionsreiche Universität und als Heimat des Golfsports berühmt. Ausserdem ist sie mit ihrer malerischen Lage an der Nordsee ein lohnendes Ziel für Touristen. St Andrews hatte im Jahr 2011 16.870 Einwohner, von denen ein gutes Drittel Studenten der Universität waren. Der Golftourismus ist mittlerweile eine der Haupteinnahmequellen der Stadt.

in St. Andrews

Ha, jetzt sehe ich endlich mal einen Mann mit Kilt!

bei der Universität

Donnerstag, 28. Juli 2022: 74.Tag, St. Andrews – Kinross, 71,6km

Gegen10h fahren wir los. Es regnet hie und da mal ganz kurz. 17°. Um 15h sind wir in Kinross, am Loch Leven. Hier wollen wir heute übernachten. Wir machen einen ca. 1 ½-stündigen Spaziergang durch das Dorf und dem See entlang. Als wir wieder beim BONSAI ankommen fängt es gerade wieder an zu regnen.

ein Fasan auf dem Friedhof

Kohl???

Erdbeeren unter Plastik

in Kinross

in der Kirche befindet sich eine Kaffee-Bar

am Loch Leven

am Loch Leven