Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Irland 28

in der Winzergenossenschaft Xaló

Mittwoch, 7.September 2022: 115.Tag, Tàrbena –Xaló, 20,7km

Es verspricht wieder ein sehr heisser Tag zu werden. Um 10h verlassen wir das schöne Dorf Tàrbena. Wir fahren den gleichen Weg, den wir gestern gekommen sind, zurück. Es geht über den Pass Coll des Rates (783m ü.M.). Wunderschön! Kurze Zeit später sind wir in Xaló, in der Winzergenossenschaft. Wir lassen uns die leere Plastikkanne mit 2 Litern lokalem, trockenem Rotwein auffüllen. Danach richten wir uns sofort wieder auf dem grossen Stellplatz von Jaime ein. Nach dem Mittagessen versuche ich eine kleine Siesta abzuhalten. Ich bin müde weil ich letzte Nacht sehr schlecht geschlafen habe und weil ich es heute unerträglich heiss finde (33°). Aber schlafen kann ich trotzdem nicht. Später laufen wir ins Dorf um beim Kirchplatz im Restaurant «El Casino» ein kühles Bier zu trinken. Das Restaurant «El Casino» ist der «Rentnertreff» von Xaló.

Blick nach Parcent

Donnerstag, 8.September 2022: 116.Tag, Xaló- Bèrnia, 14,5km

Gegen 10h30 machen wir uns auf den Weg in die Berge. Der Engländer, der hier mit einem Russischen LKW steht, hat uns von einem sehr schönen Platz vorgeschwärmt, den wir uns jetzt anschauen wollen. Zwar müssen wir im Dorf Xaló fragen, wo wir denn die Strasse nach Bèrnia finden, aber danach klappt es. Auf der engen, aber guten CV 749 fährt mein Chauffeur sehr langsam und vorsichtig 12 km den Berg hinauf. Die Passhöhe liegt auf 620m.ü.M. Nun geht es noch ein Stück auf einer löchrigen Schotterstrasse und wir sind angekommen, auf 634m Höhe. In der wildesten Wildnis befindet sich so etwas wie ein Campingplatz. Und die Gegend rundherum ist wirklich wunderschön. Wir sind ganz alleine hier und begeistert. Es hat mehrere Grillstellen, die aber im Moment gesperrt sind, wegen extremer Waldbrandgefahr. Klar dass wir das Grillverbot respektieren! Im Schatten befindet sich ein grosser Holztisch mit Bänken, den wir sofort in Beschlag nehmen. Es ist herrlich schön, was wollen wir mehr? Am Abend erfahren wir per Internet, dass die Queen Königin Elisabeth II in Balmoral 96-jährig verstorben ist. Vor 7 Wochen waren wir in Balmoral bei ihrem Schloss.

die Bèrnia Berge

unterwegs nach Bèrnia

hier stehen wir, in den Bèrnia Bergen

Freitag, 9.September 2022: 117.Tag, Bèrnia – Moraira, 26,1km

Wir schlafen unter einem wunderbaren Sternenhimmel und mit einem hellen mehr als ¾ Mond. Es ist enorm ruhig, fast zu ruhig, wir schlafen nämlich beide eher schlecht. Oder ist es wegen dem baldigen Vollmond? Es ist 9h15 als wir diesen wunderschönen Platz verlassen. Die Fahrt runter nach Benissa ist herrlich schön. In Benissa machen wir einen kurzen Halt um einzukaufen und den Frischwassertank aufzufüllen. Paul muss noch zwei dringende Telefonate mit der Schweiz erledigen und so sind wir kurz vor dem Mittag in Moraira bei unseren Freunden Ruth und Heinz. Am Nachmittag um 15h muss ich wieder beim Zahnarzt sein und ich schleppe mich ziemlich lustlos dahin. Es ist sehr heiss! Zurück vom Zahnarzt ist eine Abkühlung im Pool (28°) einfach nur herrlich!

wir verlassen den "Camping" im Bèrnia Gebirge. Die Schotterstrasse ist ziemlich löchrig.

wieder auf der asphaltierten Strasse

Blick hinunter zum Mittelmeer

da unten liegt Calpe

Calpe

Zwischenstop in Benissa

Sonntag,11.September 2022: 119.Tag, Moraira

Zwar hat es Schleierwolken am Himmel, aber trotzdem wird es auch heute wieder ein heisser Tag mit über 30°. Den ganzen Tag machen wir nicht sehr viel, ausser faulenzen. Erst gegen Abend kommt Freude auf. Heinz und Paul holen beim «Chinesen» (darf man das noch sagen, oder ist das auch rassistisch?) verschiedene «take away»-Speisen und wir essen genüsslich zusammen mit Ruth und Heinz. Das Essen ist sehr gut und es wird ein gemütlicher Abend. Das war doch echt eine gute Idee, dieser «take away»-Service.

Vollmond

Paul schwitzt ein bisschen...

wir speisen "chinesisch"

Montag, 12.September 2022: 120.Tag, Moraira

Es ist wieder sehr heiss, 32°. Ich bin heute wieder einmal Gast beim Zahnarzt. Während 75 Minuten sitze ich auf dem Zahnarztstuhl mit aufgesperrtem Mund und darf/kann nicht sprechen. Der Zahnarzt will gar nicht mehr aufhören mit Schleifen, Schmirgeln und den ganzen Vorbereitungen für meine zwei Kronen. Uff, was für eine Erleichterung als er endlich damit fertig ist. Ausgerechnet heute, wo Paul im Wartezimmer auf mich wartet, dauert die Behandlung 5/4 Stunden. Sonst dauern die immer nur etwa 30 Minuten. Aber ich glaube, er findet das lange Warten gar nicht so schlimm. Im Fernsehen wird gerade die Vuelta 22, die Spanienrundfahrt der Damen übertragen.

unterwegs zum Zahnarzt

hier wohnt unser Zahnarzt

ein schöner Kreisel

Dienstag, 13. September 2022: 121.Tag, Moraira

Heute ist Paul an der Reihe mit dem Zahnarzt. Aber er hat Glück, er muss nur eine Zahnreinigung über sich ergehen lassen. Ich warte draussen in der Fussgängerzone auf ihn und wir trinken danach im «Las Gaviotas» ein Bier/einen Kaffee. Weil Paul sich immer über sein altes Tablet und vor allem das langsame und unzuverlässige GPS aufregt, bekommt er heute ein neues Tablet. Im Computerladen verspricht man uns, anzurufen, sobald alle Daten vom alten auf das neue Tablet übertragen sind. Zur Feier dieses Tages essen wir im «Las Gaviotas» zu Abend. Bei der Rückkehr freuen wir uns enorm auf die Abkühlung im Pool von Ruth und Heinz!

Paul's Spare Ribbs

mein Lachs

Mittwoch, 14. September 2022: 122.Tag , Moraira

Es ist sehr bewölkt und endlich, endlich regnet es ein paar Mal am Tag, aber leider immer nur zögerlich, es bräuchte sehr viel mehr Regen. Aber trotzdem ist es immer noch 30° heiss. Abends sitzen wir mit Ruth und Heinz bei einem Glas lokalem Wein zusammen. Heinz und Paul nerven sich ganz gewaltig über die heutige Politik! Oh je, wenn die zwei etwas in der Politik zu sagen hätten, wie käme das wohl raus?

P.S. Vom Computerladen hat natürlich niemand angerufen, dass wir das neue Tablet abholen könnten.

Donnerstag, 15. September 2022: 123.Tag, Moraira

Der Morgen beginnt angenehm bewölkt und kühler als die letzten Tag. Aber im Laufe das Tages soll es trotzdem wieder 31° warm werden. Paul hat heute grossen Putztag. Unsere Solarpanele auf dem Camperdach sind seit dem gestrigen Regen voll mit Saharastaub und bringen fast keine Leistung mehr. Paul leiht sich von Heinz eine Leiter aus, steigt auf das Dach und wäscht die Panele gründlich.

Bis um 13h hat immer noch niemand vom Computershop angerufen, dass wir Paul's neues Tablet abholen können. Kurzentschlossen machen wir uns auf den Weg zu dem Laden. Es ist 13h25 als wir dort ankommen. Um 13h30 macht der Laden bis um 16h30 zu, für die Siesta. Im Geschäft schaut man uns sehr fragend an, ja was wir denn gerne hätten. Ach so, das neue Tablet! Ja klar, das ist bereit und kann gleich mitgenommen werden. Grrr… und wir warten wie die Doofen auf einen Anruf von denen...

Paul und sein neues Spielzeug

Freitag, 16. September 2022: 124.Tag, Moraira

Wöchentlicher Markttag in Moraira

alles aus Kork

Sonntag,18.September 2022: 126.Tag, Moraira

In der Nacht gibt es ein gewaltiges Gewitter. Auf die grellen Blitze folgen ohrenbetäubende Donnerschläge, die unseren Camper erzittern lassen. Der sehr willkommene Regen prasselt auf unser Dach, dass es eine Freude ist. Nur einschlafen ist damit für mich ziemlich schwierig. Am Morgen ist die Luft merklich abgekühlt und mit einer leichten Brise ist es «nur» noch 28° warm.

Am Abend um 19h haben wir auf Einladung von Ruth und Heinz eine Spaghetti-Soirée. Heinz und Paul waren schon am Freitagabend zusammen in Teulada um alles Nötige dazu einzukaufen. Die beiden schnippeln, brutzeln und kochen für uns einen herrlich feinen Sugo mit seeeehr viel Knoblauch und Zwiebeln. Die Spaghetti sind prima, der Salat auch und zum Dessert gibt es Glacée. Wir essen alle mal wieder viel zu viel! Mit der Nachbarin, der Schweizerin Angi, sind wir zu Fünft und es wird ein schöner, gemütlicher Abend.

heute gibt es eine Spaghetti-Soirée

Dienstag, 20.September 2022: 128.Tag, Moraira

Um 10h kommt Paul (der Bern/Zürcher) angefahren und um 10h15 ist es soweit. Heinz hat uns zu einem Ausflug nach Planes eingeladen. Heinz sitzt am Steuer und chauffiert die zwei Pauls (wie heisst die Mehrzahl von Paul ? Paulen?) und mich ins Hinterland. Zuerst geht es mit Unmengen von Kurven ins Vall d'Ebo. Hier hat der Feuerteufel ganz zünftig zugeschlagen. Wir sehen deutlich die Spuren der Waldbrände, die hier vor ca. einem Monat gewütet haben. Unterwegs melden die zwei Pauls Durst an. Wir suchen in diversen kleinen Dörfern nach einer Bar oder einem geöffneten Restaurant. Überall das gleiche: geschlossen! Bei einem Restaurant steht aussen angeschrieben: wegen Personalmangels geschlossen. Bei den anderen die wir anfahren, wissen wir nicht, warum die heute nicht geöffnet haben. Vielleicht weil Dienstag ist? Und endlich, kurz bevor ein Teil unserer Gruppe elend am Austrocknen ist, finden wir in Planes ein Restaurant, das geöffnet hat, das «Llouis». Und dieses Dorf Planes ist auch unser heutiges Ziel. Heinz hat hier eine Patenschaft für einen Kirschbaum übernommen und den möchte er gerne sehen. Er hat befürchtet, dass die Kirschplantage eventuell vom Feuer zerstört wurde. Den Kirschbaum hat er seiner Frau Ruth gewidmet und diesen Baum möchte er heute suchen. Wir finden die Plantage, aber trotz genauen GPS-Koordinaten und mehrmaligem Fragen finden wir leider den richtigen Kirschbaum nicht. Schade! Weiter geht unsere schöne Fahrt durch viele kleine Dörfer mit Namen die alle mit «Beni» beginnen (z.B. Benissili, Benisiva, Benitaia, Beniali, Benirrama usw., von den Arabern, die hier früher ansässig waren), ins Vall de Gallinera. Die Landschaft ist wunderschön und dieses Tal scheint mehr Glück gehabt zu haben. Hier sehen wir selten verbrannte Bäume und Plantagen. Aber inzwischen haben wir alle langsam Hunger. Und jetzt beginnt unsere Suche nach einem Restaurant für das Mittagessen. Wieder das gleiche Bild wie am Morgen: geschlossen! Im Dorf Benirrama, kennt Heinz ein gutes Restaurant, die «Bar Roca», die wäre offen, aber die haben eine Riesengruppe Velofahrer als Gäste und keinen Platz für uns. Also versuchen wir weiter unser Glück und finden endlich um 15h, mit knurrenden Mägen in Pego das Restaurant «La Placeta» wo wir draussen unter den Bäumen das sehr gute Tagesmenü geniessen. Gegen 17h sind wir satt und zufrieden wieder zu Hause in Moraira. Heinz, vielen Dank für diesen richtig schönen Ausflug!

unterwegs nach Planes

Blick zum Mittelmeer

verbrannte Erde

wunderschöne Landschaft

alles verbrannt