Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Irland 30

Reisfelder im Ebro Delta

Sonntag, 25.September 2022: 133.Tag, Ebro Delta – Tarragona, Tamarit, 107,1km

Um 9h20 sind wir schon abfahrbereit. Wir haben sehr gut und ruhig geschlafen. Die Sonne scheint aber es ist kühl mit 17° und es weht ein leichter Wind. Wir durchqueren das wunderschöne Ebro Delta. Vor 6 Wochen waren wir in Nordspanien an der Quelle des Ebro. Den ganzen Tag ist herrliches Sonnenwetter, obwohl für heute nur Regen gemeldet war. Heute fahren wir keine Autobahn. Um 12h30 sind wir in Tarragona, an einem schönen Strand. Wir sitzen lange am Meer und Paul geniesst das Bad in den Wellen. Weil gleich hinter unserem Parkplatz die Bahnlinie vorbeiführt, fahren wir gegen 16h30 nochmals 10 km weiter bis zum Strand Mora- Tamarit, wo wir einen sehr ruhigen Parkplatz finden, nur ca. 250m vom Meer entfernt. Hier bleiben wir über Nacht.

ein toller Fussballplatz in El Poblenou del Delta

wir überqueren den Fluss Ebro

in Tarragona

am Strand bei Tarragona

Strand bei La Mora - Cala Tamarit

Montag, 26.September 2022: 134.Tag, Tarragona - La Jonquera, 267,8km

Durch die langen Fahrten gibt es hier blogtechnisch in den kommenden Tagen vermutlich weniger zu berichten.

Dieser Parkplatz war ausgesprochen ruhig, wir haben keinen einzigen Ton gehört während der Nacht. Um 10h15 geht unsere Fahrt weiter. Es ist bewölkt, 17°. Gestern hatten wir einen blinden Passagier. Paul hat plötzlich einen kleinen, etwa 5cm langen Gecko entdeckt. Irgendwann und irgendwo hat der sich heimlich an Bord des BONSAI's geschlichen. Heute haben wir ihn nicht mehr gesehen. Vielleicht will er doch lieber in seiner Heimat Spanien bleiben. Wir umfahren Barcelona weiträumig, indem wir eine wunderbare Fahrt durch die Berge im Hinterland von Barcelona machen. Die Bewölkung hat sich aufgelöst und wir haben einen schönen sonnigen Tag mit 24°. Um 15h kommen wir in La Jonquera an, dem spanischen Ort vor der Grenze zu Frankreich. Wir tanken (167.9 € / Liter Diesel). Danach machen wir einen langen Spaziergang durch den Ort und trinken einen Kaffee. Im kleinen Fluss sehen wir Bisamratten die sich genüsslich mit Gras und Brot verpflegen…, die Enten sind neidisch.

Zum Abendessen kocht uns Paul Spaghetti und Tomatensauce mit Speckwürfeli. Ich freue mich darauf. Aber schon der erste Bissen lässt mich nach Luft japsen und brennt ganz zünftig in meiner Kehle. Tränen schiessen mir in die Augen. Boahhh! Die Sauce ist very, very spicy! Damit sich meine Mundschleimhaut wieder beruhigen kann, esse ich ein kühles Yoghurt. Mein Chefkoch lacht und meint: das war doch «nur» Cayenne-Pfeffer...

in La Jonquera

in La Jonquera

in La Jonquera im Supermarkt Escudero

im Schlaraffenland

Bisamratten

Dienstag, 27.September 2022: 135.Tag, La Jonquera (E) – Sommières (F), 237,3km

Wir haben beide sehr schlecht geschlafen (es ist Neumond). Paul träumt von Elefanten und ich kämpfe mit einer lästigen Mücke. Die vielen Camper (mindestens 50 Stück, davon 90% Franzosen) auf dem Parkplatz machen keinen Lärm, aber die Lastwagen, die auf der nahen Hauptstrasse vorbei brausen schon. Nach einem kurzen Einkauf im Supermarkt «Escudero» fahren wir um 9h45 los und überqueren bei Le Perthus die Grenze zu Frankreich. Das Wetter ist abwechselnd bewölkt und sonnig, aber windig und kühl, 17°. Unterwegs haben wir noch NIE so viele Camper gesehen wie heute, und zwar nord-oder südfahrend. Vor Montpellier machen wir einen Stopp, um eine Maschine Wäsche zu waschen und zu trocknen. Um 16h20 kommen wir in Sommières an. Hier haben wir schon mehrmals übernachtet, aber der Platz, den wir damals benutzen durften, ist jetzt für Camper gesperrt. Also kurven wir ein wenig herum, bis wir auf einem anderen, grossen Parkplatz ein schönes Plätzchen für uns finden. Sommières liegt am Fluss «Le Vidourle» und hat eine sehr schöne Altstadt. Wir laufen durch die schmalen Gässchen, trinken irgendwo etwas und kehren zum BONSAI zurück. Es ist eher kühl mit immer noch 17°.

in La Jonquera (Spanien)

wir verlassen Spanien

und fahren nach Frankreich

in Frankreich

unterwegs in Frankreich

unterwegs in Frankreich

in Sommières

Sommières liegt am Fluss «Le Vidourle»

Sommières

Mittwoch, 28.September 2022: 136.Tag, Sommières – Balan, 307km

Wir haben beide herrlich geschlafen. Es war ruhig und dunkel (sonst stehen wir meistens unter einer Strassenlampe!). Nach dem wir beim Gemüsehändler noch frische Sachen gekauft haben kann es um 9h45 losgehen. Das Wetter ist schön sonnig, aber mit kühlem Wind, 17°. Kurz vor Montélimar erwischt uns ein kurzer Platzregen. Der ist genau richtig, um unsere Frontscheibe zu putzen. Danach scheint sofort wieder die Sonne, 20°. 20 km vor Valence wird der BONSAI gewaschen. Aber mein Chauffeur motzt die ganze Zeit nur herum, weil es zu wenig Druck auf dem Wasserschlauch hat. In Vienne erwischt uns der Regen endgültig. In Lyon geraten wir dummerweise mitten in die Stadt und damit in ein Höllengetümmel von einem Feierabendverkehrsstau! Das nervt! Es ist Wahnsinn wie viele Autos rund um so eine Grossstadt wie Lyon unterwegs sind. Dabei verlieren wir sehr viel Zeit und kommen deshalb sehr spät (für unsere Begriffe), erst um 18h20, an unserem heutigen Übernachtungsplatz in Balan an. Mit uns sind jetzt drei Camper hier, zwei Deutsche und wir.

ich glaube, das sind Khakis

unterwegs

wir überqueren die Rhone

grosse Wäsche

in Lyon

in Lyon

Lyon

einer der vielen Staus

geschafft, wir sind in Balan

Donnerstag, 29.September 2022: 137.Tag, Balan – Pontailler-sur-Saône, 192,3km

Eigentlich wäre das hier ein sehr ruhiger Platz. Aber ab morgens 05h00 hört man die Flugzeuge, die vom Airport Lyon St. Exupéry starten und über das Dorf Balan dröhnen. Und es sind ziemlich viele Flugzeuge… Als wir um 10h25 starten, regnet es und ist 12° kalt! Um 15h10 sind wir in Pontailler-sur-Saône, wo wir vor genau einem Jahr ein Kanalboot für eine Woche gemietet haben. Es hat aufgehört zu regnen und wir machen einen Spaziergang zum kleinen Bootshafen. Danach lassen wir uns gemütlich im BONSAI nieder, natürlich mit Blick auf den schönen Fluss Saône.

angekommen in Pontailler-sur-Saône

es gibt wieder einmal Pizza

Freitag, 30.September 2022: 138.Tag, Pontailler-sur-Saône – Pieterlen, 197,7km

Beim Aufstehen trauen wir unseren Augen nicht: es hat dicken Nebel. Der ist so dicht, dass wir kaum das andere Flussufer erkennen können. Um 9h30 verlassen wir den schönen Ort Pontailler-sur-Saône, es ist kalt, 7°, brrr! Kurz nach Besançon löst sich der Nebel auf und wir können sogar ein wenig blauen Himmel sehen. In Pontarlier gibt es einen Tank-, Einkaufs- und Essstopp. Für den Diesel bezahlen wir in Frankreich 1.699€, in der Schweiz kostet er 2.16 Fr. – 2.20 Fr. Es ist kurz vor 15h als wir zu Hause in Pieterlen eintrudeln, es ist immer noch kalt, 12°! Und jetzt geht das grosse ausräumen des BONSAI's los.

Nebel...

ah, viel besser...!

alles ist grün

die Französische / Schweizer Grenze

Schweizer Preise

wir sind wieder in der Schweiz

und zu Hause

Unsere grosse «IRLANDREISE» ist zu Ende. Wir sind eine riesige 8 gefahren, die so überhaupt nicht geplant war und sich einfach spontan ergeben hat. Im Ganzen waren wir 138 Tage unterwegs, das heisst Monate (vom 16.Mai 22 – 30.September 22). Wir (Paul) sind 10'892,7 km gefahren und haben im Durchschnitt 8,0 Liter Diesel /100km verbraucht.

Der erste Teil unserer Reise, in Cornwall, Wales, Irland, Nordirland und Schottland war eher unterkühlt und regnerisch. Ab Süd-Ost-England wurde es endlich langsam wärmer. Im zweiten Abschnitt der Reise durch Frankreich und Spanien konnten wir uns dann endlich auch an der (manchmal etwas übermässigen) Sommerhitze erfreuen. Aber im Grossen und Ganzen durften wir eine sehr schöne, abwechslungsreiche Reise erleben und sind dankbar, ohne Unfall oder sonstige grössere Probleme wieder zu Hause anzukommen.

Unsere grosse «IRLANDREISE»