Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

Irland 14

Montag, 27.Juni 2022: 43.Tag, Galway

Nacht gab es wieder einige Regenschauer. Der Morgen ist total bewölkt und es hat wieder mehr sehr kalten Wind, 14° sind heute das höchste der Gefühle! Paul will unbedingt nochmals zu der Brücke, wo die Lachse scheinbar den Fluss hinauf schwimmen. Leider sehen wir auch heute wieder keine. Aber wir sehen einen Fischer, der im Fluss steht und mit einem Fisch an der Angel kämpft. Es dauert lange, bis er ihn endlich draussen hat und wir staunen nicht schlecht, als er danach den recht stattlichen Lachs wieder ins Wasser entlässt. Wieso tut man sich das eigentlich an? Wir flanieren durch die uns inzwischen bekannte Fussgängerzone. Es hat viele Leute. Ein grosser Kreuzfahrer ist angekommen. Am Nachmittag regnet es wieder...

der Lachs darf wieder ins Wasser

, Am Eyre Square, ein Stück eines Hauses aus dem Jahre 1627

Lynch’s Castle (Caisleán an Linsigh) Die im 16. Jahrhundert erbaute Burg ist mit Wappenschildern verziert und seit einigen Jahren Sitz einer Bank. Die Burg war der damalige Wohnsitz der Familie Lynch, welche mehrheitlich die Bürgermeister zwischen 1480 und 1650 stellte. Das Stadtoberhaupt James Lynch zeichnete sich durch seinen besonderen Gerechtigkeitssinn aus.

So verurteilte er der Überlieferung nach einst seinen eigenen Sohn wegen Mordes an einem jungen spanischen Edelmann, der als Gast in Galway weilte und zum Rivalen um die Gunst eines Mädchens geworden war. Da niemand in der Stadt das verhängte Todesurteil vollstrecken wollte, hängte er ihn persönlich und zog sich daraufhin in ein Kloster zurück. Irrtümlich wird mit diesem Ereignis oftmals der Begriff Lynchjustiz in Verbindung gebracht.

schon wieder Ebbe

Dienstag, 28.Juni 2022: 44.Tag, Galway – Toombeola, 97,6km

In der Nacht Regenschauer und Wind, aber das gehört sich scheinbar so. Heute verläuft unser Tag komplett anders als von uns geplant. Morgens um 7h00 wird mit viel Lärm das Lastschiff „Fri Dolphin“, direkt vor uns mit Sand beladen. Wir flüchten, bevor wir total mit Sand eingestaubt werden. Beim Lidl Parkplatz machen wir uns zuerst mal Frühstück. Danach wird eingekauft. Unser Kühlschrank ist nämlich wieder einmal ziemlich bis total leer. Beim raus fahren aus der Stadt kommen wir zufällig an einer Tankstelle mit Waschmaschinen vorbei. Wir tanken (2,139 € /Liter Diesel !!!) und waschen eine 8kg Maschine 40° Wäsche (43 Min.) Während dieser Zeit füllt Paul Frischwasser auf und wäscht die Frontscheibe des Campers. Ich putze und sauge inzwischen innen das Bad, die Essecke und die Küche. Der Trockner will nur Kreditkarten annehmen. Wir fragen eine junge Frau, ob sie mit ihrer Karte bezahlt und wir geben ihr dann die 6€ für 30 Minuten Trockner. Die Frau ist sofort einverstanden. Wir (ich) plaudern ein wenig mit ihr während sie den Trockner leer räumt und halten ihr dabei die grossen Plastiktüten auf, damit sie ihre Wäsche rein legen kann. Als ihr Paul die 6€ für den Trockner geben will, weigert sie sich strikt, diese anzunehmen. Wir sind beide sehr beschämt und sind überzeugt, dass uns das in der Schweiz NIE passieren würde! Um 13h verlassen wir nun endgültig Galway, wo es uns während 5 Tagen (trotz Regen) sehr gut gefallen hat. Hie und da gibt es einen Regenschauer, dann herrscht wieder Ruhe bis zum nächsten Schauer. Jetzt sind wir in Connemara. Die Landschaft hat sich sehr verändert. Jetzt hat es sehr viele Felsen, Seen, kleine Flüsse und viel Moorlandschaft. Gegen 15h sind wir schon an unserem Übernachtungsplatz, bei Tommbeola, einem wunderschönen Parkplatz direkt an einem tollen See.

unterwegs in Connemara

Connemara (irisch: Conamara) ist eine Region im Westen Irlands in der Grafschaft Galway im Westen der Provinz Connacht.

der Diamond Hill

Connemara ist landschaftlich zweigeteilt – der Teil südlich der Nationalstraße N59 von Galway nach Clifden besteht hauptsächlich aus Heide- und Moorgebieten, der Nordteil aus mehreren über 700 m hohen Bergen, den Twelve Bens, in denen nahe Clifden auch der Connemara-Nationalpark liegt.

Blick aus dem BONSAI

hier übernachten wir

Abends um 22h

Mittwoch, 29.Juni 2022: 45.Tag, Toombeola-Clifden- Derrigimlagh, 34,4km

Um 9h50 fahren wir los. Es regnet, ist trübe und trostlos, 12°! Wie auf einer 8-ter-Bahn fahren wir durch wunderschöne Gegend nach Clifden. Bei schönem Wetter muss Connemara ein Traum sein. Schon 50 Minuten später sind wir in Clifden. Es regnet nicht mehr. Wir schauen uns den Ort an, laufen zum Hafen ohne Wasser (Ebbe) und trinken wieder mal heisse Schokolade. Danach geht es ca. 5km zurück nach Derrigimlagh. Hier, beim Fliegerdenkmal für Alcock & Brown gibt es im Camper Mittagessen. Um 14h sind wir beim Parkplatz, dem Ausgangspunkt für eine 5km lange, sehr schöne und interessante Moorwanderung. Gegen 16h sind wir zurück vom Rundgang und haben uns jetzt eine Magnum-Glacé verdient. Wir haben Glück, das Wetter ist gut, das heisst, es ist bewölkt und sonnig, windig, aber es erwischt uns kein einziger Regentropfen.15°.  Juhuuu!

Connemara und Clifden

unterwegs nach Clifden

in Clifden

eine heisse Schokolade muss sein!

Denkmal für die Piloten Alcock & Brown

Clifden, ein Hafen ohne Wasser ist nicht schön! Clifden (irisch An Clochán) ist eine irische Kleinstadt in der Grafschaft Galway und die inoffizielle Hauptstadt von Connemara. Clifden liegt ca. 80 km westlich der Stadt Galway an der Mündung des Flusses Owenglin in die Clifden Bay. 2016 hatte der beliebte Touristenort 1597 Einwohner.

die irische Post

die katholische St. Joseph-Kirche (1879 eingeweiht)

Fliegerdenkmal für die Piloten Alcock & Brown

John Alcock und Arthur Whitten Brown überquerten am 14./15. Juni 1919 als erste Menschen in einem Flugzeug nonstop den Atlantik.

Blick vom Fliegerdenkmal

wir machen eine Moor-Wanderung

Torf

Torf

Torf

alles Torf

und viele bunte Schafe

Einige Kilometer südöstlich der Stadt befindet sich das Derrygimlagh-Moor. Hier landeten John Alcock und Arthur Whitten Brown, die am 14./15. Juni 1919 als erste mit einem Flugzeug nonstop den Atlantik überquerten.

Erster Transatlantik-Nonstopflug ! John Alcock und Arthur Whitten Brown überquerten in einer Vickers Vimy am 14./15. Juni 1919 als erste Menschen in einem Flugzeug nonstop den Atlantik, und zwar von West nach Ost. Der Flug startete um 13:45 h Ortszeit in St. John’s, Neufundland, die Landung erfolgte nach 16 Stunden und 27 Minuten Flugzeit in der Nähe von Clifden in Irland nach 3.667 geflogenen Kilometern. Der Flug wurde mit einem speziell für den Flug umgebauten Vickers Vimy-Bomber durchgeführt, der als Langstreckenbomber im Ersten Weltkrieg entwickelt worden war. Während des Fluges musste Brown aus dem Cockpit steigen, um einen der beiden Motoren vom Eis zu befreien. Alcock und Brown gewannen mit dem Flug einen Preis von 10.000 £ für den ersten Nonstopflug über den Atlantik, den der Inhaber der Londoner Zeitung Daily Mail, Lord Northcliffe, 1913 ausgesetzt  hatte. Bei der Landung erwies sich die ausgewählte „grüne Wiese“ als Teil eines Hochmoores, des Derrygimlagh Bog, so dass die Räder im Sumpf versanken und die Maschine sich auf die Nase stellte. Alcock und Brown blieben unverletzt.

Moor von Derrygimlagh südöstlich von Clifden, hier irgendwo vollbrachten die beiden ihre Bruchlandung

Ebenfalls hier befindet sich der Ort, an dem der italienische Funkpionier Guglielmo Marconi 1905 die damals grösste Funkstation der Welt errichtet hatte, mit der er ab 1907 den ersten drahtlosen transatlantischen Telegrafendienst für die Öffentlichkeit ermöglichte. Die Sendestation wurde während des Irischen Bürgerkrieges 1922 zerstört.

Überall hat es noch Ruinen von den Gebäuden der Funkstation

Guglielmo Marconi , seit 1924 1. Marchese von Marconi (* 25. April 1874 in Bologna; † 20. Juli 1937 in Rom), war ein italienischer (Vater Italiener, Mutter Irin) Radio- und Amateurfunk-Pionier sowie Unternehmensgründer der Wireless Telegraph & Signal Company, die später zur Marconi Company wurde. Im Jahr 1909 bekam er für seine praktischen Arbeiten im Bereich der Funktelegrafie gemeinsam mit Ferdinand Braun, der die theoretischen Grundlagen dazu erarbeitete, den Nobelpreis für Physik.

und wieder viel Torf...

wir wussten nicht, dass man heute noch Torf sticht

bereit für den Abtransport

Und jetzt eine Glacé, die haben wir uns verdient. Wir sind heute 10,1km gelaufen