Bonsaicamper

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden !!!

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Irland 18

Malin Head

beim Malin Head

unterwegs zum Malin Head

Montag, 11.Juli 2022: 57.Tag, Malin – Malin Head – (London)Derry, 79,2km

Es ist 10h15 als wir Malin verlassen und die 15km bis zum Malin Head fahren. Trotz totaler Bewölkung ist es warm, 18°.

Malin Head ist der nördlichste Punkt auf dem Festland Irlands und liegt in der Grafschaft Donegal auf der Halbinsel Inishowen. Zehn Kilometer nördlich liegt die Insel Inishtrahull. Malin Head liegt rund 15 km nördlich von dem namensgebenden Dorf Malin. Neben den Resten eines Wachturms, der 1805–1909 als British Admiralty Tower genutzt wurde und während des Zweiten Weltkriegs als Aussichtsturm der Irish Defence Forces diente, kann man hier in riesigen Lettern das ehemals aus Steinen gelegte Wort ÉIRE bestaunen, das während des Zweiten Weltkriegs den gegnerischen Flugzeugen signalisieren sollte, dass sie nun neutrales Gebiet überfliegen. Auf Malin Head befindet sich weiterhin eine Wetterstation, in der häufig Windstärke 12 gemessen wird – die höchste bisher hier gemessene Windgeschwindigkeit belief sich auf 181,5 km/h am 16. September 1961, als der Hurrikan Debbie großen Schaden an der irischen Westküste verursachte. Bei dieser Wetterstation befindet sich auch eine Navtex-Sendestation.

Wir wandern ca. 1½ Stunden zum Höllen-Schlund und auf den Klippen herum. Nach der Mittagspause geht es zurück nach Malin. Wir fahren weiter auf der Halbinsel Inishowen südwärts, bis nach Moveville, wo wir kurz tanken (à 2.109€ /Liter). Um 14h15 passieren wir bei Muff ohne jegliche Kontrolle die Grenze zu NORDIRLAND. Fertig IRLAND für uns! 20 Minuten später haben wir schon den Parkplatz für die Nacht in (London)-Derry gefunden. Abends, 23h findet ein schönes Feuerwerk statt, wir können es vom Bett aus sehen.

am nördlichsten Punkt des irischen Festlandes

der Wachturm

Dienstag, 12. Juli 2022: 58.Tag, (London)Derry

Gestern Abend hat es angefangen zu regnen und das dauerte auch während der Nacht an. Gegen 11h laufen wir über die Friedens-Brücke (für Fussgänger) über den River Foyle in die Stadt. Als erstes geht es zur Anglikanischen Kathedrale, die aber leider geschlossen ist. Danach erklimmen wir die rundum vollständig sehr gut erhaltene Stadtmauer und schauen uns die kleine, aber feine Altstadt von Derry an. Im Informationsbüro frage ich, warum es gestern Abend ein Feuerwerk gab. Der sehr nette Mann erklärt uns, dass im Jahre 1619, am 11.Juli, König William III und die Orangen (Protestanten) die Schlacht gegen James II gewonnen haben. Und dass heute um 17h30 eine Parade zum Gedenken an diesen Tag stattfindet. Im Restaurant „Silver Inn“ (seit 1684) essen wir zu Mittag und kehren danach zum BONSAI zurück. Jetzt scheint die Sonne.

Derry (offiziell Londonderry) ist eine Stadt in Nordirland. Sie ist mit etwa 85.000 Einwohnern die zweitgrösste Stadt Nordirlands und viertgrösste der irischen Insel. Sie liegt am River Foyle in der historischen Grafschaft (County) Londonderry nahe der Grenze zur Republik Irland.

 

Im 17. Jahrhundert wurde die Bezeichnung City of Londonderry von den protestantischen Siedlern zur Anerkennung der Spenden einiger Londoner Handelsorganisationen für den Aufbau der neuen Stadtbefestigung kreiert. Bereits damals wurde diese Bezeichnung wegen des als unlogisch empfundenen Zusatzes London- zum alten irisch-gälischen Namen jedoch von den meisten Einwohnern abgelehnt und hat sich nicht im allgemeinen Sprachgebrauch gefestigt.

Vor den politischen Auseinandersetzungen des Nordirlandkonflikts Ende der 1960er-Jahre bedeutete der Gebrauch von Derry oder Londonderry noch keine besondere politische Stellungnahme, und die meisten Bewohner (auch die protestantischen) hatten ohne Bedenken die alte Form Derry verwendet. Von den Großbritannien treuen Unionisten (meist Protestanten) wird jedoch seitdem die Bezeichnung Londonderry bewusst bevorzugt, Derry von den nationalistischen (meist katholischen und irischstämmigen) Einwohnern.

Seit den „Troubles“ (Bürgerkrieg) hatten vor allem die Medien, die politisch neutral bleiben wollten, ein Problem. Insbesondere einige Radiosprecher, namentlich der Radioreporter Gerry Anderson, verwendeten fortan konsequent einen Schrägstrich (engl. stroke). Gesprochen hiess das dann Derry-Stroke-Londonderry. Als neutrale und im Alltag häufig – manchmal auch sarkastisch – benutzte Kurzform hat sich daher auch Stroke City durchgesetzt.

In der englischsprachigen Welt wird meist von Derry gesprochen, nur in Großbritannien fast durchgängig von Londonderry. Im Deutschen werden beide Stadtnamen verwendet. Zur Umgehung der Problematik verwendet die nordirische Eisenbahn bei Durchsagen oder Zugzielanzeigen durchgehend die Bezeichnung „Derry – Londonderry“; nordirische Fernbusse zeigen „L/Derry“ an, während an Bussen oder auch Strassenschildern der Republik Irland grundsätzlich „Derry“ und der irische Name Doire zu lesen ist.

Seit 1969 wurde die Stadt durch die "troubles" erschüttert. Die Stadt war während des Nordirland-Konfliktes Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen zwischen Anglikanern und Presbyterianern englischer und schottischer Abstammung (Protestanten bzw. Unionisten) und den katholisch-irischstämmigen Bewohnern (Katholiken oder Republikaner). Am 30. Januar 1969 beschossen britische Soldaten unbewaffnete Demonstranten in Derry, wobei 14 ums Leben kamen und zwölf verletzt wurden. Dieses Ereignis ging als Blutsonntag in die Geschichte Derrys ein.

Derry, von der Friedensbrücke aus

Guildhall von der Friedensbrücke aus

Guildhall, historisches Rathaus mit kunstvollen Glasfenstern, die die Geschichte der Stadt von ihrer Gründung bis zu den „Troubles“ darstellen

das Gerichtsgebäude von Derry

schöne Kamine

St. Columb’s Kathedrale

Die Kathedrale wurde zwischen 1628 und 1633 erbaut und ist damit das älteste Gebäude der Stadt. Im 19. Jahrhundert wurde sie viktorianisch/neogotisch umgestaltet.

Dies ist grösste anglikanische Kathedrale Nordirlands, St. Kolumban (engl. St. Columb’s Cathedral).

die Altstadt von Derry mit der 1,6 km langen und bis zu 10,5 Meter hohen, begehbaren Stadtmauer aus dem 17. Jahrhundert, die nahezu im Originalzustand (bis auf drei später ergänzte Tore) erhalten ist und damit als besterhaltene in Großbritannien und Irland gilt.

auf der Stadtmauer

Saint Augustine's Church

Blick von der Stadtmauer nach "aussen"

war früher eine Kirche, jetzt eine Schule

Bratwurst mit Kartoffelpüree und Zwiebelsauce

meine Huhn-und Schinken-Pie

wir tun uns ein bisschen schwer mit den englischen Münzen

wunderschöner Fussgängerstreifen in Derry

das Versöhnungsdenkmal bei der Craigavon Bridge

in Irland

in Nordirland

die Friedensbrücke über den Foyle River

Nun sind wir schon den dritten Tag in NORDIRLAND. Hier einige Infos dazu:

Amtssprache: Englisch, Irisch Hauptstadt: Belfast Staatsoberhaupt: Königin Elisabeth II., Minister für Nordirland: Shailesh Vara Fläche: 13.843 km² Einwohnerzahl: 1.881.641 Bevölkerungsdichte: 136 Einwohner pro km² Währung: Pfund Sterling (£, GBP) Gründung: 1921 durch den Government of Ireland Act Nationalhymne: God Save the Queen

Nordirland (englisch Northern Ireland, irisch Tuaisceart Éireann) ist ein Landesteil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Es besteht aus sechs der neun Grafschaften der historischen irischen Provinz Ulster im Norden der Insel Irland. Nordirland ist dichter bevölkert als die Republik Irland und hat einen höheren Industrialisierungsgrad. Inzwischen erreicht die Republik Irland jedoch ein höheres Bruttoinlandsprodukt pro Kopf.

Nordirland

Mittwoch, 13. Juli 2022: 59.Tag, (London)Derry- Glenarm, 125,6km

Heute gibt es ausnahmsweise Frühstück (nein, kein englisches Frühstück, nur eine heisse Schokolade und ein Brötchen) in der Bäckerei um die Ecke. Um 10h10 können wir losfahren. Es ist 18° warm, bewölkt, mit hie und da einem einzelnen Sonnenstrahl, aber kühlem Wind. Derry hat uns sehr gut gefallen. In Bushmill möchten wir sehr gerne den „Giant‘s Causeway“ besichtigen. Aber, wir haben keine Chance! Es hat jede Menge Touribusse, massenweise Leute, die Parkplätze komplett vollgestopft und ausserdem will es gerade anfangen zu regnen. Also fahren wir weiter. Mittagspause machen wir bei einem Aussichtspunkt mit schönem Blick auf die Küste. Auch hier wieder mit jeder Menge anderen Touris! In Glenarm, einem schönen kleinen Dorf mit einem „Häfelein“ lassen wir uns für die Nacht nieder, obwohl es erst 14h30 ist. Es gibt sofort eine Regenschütte.

„Giant‘s Causeway“ , sehr schöne Basaltformationen (Foto ausgeliehen)

mit diesem Blick gibt es Mittagessen

rüber auf diese Insel gibt es eine Hängebrücke

eine Seilbrücke

in Glenarm, Blick aus dem BONSAI

in ganz Irland, hat es schöne Blumen

in Glenarm, es ist Ferienzeit

unterwegs