Von Suwarrow nach West-Samoa, 29.09.2011 - 01.10.2011, Teil 2
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Donnerstag, 29.September 2011: Samoa, Apia

Um 9h sind wir schon wieder bereit für neue Entdeckungen. Heute wollen wir zu sechst Busfahren gehen. Wir laufen bis zum Busbahnhof und fragen x-Mal nach dem Bus nach Siumu. Das liegt an der Südseite der Insel Upolu und soll sehr schön sein. Nach langem Fragen erfahren wir endlich, dass unser Bus vom anderen Busbahnhof wegfährt. Wir steigen in einen ShuttleBus ein und fahren nicht sehr weit auf die andere Seite der Stadt. Hier fragen wir wieder und erwischen tatsächlich den richtigen Bus. Es ist ein Toyota, meines Erachtens von vor dem 2. Weltkrieg, aber Paul sagt, die seien erst etwa 15 Jahre alt. Na ja, auf jeden Fall hat es im Bus ganz uralte, schmale Holzbänke. Auch die Deckenverkleidung besteht aus Holz und aussen sind sie bunt angemalt. Für die 22km von Apia nach Siumu, über einen Berg, brauchen wir 1 Stunde und 8 Minuten. Dabei machen wir allerdings unterwegs noch einen Tankstopp und der Fahrer besorgt sich noch sein Mittagessen.

Wir laufen zum Strand und setzen uns dort in ein Restaurant beim Coconut Beach Resort und Spa. Das ist eine ganz neue superschöne Hotelanlage direkt an der wunderschönen blauen Lagune. Nachdem wir die Speisekarte und die horrenden Preise studiert haben, trinken wir alle nur eine Cola. Direkt daneben, am gleichen schönen Strand, hat es ein Restaurant mit „normalen“ Preisen (die Hälfte) und hier essen wir eine Kleinigkeit zu Mittag. Um 14h nehmen wir wieder einen Bus zurück nach Apia. Dieser Fahrer fährt wie eine gesengte Sau! Obwohl wir unterwegs ein paar Mal anhalten und ganz viele Schüler mitnehmen, brauchen wir diesmal für die Strecke nur 50 Minuten. Die etwa 15-jährigen Burschen stehen sofort von ihren Sitzplätzen auf und lassen die gleichaltrigen Mädchen sitzen. Aber, nachdem die Mädchen sitzen, setzen sich einige Schüler auf den Schoss der Mädchen!!!!! Alle tragen Röcke und weisse Blusen oder Hemden, Mädchen und Jungs.

Beim Parlamentsgebäude steigen wir aus. Hier findet soeben eine Kundgebung statt für die samoanische Rugbymannschaft MANU, die heute Abend in Neuseeland gegen Südafrika spielt.

Wir marschieren dem Meer entlang zur Eisdiele „Ooh la la“ und essen herrliche Glacé. Antje und Paul mögen sogar jeder zwei von den Riesenglacékugeln.

Am Abend herrscht wieder Geschrei, Gekreische und Gejohle wegen dem Rugbyspiel. Aber nach dem Spiel ist ziemlich schnell Ruhe! (Samoa hat verloren;13:5)

Freitag, 30.September 2011: Samoa, Apia

Um 10h laufen Freyja, AROHA und wir in die Stadt. Antje und Monika gehen zum Markt, einkaufen. Die drei Männer und ich holen bei Frau Lollo im 5.Stock des Parlamentgebäudes unsere Fahrterlaubnis ab, damit wir zur Nachbarinsel Savaii segeln dürfen. Das klappt problemlos und wir kriegen das Papier sofort ausgehändigt. Von hier geht es zu Fuss weiter zur Immigration. Und hier heisst es wieder einmal warten. Nachdem für jedes Boot 5 (fünf!) Formulare ausgefüllt wurden, bekommen wir unsere Pässe mit Ausreisestempeln zurück und das hat nur 50 Minuten gedauert! Wieder zurück, (zu Fuss) an der Marina vorbei zum Zollamt. Hier heisst es zwei identische Formulare ausfüllen, 33 Tala (Fr. 12.20) bezahlen, warten und die Ausklarierungs-Papiere entgegennehmen. Das Marina-Büro ist gleich um die Ecke. Hier dauert es wieder ewig, bis für alle drei Boote die Rechnung bereit ist und wir sie bezahlen können.

So schön Samoa auch ist, für mich war hier ein enormer Formularausfüllmarathon zu bewältigen!

Um 13h15 sind wir zurück auf der MABUHAY, wo es Salat zum Mittag gibt. Um 14h sind die grössten Glacé(fr)esser, Eric und Paul, schon wieder bei „Ooh la la“! Es ist aber auch höllenheiss heute.

Um 16h sind wir alle verabredet bei „Ooh la la“ um eine Runde Glacé zu vertilgen. Danach ist Eric 1½ Stunden bei uns um für Paul etwas auf dem Laptop einzurichten. Und um 19h gibt es für alle sechs auf der Freyja zu Abend, Sauerkraut, Kartoffelpüree und Würstchen. Es ist sehr gemütlich.

Samstag, 1.Oktober 2011: Samoa, Apia

Es ist schön und sehr heiss! Um 9h marschieren Paul und ich zu Fuss schon den weiten Weg bis zum Markt. Hier wird sogar Tabak offen verkauft. Zwei Stunden später, auch wieder zu Fuss, kommen wir schwer beladen mit Kabis, Gurken, Tomaten, Bananen, Äpfeln und Mandarinen zurück.

Um 16h30 treffen wir uns nochmals bei „ooh la la“ und essen wieder riesige Glacékugeln.

Um 17h30 fahren wir los von Apia und segeln raus auf's offene Meer, Richtung Westen. „AROHA“ und „Freyja“ folgen uns. Wir wollen nach Savaii, der Schwesterinsel von Upolu, nach Asau, ca. 64 sm (120km) entfernt.

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