Jetzt suchen wir per Taxi eine Firma, die unsere defekte Handfunke (Marke Uniden) flicken kann oder will. Wir können damit senden, aber nicht empfangen. Wir fahren in dieser Riesenstadt rauf und runter, hin und her und rundherum. Ich frage vergeblich in -zig Electronicshops. Endlich erwähnt ein Taxifahrer die Firma „ComTech“. Und jetzt geht die Suche nach dieser „ComTech“ los. Als wir schon aufgeben wollen, finden wir die Bude endlich. Wir sollen die Funke da lassen und am Nachmittag wiederkommen. Der Chef sei in Samoa und niemand weiss Bescheid.
Wir fahren per Taxi ins Fidschi-Museum. Hier erfahren wir unter anderem viel Wissenswertem, dass der Missionar Thomas Baker 1876 in Fidschi gekocht und verspiesen wurde. Das Rezept wird aber nicht erwähnt..... Dazu brauchte man eine spezielle Kannibalen-Holz-Gabel!
Auch das Ruder der „Bounty“ (das war das Schiff mit den Meuterern) kann man in diesem kleinen Museum bewundern.
Wir laufen, d.h. Paul hinkt, zurück ins Stadt-Zentrum. Und essen in einem kleinen Chinesen-Stübchen mit den Einheimischen Chowmein mit Chilihuhn (au, very hot!).
Danach beleidige ich meinen MABUHAY-Coiffeur tödlich! Weil es sich gerade so gut ergibt und wir ja Zeit haben, lasse ich mir die Haare schneiden. Das dauert 9½ Minuten und kostet 6 FJ$ (3 SFr.).
Um 15h30 sind wir wieder bei der Firma „ComTech“. Unsere Funke liegt in Einzelteilen zerlegt herum. Wir sollen bis 17h warten und dann wiederkommen. Neben der Firma hat es eine Tankstelle mit einer kleinen Imbissbude. Dort warten wir bei einer Dose Cola 1½ Stunden lang. Kurz vor 17h gehen wir zur „ComTech“ und erfahren, dass die Funke nicht repariert werden kann und dass wir damit senden können, aber nicht empfangen!!!
Frustriert verlassen wir das Geschäft und sind um 18h k.o. zurück in unserem Hotelzimmer. Wir duschen kalt (ist nur ein Kaltwasserhahn da) und legen uns für eine kurze Rast auf das Bett. Später wollen wir nochmals raus und uns ins Nachtleben von Suva stürzen. Jetzt ist es 18h30.....
Dienstag, 29. May 2012: Fidschi, Insel Viti Levu, in der Hauptstadt Suva
...wir erwachen um 7h !!!Nach 12½ Stunden Schlaf wie die Steine. Das war's also mit unserem fidschianischen Grosstadt-Nachtleben! Buhhh, peinlich!
Wir verlassen das Zimmer, das wir mit einer grossen, bestimmt 6cm langen Kakerlake geteilt haben. Aber sie war brav, sie hat im Badezimmer geschlafen und nicht in unserem Bett. Den Rucksack deponieren wir an der Reception. Das heutige Frühstück, 2 Kaffees und zwei Stück Kuchen für zusammen 3.30 FJ$ (1.75 SFr.) gibt es heute beim Restauräntchen beim Kunsthandwerkermarkt mit den Einheimischen. Danach machen wir einen Rundgang durch den Fisch-und Gemüsemarkt. Inzwischen ist das Antwortmail von „Sailindonesia“ eingetroffen. Die meinen, wir müssen nochmals zur Botschaft und auf dem Visa beharren. Also, nix wie nochmals hin. Die zwei Ladies staunen nicht schlecht, dass wir schon wieder da sind. Sie rufen sogar den Assistenten des Botschafters zu Hilfe und nach langem und mühseligem Palaver, natürlich auf Englisch, können wir das Visum eine Stunde später in Empfang nehmen. Na also, geht doch!
Inzwischen fahren wir nochmals zu „ComTech“ und kaufen eine neue Handfunke. Ein ICOM-M23. Aber erst nachdem wir es von 585 auf 500 FJ$ heruntergehandelt haben (2 FJ$ sind 1 SFr.). Das Teil kann sogar schwimmen und leuchtet dabei!!!!
Das Mittagessen gibt es in einem Fresstempel, im 4. Stock des Tapoo City Gebäudes, wo alle Fressbuden aller Länder vertreten sind. Nachdem wir Brot und Bananen für unser Abendessen gekauft haben, geht es zum Hotel, den Rucksack holen und per Taxi zur Fähre. Um Punkt 15h dürfen wir in die Fähre einsteigen und um 17h fährt sie los. Es ist wieder sehr interessant die Leute zu beobachten. Es hat wieder sehr viele kleine Kinder.
Inzwischen ist es bewölkt und sehr frisch geworden. Übrigens hat uns fast jeder Taxifahrer gesagt, dass es hier im Moment aussergewöhnlich kalt sei, dabei waren tagsüber ca. 28°...
Mittwoch, 30. Mai 2012: Fidschi, Insel Vanua Levu, Savusavu
Mit einem Zwischenstopp auf der Insel Koro, irgendwann nach Mitternacht, wo wieder Lastwagen aus - und eingeladen werden, legen wir gegen 5h morgens in Savusavu an. Wir haben gar nicht so schlecht geschlafen, am Boden, im gleichen Raum, wie bei der Hinfahrt. Nur die Handys sollten alle abgegeben werden müssen!!!! Das ewige Gebiepe und Geklingle geht einem ganz schön auf den Geist. Die SOFI, der Rostkahn mit dem wir gereist sind, war scheinbar in früheren Zeiten eine griechische Fähre, alles ist mit griechischen Buchstaben angeschrieben. Wir sind froh, mit dem Schrotthaufen gesund in Savusavu angekommen zu sein.
Es regnet in Strömen. Bis die Autos ausgeladen sind und wir Fussgänger aussteigen dürfen, wird es 5h50. Es ist noch stockdunkel. Wir laufen das kurze Stück durch den Regen. In unserer Waitu Marina warten wir, bis wir uns getrauen, jemanden per Funk zu wecken, der uns zur MABUHAY bringt. Die „sail away“ und die „Amigo“ sind nicht mehr da. Die „yellow dog“ würde uns sicher abholen, aber es ist doch ein wenig zu früh, um die zu wecken. Gegen 6h45 rudert uns der Marina Nachtwächter die ca. 100m bis zur MABUHAY, ohne dass wir ihn gefragt haben. Dafür kriegt er aber auch ein Trinkgeld.
Es regnet immer wieder, aber am Nachmittag kommt doch noch zögernd die Sonne durch. Jetzt haben wir 26.9° im Schiff.
Während ich schreibe, zieht Paul mit meiner zeitweisen Assistenz ein Kabel quer durch's ganze Schiff, für den Wetterfax, sagt er.
Die „Freyja“ kommt direkt an die Boje neben uns.
Um 18h findet in der Marina eine Fijian night statt. Das heisst es gibt ein Büffet mit fidschianischem Essen. Das kostet 10 FJ$ (5 SFr.) und ist sehr gut. Wir sind etwa 30 Leute, davon sehr viele Deutschsprachige (etwa 8 Schweizer). Es ist ein schöner Abend, aber nicht wettermässig, es regnet nämlich schon wieder.
Donnerstag, 31.Mai 2012: Fidschi, Insel Vanua Levu, Savusavu
Der Tag beginnt strahlend sonnig und wir freuen uns. Aber es dauert leider nicht sehr lange, um 9h30 oder so, schüttet es schon wieder. Paul und ich gehen gegen 10h an Land, bringen zwei Berge Wäsche in die Wäscherei. Danach kaufen wir im Ort in der Markthalle Gemüse ein. 1 schöne grosse Ananas 3 FJ$,* ein Kilo Tomaten 10 FJ$,* einen Weisskabis 8.50 FJ$,* ein ganzes Bündel eine Art Mangold 2.50 FJ$*, 12 Eier 4.80 FJ$. Die Preise geteilt durch 2 ergeben den Frankenpreis.
Auf dem Rückweg holen wir die Wäsche ab, die wir am letzten Freitag abgegeben haben. Da ist eine rote Mütze drin, die uns nicht gehört. Die geben wir umgehend zurück. Wir müssen an der „Freyja“ vorbei und werden spontan zu einem Cappuccino eingeladen.
Nach dem Mittagessen besuchen wir mit Antje und Holger (Freyja) die heissen Quellen, direkt gegenüber der Marina. Da sprudelt richtig brühend heisses Wasser aus dem Boden. Die Hausfrauen von Savusavu stellen da ihre Pfannen rein, decken das ganze gut zu und lassen das Essen vor sich hin köcheln.
Jetzt wollen wir noch zum Tauchresort „Jean Michel Cousteau“ (Sohn von Jacques Cousteau) laufen. Das sind etwa 1½ Stunden zu Fuss. Aber plötzlich regnet es dermassen in Strömen, dass wir umkehren und uns ins Chinesenrestaurant Wok, gegenüber der Marina setzen und Bier trinken müssen.
Und weil Daniel und Oliver nach ihrem Tauchkurs eben dort zu Mittag gegessen haben, gibt es viel zu erzählen. Plötzlich sehen wir, dass ein Schiff (die „Cobalt“) sich von einer Boje gelöst hat und auf die „Anna-Maria“ von Ute und Wettermann Winfried und Richtung MABUHAY driftet. An Bord ist niemand! Ich renne zur Marina um dies zu melden und Chefin Kandra organisiert per Telefon sofort Hilfe. Inzwischen steht das Schiff auf einer Untiefe und driftet nicht mehr weiter. Jetzt sind etwa 8 Dinghys da und schleppen das Schiff wieder an seinen Platz zurück. Puhhh, war das aufregend!
Paul funktioniert unser Cockpit zur Werkstatt um (weil es draussen regnet) und montiert mit viel Geknorze zwei neue Gaszüge für den Yamaha Aussenborder.
Freitag, 1.Juni 2012: Fidschi, Insel Vanua Levu, Savusavu
Es ist noch bewölkt, aber man sieht schon blauen Himmel und gegen 10h ist wirklich auch die Sonne da. Paul montiert jetzt den Aussenborder wieder vollständig zusammen und geht auf Probefahrt. Alles funktioniert wieder bestens.
Ich putze unterdessen unser Heckbadezimmer. Und weil ich das richtig gründlich mache, schrubbe ich alles mit Javel-Wasser und flute den ganzen Boden. Aber, als ich all das Wasser abpumpen will, macht die Pumpe keinen Wank. Sie gibt nicht mal das kleinste Lebenszeichen von sich! Jetzt kommt Paul, auf meinen Hilferuf, mit dem Hammer an. Aber der hilft auch nicht. Die Pumpe muss ausgebaut und repariert werden. Und weil mein Mechaniker ja schon mit dem Aussenborder beschäftigt ist, wird er das erst am Nachmittag machen. Das heisst für mich; ich muss das ganze Wasser von Hand aufschöpfen....
Am Nachmittag schauen wir uns im Perlenladen von Savusavu Fidschiperlen an. Puhh, die haben zwar sehr schöne Perlen, aber auch ganz gesalzene Preise! Ich werde ohne Fidschiperlen weiterleben müssen...
Auf dem Rückweg zum Schiff holen wir bei der Marina noch unsere Wäsche ab. Diesmal ist ein rosaroter Damenslip dabei, der nicht von mir stammt.
Um 15h30 sind wir bei Freyja zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Oliver und Daniel kommen nach ihrem Tauchkurs auch dazu.
Gegen 19h essen wir mit Holger und Antje beim Inder zu Abend. Wir können draussen essen, heute war ein schön sonniger Tag.






































