Donnerstag, 19.Juli 2012: PNG, Port Moresby
Heute ist ein ziemlich grauer Tag, aber es regnet (noch) nicht.
Um 8h50 bin ich bereits im Yacht Club. Ich will die Fotos und ein ganz wichtiges mail versenden. Internet funktioniert immer noch nicht.!!! Dies ist die schlechteste und teuerste (46 SFr. ist das Minimum das man nehmen kann, für 160 MB) Internetverbindung die wir je hatten! Überhaupt dieser Royal Papua Yacht Club ist ganz etwas feudales. Er hat 3600 Mitglieder, 234 Liegeplätze an Stegen, etwa 100 Schiffe sind ständig bewohnt. An jeder Ecke stehen Wachmänner, im und ums Gebäude herum wuselt es nur so von Personal, überall wird geputzt, geglänzt und poliert, ob es schon sauber ist oder nicht. Im Restaurant steht sich das Servierpersonal gegenseitig auf den Füssen herum. Also, eigentlich nicht unsere Welt. Aber dafür ist man hier in diesem Ghetto in „Sicherheit“, rund um die Uhr bewacht! Diese „Sicherheit“ muss aber auch bezahlt werden. Wir liegen zum Beispiel an unserem eigenen Anker im Vorbecken der Marina und wenn wir an Land wollen, müssen wir unser Dinghy nehmen, dafür bezahlen wir pro Tag 54 Kina (etwa 27 SFr.). Dafür dürfen wir in der Marina duschen (Duschenschlüssel bekommt man gegen 100 Kina (46 SFr.) Depot) und Wasser holen. Man bezahlt den Ankunftstag, auch wenn man erst Abends um 17h reinkommt und den Abreisetag ebenso, auch wenn man schon morgens um 9h wegfährt.
Nachdem ich schon dreimal an der Reception genervt habe, weil das Internet nicht funktioniert, erfahren wir endlich von Alice, das das Netz abgestellt wurde, weil der Royal Papua Yacht Club die Rechnungen der Internetfirma nicht bezahlt hat!!!! Man sagt uns, wir sollen in ein Hotel ins Internet. Ich krieg die Krise!
Am Nachmittag versuchen wir es nochmals an der Reception wegen des Internets. Diesmal sagt man uns, Alice habe uns eine falsche Auskunft gegeben, unsere Codekarte mit den 160 MB fürs Internet sei leer. Dabei habe ich praktisch noch nichts heruntergeladen oder versandt.
Wir laufen in die Stadt in ein Internetcafe. Dort gibt es auch einen Coiffeur und wir lassen uns erst mal die Haare stutzen. Mann o Mann, die beiden jungen Coiffeure gehen aber zünftig ran. Paul kriegt einen Radikalschnitt und auch bei mir sind die Haare razfaz millimeterkurz. Beide Männer fragen mich ob dies (Weiss) meine Naturhaarfarbe sei. Jetzt wollen wir ins Internetcafe, aber hier können wir den Stick nicht benützen. Also in ein anderes Internetlokal. Hier sitzen wir etwa 1½ Stunden und versuchen die Fotos zu versenden. Es klappt nicht! Ich bin enorm genervt. Nach einem kurzen Spaziergang in ein anderes Stadtviertel, wo es genau so schmutzig, verspuckt und grauslich aussieht, laufen wir zurück in die Marina und nehmen eine kühle Dusche.
Freitag, 20.Juli 2012: PNG, Port Moresby
Um 9h melden wir an der Reception, dass wir heute Nachmittag ausklarieren wollen und den Custom (Immigrationbeamten) brauchen. Danach laufen wir in die Stadt und gehen ins gleiche Internetlokal wie gestern. Wir versuchen wieder Fotos für den Vanuatu Bericht weg zu senden. Vergeblich! Immer wieder spickt es uns raus aus dem Netz. Nach 1½ Stunden sind die 29 MB die wir hier gekauft haben weg, aber die Fotos immer noch da. Es ist Mittagszeit und wir essen auf der gegenüberliegenden Strassenseite in einem Chinesen Fastfood einen Teller voll Nudeln. Wir schaffen es knapp zu Fuss zurück in die Marina und schon haben wir beide den schönsten Durchfall...! Vom Custom hat sich noch niemand gemeldet, jetzt ist es 14h45 und wir wollen noch einkaufen gehen.
Um 17h30 bekommen wir von der Marina endlich Bescheid, der Custom Mann komme um 18h30. Wir gehen sofort in den Supermarkt, um noch ein wenig Proviant für die Weiterreise einzukaufen. Danach warten wir im Royal Papua Yacht Club auf der Terrasse auf den Custom Mann. Es ist E-M-I-L. Er klariert uns zügig in 10 Minuten aus, und dafür haben wir den ganzen Nachmittag auf ihn gewartet. Nachdem alles erledigt ist, geniessen wir ein kühles Happy Hour Bier.
Samstag,21.Juli 2012: PNG, Port Moresby
Schade, wir hatten uns auf Papua Neuguinea gefreut. Und wir sind immer noch überzeugt, dass dies ein sehr schönes Land ist. Leider haben wir ausser der Stadt Port Moresby nichts gesehen. Sicher ist jedoch für uns, dass die Stadt keine Reise wert ist! Vielleicht haben andere Leute positivere Erfahrungen gemacht, wir würden auf jeden Fall nicht mehr hierher kommen.
Unser nächstes Ziel heisst Saumlaki auf der Insel Tanimbar in Indonesien. Aber zuerst müssen wir noch die Torresstrasse meistern.











