Indonesien: Lombok und Bali, 02. - 03.10.2012, Teil 4
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Dienstag, 2.Oktober 2012: Lombok

Schon um 7h30 ist es sehr heisssss.....

Und weil ich heute Geburtstag habe, schmeisst Paul mir, in einem Anfall von Deckschrubbwut einen ganzen Kessel voll SALZWASSER ins grosse offene Fenster über dem Herd. Alles ist tropfend salznass. Der Herd, die Wände, die Möbel, der Boden und das Wasser läuft unter die Bodenbretter, wo die Konservendosen gestaut sind! Auf unserem Herd steht zwar „stainless steel“ aber trotzdem werden wir uns später wundern, warum alles rostet...., von den Konservendosen ganz zu schweigen. Mein eifriger Putzmann kommt nach unten und trocknet das „Gröbste“ auf. Jetzt darf ich alle Fenster und Luken, die inzwischen zu sind, wieder aufmachen. Aber ich lasse sie sicherheitshalber noch zu, bis mein Chef den Wasserkessel aus der Hand legt, sicher ist sicher....

Nachdem zwei Maschinen Wäsche sauber und aufgehängt sind, gehen wir am Nachmittag per Rösslikutsche, dem sogenannten „Lombok-Ferrari“ nach Tanjung. Wir brauchen dringendst frisches Obst und Gemüse. Morgen wollen wir weiter nach Kumai auf Borneo segeln, zu unseren Verwandten, den Orang Utans.

In Tanjung essen wir zuerst mal was in einem Warung (einfache Strassenküche). Paul schlürft einen sehr guten Teller voll Nudel/Huhn/Gemüsesuppe (er will immer Suppe!) und ich mampfe ein auch gutes Mie Goreng, gebratene Nudeln mit Gemüse und Huhn. Dazu 3 Fläschchen Eistee und ein Fläschchen Wasser = alles zusammen 40'000 Rupiah = 4 SFr.!

Während wir gemütlich essen, es ist schon 14h, fängt es plötzlich an zu regnen. Nein, es regnet nicht, es schüttet aus allen Rohren. Die Himmelsschleusen haben sich geöffnet und es giesst ungefähr eine Stunde lang. Wir schaffen es noch, in den kleinen Supermarkt direkt neben dem Warung. Wir kaufen ein paar Kleinigkeiten ein und warten dann im Laden ab, bis es aufhört zu schütten. Plötzlich läuft das Wasser durch die Decke in den Laden, über die Kasse und über die vielen Feuerzeuge die dort zum Verkauf stehen. Eine Verkäuferin hält die Hände hin, um das Wasser aufzufangen. Ich schnappe den nächsten Plastikkessel und halte ihn unter den Wasserfall. Nun bringt eine andere Verkäuferin diverse Plastikeimer und Kinderbadewannen, die überall aufgestellt werden, wo das Wasser hereinläuft. Eine der Kinderbadewannen wird auf ein Regal hinaufgestellt und wir sehen es kommen, dass es, sobald es einigermassen Wasser enthält krachend herunterfällt. Und so geschieht es auch!!! Das Geschäft daneben, das vermutlich der gleichen Familie gehört (es hat einen interen Durchgang), ist ein Schreibwarengeschäft. Auch hier herrscht Chaos durch den Regen und das Wasser fängt auch hier an zu tropfen. Mann, war das eine unterhaltsame Stunde...Aber, au weia, wir haben auf dem Schiff die Fenster und Luken offen gelassen!

Soli, jetzt kaufen wir noch diverses Gemüse und Früchte ein und fahren mit dem Bemo zurück ins Dorf Medana. Hier hat es zum Glück nur ein paar wenige Tropfen geregnet. Bei Udin warten wir noch auf die 67 Liter Diesel, die er für uns in unseren Kanistern in Mataram geholt hat. (1 Liter = 55 Rappen). Er bringt sie auf dem Roller zur Marina bis zu unserem Dinghy.

Während wir in Tanjung waren, ist ein Segelschiff herein gekommen. Es ist der Berliner Ex-Lufthansa-Pilot Jens mit seiner Beneteau „MOANA“. Wir begrüssen ihn kurz und er lädt uns zu einem Gin Tonic zu sich an Bord ein. Und weil wir soviel zu bequatschen haben (besonders über die Beneteau Schiffe), laden wir ihn spontan zu uns zum Abendessen ein.

Es gibt „nur“ Spaghetti mit Dolmio-Tomatensauce aus dem Glas, aufgepeppt mit einer Dose Pilzen, frischen Tomaten und ganz viel Knoblauch. Es wird ein ganz gemütlicher Abend, der so lange dauert, bis mein Geburtstag vorbei ist.

Mittwoch, 3.Oktober 2012: Lombok

Eigentlich wollten wir ja heute losfahren nach Borneo. Aber ein Blick auf die Windprognosen zeigt uns, dass heute absolut kein Wind zu erwarten ist. Also beschliessen wir, noch einen Tag hier zu bleiben, auf den Wind zu warten, ein wenig zu haushalten und zu schreiben.

Paul taucht ab und befreit die MABUHAY eine ganze Stunde lang von Entenmuscheln und sonstigem Bewuchs. Die Unterwasserfarbe, die wir im März in Neuseeland aufgetragen haben scheint überhaupt nichts zu taugen!!!

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