Donnerstag, 4.Oktober 2012: unterwegs nach Borneo, 1.Tag
Um 9h fahren wir bei schönem Wetter los. Wir zirkeln aus der Ankerbucht um die unmarkierten Riffe herum. Eine ganze Stunde lang motoren wir gaaanz, gaaaanz langsam aus der Bucht. Wir haben ca. 450 sm (ca. 835 km) vor uns. Zwischen Lombok und Bali können wir super segeln. Wir haben 15 Knoten SW Wind, gemeldet war SE! Müssen ein Halsemanöver machen, um einem Schleppverband auszuweichen.
Der Nachmittag ist eher mühsam, weil die Segel ständig schlagen, zu wenig Wind oder zu grosse Wellen? Gegen Abend dreht der Wind dann auf SE und es läuft ganz gut.
Freitag, 5.Oktober 2012: unterwegs nach Borneo, 2.Tag, 115 sm
Es läuft ganz gut, hat aber ziemlichen Grossschiffsverkehr. Wir haben wieder unsere 3 Stunden Wachablösung. Gegen Morgen dreht der Wind immer mehr auf S und lässt uns dann ganz im Stich. Wir motoren ab 5h. Die Meerestiefe geht plötzlich von 2000m auf nur noch 100m zurück und in den Passagen zwischen zwei Inseln sind die Wellen sehr unangenehm. Sie sind kurz und steil und wir torkeln schaukelnd dahin. Aber dafür sehen wir dreimal Delfine. Diesmal sind es ganz Kleine und Paul meint: die sind vielleicht auf der Kindergarten-Schulreise.
Wir kommen nur langsam voran. Wenig Wind und viel Schaukelei. Wenn ich nicht so ein spannendes Buch hätte, („Der Chinese“ / Henning Mankell) wäre es direkt langweilig.
Samstag, 6.Oktober 2012: unterwegs nach Borneo, 3.Tag, 87 sm
Bis morgens um 6h läuft es gar nicht gut. Wir haben nicht wirklich Probleme, aber wir schleichen nur im Schritttempo dahin. Gegen 6h kommt endlich der lange ersehnte Wind und es geht wieder vorwärts. Leider hält das nicht den ganzen Tag an und die Fahrt ist eher sehr langsam und mühsam. Aber wir motoren nicht!!!
Sonntag, 7.Oktober 2012: unterwegs nach Borneo, 4.Tag, 96,5 sm
Während der Nacht läuft es gar nicht sooo schlecht. Aber ein bisschen schneller wäre ja schon schön! Rund um uns herum hat es überall viele Fischerschiffe. Seit zwei Tagen ist das Meer hier nur noch um die 65 m tief, ideal zum Fischen.
Es ist Sonntagabend, dunkel, 19h40, Paul hat Wachdienst. Wir segeln mit vorschriftsmässiger Beleuchtung dahin. Paul sieht einen grossen Tanker oder Frachter kommen und beobachtet ihn. Plötzlich alarmiert er mich: “au, der kommt uns verdelli nahe!“ Wir sehen die roten Lichter der Backbordseite (links) und denken, dass er an uns vorbei fährt. Aber er kommt unbeirrt auf uns zu! Ich rufe ihn mehrmals über Funk, Kanal 16, und frage, ob er uns sieht. Keine Antwort! Wir machen so viel Licht wie möglich und beleuchten die MABUHAY wie einen Christbaum. Ich rufe wieder ein paar Mal über 16, keine Antwort! Aber jetzt kommt die allergrösste Unverschämtheit! Plötzlich ertönt laute Popmusik durch den Funk!!! Wir leuchten das Ungetüm mit unserem 500'000 Kerzen Scheinwerfer an, vergeblich! Der Koloss meint es ernst und kommt genau auf uns zu, auf dem besten Weg uns zu rammen. Jetzt bekommen wir es endgültig mächtig mit der Angst zu tun. Wir machen schleunigst eine Halse, schmeissen den Motor an und hauen so schnell als möglich nach links ab! Phhh..., das war knapp!
Montag, 8.Oktober 2012: unterwegs nach Borneo, 5.Tag, 132,5 sm
Seit heute morgen 6h30 motoren wir. Das Wasser ist jetzt nur noch 20-30 m tief. Wir befinden uns seit Bali in der Java-See und die gehört zum Indischen Ozean. Heute ist zum ersten Mal seit Lombok kein sonniger Tag. Es ist total bewölkt, regnet aber (noch) nicht. Am Nachmittag nähern wir uns der Insel Borneo. Aber leider können wir weit und breit kein Land erkennen. Wir können es nur unter einen dicken, schwarzen Wolkenschicht erahnen. Die Wolke wird immer bedrohlicher und es fängt an, ganz leicht zu regnen. Wir haben Glück und geraten nicht in das Gewittier, dessen Donner wir hören können. Nach dem Regen ist die Sicht kein bisschen besser geworden, es hat hochnebelartige Bewölkung.
Um 16h45 ankern wir im Nirgendwo auf 8 m Wassertiefe. Wir müssen nur höllisch aufpassen, kein Fischernetz einzufahren. Bis Kumai sind es noch ca. 25 sm den Fluss hinauf und die schaffen wir heute nicht mehr. Deshalb ankern wir jetzt hier, ungefähr 2 sm neben der Fahrstrasse zum Fluss. Wir liegen hier ganz ruhig und geschützt, es schaukelt nur ganz leicht. Paul badet im sehr warmen Meerwasser. Beim Abendessen hat es viele Flugameisen und grosse Fliegen die uns nerven. Aber wir machen ihnen mit einer Räucherspirale und einer Insektenkerze den Garaus, ausserdem montieren wir die Seitenwände am Cockpit.
Dienstag, 9.Oktober 2012: in Borneo, 6.Tag, 22 sm
Ha, wir haben beide herrlich geschlafen, ohne Nachtwache schieben zu müssen. Mir krabbelt nur irgendwann ein grosser Käfer oder sonst ein Vieh über den Bauch!
Um 7h fahren wir los. Oder ist es etwa erst 6h? Wir wissen es nicht so ganz genau. Unsere schlauen Bücher sind sich da nicht so ganz einig. Seit Lombok, also seit 5 Tagen sehen wir erstmals wieder ein Segelschiff. Es ist die „Liberté“, Australier, die wir kennen. Die Sonne scheint, aber wir sehen immer noch kein Land. Scheinbar ist die Südküste von Borneo eher flach, viel Sumpfgebiet. Wir sind kaum gestartet, stellen wir den Motor wieder ab. Ein Schleppverband, ein Schleppboot, das einen riesigen Kasten an einem langen Drahtseil hinter sich herschleppt, kommt herangetuckert. Wir warten, um ihm den Vortritt zu lassen. Aber er ist so langsam, dass wir nach einer halben Stunde den Motor wieder starten und weiterfahren. Die Sicht ist sehr schlecht, diesig/neblig. Der Fluss hinauf nach Kumai ist riesenbreit, etwa 4 km!Je näher wir der Stadt kommen, desto mehr von den Schleppkästen hat es und wir müssen ausweichen.
Um 11h40, nach genau 453 sm oder 840 km seit Lombok, ankern wir auf ca. 12 m Tiefe im Fluss vor der Stadt Kumai. Es sind etwa 20 Segelschiffe hier. Sofort ist ein Touranbieter zur Stelle um uns zu den Orang Utans zu bringen. Nach zähen Verhandlungen beschliessen wir, am Freitag mit Penny und Peter von der „Persian Sands“ einen 3-tägigen Affen-Ausflug in den Tanjung Puting Nationalpark zu machen. Die „Persian Sands“ hatten diesen Ausflug im Internet gebucht, nun freuen sie sich, dass wir ihnen helfen, die Kosten zu teilen. Wir hätten nicht diesen Anbieter gewählt.
Wir müssen die Uhren um 1 Stunde zurückstellen, ich wusste es doch! Jetzt haben wir nur noch 5 Stunden Vorsprung auf UTC.
Es ist heissss hier, 36,8° im Schiff.
Um 17h sind wir auf der „Liberté“ zum Sundowner eingeladen. Da Liz und Steve Australier sind, werden wir unsere Getränke und eine Tüte Chips selber mitbringen, wir passen uns den australischen Sitten an.
Paul entdeckt drei oder vier Delfine, die gemütlich den Fluss hinunter schwimmen.
Borneo ist eine Insel im Indonesischen Archipel. Mit einer Fläche von 743.122 km² ist sie nach Grönland und Neuguinea die drittgrösste Insel der Welt. Politisch ist sie auf drei Staaten aufgeteilt: Im Norden liegen die beiden malaysischen Provinzen Sabah und Sarawak sowie das souveräne Sultanat Brunei; der grössere Südteil gehört unter dem Namen Kalimantan zu Indonesien.
Die Küste der Insel ist insgesamt 4.971 km lang, besitzt wenige Buchten und ist durch Mangrovensümpfe relativ unzugänglich, woraus auch die schwache Besiedlung resultiert. Die Oberfläche ist wenig gegliedert. Weite Teile sind mit dichtem Urwald bewachsen.
Es gibt eine lange Bergkette, die sich vom Nordosten der Insel, dem Kap Sampanmangio, bis zu ihrer südwestlichen Spitze, dem Kap Datu, erstreckt. Die höchste Erhebung Südostasiens ist im Nordosten der Insel, dem malaysischen Bundesstaates Sabah, zu finden, der Berg Kinabalu (4.101 m). Granit und Schiefergebirge findet man insbesondere im Westen Borneos.
Borneo hat ein ausgesprochen tropisches, vom Monsun abhängiges Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit (über 80 %). Die Durchschnittstemperaturen schwanken zwischen 27,7 °C im Mai und 26,7 °C im Dezember. Auf dem grösseren südlichen Teil Borneos gibt es keine ausgeprägte Regenzeit. Die mittlere Jahresniederschlagsmenge beträgt 3000 bis 4000 Millimeter. Der Norden hat zwei Regenzeiten, mit den stärksten Regenfällen zwischen Oktober und März.
Die Regenwälder auf Sabah sind schon in weiten Teilen durch Rodung zerstört und durch den nachfolgenden Anbau von Monokulturen wie Palmöl-Plantagen, entstehen lebensfeindliche und eintönige Landschaften.
Bisher sind 221 Säugetierarten auf Borneo bekannt. Dazu zählen neben den Orang-Utans – den „Waldmenschen“ – auch Gibbons, die Akrobaten des Regenwaldes. Um den Schutz der Orang-Utans bemüht sich u.a. die Borneo Orangutan Survival Foundation. Extrem selten ist das sehr scheue und mit etwa 30 Tieren vom Aussterben bedrohte Sumatra-Nashorn. Der Nebelparder ist die grösste Katze der Insel. Auch die kleinen Malaienbären sind typische Bewohner des Regenwaldes. Und nur auf Borneo kommt der Nasenaffe vor. Der Nashornvogel ist nur eine von 622 bekannten hier vorkommenden Vogelarten. Weiterhin kommen 400 Reptilien- und Amphibienarten vor.
Auf Borneo haben laut World Wide Fund (WWF) erst kürzlich Forscher eine neue Elefanten-Unterart entdeckt, den sogenannten Borneo-Zwergelefant. Von diesem gibt es laut Schätzungen lediglich 1000 bis 1500 Exemplare. Laut einer Analyse der Zellen der Tiere und einem Vergleich mit anderen asiatischen Elefanten könne widerlegt werden, dass sie von Menschen nach Borneo gebracht wurden. Zugleich seien sie auch in ihrem Verhalten relativ zahm und sanftmütig. Aufgrund der Klassifizierung als eigene Unterart sprach der WWF dem Zwergelefanten die höchste Priorität hinsichtlich seines Schutzes zu.
Der WWF wies in jüngster Zeit weitere bisher weltweit unbekannte Tierarten nach - im Zeitraum von Juli 2005 bis September 2006 waren es 32 neue Arten. Fische: 30 Arten, darunter ein Vertreter aus der Familie der Karpfenfische mit dem Namen Paedocypris micromegethes, der in extrem sauren Torfmoor-Gewässern der Insel vorkommt. Mit nur knapp einem Zentimeter Länge gilt er nach dem auf der Nachbarinsel Sumatra beheimateten Mini-Fisch Paedocypris progenetica als das zweitkleinste Wirbeltier der Welt. Nachgewiesen wurde auch eine Wels-Art mit hervorstehenden Zähnen und einem klebrigen Bauch, der es ihm erlaubt, sich in Stromschnellen an Felsen zu haften, sowie sechs Kampffische, von denen einer eine schillernde blau-grüne Markierung trägt.
Etwa 15.000 Arten von Gefäßpflanzen (Tracheobionta) sind auf Borneo heimisch. Ein bedeutender Anteil hiervon ist endemisch, also nur auf Borneo zu finden. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es mehr Orchideenarten als auf Borneo. Über 750 Spezies wachsen allein an den Hängen des Kinabalu, des mit 4.100 Metern höchsten Berges Südostasiens, gelegen im malaysischen Bundesstaat Sabah.
Im frühen 19. Jahrhundert schlossen britische und holländische Kolonisten ein Abkommen, nach dem sie Handelshäfen gegeneinander tauschten. Der östliche Teil Borneos wurde holländische Kolonie, der westliche Teil kam unter britische Herrschaft. (Auf ähnliche Weise wurde (das britische) Malakka und Sumatra gegen verschiedene Häfen auf Java getauscht.) China etablierte daraufhin Handel mit Borneo, teilweise bis tief in das Inland.
Während des Zweiten Weltkriegs eroberten japanische Truppen Borneo (1941 bis 1945) und töteten einen grossen Teil der ortsansässigen Bevölkerung, sowie malaiische Intellektuelle.
Borneo hat 15.721.384 Einwohner (Januar 2005) und damit eine Bevölkerungsdichte von 16 Einwohnern pro km². Die Bevölkerung setzt sich aus den Dayak, aus Malaien und Chinesen zusammen.
Die Mehrheit der Bevölkerung in Kalimantan ist entweder muslimisch oder praktiziert Animismus. Etwa 15 % der Dayak sind durch Missionierung im 19. Jahrhundert heute noch offiziell Christen.
Borneo ist politisch geteilt in das Sultanat Brunei, die malaysischen Teilstaaten Sarawak und Sabah und die indonesische Provinz Kalimantan. Borneo ist damit die einzige Insel, die zu drei Staaten gehört
An Bodenschätzen gewinnt man Kohle und Erdöl. Hauptsächlich wird in der Landwirtschaft Kopra, Sago und Kautschuk hergestellt. Im Südosten wird zudem Pfeffer angebaut. Von grosser Bedeutung ist die Holzwirtschaft (Tropenhölzer). Die wenig kontrollierte Abholzung hat dazu geführt, dass die indonesische Regierung auf internationaler Ebene in die Kritik geraten ist. Nach der Abholzung des Dschungels entstehen riesige Monokulturen von Palmöl-Plantagen.
Mittwoch, 10.Oktober 2012: Kumai
Bis um 4h20 herrlich geschlafen, bis die Muezzine der drei Moscheen in der Nähe wieder um die Wette schreien....
Um 7h30 steht Swen von der „Solar Planet“ an unserer Reling. Er hat ein Motorenproblem und braucht den Mechaniker. Gegen 8h, nach unserem Frühstück geht Paul und behebt den Schaden. Das dauert, mit vermutlich vielen Theorien, gute 1½ Stunden. Danach wollen Paul und ich in die Stadt. Zufällig sind auch Swen und Kathrin am Steg und so nehmen wir zusammen ein Auto, das uns drei Stunden lang, mit Fahrer, zur Verfügung steht. Wir fahren in die nächst grössere Stadt Pangkalanbun, die 15 km entfernt ist. Wir kaufen eine externe Festplatte für mich, weil ich keinen Platz mehr für Fotos habe!!!!
Im Supermarkt kaufen wir ein wenig ein. Zurück in Kumai kaufen wir auf dem Markt noch Früchte und Gemüse.
Unterwegs möchten wir noch Bintang Bier kaufen. Dafür bringt uns Mr.Bain, der Chauffeur, zu einem zweideutigen Hotel, mit vielen eindeutigen Frauen und Mädchen!!! Hier kostet eine 6,6 dl Flasche Bier 6 US$. Wir danken freundlich und lehnen ab. Viel zu teuer! Mr. Bain, der Moslem, ist doch ein Schlitzohr!
Kumai ist nicht wirklich ein schöner Ort. Es hat viele hohe Betongebäude, die aussehen wie Bunker. Sie haben keine Fenster, höchstens ein paar aufgemalte. Wir fragen den Chauffeur, was da drin gelagert wird. Die Antwort überrascht uns ziemlich: Schwalben sind da drin. Die produzieren die heiss begehrten Schwalbennester für die Chinesen, die daraus Suppe kochen. Aha! Und wirklich hört man bis über den Fluss das Gekreische von Vögeln.
Den Nachmittag verbringe ich total verschwitzt und enorm genervt am Laptop. Ich will die neue externe Festplatte in Betrieb nehmen, bringe es aber nicht fertig. Ich finde verzweifelnd keinen passenden Treiber. Grrrr...!!! Fluch!!!
Am Funk herrscht Hochbetrieb. Ein Segler ist scheinbar bei der Flusseinfahrt auf Grund aufgelaufen und steckt jetzt dort fest. Helfer sind unterwegs um die Feststeckenden aus dem Schlick zu befreien. Wir leiden mit!
Um 17h sind wir auf der „Persian Sands“ zum Drink eingeladen (den Drink bringen wir selber mit!). Wir sind mit lauter Australiern zusammen, Penny und Peter, Liz und Steve (Liberté), Merinda und Bryan von der „Guiding Star“.
Donnerstag, 11.Oktober 2012: Kumai
Pünktlich um 4h20 versuchen uns die drei Muezzine von ihren Minaretten lauthals wieder zu überzeugen, dass Allah der Grösste ist. Und diesmal dauert es über eine ganze Stunde lang. Es ist fast nicht zum Aushalten, dabei würden wir doch so gerne noch ein bisschen schlafen!
Dank der Hilfe von Swen, über Funk, schaffe ich es irgendwie meine externe Festplatte doch noch zu installieren, Ufff!
So gegen 10h fahren wir per Dinghy an Land und machen einen langen Spaziergang durch den Ort. Wir laufen durch die Hintergassen und sehen sehr viel Interessantes. Das Mittagessen gibt es bei einer Strassenküche, für 3 SFr., für 2 Personen inklusive 2 Eistees.
Gegen 14h kommt der gestern gestrandete Segler wohlbehalten hier in Kumai an.
Den Nachmittag verbringen wir an Bord und schwitzen ziemlich. Aber wir wollten ja unbedingt warm haben, oder?
Freitag, 12.Oktober 2012: Ausflug zu den Orang Utans
Um 3h35 schreit schon der erste Muezzin. Viel zu früh! Hat denn der keine Uhr? Den Zweiten höre ich erst um 4h40.
Um 8h werden wir von unserem „Klotok“, dem Holzschiff, das uns in den Tanjung Puting Nationalpark, zu den Orang Utans bringen wird, abgeholt. Auf den ersten Blick sind wir von dem Schiff ziemlich entäuscht und geschockt. Es sieht ziemlich „basal“ aus und nicht so bunt angemalt wie alle anderen Klotoks. Und vor allem sieht es nicht so schön aus wie im Internet, wo Penny und Peter die Tour gebucht haben (www.borneotour.org). Aber alles ist blitzsauber und der Motor läuft zuverlässig. Auf der „Persian Sands“ und auf der MABUHAY wird je eine einheimische Wache abgeladen, die 3 Tage auf die Schiffe aufpassen wird.
Wir haben eine 4-er Crew. Tinny, die Köchin, Badol der Kapitän, Achim sein Assistent und Iim unser Guide, der Englisch spricht. Wir bekommen ein absolutes Verbot in den Fluss zu springen: Krokodile!!! Wir tuckern 5¼ Stunden den Sekonyer River, einen Seitenarm des Kumai Rivers hinauf. Die Fahrt ist wunderschön und entspannend. Als erstes sehen wir eine kleine Wasserschlange, einen sehr eleganten Silberreiher, einen wunderschönen Vogel mit einem blauschillernden Schnabel und dann die ersten Affen. Zweimal einen Orang Utan in Freiheit, dann eine ganze Horde Nasenaffen (Mann, sind die hässlich!), dazu viele Langschwanz Makaken.
























































