Malaysia: Port Klang, Pankor Island, 16.11. - 24.11.2012
1 View

 

Freitag, 16.November 2012: von Port Dickson nach Port Klang, 45,8 sm

Um 7h35 verlassen wir die wunderschöne Marina und fahren nordwärts nach Port Klang. Das Wetter ist schön, (noch) kein Gewitter in Sicht. Vor uns sind schon 7 Schiffe raus und nach uns folgen nochmals so viele oder mehr. Unser neues Rollgross klemmt und wir können es zuerst nicht ausrollen. Mist! Aber Paul gibt keine Ruhe und irgendwann klappt es dann doch noch und wir können sogar eine ganze Stunde sehr gut segeln. Diesmal fahren wir nicht in der Fahrspur der grossen Schiffe, sondern mehr dem Ufer entlang.

Um 15h45 ankern wir vor der Stadt Port Klang, dem grössten und wichtigsten Hafen Malaysias.

Der Fluss Klang mündet hier ins Meer.

Jetzt geniessen wir das schöne Wetter und die leichte Brise hier vor Anker.

Ein ganzer, roter Polstersessel treibt mit der Strömung an uns vorbei !!! Aha, so entsorgt man hier also die alten Möbel!

Ohne uns abgesprochen zu haben, ankern die „AHU“ und die „Solar Planet“ auch hier.

Samstag, 17.November 2012: von Port Klang zum Ankerplatz Burong, 60 sm

Um 6h30 fahren wir los. Es ist grau in grau und in der Ferne blitzt und donnert es schon wieder. Wir kämpfen uns unter Motor, gegen die Strömung, die Malakka Strasse hinauf. Wir sind froh, als die Strömung endlich umkehrt. Mit unserem Gross-Rollsegel haben wir nicht besonders viel Glück. Jetzt, wo wir es ausrollen möchten, stellen wir fest, dass die Reffleine gerissen ist... Also bleibt das Grosssegel drin, bis wir die Gelegenheit haben, eine neue Leine zu kaufen.

Es regnet den ganzen Tag immer wieder.

Um 17h15 ankern wir auf einem sehr offenen, schaukeligen Platz. Aber mich tröstet, dass es ungefähr 12 anderen Schiffen auch nicht besser geht als uns und auch sie werden zünftig durchgeschaukelt. Und sogar die Katamarane schaukeln wie verrückt wild hin und her.

Beim Abendessen müssen wir höllisch aufpassen, dass uns die Tortellini nicht aus den Suppentellern flutschen!

Dazu tobt wieder mal ein gewaltiges Gewitter mit vielen der von den Seglern so sehr gefürchteten Blitzen.

Sonntag, 18.November 2012: Ankerplatz Burong nach Pangkor Island, 36 sm

Nach einer sehr wilden und unruhigen Nacht (komischerweise haben wir trotzdem gar nicht so schlecht geschlafen), geht die Fahrt bei schönstem Wetter um 8h10 weiter.

Bereits um 14h erreichen wir unser Ziel, die Insel Pangkor und ankern in einer wunderschönen Bucht zwischen der kleinen Luxus-Resort-Insel Pulau Laut und der Westküste der Insel Pangkor. Hier hat es einen schönen Sandstrand, aber heute gehen wir nicht an Land, wir geniessen das herrliche Wetter, die kühle Brise und wieder einmal ein Bad im Meer. Ahhh, ist das schön. Allerdings sind wir auch hier nicht alleine, es hat etwa 25 Schiffe. Zum Teil sind es Rennboote (Segler) die an der Regatta hier teilgenommen haben.

Abends fängt es immer mehr an zu schaukeln und alle Schiffe und Masten vollführen wahre wilde Tänze. Gegen 20h gibt es das gewohnte Gewitter, das uns aber jedesmal wieder höllisch ängstigt.

Montag, 19.November 2012: Pangkor Westseite nach Pangkor Ostseite, 4 sm

Am Morgen ist mein Skipper von der vielen Schaukelei so geschafft, dass wir beschliessen, diesen sogenannt „geschützten“ Ankerplatz um 8h (ohne Frühstück) zu verlassen und um die Südspitze der Insel auf die Ostseite der Insel zu tuckern. Hier ankern wir vor einem Dorf mit lauter Pfahlbauhäusern, zwischen dem Festland von Malaysia und der Insel Pangkor. Gegenüber liegt die Pangkor Island Marina wo wir am Freitagabend ein Empfangsessen haben werden.

Hier liegen wir ruhig und entspannt. Nur wenn die grossen Kähne an uns vorbeifahren, gibt es kurz Wellen. Das Wasser ist alles andere als sauber und ans Baden im Meer ist hier nicht zu denken.

Aber jetzt gibt es endlich einen Kaffee und etwas zum Frühstück. Das Wetter ist nicht so schön heute, eher bewölkt. Am Mittag regnet es schon wieder.

Dienstag, 20.November 2012: Pangkor Marina

Obwohl wir sehr gut geschlafen haben, kein Geschaukle und gar nichts,verlegen wir die MABUHAY um 10h um ungefähr 1 Seemeile über den Fluss, in die Pangkor Island Marina. Die Marina heisst zwar Pangkor, liegt aber nicht auf der Insel Pangkor, sondern auf einer kleinen künstlichen Insel beim Festland von Malaysia. Das Wetter ist schön, wir liegen hier prima an einem langen Steg. Nach uns kommen die „sea eagle II“, die „Rylah“ und die „Liberté“ alle am gleichen Steg wie wir. Jens liegt mit seiner „Moana“ an einem anderen Steg, kommt uns aber gegen Mittag besuchen. Und anstatt zu Mittag zu essen wird Bier getrunken.... Nach einem späten Salat sind Paul und ich so erschöpft, dass wir unbedingt ein Mittagsschläfchen benötigen. Gegen 17h machen wir uns auf den Weg in den Ort. Wie heisst der eigentlich ? Lumut ? 

Egal, in einem kleinen lokalen, offenen Restauräntchen essen wir jeder eine gute Nudelsuppe dazu Eistee. Kosten: 2 Nudelsuppen und 3 Eistees: 10 Ringgit = 3.30 Sfr. Auf dem Rückweg staunen wir auch hier wieder über die unmässige Bauwut. Und vor allem stehen die neuen Gebäude fast alle leer in der Gegend herum. Es ist unglaublich!

Zurück in der Marina schauen wir noch schnell an der Freiluftbar vorbei, wo fast alle anderen Segler bei den Happy-Hour-Bieren sitzen. Die ganze Bande ist da und feiert, aber wir haben heute keine Lust daran teilzunehmen und wir gehen zurück auf die MABUHAY. Wir sitzen einfach im Cockpit und geniessen den Abend, bis es wieder anfängt zu regnen.

Mittwoch, 21.November 2012: Pangkor Marina

Schönes Wetter. Paul und Ian fahren per Taxi zu 5 verschiedenen Tankstellen um 60 und 120 Liter Diesel in Kanistern zu holen. Sie bekommen an jeder Tankstelle nur für 30 Ringgit, 17 Liter Diesel. Der Diesel ist für die Einheimischen und nicht für die Yachties, teilt man ihnen mit! Die Öffnung an Paul's Kanistern ist zu klein, so kommt er mit leeren Kanistern zurück. Also gibt er sie in der Marina ab und muss halt dem Yachty-Preis bezahlen. An der Tankstelle 1.80 Ringgit, in der Marina 2.85 Ringgit. (1 Ringgit = ca. 30 Rappen) Gegen Mittag kommt ein neues Schiff rein, die „Guiding Star“. Sie wird hinter uns plaziert, vor die Liberté. Paul will zuerst nicht beim Anlegen helfen, weil er sieht, dass schon zwei schmächtige Bürschchen der Marina am Steg stehen, um die Leinen von Marinda entgegen zu nehmen. Dann hilft er aber , Gott sei Dank, trotzdem! Die „Guiding Star“ kommt mit einem Höllengaracho angefahren und Brian (Coiffeur aus Sydney, Australien) schreit, er habe keinen Rückwärtsgang! Ich übersetze dies blitzartig an Paul und er und Kelvin (auch aus Australien) stemmen sich, mit den zwei halben Marina-Portionen, wie die Ochsen in die Leine und halten das 25-Tonnen-Stahlschiff fest. Trotzdem knallt Brian volle Pulle in den Steg und endlich kommt es, etwa 10 cm vor der „Liberté“ zum stehen. Uff!!! Schwein gehabt! Mann, war das Action! Ich bin ganz kaputt, nur vom Zuschauen!

Um 17h sind wir von der „Guiding Star“ bei der Happy Hour zu einem Bier eingeladen. Als Dank, dass die beiden „strong man„ Paul und Kelvin die „Guiding Star“ und die „Liberté“ vor einem grossen Schaden bewahrt haben.

In einem Gebäude gleich nebenan findet eine Hochzeit mit über 1000 Gästen statt.

Später essen Jens, Paul und ich im Marina Restaurant „Seafood“ ganz gemütlich ein sehr gutes Abendessen.

Donnerstag, 22.November 2012: Pangkor Marina

Um Punkt 8h steht Ian von der „sea eagle II“ auf der MABUHAY. Er wird von Paul auf den Mast gehievt, weil wir dort oben am Ankerlicht einen Wackelkontakt haben. Ich stehe in Bereitschaft, um jederzeit Befehle übersetzen zu können. Nachdem das Ankerlicht wieder tut, muss Paul gemäss Abmachung an Ian's Aussenborder das Starterseil ersetzen. Ian hatte zuviel Kraft und hat es zerrissen.

Ich bin fast den ganzen Morgen im Marinabüro, Fotos nach Hause senden. Es funktioniert einfach nicht so richtig.

Um 13h nehmen wir die Fähre, direkt hier nebenan, und fahren in 9 Minuten rüber zur Insel Pangkor. Diese Fähren machen übrigens einen Höllenkrach mit ihren Auspuffrohren. In Pangkor City treffen wir auf Jacqueline und Peter von der „AHU“. Während Paul und ich zu Mittag essen leisten sie uns Gesellschaft und trinken dabei Kaffee und essen Torte. Danach fahren sie mit ihrem gemieteten Motorrad um die Insel und wir laufen etwa eine Stunde lang herum. Ich darf sogar in verschiedenen Geschäften ein wenig herumstöbern, mein Skipper wartet sehr geduldig draussen vor dem Laden, genüsslich eine Glacé schleckend. Mit der 16h30 Fähre geht es zurück zur Marina, wo wir den Abend auf der MABUHAY verbringen.

Es hat schon zwei ganze Tage nicht gewittert und geregnet! Rekord!

Freitag, 23.November 2012: Pangkor Marina

Morgens um 4h30 blitzt, donnert und regnet es volle Pulle. Den halben Morgen verbringe ich wieder im eisgekühlten Marinabüro um die restlichen Fotos nach Hause zu senden. Phhh, endlich geschafft!

Um 12h sind wir auf der MABUHAY, die „Guiding Star“ wird verlegt und wir möchten anwesend sein, schliesslich hat sie keinen Rückwärtsgang! Am Nachmittag regnet es !

Am Abend, 18h30 gibt es eine Kurzinfo über die Anfahrt zur Insel Penang. Um 19h dann für die Teilnehmer der „sailmalaysia“ ein wunderbares chinesisches Dinner im Restaurant „Seafood“. Wir sitzen an einem runden 9-er Tisch und lassen uns bedienen. Es gibt Carlsberg-Bier-Dosen, soviele wir wollen. Das Essen wird in Schüsseln und Platten auf den Tisch gestellt. Die Grundlage ist Reis und dann kommen immer wieder neue Platten mit verschiedenen Fleisch- Shrimps-und Tintenfischgerichten. Mmm... alles sehr gut. Zum Abschluss gibt es viele verschiedene einheimische Früchte wie: Mangos, Manggis, Rambutan (eine Art rote, haarige Litschis), Litschis, Durian (Stinkfrucht) und Wassermelone. Eine tolle Idee. Wir essen bis die Bäuche wackeln!

Samstag, 24.November 2012: Pangkor Marina

Morgens um 4h bläst zuerst ein heftiger Wind und dann regnet es etwa eine halbe Stunde lang aus vollen Kannen.

Um 10 fahren wir mit zwei Bussen zu „Tesco“ einem riesigen Supermarkt mit Shopping Mall. Einkaufen ist angesagt. Wir finden hier sogar Emmi-Yoghurt aus der Schweiz. In der Nähe gibt es sogar eine Schweizer Bäckerei (Hiestand). Aber es stellt sich heraus, dass die nur tiefgekühlte Sachen haben. Um 12h30 geht es weiter zu zwei Hardware Stores (Eisenwarenhandlung), wo die Herzen der Männer wieder einmal höher schlagen. Gegen 14h sind wir zurück in der Marina und wir verbringen den Nachmittag gemütlich auf der MABUHAY und gehen sehr zeitig ins Bett. Morgen müssen wir früh aufstehen!

Kommentare
()
Einen neuen Kommentar hinzufügenEine neue Antwort hinzufügen
Ich stimme zu, dass meine Angaben gespeichert und verarbeitet werden dürfen gemäß der Datenschutzerklärung.*
Abbrechen
Antwort abschicken
Kommentar abschicken
Weitere laden