Sonntag, 25.November: Pangkor Marina
Der Besuch eines Orang Asli (Ureinwohner) Dorfes ist der nächste Programmpunkt und wir staunen nicht schlecht, als man uns zeigt wo und wie die in bescheidensten Hütten leben. Gemäss Simon bekommen die Aslis alle 10 Monate ein Kind.
Ein Mann führt uns vor, wie die Orang Asli (Orang =Mensch, Asli= Natur, Original), mit dem Blasrohr (giftige) Pfeile abschiessen. Es gibt Stämme die leben im dichtesten Dschungel und kommen nie heraus.
Als Letztes schauen wir uns noch kurz einen Wasserfall an. Auf der Rückfahrt machen wir bei einer Autobahnraststätte einen Halt fürs Abendessen. Wir haben noch nie so eine gewaltige Raststätte gesehen. Auf dem Parkplatz stehen etwa 40 Busse oder mehr. Es hat etwa 50 oder mehr Frauentoiletten, Paul sagt das gleiche von den Männertoiletten. Und alles ist picobello sauber. Es hat einen Moscheeraum für die Männer und einen separaten für die Frauen. Die meisten Frauen sind verschleiert.
Dazu -zig verschiedene Fastfoodläden, wo auch wir etwas Schnelles essen. Es hat Unmengen von Leuten. Simon hat uns gesagt, dass die Kinder jetzt 7 Wochen Schulferien haben.
Unterwegs im Bus erzählt uns Simon die Story von Bruno Manser, dem Basler Regenwaldschützer, der im Mai 2000 in Malaysia, Sarawak (Borneo), spurlos verschwand und 2005 als offiziell tot erklärt wurde. Paul und ich sind die einzigen Schweizer auf diesem Ausflug und wir zweifeln an Simon's Version der Geschichte.
Die Fahrt zur Marina ist unendlich lange und wir kommen erst knapp nach 23h an. Aber der Ausflug war sehr schön. Wir sind müde und möchten schlafen, aber das Schiff vor uns und das Schiff hinter uns lassen beide ihre Generatoren eine ganze Stunde lang laufen, bis um 0h15. Grrrr....!
Montag, 26.November 2012: Pangkor Marina
Es ist 8h45 als wir, etwa 35 Personen, uns bei der Fähre besammeln. Von James, dem Marinamanager bekommt jeder ein Retourticket für die Fähre zur Insel Pangkor und zurück. Ich bin heute alleine unterwegs, Paul fühlt sich nicht wohl und bleibt auf dem Schiff.
In Pangkor City werden wir auf 5 pinkige Taxis verteilt und dann geht es an die Südspitze der Insel. Hier befindet sich ein Fort, das die Holländer 1621 erbaut haben, es ist nicht besonders spektakulär. Weiter geht die Fahrt zu einem sehr schönen chinesischen Tempel. Hier hat es in einem Teich drei gewaltig grosse Fische, jeder bestimmt 2 m lang. Jetzt besuchen wir einen Fischverarbeitungs-betrieb. Das heisst, zuerst bringt man uns in den Laden, wo fleissig gekauft wird. Hier in Pangkor soll es scheinbar die besten Anchovis (winzige Fischlein) geben. Die werden mit Haut und Haaren vertilgt. Anschliessend sehen wir wie die Fische bearbeitet und getrocknet werden. Das ist ganz schön beeindruckend. Die nächste Station ist eine Werft, wo neue Holzschiffe für Fischer hergestellt werden. Das Holz dafür stammt meist aus Indonesien und Burma. So ein fertiges Schiff kostet um die 500'000 SFr. und ist nach 6 Monaten abbezahlt. Das Schiff hat eine Lebensdauer von 20 Jahren. Nun müssen wir uns nochmals einen chinesischen Tempel anschauen, aber der ist überhaupt nicht schön! Mittagessen gibt es in einem chinesischen Lokal für die Einheimischen. Und es ist wieder supergut. Eine Platte Reis wird in die Mitte des Tisches gestellt und dann folgen eine Platte nach der anderen mit vielen Köstlichkeiten; Fisch, Huhn, Beef, Weichschalenkrebse (noch nie gehört, aber er schmeckt nicht schlecht), Tintenfisch (Gummiringli), Shrimpssalat, gemischtes Gemüse. Der Marinamanager James Koo bezahlt alles, sogar unsere Getränke. Mit der 14h30 Fähre geht es zurück zur Marina.
Paul und ich gehen jetzt duschen. In den 3 Duschräumen steht das Wasser knöchelhoch. Wir duschen trotzdem. Zuerst ich, dann Paul. In den Duschen nebenan arbeiten zwei Männer und versuchen das Wasser zum Ablaufen zu bringen. Ich warte vor den Duschen. Plötzlich ruft Paul aus der Dusche: “He! Es kommt kein Wasser mehr!“ Ich teile dies den Arbeitern mit, aber das hilft auch nichts.
Von hier gehen wir ins Marina Büro, um die Rechnung zu bezahlen. Ich melde dem Fräulein, dass in den Duschen kein Wasser komme. Aha, meint sie, das ist, weil das heute morgen repariert wurde...!!!! He? Sind wir hier im falschen Film?
Am Abend gibt es nur ein paar Regentropfen. Wir hoffen, dass die schlimmsten Gewitter endlich vorbei sind.

































