Malaysia: Pangkor Marina – Insel Talang-Penang, 27.11. - 01.12. 2012
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Dienstag, 27.November 2012: Pangkor Marina – Insel Talang, 14 sm

Um 13h30 verlassen wir bei schönstem Wetter die Pangkor Island Marina. Mit Wind und Strömung auf der Nase motoren wir zur kleinen Insel Talang. Unser Ziel heisst eigentlich Penang, aber um die Strecke zu „verkürzen“ machen wir bei Talang einen Übernachtungs-Stopp. Auf der Strecke nach Penang soll es sehr viele Fischer mit ihren Netzen haben und so machen wir nur Tagesfahrten.

Nach 3 Stunden erreichen wir den Ankerplatz. Die „sea eagle II“ ist schon da! Wir hatten uns nicht abgesprochen.

Es schaukelt mächtig! In der Ferne sehen wir Blitze aber bei uns herrscht Ruhe. Kein Regen heute!

Mittwoch, 28.November 2012: Insel Talang – Südspitze Insel Penang, 58 sm

Die Nacht war nicht sehr erholsam! Schaukel, Schaukel, Schaukel!!! Aber besser als eine Nachtfahrt durch die vielen Fischernetze war sie trotzdem. Um 7h30 fahren wir los. Ian und Angela sind schon weg. Es ist leicht bewölkt. Unterwegs hat es Hunderte von etwa 15m langen Fischerbooten mit ihren Netzen, zwischen denen wir hindurchkurven. Die Fischer sind nett und winken uns freundlich zu. Wir können uns gar nicht vorstellen, dass es hier überhaupt noch etwas zum Fischen gibt....

Ein Stück Palmeninsel driftet auf uns zu und an uns vorbei. Wir motoren die ganze Strecke, manchmal mit Unterstützung des Vorsegels. Viel früher als erwartet, schon um 16h30, erreichen wir die Südspitze der Insel Penang, wo wir zwischen einer kleinen vorgelagerten Insel und Penang ankern. Irgendwann haben wir die „sea eagle II“ überholt und sie folgt uns auf den sehr ruhigen Ankerplatz. Nachts gibt es ein paar Tropfen Regen. Ich merke nichts davon, aber Paul schläft oben im Cockpit und hört es.

Donnerstag, 29.November 2012: Ankerplatz Südspitze Penang

Ahhh, wir haben herrlich geschlafen, kein Geschaukle heute!

An unserem Ladegerät ist eine Sicherung durchgeschmorrt und Paul muss sie ersetzen. Ich knete ein Brot, schreibe und bereite Fotos für den Versand vor. Es ist leicht bewölkt, aber sehr heiss. Im Schiff 32.8° und dazu kommt jetzt noch der heisse Backofen. Wir müssen Brot backen, weil das Vollkornbrot, das wir am Samstag bei „Tesco“ gekauft haben, total verschimmelt und zu Fischfutter wurde.

Gegen Mittag verlässt uns die „sea eagle II“. Jetzt sind wir ganz alleine hier, nur noch Fischer rund herum.

Am späteren Nachmittag beobachten wir, wie sich die Affen am nahen Strand vergnügen.

Ab 20 h gibt es ein immer heftiger werdendes Gewitter. Zuerst nur über dem Festland und dann kommen die Blitze und Donner immer näher. Der Spuk dauert bis um 1h30.

Freitag, 30.November 2012: Südspitze Penang – Ankerplatz Jerejak, Penang

Gegen 11h heben wir den Anker und fahren unter der neuen Brücke (sie ist noch im Bau) durch, zum Ankerplatz zwischen der Insel Penang und der kleinen Insel Jerejak. Genau eine Stunde später ankern wir wieder bei der „Herde“! Es sind schon 30 bis 35 Schiffe da.

Abends regnet es. Nachts wird in den nahen Restaurants „gesungen“, Karaoke! Grrrr....!!!!

 

Penang (malaiisch Pulau Pinang) bezeichnet sowohl die 285 km² große Insel in der Straße von Malakka, als auch den gleichnamigen Bundesstaat von Malaysia, zu dem außer der Insel selbst noch Seberang Perai, ein Küstenstreifen der malaiischen Halbinsel, gehört.

Die Insel Penang liegt vor der Westküste der malaiischen Halbinsel und hat an der West- und Ostküste größere Schwemmlandebenen, nur im Norden blieb der tropische Regenwald erhalten. Sie ist überwiegend von chinesischstämmigen Malaysiern, aber auch von Malaien und Malaysiern indischer Herkunft bewohnt. Die Hauptstadt ist das im Nordosten der Insel liegende George Town, in der über 400.000 Einwohner (eingeschlossen die umliegenden Gebiete) leben.

 

Neben dem Tourismus ist die Elektronikindustrie einer der wichtigen Wirtschaftsfaktoren in Penang. Deren Ansiedelung wird in mehreren Freihandelszonen (free trade zones) durch Steuervorteile gefördert.

 

Auf dem zum Bundesstaat Penang gehörenden Festlandstreifen Seberang Perai in der Stadt Butterworth fertigt Continental Automobil-Zubehör für Fahrzeughersteller wie Proton. Unter anderem betreiben hier die Halbleiterfirmen Osram Opto Semiconductors und AMD eine Produktionsstätte. Neben Kuala Lumpur und Johor Bahru ist Penang das drittwichtigste Handelszentrum in Malaysia.

 

Penang unterlag, wie ganz Malaysia, einer Abfolge unterschiedlicher kultureller Einflüsse, angefangen bei Indern, Chinesen, Arabern über Portugiesen, Niederländern bis zuletzt den Briten. Penang wurde 1786 vom Sultan von Kedah Francis Light als britischer Außenhandelsposten überlassen und erhielt somit unter Einwohnern auch seinen Namen Pulau Pinang (Betelnuss-Insel). Später wurde sie von den Engländern in Prince of Wales Island umbenannt. 1957 wurde die Insel unabhängig und ging 1963 an Malaysia. Lim Chong Eu, von 1969 bis 1990 Ministerpräsident von Penang, gilt als Vater der Industrialisierung von Penang. Er sorgte dafür, dass sich zahlreiche Unternehmen der Elektronikbranche in Penang ansiedelten, das sich daraufhin zum "Silicon Island" Asiens entwickelte. Auf seine Initiative ist auch der Bau der Penang Bridge zurückzuführen.Am 14. September 1985 wurde diese Brücke zum Festland offiziell eröffnet.

 

Vom Erdbeben im Indischen Ozean 2004 war auch Penang betroffen. Die Flutwellen rissen mehrere Menschen ins Meer.

 

Die 13,5 km lange Penang-Brücke zum Festland wurde 1985 eröffnet und ist die längste Brücke Südostasiens. Aufgrund des stetig stark wachsenden Autoverkehrs wird die alte Fährverbindung parallel weiterbetrieben. Mit dem Bau einer zweiten Brücke mit einer Länge von 24 km wurde im Jahr 2006 begonnen.

 

Sehenswürdigkeiten

Der Penang Hill (auch Bukit Bendera, Flaggenhügel) ist mit einer Höhe von 830 Metern die höchste Erhebung der Insel und bietet eine hervorragende Aussicht auf George Town und das Festland. Eine 1923 eingeweihte Standseilbahn - die damit eine der ältesten in Asien ist - führt von der Talstation zur Bergstation auf Penang Hill. Notwendige und bereits einige Jahre zuvor begonnene Reparaturarbeiten wurden im Jahre 2005 vorläufig eingestellt. Im Februar 2010 wurden die Erneuerungsarbeiten aufgenommen und seit Anfang 2011 ist die Bahn wieder in Betrieb. Zu erreichen ist der Penang Hill auch in mehrstündigen Wanderungen durch den Dschungel. Beliebte Startpunkte sind das sogenannte Moon gate in der Nähe des Botanischen Gartens, sowie das Forestry Museum in Teluk Bahang, von wo der Penang Forest Trail beginnt.

 

Sehenswert sind auch die Schmetterlingsfarm, der Botanische Garten, die vielen Tempel wie Ke Lok Si (buddhistisch), der Kuan Yin (Goddess of Mercy)-Tempel, der Schlangentempel mit Giftschlangen, Wat Chaiya Mangkalaram mit seinem 33 m langen liegenden Buddha sowie die Captain-Keling-Moschee oder Khoo Kongsi, das Haus des chinesischen Khoo-Familienclans.

 

Die ganze Altstadt beherbergt sowohl historische Gebäude als auch gut erhaltene Gesamtensembles. Neben den britisch-kolonialen Verwaltungsbauten und dem protestantischen Friedhof ist das E&O (Eastern & Oriental) Hotel sehenswert. Das Hotel galt dereinst als „bestes Haus östlich des Suez“ und wurde unter anderem von Schriftstellern wie Hermann Hesse, Rudyard Kipling und William Somerset Maugham gerne besucht.

Samstag, 1.Dezember 2012: Penang

Unser Aussenbordmotor will nicht mehr, er ist blockiert. Wir haben ihn seit etwa 6 Wochen nicht mehr benützt. Mit dem Hammer wird er wieder zum Laufen gebracht.

Gegen 10h sind wir auf der Hauptstrasse Richtung George Town, der Hauptstadt von Penang. Etwa 30 Minuten warten wir auf einen Bus. Es kommt keiner. Irgendwann verlieren wir die Geduld und schnappen uns ein Taxi zum Informationscenter in der Stadt. Dieses ist am Samstag geschlossen. Im Reisebüro daneben bekommen wir aber trotzdem einen Stadtplan und machen uns zu Fuss auf den Weg, die Stadt zu erkunden. In Little India hat Paul Durst und so trinken wir in einem kleinen Restaurant eine Cola. Ich muss mal Pipi und die nette Frau zeigt mir wo der Pipiraum ist. Als ich wieder herauskomme wuselt im Vorraum schnell eine grosse Ratte davon.....Ihhhhh!!!!

Aber sonst empfinden wir die Stadt George Town als ziemlich sauber.

Wir schauen uns verschiedene Hindu-und Chinesische Tempel an und auch eine wunderschöne Moschee (wegen dem Gleichgewicht!). Hier muss ich mich „verkleiden“, damit ich in die Moschee rein darf. Puhhh, ist das heiss unter den Klamotten und dem Kopftuch!!!

Jetzt geht es nach Chinatown, ins Chinesische Viertel.

Danach besuchen wir das Kongsi Khoo, ein Clanhaus der Familie Khoo, aus vergangener Zeit.

Das Mittagessen gibt es in einem Chinesischen Restaurant, wo nur lauter Chinesen essen. Paul bekommt eine Nudelsuppe und ich Nudeln mit Huhn, was denn sonst? Ich hätte die doppelte Portion vertragen können. Und jetzt hat Paul genug von Tempeln und Moscheen und so fahren wir mit einem Taxi zur Penang Hill Railway Station. Nachdem wir nach etwa einer Stunde (es sind Schulferien!) endlich ein Ticket und einen Platz in der Seilbahn haben, geht es in 8 Minuten auf 712 m Höhe, die Steigung beträgt 53%. Ganz schön steil! Übrigens ist dies eine Schweizer Bahn, von der Firma GARAVENTA hergestellt! Die Aussicht auf George Town wäre sehr schön, aber eine Regenwand nähert sich und verschleiert die Sicht. Nach einem sehr guten Kaffee plus Fruchtsalat für mich und einer Glacé für Paul, was denn sonst? geht es wieder mit einiger Wartezeit in der Kolonne, abwärts. Jetzt regnet es und wir nehmen ein Taxi zurück zu unserem Ankerplatz. Weil ich nicht wusste wie der Ort heisst, wo uns das Taxi ausladen soll, und das hier ein wenig weiter ist als er dachte, will der Taxifahrer jetzt anstatt 30 Ringgit, 40 Ringgit. Dafür weiss ich jetzt wie es hier heisst wo die MABUHAY liegt: Batu Maung.

Ziemlich regendurchnässt kommen wir gegen 17h30 auf die MABUHAY zurück. Bei der Rückfahrt zum Schiff driftet ein totes Tier, wir meinen es sei ein Hund, „Rylah“ sagt es sei ein Schwein, an uns vorbei. Es ist rund aufgebläht wie ein Ballon und alle vier Beine sind in die Luft gestreckt. Schrecklich!

Es regnet bis um 23h30. Als es endlich aufhört auf's Dach zu trommeln, fängt die „Musik“ im Karaokeschuppen an! Und das bis um 02h, oh nein!!!

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