Dienstag, 17. März 2026: Rørvik, Tag 6
Um 00h50 werden wir durch eine Lautsprecher-Durchsage geweckt: Polarlichter! Auf Deck 6, linke (Backbord) Seite in Fahrtrichtung. Wir ziehen schnell das Nötigste an und laufen mitten in der Nacht mit vielen anderen Gästen zum Deck 6. Hier hat es schon Hunderte von Leuten die wie verrückt fotografieren. Vermutlich sind die alle genauso enttäuscht von diesen Polarlichtern wie wir beide. Über einem Berg sehen wir einen ein wenig helleren, grünlichen Schein am Himmel, kaum zu erkennen und das war’s dann auch schon! Nach 10 Minuten sind wir wieder in unseren warmen Betten und bei mir dauert es Stunden bis ich endlich eindösen kann. Die Nachtfahrt ist wieder sehr ruhig, obwohl man uns vor meterhohen Wellen zwischen etwa 06h – 08h gewarnt hatte.
Rørvik ist eine Stadt auf der Insel Inner-Vikna in Trøndelag. Er ist der grösste Ort und einer der beiden Verwaltungssitze der Kommune Nærøysund. Die Stadt liegt in einer typischen Küstenlandschaft, und die Bebauung besteht überwiegend aus älteren und neueren Holzhäusern. Rørvik ist seit seiner Gründung im Jahr 1893 ein regelmässiger Anlaufhafen für die Hurtigruten, und die Hurtigruten in Richtung Süden und Norden treffen sich dort jeden Abend.
Rørvik hat ein typisches Kleinstadtgefühl, und die Siedlung selbst hatte am 1. Januar 2024 3.615 Einwohner.
Das Klima ist maritim, und selbst hier auf dem 65. Breitengrad haben viele Privatgärten Pflaumen- und Apfelbäume.
Der traditionelle Haupterwerb ist der Fischfang und die Landwirtschaft. Die wichtigsten Wirtschaftszweige in Rørvik sind neben Handel und Dienstleistungen die Fischerei, die Fischereiindustrie, die Aquakultur, die schiffsbezogene Industrie und die Telekommunikation.
Der Hafen von Rørvik ist mit über 15.000 Schiffsanläufen pro Jahr die größte Hafenanlage in Mittelnorwegen. Rørvik ist auch ein Anlaufhafen für eine Reihe von Kreuzfahrtschiffen.
Um Punkt 12h00 geht die Fahrt weiter, nordwärts. Unser nächster Stop heisst Svolvær.
Unterwegs fängt es an zu regnen und es regnet immer wieder mit ein paar Unterbrüchen.
Übrigens erfahren wir heute, dass unser Kapitän eine Kapitänin ist und Marianne heisst.
Um genau 21h56 überfahren wir bei 66°33’ den «nördlichen Polarkreis», das heisst, wir sind jetzt in der Arktis. Wir sind auf Deck 9 und schauen uns die runde Kugel als Markierung am Ufer an. Dazu wird eine Party gefeiert, die uns aber nicht interessiert. Wir trinken auf Deck 8 in der Lounge noch einen Schlummertrunk und sind danach im Bett.







































