Freitag, 27. März 2026: Oslo – Stockholm - Zürich - Grenchen, Tag 16
Pünktlich um 8h erreichen wir Oslo. Die Nachtfahrt war sehr ruhig, trotzdem haben wir beide sehr schlecht geschlafen. Nach dem Frühstück an Bord laufen Paul und ich mit unseren Koffern zum etwa 600m entfernten Bahnhof. Weil es heute schön sonnig ist, ist das überhaupt kein Problem. Am Bahnhof nehmen wir um 10h den Flytoget Zug und sind 22 Minuten später schon am Flughafen von Oslo. Das ist einfach nur super, dieser Service! Auch hier klappt alles problemlos, nur Paul wird beim Sicherheitscheck seine AXE-Deo- Spraydose weggenommen. Endlich, um 13h50 hebt unser SAS-Flug nach Stockholm ab.
In Stockholm müssen wir umsteigen in den 15h45 SAS-Flug nach Zürich, wo wir um 18h10 landen. Hier nehmen wir den Schnellzug nach Grenchen. Mit einigen Mühen schaffen wir es endlich die Tickets zu lösen. In Grenchen werden wir von lieben Freunden mit dem Auto abgeholt und direkt noch zu ihnen nach Hause zum Abendessen eingeladen. Merci vielmals!!! Das ist einfach nur toll!
Zusammenfassung
- Eigentlich war unsere «Polarlichter» Reise sehr schön. Nur von den Polarlichtern sind wir schon ein wenig enttäuscht und wir sind uns nicht sicher, ob wir nun welche gesehen haben oder nicht. Zweimal waren am Himmel leicht hellgrüne Schleier zu erkennen. Aber ? waren das nun Polarlichter oder nicht?
- Die zweite Enttäuschung war unsere Kabine. Wir hatten extra eine Aussenkabine gebucht, um vielleicht auch mal von der Kabine aus rauszuschauen. Aber, wir hatten nur eine gelbe Wand von einem Rettungsboot vor unserem Bullauge. Wir konnten deshalb weder das Wasser noch den Himmel sehen. Am ersten und am zweiten Tag haben wir reklamiert und wollten eine andere Kabine haben. Man sagte uns, das Schiff sei ausgebucht, aber man setze uns auf eine Wunschliste, dass wir wechseln könnten, sobald etwas frei würde. Oder, die andere Option wäre, 1200 € draufzuzahlen, um eine andere Kabine zu bekommen. Wir lassen es und bleiben in unserer «Besenkammer». Wir haben uns daran gewöhnt und geniesssen die Reise trotzdem. Wir haben aber auch nichts mehr von einem Kabinen-Wechsel gehört. An der Kommunikation könnte man noch arbeiten! Ansonsten war das Schiff super und sehr sauber.
- Vom ersten Tag an regt sich Paul mächtig über zwei Passagiere auf! Die beiden Männer (vermutlich Amerikaner) kommen zum Frühstück, zum Mittag- und zum Abendessen in kurzen Hosen. Und dazu sind sie barfuss in den Schlappen. Paul findet, das gehört sich einfach nicht! Er selber trägt während der ganzen Reise kurzärmelige T-Shirts, aber immerhin lange Hosen dazu.
- Schon bald am Anfang der Reise lernen wir zwei Herren aus Bonn kennen. Beide Wittwer. Peter (93) quatscht und quatscht und quatscht ununterbrochen. Sein Freund Kurt (90) hört geduldig zu und sagt hie und da «Ja»! Die beiden kommen mir vor wie Figuren von «Loriot».
- Das Essen an Bord war immer sehr gut und besonders die Büffets sehr üppig, das heisst: viel zu viel. Das Abendessen wurde freundlich serviert und das an unserem Tisch Nr. 1.
Allerdings merkten wir, als der Koch ausgewechselt wurde, irgendwie war das Essen nicht mehr so mit Liebe zubereitet.
- Das ganze Personal an Bord war immer ausgesprochen nett.
- Die Pünktlichkeit an Bord war fast unheimlich! Seien es die Abfahrten oder die Vorträge oder die Ausflüge. Die Bordsprache ist Englisch, aber alle Informationen wurden in Norwegisch, Englisch, Französisch und Deutsch übermittelt.
- Die Passagiere waren Skandinavier, Englisch sprechende (Grossbritannien, viele Amerikaner, Australier), ziemlich viele Deutsche, viele Franzosen, ein paar unerkannte Nationen und wir zwei Schweizer.
- Auch die Ankünfte in den Häfen waren überpünktlich, wenn nicht gerade drei Fensterscheiben in der Bibliothek bei einem Sturm in die Brüche gingen und das ganze Programm über den Haufen geworfen wurde.
- Der einzige Ausflug, den wir gebucht hatten, zum Nordkap, bleibt unvergesslich mit dem eisigen Sturmwind, dem quer fliegenden Schnee-Regen und dem herumtapsen auf glitschigem Eis und Schnee.
- Überhaupt, das Wetter war auch nicht wirklich unsere erste Wahl. Von 16 Tagen hatten wir 13½Tage Sauwetter! Aber das ist halt so!
- Toll war die «Polarlichter»- Reise, aber trotzdem freuen wir uns jetzt wieder auf zu Hause und auf ein neues Abenteuer.
Wir haben mit derm Schiff MS Trollfjord von Oslo – Honningsvåg – Oslo ca. 5600km oder ca. 3025 Seemeilen zurückgelegt
Mit dem Fluzeug auf dem Hinflug Zürich - Amsterdam – Oslo
auf dem Rückflug Oslo – Stockolm – Zürich im ganzen ca. 3588km























