Sonntag, 2.Dezember 2012: Penang
Um 9h30 sollen wir auf den Schiffen bereitstehen, um von einem kleinen Shuttle Boot von der Pen Marine (eine Werft, die uns den Tag sponsert), abgeholt und an Land gebracht werden. Es dauert fast zwei Stunden, bis endlich alle Leute (etwa 60) in den zwei Bussen sitzen. Wir fahren zur Pen Marine, wo uns zwecks Werbung die Werft gezeigt wird. Von hier geht es mit den Bussen nach George Town. Und weil es so viel Verkehr hat, stecken wir im schönsten Stau fest und kommen nur sehr langsam voran. Die Malaysier, seien es Chinesen, Inder oder Malaien, scheinen sehr geduldige Autofahrer zu sein. Nie hören wir jemanden hupen oder sehen jemanden drängeln.
Es ist schon nach 14h, wir haben alle Durst und Hunger, als wir endlich unser Ziel, das Loh Guan Lye Spital www.lohguanlye.com erreichen. Wir werden sehr freundlich empfangen und sofort ins Auditorium im 10.Stock geführt, wo wir uns gierig auf die Nudeln mit Huhn, Dessert und Tee stürzen. Während wir essen wird uns ein kleiner Film über das Privatspital gezeigt. Danach werden wir herumgeführt und bestaunen die unglaubliche Aussicht von hier oben. Besonders von der „Präsidentensuite“ (auch im 10.Stock) ist sie gewaltig! Man zeigt uns in verschiedenen Stockwerken Interessantes, unter anderem auch in der Onkologie den Bestrahlungsapparat. Alles superschön und modern. Ich hatte immer geglaubt, wir hätten in der Schweiz ganz tolle Spitäler, aber jetzt....???
Das Einzige was uns alle an diesem Spital hier ein wenig stört, es ist viel zu steril und perfekt. Wir sehen keine einzige Krankenschwester, keine Patienten oder Besucher. Ist das vielleicht nur so, weil heute Sonntag ist ??? Oder sind die alle in den zwei anderen Gebäuden ??? Aber eindrücklich ist es trotzdem.
Jetzt schauen wir uns noch einen Buddhistischen Thaitempel und einen Buddhistischen Burmatempel an. Zwei total verschiedene Sachen, aber beide sehr schön. Und weil wir wieder so lange im Stau stecken wird der botanische Garten ausgelassen und wir gehen direkt zum superneuen Gebäudekomplex Straits Quay, mit Shopping Mall und Marina. Diese Gegend wurde im 2004 vom Tsunami getroffen und alles wurde neu überbaut. Überhaupt herrscht auch hier in Penang, wie in Kuala Lumpur eine Wahnsinnsbauwut!!! Überall wird dem Meer Land abgerungen und die Hochhäuser schiessen aus dem Boden wie die Pilze.
Das Abendessen gibt es in einem riesigen vollbesetzten Lokal. Das Essen ist indisch und wird uns auf Bananenblättern serviert. Jeder bekommt einen Berg gelben, langen Reis auf sein Bananenblatt geklatscht, dazu Gemüse und Joghurtsauce. Dann nimmt man aus den kleinen Platten Hühner- oder Lammcurry dazu und sollte jetzt eigentlich mit den Fingern essen. Aber man hat Erbarmen mit uns und gibt uns Gabeln und Löffel. Alles ist sehr gut, aber ziemlich „spicy“ (scharf).
Gegen 21h35 sind wir endlich wieder alle per Shuttleboot auf unsere Schiffe verteilt. Es regnet und ist kühl (für mich!). Aber das war ein echt interessanter Tag!
Montag, 3.Dezember 2012: Penang
Unser Aussenborder will schon wieder nicht mehr! Er ist blockiert. Wir haben ihn seit etwa 6 Wochen nicht mehr benutzt. Weil es eilt, wird er mit dem Hammer entblockiert.
Etwa um 9h15 sitzen wir in einem Taxi Richtung George Town. Wir wollen zum Konsulat von Thailand um unsere Visas zu beantragen. Es hat schon viele Leute da. Wir müssen jeder ein Formular ausfüllen, zwei Passfotos, den Pass und eine Kopie des Passes.
abgeben, dazu 110 Ringgit (etwa 33 SFr.) pro Person bezahlen. Jetzt ist es 10h, von 15h30 bis 16h können die Pässe wieder abgeholt werden.
Mit einem Taxi fahren wir jetzt ins Zentrum der Stadt. Wir wollen uns die „blue mansion“ das blaue Haus ansehen. Ein herrschaftliches Haus eines Chinesen aus dem 19. Jahrhundert. Der Chinese kam mit seinen letzten paar Rappen aus China hier an und hat es zu grossem Reichtum gebracht. Er bekam sogar den Namen “Rockefeller Asiens“. Zufällig treffen wir auf Steven von der „Liberté“. Er sagt uns, das „Pinang Peranakan Mansion“ solle noch schöner sein. Also laufen wir quer durch die Altstadt zu diesem Mansion. Zusammen mit Liz und Steven haben wir eine Führung durch das Gebäude. Auch dieses Haus gehörte einem Chinesen, einem Opiumbaron, und ist ein prachtvoller Bau mit vielen wunderschönen Möbeln und Gegenständen. Das Haus hat sogar einen chinesischen Tempel, wo an der Decke viele Fledermäuse hängen. Die bringen Glück, sagt unser Führer.
Paul und ich essen in einem Chinesischen Lokal Nudeln mit Pilzen, Gemüse und Huhn. Wir haben Glück und bekommen anstatt nur Stäbchen auch noch eine Gabel. Alles ist sehr gut.
Nach dem Essen flanieren wir durch Little India bis zum Terminal, wo die grossen Kreuzfahrer anlegen. Es sind zwei gewaltige Schiffe da, eines die „Virgo“ aus Panama und die andere die AIDA Diva aus Genua. Wir staunen die AIDA von aussen an und sprechen dann mit einem Deutschen Ehepaar. Die machen in zwei Wochen eine Riesentour von Cochin (Indien), nach Colombo (Sri Lanka), Penang, Kuala Lumpur, (Malaysia), Singapur, Vietnam und Bangkok (Thailand). Da ist unsere Art zu reisen ja direkt das absolute Schneckentempo.
Wir schlendern weiter und kommen zufällig an ein Schweizer Restaurant, das „Edelweiss“. Leider ist am Montag geschlossen. Wir spazieren weiter und trauen unseren Augen nicht, bei einem kleinen Hotel hängt eine grosse Bündnerfahne. Zum Hotel gehört auch ein kleines Café und hier trinken wir einen Kaffee. Leider ist der Bündner-Chef nicht anwesend.
Per Taxi holen wir die Pässe wieder ab, das dauert etwa 25 Minuten, während denen der Taxifahrer auf uns wartet. Danach führt er uns zu einer Bäckerei und dann zu zwei verschiedenen Läden wo es Aussenborder zu kaufen gibt. Paul will sich informieren.
Gegen 17h sind wir zurück bei unserem Dinghy. Sue und Grant von der „Obsession II“ können ihren Dinghy-Motor nicht starten. Ich halte ihr Seil in den Händen und wir schleppen die beiden bis zu ihrem Schiff. Meine Finger sind jetzt total taub!
Abends regnet es.
Dienstag, 4.Dezember 2012: Penang
Ich habe mehr als die halbe Nacht nicht geschlafen. Unter anderen Gründen wieder einmal wegen der „Musik“ vom Karaokeladen....
Sehr schönes Wetter. Um 8h fahren etwa 20 Segelyachten los, um am Convoy teilzunehmen, der vor der Stadt George Town unter der Brücke hindurchführt und von einem Helikopter aus fotografiert wird. Die Segler kommen von Süden, von Norden her kommen einige Motorboote (9 Stück) und der Moment der Begegnung soll auf dem Foto festgehalten werden. Paul will an dem Convoy nicht teilnehmen, also bleiben wir noch einen Tag länger hier. Jetzt sind noch 5 Schiffe da.
Paul widmet sich dem widerspenstigen Aussenborder. Der wird heute gehätschelt und gepflegt und anschliessend Probe gefahren. Er schnurrt (im Moment) wieder.
Dieser Ankerplatz liegt genau unter der Abflugbahn der Flugzeuge vom nahen Flugplatz. Einige Male pro Tag dröhnen die Flugzeuge gewaltig über unsere Köpfe hinweg und eine Unterhaltung ist nicht mehr möglich.
In der Ebene vor der Stadt George Town, hat es eine neue, moderne Fabrik an der anderen. Die meisten stellen elektronische Chips her. Man sagt uns die meisten Firmen seien Ausländische z.B auch Deutsche und Schweizer. Eine Schweizer Firma stelle chirurgische Instrumente her.


























































