Mittwoch, 5.Dezember 2012: Penang – Insel Songsong, 36,4 sm
In der Nacht Regen. Herrlich geschlafen. Um 7h30 fahren wir los vom Ankerplatz. Kurz vor der Brücke die Penang mit dem Festland verbindet, sehen wir ein paar Delfine. Was machen die denn hier in diesem Grossstadt-Dreckwasser? Es ist sonnig.
Um 14h20 ankern wir bei der kleinen Insel Songsong. Hier hat es einen sehr schönen , hellgelben Sandstrand und unter den Palmen versteckt ein Haus. Am Strand weiden ein paar Schafe und im Meer baden viele Kinder.
Wir sind ganz alleine hier. Ab 16h regnet es immer wieder. Den ganzen Weg bis hier her, also etwa 70 km hatten wir den Wind aus Norden, genau auf die Nase und mussten motoren. Jetzt wo wir vor Anker liegen, kommt der Wind aus Süden.
Donnerstag, 6.Dezember 2012: Insel Songsong - Insel Singa Besar, 41,4 sm
Ich habe sehr schlecht geschlafen. Haben mir der Muezzin oder die Karaokesänger gefehlt???
Es ist stark bewölkt, als wir um 7h40 losfahren. Unterwegs hat es enorm viel Fischerboote mit ihren Netzen. Es ist unglaublich, aber den Wind haben wir wieder genau auf die Nase und wir müssen motoren. Um 14h50 sind wir im Süden der Inselgruppe Langkawi. Wir ankern ganz alleine in einer schönen Bucht bei der Insel Singa Besar. Es ist jetzt sonnig und enorm heiss. Wir stürzen uns sofort ins Wasser. Ahhhh, herrlich!
Wir geniessen den wunderschönen Nachmittag in der „einsamen“ Bucht. Aber gegen Abend ändert sich das blitzartig. Ein kleines Fischerboot nach dem anderen kommt mit dem Mixer-Knatter-Motor angefahren und plaziert sich in der Bucht. Hier sehen wir zum ersten Mal diese Mixermotoren, (Longtail) wie in Thailand. Als es dunkel ist, machen alle ihre starken Scheinwerfer an um Kalamares zu fangen. Paul zählt jetzt 28 Fischerboote rund um uns herum...., von wegen einsame Bucht! Kein Regen heute!
Freitag, 7.Dezember 2012: Langkawi, Singa Besar - Telaga Marina, 13,9 sm
Erst am Morgen, als es schon hell wird, verlässt uns unsere Fischerflotte. Beim Frühstück entdeckt Paul einen einsamen Affen am Strand.
Um 9h fahren wir los, es ist bewölkt. Um 11h ankern wir vor der Insel Rebak, bei der Rebak Marina. Und weil es in dieser Marina für uns keinen Platz mehr hat, telefoniere ich mit der Telaga Harbour Marina und die haben noch ein Plätzchen für unsere MABUHAY. Also verlegen wir uns nach dem Mittagessen 5,3 sm weiter zur Telaga Marina, auf der Hauptinsel Langkawi. Um 14h35 sind wir am Steg festgemacht in dieser schönen Marina, die vom Tsunami vom 26.12.2004 plattgemacht wurde. Es ist sehr sonnig und seeeehr heiss! Am Nachmittag schauen wir uns ein wenig um, und gehen ins Zollamt, direkt hier in der Marina, um uns anzumelden.
Abends laufen wir 5 Minuten zu einem neuen Gebäudekomplex (auch hier herrschte scheinbar die Bauwut) mit 8 oder 9 Restaurants, eines nach dem anderen. Wir essen beim Russen-Restaurant UDSSR. Sehr gut, empfehlenswert! Kein Regen heute!!
Samstag, 8.Dezember 2012: Langkawi, Telaga Marina
Um 10h dürfen wir mit einem Ehepaar, das wir gestern kennenlernten, in ihrem Mietauto mitfahren, nach Kuah, die Hauptstadt von Langkawi,. Alice ist Chinesin, aber in Penang geboren und aufgewachsen. Peter, ursprünglich Engländer, wohnt aber seit 30 Jahren in Malaysia. Er war Schiffskapitän und hat 20'000 Tonnen Cargo-Schiffe um die Welt gefahren.
In Kuah lassen sie uns aussteigen und sammeln uns nach 4 Stunden wieder auf. Wir erkunden ein wenig die Stadt, vor allem aber die Hardware Stores (Eisenwarenhandlungen). Ausserdem suchen wir eine finnische Segelmacherin, die uns empfohlen wurde. Nachdem wir eine ganze Stunde lang in der grössten Hitze über die Mittagszeit im Kreis gelaufen sind, finden wir sie endlich. Bei dem Gebäude wo sie arbeitet, waren wir ganz am Anfang unserer Suche...
Das Mittagessen gibt es im Restaurant Domino, das uns von Alice und Peter empfohlen wurde. Und das Essen ist wirklich gut und preiswert, nur schade, dass Paul schon längst fertig gegessen hat, bis ich mein Essen bekomme. Um 15h treffen wir uns mit Alice und Peter im Domino, trinken ein Bier und fahren zurück zur Marina. Das war ein toller Service von den beiden. Sie zeigen uns noch schnell ihr Supermotorboot (dagegen ist die MABUHAY echt bescheiden, aber wir fühlen uns auf ihr sehr wohl!) und dann müssen wir schon wieder los.
Um 18h marschieren Paul und ich ins etwa 2 km entfernte Burau Bay Resort. Dort findet heute Abend das offizielle Dinner der „sailmalaysia“ statt. Es gibt einen wunderschönen Sonnenuntergang und danach das Abendessen. Die Segler die in der Rebak Marina stationiert sind, werden mit einem Bus herangekarrt, mit etwa 1½ Stunden Verspätung. Wir warten so lange mit dem Abendessen auf sie. Als sie endlich da sind, heisst es; das Buffet ist eröffnet und alle die erst angekommen sind stehen zuvorderst am Buffet. Grrrr! Wir sind etwa 100 Personen und es dauert unendlich lange, bis alle etwas auf ihre Teller gehäuft haben. Das Büffet ist sehr reichhaltig und bietet sehr viel Verschiedenes. Paul steht geduldig als Letzter in der Schlange an, bedient sich sehr bescheiden (im Vergleich zu den meisten) und wird damit bestraft, das er nichts mehr von dem wunderbaren Dessertbuffet erwischt. Ist das nicht gemein?
Eine Tanzgruppe zeigt uns ein paar folkloristische Tänze und danach wird getanzt. Leider fängt es schon bald an zu regnen und einige werden unter den Zelten ziemlich nass. Um 23h ist der Anlass vorbei und Paul und ich setzen uns auch in einen der Busse und lassen uns bei der Telaga Marina aussetzen. Schön war's! Und: Paul hat sich heute mit seinen Englischkenntnissen selber übertroffen. Echt! Ich habe nur staunend zugehört.




















