Malaysia: Langkawi, 09.12. -17.12.2012
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Sonntag, 9.Dezember 2012: Langkawi, Telaga Marina

Gegen 9h15, überpünktlich, werden wir, 10 Personen, per Bus bei der Telaga Marina abgeholt. Die anderen von der Rebak Marina sitzen schon im Bus. Jetzt sind wir ca. 65 Personen. Die Fahrt dauert etwa 5 Minuten und wir sind bei der Luftseilbahn und sollen in luftige Höhen transportiert werden.

Im Jahr 2005 wurde im Westen der Hauptinsel die Langkawi Sky-Bridge eröffnet. Diese Hängebrücke auf dem Mount Mat Cincang bietet in 687 Metern Höhe über dem Meeresspiegel einen beeindruckenden Ausblick über die Andamanensee. Im Moment ist die Hängebrücke, zu Paul's grosser Erleichterung geschlossen! Erreicht wird die Fussgängerbrücke sowie zwei Aussichtsplattformen auf dem Berggipfel mit einer etwa 15-minütigen Seilbahnfahrt, die ihren Ausgangspunkt in dem künstlich angelegten Tourismusdorf Oriental Village hat.

Die 2 Bergbahnstationen können wir von der Marina aus sehen. Nachdem wir durch das ganze Gelände, vorbei an -zig Souvenirshops, zu den Ticketschaltern gelaufen sind, heisst es, wir können nicht auf die Seilbahn, die Wartezeit, etwa 3 Stunden, sei zu lang. Wir machen alle seeeeeeeeehr lange Gesichter, haben wir uns doch vor allem auf die Seilbahn gefreut. Stattdessen fahren wir 5 Minuten zu einer weiteren Sehenswürdigkeit, einem Wasserfall. Wir laufen etwa 20 Minuten über einen gepflasterten Weg bis zum Wasserfall. Dieser ist auch wirklich schön, aber nicht spektakulär. Aber immerhin baden die Einheimischen, mitsamt Kleidern und Kopftuch in den Teichen unter dem Wasserfall. Als wir alle wieder in den zwei Bussen sitzen, heisst es, wir können nun doch noch per Luftseilbahn auf den Berg hinauf fahren. Juhu, Freude herrscht! Jetzt hat man extra für uns, für „sailmalaysia“ eine separate VIP-Warteschlange eingerichtet und ruckzuck, sind wir alle auf dem Berg, auf 712m Höhe oben. Na also, geht doch! Nachdem wir die Aussicht gebührend bewundert, und eine Glacé geschleckt haben, geht die Fahrt in den 6-er Gondeln wieder nach unten. Übrigens ist dies KEINE Schweizer Gondelbahn, sondern eine Österreichische, von Doppelmayr. Inzwischen ist es total bewölkt und kaum sind wir wieder unterwegs im Bus, regnet es. Aber zum Glück nicht sehr lange. Nun besuchen wir ein wunderschönes „Museum“ , die Galeria Perdana, mit vielen, vielen Geschenken, die einem früheren Premierminister bei Staatsbesuchen oder sonstigen Anlässen gemacht wurden. Was es da so alles gibt! Unter anderem auch ein Formel-1-Auto von Peter Sauber.

Endlich nach 15h15 sind wir in Pantai Cenaga, im wichtigsten Touristenort von Langkawi, wo wir entweder ins Unterwasseraquarium dürfen, oder etwas zu Mittag essen können.... Paul und ich entscheiden uns, wie alle anderen auch, für das Mittagessen (Chinesisch). Nach 45 Minuten müssen wir schon wieder im Bus sein, um auf die zu warten, die keine Uhren haben! Bei jedem Stopp das gleiche Problem.

Zum Abschluss besuchen wir noch ein Reismuseum (rice garden museum), wo uns direkt im Feld gezeigt wird, wie Reis gepflanzt wird und anschliessend sehen wir wie der Reis früher gedrescht wurde. Im Gegensatz zu früher, wo alles Handarbeit war, wird heute alles per Maschinen gemacht, das Bearbeiten der Felder und auch das Dreschen. Wir werden wieder zu unserer Marina geführt und sind gegen 17h45 auf der MABUHAY.

Paul holt bei der Petronas Tankstelle, oberhalb der Marina, Diesel. Er möchte eigentlich 40 Liter haben, bekommt aber nur 20 Liter pro Person. Ich gehe mit ihm und bekomme auch 20 Liter. Morgen wiederholen wir das Spielchen noch einmal! 1 Liter Diesel kostet in Langkawi 1.80 Ringgit, d.h. ca. 60 Rappen. An der Schiffstankstelle kostet der Diesel 2.80 Ringgit. Langkawi ist eine zollfreie Insel.

Montag, 10.Dezember 2012: Langkawi, Telaga Marina

Gestern Abend haben wir das Abendessen ausgelassen. Wir können beide nicht schlafen. Hitze? Mücken? Oder Hunger? Um Mitternacht sitzen wir beide im kühlen Cockpit und schlürfen ein Maggi-Tassensüppchen, Kürbissuppe mit Croutons. Dazu essen wir Crackers und trinken kaltes Wasser. Danach schlafen wir herrlich.

Heute wäre eigentlich auf der Insel Rebak, in der Rebak Marina die Abschiedsparty von der „sailmalaysia“ aber da wir ein Taxi und eine Fähre nehmen müssten um dorthin zu gelangen, lassen wir die Party sausen. Ausserdem sind wir ja nicht so „party animals“ wie z.B. die Australier!

Für uns war die „sailmalaysia“ eine gute Sache. Wir haben sehr viel Interessantes und Schönes gesehen, das wir alleine nie gesehen hätten. Und wenn ich an die vielen guten Essen denke, die wir gesponsert erhalten haben....! Toll! Wir können die „sailmalaysia“ nur empfehlen, auch wenn nicht immer alles ganz geklappt hat. Aber ich denke, 70 Schiffen, aus vielen verschiedenen Nationen, alles recht zu machen, ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Pech war, dass bei den vielen Gewittern 8-10 Schiffe von einem Blitzschlag erwischt wurden, mit kleinerem bis sehr grossem Schaden.

Den Morgen nutzen wir, um 20 Liter Diesel zu holen, um 3 Maschinen Wäsche zu waschen, und um rostfreien Stahl zu entrosten.

Zufällig treffen wir auf Soni und Werner von der „FEE“. Sie liegen mit dem Schiff vor der Marina am Anker, aber das wussten wir nicht. Wir haben sie seit Lombok nicht mehr gesehen. Morgen fahren sie nach Phuket. Es ist höllenheiss, ich glaube wir haben noch nie so geschwitzt, wie hier in Malaysia. Das Timing war heute perfekt. Unsere Wäsche ist gerade trocken, als es gegen 14h loslegt mit blitzen, donnern und schütten.

Später holen wir bei der Petronas Tankstelle nochmals 20 Liter Diesel.

Abends bringen wir 3 Kopfkissen in die Wäscherei und essen beim Italiener „Mare Blu“ am Meer zu Abend. Paul bekommt eine riesige Lammkeule, Kartoffelpüree und Ratatouille, ich mit Ricotta und Spinat gefüllte Hähnchenbrust, dazu Rosmarinkartoffeln. Alles sehr gut!

Zurück auf der MABUHAY geht es wieder los mit Blitz, Donner und Regen.

Dienstag, 11.Dezember 2012: Langkawi, Telaga Marina

Es ist bewölkt und damit weniger heiss. Paul schrubbt die MABUHAY auf Hochglanz.

Heute wollte ich eigentlich gar nicht viel schreiben. Aber ich muss!

Nach dem Mittagessen will ich gerade das Geschirr abwaschen, als eine Flut von fast heissem Wasser durch die drei Fenster in meine Küche schwappt. Weil ich nicht gleichzeitig drei Fenster schliessen kann und überhaupt nicht checke, was los ist, ist meine Küche bald total nass. Unser Wasserschlauch, der auf dem Steg lag, ist geplatzt. Und das genau vor meinen Fenstern! Das Wasser steht auf dem Herd, darunter, auf den Ablagen und natürlich auch am Boden. Die Zwiebeln und der Knoblauch schwimmen in ihren Körbchen. Juhu, Freude herrscht! Ich selber bin auch eingeweicht. Aber das macht nichts, ist ja sowieso viel zu heiss! Die Sauerei in meiner Küche stört mich viel mehr und mein liebster Mann findet das seeeehr lustig. Aber nur solange, bis ich ihm mitteile, dass der Gasherd nicht mehr tut. Der Backofen heizt noch und so lassen wir ihn einen Moment brennen, bis alles schön trocken ist und dann brennen auch die beiden oberen Gasflammen wieder. Und ich weiss jetzt wenigstens wieder was ich zu tun habe, es wäre mir ja sonst bestimmt langweilig geworden. Alles ausräumen, putzen und gut trocknen, mit -zig Handtüchern, und alles wieder schön einräumen. Nur unter die Bodenbretter mag ich nicht schauen, da wo die Konservendosen liegen. Aber wenigstens ist das heute kein Salzwasser.

Und zu allem Elend regnet es schon wieder etwa eine ½ Stunde lang aus allen Rohren.

Abends holen wir unsere picobello gewaschenen Kopfkissen in der Wäscherei ab und essen beim Chinesen zu Abend. Wieder alles sehr gut. Wir sind knapp zurück auf der MABUHAY, fängt es an zu regnen. Scheinbar schüttet es auch in der Nacht tierisch.

Mittwoch, 12.Dezember 2012: Telaga Marina – Kuah, 17 sm

Um 9h fahren wir los nach Kuah, der 17 sm entfernten Hauptstadt der Inselgruppe Langkawi. Das Wetter ist schön. Um 12h15 ankern wir hier, vor der Stadt, ganz in der Nähe der „Solar Planet“. Unser Aussenborder will ja nicht mehr so richtig, trotz allem guten Zureden vom Skipper. Swen von der „Solar Planet“ hat einen Nissan Aussenborder zu verkaufen und kommt damit zu uns. Paul versucht eine ganze Stunde lang, den in Schwung zu bringen, vergeblich. Also hat sich das Thema erledigt und wir müssen uns anderweitig umschauen.

Sonst machen wir heute nicht besonders viel. Der Chef ist müde und macht ein Nickerchen, er hat sehr schlecht geschlafen und ich suche mir im Computer die Finger wund nach einem günstigen Heimflug für unseren geplanten Heimaturlaub im nächsten Jahr. Das ist nämlich gar nicht so einfach wie man immer denkt. Flüge, die gestern und morgen da sind, sind heute einfach nicht mehr vorhanden, zack, verschwunden !!!

Abends blitzt, donnert regnet es.

Donnerstag, 13.Dezember 2012: Langkawi,Kuah

Paul hat eine sehr schlechte Nacht hinter sich. -Zig mal zur Toilette, kalt, heiss....am Morgen ist sein Bett durchgeschwitzt. Ich lasse ihn lange schlafen, bis er um gegen 9h00 selber hervor kommt. Er hat vermutlich Fieber.

Gegen 10h machen wir uns trotzdem auf den Weg zum Zollbüro und zum Hafenmeister, zum einchecken. Unser Aussenborder läuft wie ein Örgeli und Paul freut sich richtig. Wir machen das Dinghy beim schönen Dinghysteg fest und müssen dafür 3 Ringgit (90 Rappen) pro Tag bezahlen. Das bezahlen wir aber gerne, weil das Dinghy so sehr gut aufgehoben ist.

Die Behördenbüros liegen bei den Anlegestellen der Fähren von Penang und Thailand. Wir laufen bestimmt 45 Minuten bis wir endlich in dem Getümmel der vielen Menschen die zwei richtigen Büros gefunden haben. Beim Hafenmeister fülle ich in 2 Minuten ein Formular aus und beim Zoll gebe ich den gelben Zettel ab, den wir in Johor Bahru beim Einklarieren in Malaysia erhalten haben. Fertig! Paul setzt sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit hin. Er ist wirklich nicht gut zwäg! Und es ist heisssss.....

Durch den Park, immer schön im Schatten, laufen wir zurück zum Dinghyanleger. Dort befindet sich auch das Haus, wo die Finnische Segelmacherin ihre Werkstatt hat. Sie würde unser Segel, das ja zu gross ist, anpassen, aber sie kommt nicht auf's Schiff, um sich die Sache anzuschauen. Also teilen wir ihr mit, dass wir in Thailand weiter schauen wollen, wer uns das Segel anpassen kann. Sie gibt uns sogar noch ein paar Tips, wo wir uns melden sollen.

Jetzt laufen wir weiter zum Hardware Shop „Multiquip“, wo wir Unterwasserfarbe kaufen und sie auch bezahlen, aber erst später abholen werden. Paul mag nicht mehr laufen, er schleppt sich mühsam hinter mir her und so gehen wir ins Restaurant Domino zum Mittagessen. Paul isst ein bisschen Gurkensalat mit 2 Scheiben Toast und ich Fisch und Chips. Neu gestärkt schleichen wir immer im Schatten entlang zum nächsten Geschäft, wieder ein Hardware Store. Paul braucht für den MABUHAY-Motor Yanmar Ölfilter und Keilriemen als Ersatz. Aber die haben das nicht. Und danach wollen wir nochmals nach einem neuen Yamaha-Aussenbordmotor schauen. Zufällig sind auch die Italiener Giuseppe und Francesco von der „CHLOE“ hier. Auch sie suchen die Yamaha-Vertretung. Aber sie haben einen Roller gemietet und wir sind zu Fuss. Sie fahren schnell zu dem Yamaha Laden, kommen zurück und teilen uns die Adresse mit. Aber für heute ist es genug. Paul ist zu k.o., er will nicht mal mehr eine Glacé haben und es ist mächtig heiss. Morgen ist (hoffentlich) auch noch ein Tag. Wir kehren um und laufen zurück. Unterwegs kommen wir an einem Coiffeurladen vorbei und beschliessen, uns wieder einmal ein wenig verschönern zu lassen. Zwei Coiffeusen sind unbeschäftigt im Laden, aber sie müssen die Chefin im oberen Stock holen (wecken?) damit sie herunterkommt und uns die Haare schneidet. In 15 Minuten hat sie uns beide geschoren und wir kosten beide gleich viel, nämlich je 15 Ringgit (ca. 5 SFr.).

Gegen 16h sind wir zurück beim Dinghy und Paul hat Mühe den Motor zu starten. Wir kommen genau bis zur MABUHAY, als der Motor den Geist aufgibt. Paul erweckt ihn mit neuen Kerzen nochmals zum Leben, aber nicht sehr lange, etwas brennt durch und er macht keinen Wank mehr.

Giuseppe vom Schiff „CHLOE“ sagt:“Adesso é morto!“ (jetzt ist er tot).

Giuseppe ist Arzt, heisst ganz genau Dottore Giuseppe Tuttobene (aus Sizilien) und bringt Paul Antibiotika zum auskurieren der sehr starken Blasenentzündung, auf die der Dottore tippt.

Am Abend grummelt der Donner schon wieder vom Himmel herunter, aber es regnet nicht.

Freitag, 14.Dezember 2012: Langkawi, Kuah

Paul geht es, Antibiotika sei Dank, sehr viel besser.

Um 10h kommt Giuseppe und schleppt uns mit seinem Dinghy an Land. Wir wollen zur Firma „Multiquip“ einen neuen Yamaha-Motor kaufen. Leider haben wir nicht bedacht, dass ja heute Freitag ist und die Moslems ihren Feiertag haben. Das Geschäft ist geschlossen. Jetzt nehmen wir ein Taxi und fahren ans ganz andere Ende von Kuah, zu einer anderen Firma, die Aussenborder verkauft. Auch hier: geschlossen! Also mit dem gleichen Taxi zurück in die Stadt. Hier schleichen wir ein wenig in den vielen Duty Free (zollfreien) Läden herum, die geöffnet haben. Ragusa, Toblerone und Lindt schauen wir uns nur an, ohne etwas zu kaufen! Wir essen eine chinesische Kleinigkeit und rudern anschliessend 12 Minuten, gegen die Strömung, zurück zur MABUHAY.

Nachmittags mache ich ein Nickerchen und Paul passt auf, als es zwischendurch ein wenig regnet. Er macht alle Fenster und Luken zu und wieder auf. Später regnet es dann wirklich und die Luken bleiben alle geschlossen.

Und der „tote“ Aussenborder lässt dem Mechaniker keine Ruhe! Er fängt an, ihn auseinander zu nehmen und findet den Fehler. Jetzt wird gehämmert, geschliffen und geschraubt und noch vor dem Abendessen brummelt der Motor wieder.

Abends und nachts regnet es immer wieder.

Samstag, 15.Dezember 2012: Langkawi, Kuah

Paul versucht den Aussenborder anzulassen und er läuft auch wirklich an. Wir machen uns auf den Weg an Land, wir wollen einen neuen Motor kaufen gehen. Mitten zwischen MABUHAY und Land gibt der Motor endgültig den Geist auf. Er kühlt nicht mehr und wird zu heiss, sagt mein Mann. Paul ruft eine junge Südafrikanerin, die gerade vorbeifährt und sie schleppt uns an Land.

Also jetzt ist es klar, wir gehen zur Firma Multiquip und kaufen einen neuen Yamaha Aussenborder. Dieser ist irgendwo im Lager und wir sollen in einer ½ Stunde wieder kommen. Wir gehen ins „Domino“ und bestellen einen Lemon Eistee. Beim bezahlen kommt die Überraschung. Heute kostet der Eistee je 4 Ringgit. In anderen Restaurants kostet er 1.20, höchstens vielleicht 2 Ringgit. Ich frage den Wirt, einen halben Chinesen, und sage ihm, das sei aber sehr teuer. Er meint, dies sei ein Spezialpreis, extra für Segler. Ja, das glauben wir auch! Aber heute hat dieser Wirt mit seinem Spezialpreis zwei gute Kunden verloren.

Ein Angestellter der Firma Multiquip bringt uns den Motor und 20 Liter schwere Unterwasserfarbe per Auto zum Dinghyanleger und fährt sofort wieder weg. Ein Australier hilft Paul, den Motor am Dinghy festzumachen und zusammen versuchen sie, den neuen 5 PS Yamaha-Motor zu starten. Er läuft sofort an, aber nur etwa für zwei Sekunden, dann gibt er kein Lebenszeichen mehr von sich. Die zwei Männer versuchen alle Tricks, aber nix geht mehr. Also schleppt uns der Australier zur MABUHAY und während ich Salat fürs Mittagessen zubereite, grübelt Paul schon am Motor herum. Nach dem Essen nimmt er den Vergaser des neuen Motors komplett auseinander. Die Schwimmernadel war verklebt, blieb immer offen und hat den Motor laufend „ertränkt“. Nach geschätzten zwei Stunden Arbeit, im schwankenden Dinghy, höre ich plötzlich ein lautes Freudengeheul und den laufenden Motor. Puhhh geschafft!

Am Nachmittag machen wir nur eine kurze Probefahrt ans Land. Und weil der Himmel sich immer mehr schwarz bewölkt und es sehr stark bläst, kehren wir sofort wieder um und bleiben auf der MABUHAY. Kurz darauf regnet es immer wieder.

Sonntag, 16.Dezember 2012: Langkawi, Kuah – Insel Dayang Bunting, 11 sm

Es ist kurz nach 9h, als wir uns an Land begeben. Wir sind fast beim Steg, bleiben wir mit dem Dinghy im Schlamm stecken. Es ist Tiefstwasser und daran haben wir natürlich nicht gedacht. So, damit hätten wir den neuen Motor und die Schraube auch schon mit dem Meeresschlick bekannt gemacht. Wir schaffen es nicht, paddelnd zum Dinghysteg zu kommen, wir sitzen fest. Also machen wir einfach an einem anderen Steg fest.

Nun laufen wir zum Supermarkt „Billion“. Dort sind wir etwa um 9h30. Wir erfahren, dass die erst um 10h30 öffnen. Also laufen wir zum „Jetty Point“ wo die grossen Fähren anlegen. Wir schauen uns ein wenig das Treiben an, suchen eine Geldmaschine, trinken beim KFC eine Cola und laufen wieder zum „Billion“ zurück. In der Lebensmittelabteilung treffen wir auf Karen und Frank, die Australier von der „Kokomo V“. Sie sind immer noch in der Rebak Marina mit ihrem Schiff, haben aber für heute ein Auto gemietet.

Wir laufen zurück zur MABUHAY und fahren sofort los zu den südlicheren Inseln, die wir noch ein wenig erkunden wollen. Es ist drückend heiss. Um 15h ankern wir und baden sofort im herrlich grünen Meer. Ab 16h regnet es immer wieder, aber zum Glück, ohne Blitz und Donner.

Montag, 17.Dezember 2012: Langkawi, Dayang Bunting – hinter Insel Gubang Darat, 1,5 sm

Die halbe Nacht hat es mit heftigen Fallwinden geblasen. Der Morgen ist stark bewölkt und wir schlafen sehr lange. Gegen 10h45 setzen wir uns ins Dinghy und fahren zum Steg, wo die Touristenboote, alle mit 200 PS Aussenbordern, ihre Gäste ausladen. Im Moment ist fast noch Ebbe und wir müssen durch den Schlick paddeln um an Land zu gelangen, dabei bricht sich Paul fast noch die Knochen. Wir wollen zum Süsswassersee, der sich auf der Insel Dayang Bunting befindet. Wir laufen, zusammen mit Hunderten von Asiatischen Touristen einen gut ausgebauten Betonweg viele Treppen hinauf und hinunter. Wir, die weissen Langnasen sind eher selten. Aber die vielen frechen Affen sind auch hier wieder anzutreffen.

Der See ist nicht überwältigend, aber scheinbar eine grosse Touristenatraktion. Er entstand nach dem Einsturz einer riesigen Kalksteinhöhle und ist durchschnittlich 14 m tief. Man kann eine Schwimmweste mieten und im See baden oder ein Solarpedalo ausleihen und damit ein paar Runden auf dem See drehen. Wir setzen uns auf den Steg und halten die Füsse ins Wasser. Sofort kommen schwarze Fische mit „Schnäuzen“, wuseln um unsere Füsse und kitzeln uns dabei.

Nach 1½ Stunden sind wir wieder auf der MABUHAY. Nach dem Mittagessen verlegen wir uns um 1,5 sm hinter die winzige Insel Gubang Darat, wo es nicht mehr so heftige Fallböen hat. Hier sind wir ganz alleine.

Abends hören wir zum ersten Mal dieses Jahr eine Weihnachts-CD, „Weihnachten auf hoher See“, von Sylter Shanty-Chor. Es ist ein wunderschöner Abend mit einem feuerroten Sonnenuntergang.

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