Samstag, 2. März 2019: Mhamid
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Mein „Sidi“ fährt sehr gerne mit unserem BONSAI, trotzdem machen wir heute einen Ausflug mit Chauffeur. So kann auch er einmal nur sitzen und die Fahrt geniessen. Um 10h werden wir von Mohammed (27), dem Cousin von Kalifa und Abdou (Campingplatzbesitzer), mit dem Toyota 4x4 abgeholt. Wir rumpeln und holpern mit ihm 60 km über steinige „Strassen“ und später über Sandpisten. Bei einer schönen Oase machen wir einen kleinen Halt, um die Beine zu vertreten und Mohammed zum telefonieren. Im Oasen-Brunnen hat es ganz viele Frösche.

 

L’Oasis sacrée d’oum Lâalag liegt 50 km südwestlich von M'hamid an der alten Piste nach Timbuktu, wenige Kilometer vor der algerischen Grenze.

Die Oase ist etwa 15 Hektar gross und gilt als heilig, weil sie den kostbarsten Reichtum der Wüste hat: Wasser. Die Quelle wird nach einem alten Volksglauben von einer schützenden Seele bewohnt. Es gibt in der Umgebung Dorkasgazellen, Afrikanische Strausse, Mähnenspringer, Oryxantilopen, Hyänen und Kragentrappen.

 

Nach ziemlich genau 2 ½ Stunden sind wir im Camp, beim Erg Chegaga wo es zuerst einen Tee und Erdnüssli gibt. Danach laufen Paul und ich zu den Dünen und machen ein paar Fotos.

 

Die Sandwüste des Erg Chegaga ist – noch vor der des Erg Chebbi bei Merzouga – die grösste in Marokko.

Das etwa 150 km² grosse Gebiet der maximal etwa 80 bis 100 m hohen Sanddünen (uns hat man gesagt die seien 300m hoch!!!) des Erg Chegaga befindet sich etwa 60 km westlich von M’hamid, unweit der nicht exakt definierten, aber mit Grenzzaun befestigten Grenze zu Algerien. Die menschenleere Region ist am schnellsten mit einem Geländefahrzeug, mit einem Kamel und in Begleitung eines ortskundigen Führers zu erreichen.

Die Sandwüste des Erg Chegaga ist weitaus ursprünglicher als die des Erg Chebbi. Da sie bis ungefähr 1990 in einer militärischen Sperrzone lag, wurde sie seltener von Touristen besucht.

 

So gegen 13h30 gibt es für uns Mittagessen. Es sind 35° hier. Wir sind die einzigen Gäste im ganzen Camp. Das Essen besteht aus einer grossen Platte mit sehr reichhaltigem Salat. Dazu gibt es Poulet in kleinen Stückchen, Fladenbrot und zum Dessert Orangenscheiben. Alles prima, nur leider, leider haben wir vergessen dem Koch mitzuteilen, dass Paul keinen Koriander essen kann. Alles ist sehr üppig mit frischem, grünem Koriander bestreut. Paul dreht es fast den Magen um! Ich teile dem Mann, der uns bedient mit, dass Paul nichts essen kann. Er schlägt vor, für Paul einen neuen Salat, ganz ohne Koriander zu machen. Und nun ist auch Paul zufrieden und geniesst sein Mittagessen. Das Essen ist gut, aber viel zu viel und wir geben mehr als die Hälfte unberührt wieder zurück.

Kurz nach 14h15 fahren wir die 60 km wieder zurück, diesmal auf einer anderen Piste. Die Fahrt ist sehr schön aber auch ziemlich ermüdend. Um 16h15 sind wir zurück auf dem Campingplatz. Versprochen hatten die Schlitzohren uns, der Ausflug dauere bis 18 h !!! Aber trotzdem war es sehr schön und wir haben die Wüstenfahrt genossen.

Blick von unserem Campingplatz
wir machen einen Ausflug in die Wüste
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