Freitag, 15. März 2019: Bab-Berred - Chefchaouen im Rif-Gebirge, 67,6 km
86 Views

Gestern Abend hatten wir plötzlich keine Internet-Verbindung mehr. Kann das vielleicht am dichten Nebel liegen??? Wir haben sehr gut und sehr lange geschlafen bei der Tankstelle, neben einem Lastwagen. Es hat zum Glück keinen Nebel mehr, die Sonne scheint herrlich vom blauen Himmel.

Um 9h45 kurven wir weiter. Seit Fès haben wir nur einen einzigen Camper, einen Franzosen gesehen. Diese Strecke scheint wirklich keine Camper-Touri-Strecke zu sein. Aber die Landschaft ist einfach umwerfend schön! In Bab-Taza kaufen wir ein riesiges Fladenbrot. Punkt 12h 00 sind wir in Chefchaouen (meine Eselsbrücke für dieses Wort ist „Chef schauen“). Wir parkieren auf einem enorm schmutzigen Parkplatz, der für die ganze Nacht 25 Dirham (2.50€) kostet. Der Besitzer wollte zwar 40 DH haben, ist aber dann mit 25 DH einverstanden. Am Nachmittag laufen wir in die Altstadt. Wir wollen uns doch diese schöne „Blaue Stadt“ anschauen.

Die blaue Farbe der Häuser, so sagen die Einheimischen, soll vor bösen Blicken schützen. In ganz Chefchaouen stösst man auf wunderschön verzierte Türen, Fensterrahmen und Treppen. An jeder Ecke wartet ein neues Fotomotiv auf mich. Wir schlendern gemütlich durch die engen Gassen der Medina. Hier in dieser Stadt sind sogar die Taxis blau, wenn wundert es?

 

Chefchaouen, Chaouen (Aussprache Šafšāw(a)n) ist eine nordmarokkanische Stadt mit etwa 45.000 Einwohnern in der Region Tanger-Tétouan-Al Hoceïma.

Chefchaouen liegt im nordwestlichen Rif-Gebirge in einer Höhe von etwa 560 bis 600 m. Das Klima ist gemässigt bis warm; Regen (880 mm/Jahr) fällt nahezu ausschliesslich im Winterhalbjahr.

Chefchaouen war und ist eines des Zentren des von offizieller Seite zwar verbotenen, aber insgeheim vielfach noch geduldeten Haschisch-Anbaus in Marokko. Dies zog seit den 1960er Jahren viele westliche Aussteiger und Hippies an, denen seit den 1980er Jahren auch abenteuersuchende Individualreisende folgten. Heute kommen auch zahlreiche Gruppenreisende (meist Durchreisende oder Tagesausflügler) in die Stadt.

Die gesamte Altstadt mit ihren reizvollen engen Gassen, kleinen Plätzen, blau- und weissgetünchten Häusern lädt zum Spazieren ein. Die blaue Farbe soll vor dem Bösen Blick schützen.

Die aus Stampflehm erbaute Alcazaba mit ihrem Garten kann besichtigt werden. Ihre Räume beherbergen einige Ausstellungsstücke zur Geschichte und Kultur der Stadt.

Chefchaouen ist ein kleiner Ruhepol in Marokko. Die verträumte Stadt im Rif-Gebirge überzeugt nicht nur mit ihren einzigartigen blauen Häusern, sondern auch mit einer Musse, die geradezu ansteckend ist.

Der Name Chefchaouen bedeutet „zwei Hörner“ und ist auf die zwei Bergspitzen des Rif-Gebirges zurückzuführen, die von der Stadt aus zu sehen sind. Jahrhunderte lang sah man Chefchaouen als heilige Stadt, was dazu führte, dass man seine aus dem Mittelalter entstammende Architektur erhielt.

in Chefchaouen, die Blaue Stadt
Kommentare
()
Einen neuen Kommentar hinzufügenEine neue Antwort hinzufügen
Ich stimme zu, dass meine Angaben gespeichert und verarbeitet werden dürfen gemäß der Datenschutzerklärung.*
Abbrechen
Antwort abschicken
Kommentar abschicken
Weitere laden
Im BONSAI-Camper unterwegs 0