Samstag, 29.Dezember 2012: Langkawi, Kuah
Ein schöner, sehr heisser Tag bricht an. Um 11h marschieren Paul und ich zum Chinesenladen wo Paul die 2 kleinen Blechschachteln mit Café-Crème Zigärrchen, inklusive Würmern gekauft hatte.
Die Chinesenfrau weiss sofort Bescheid, wusste also von dem Wurmbefall. Sie entschuldigt sich und Paul darf sich 2 andere Schachteln aussuchen, ohne Wurmlöcher.
Wir laufen weiter bis zum Jetty Point Fährhafen. Hier wollen wir heute ausklarieren. Der Zoll befindet sich wieder nicht da, wo wir mit Antje und Holger waren, sondern in einem anderen Büro. Aber wir müssen sowieso zuerst zum Hafenmeister in den 1.Stock. Ich muss zwei Formulare ausfüllen und das war's dann schon. Jetz gehen wir zum Zoll und bekommen eine Bescheinigung, dass wir die MABUHAY aus Malaysia ausführen. Auch hier ganz problemlos und schnell. Im dritten Büro finden wir die Immigration. Hier kommen die Leute aus Thailand an und jeder wird im Computer gecheckt. Wir müssen so lange warten, bis der Beamte alle Leute der ganzen Fähre aus Thailand bearbeitet hat und dann widmet er sich endlich uns. In der Zwischenzeit musste ich noch ein Formular ausfüllen. Der Beamte stempelt unsere Pässe und nun müssen wir „theoretisch“ in 24 Stunden Malaysia verlassen. Das alles kostet nichts.
Weil es unterdessen schon 13h geworden ist, essen wir bei „KFC“ gute Hühnerbeine und dazu eine Portion Pommes. Eine Glacé für unterwegs muss sein und wir laufen Glacé schleckend rüber zum Billion Supermakt.
Hier im Laden gemahnt mich mein Proviantmeister, als ich Tomaten, Gurken, Zwiebeln auswähle, nicht zuviel einzukaufen, wir sind ja schliesslich schon sehr bald in Thailand und dort können wir wieder einkaufen. Sagt's und packt 6 (sechs) Riesentüten Pommes Chips in den Einkaufswagen..... Männer! Zurück laufen wir durch den schönen Park, da ist es schattiger.
Auf der MABUHAY stelle ich dann fest, dass ich mir ein Loch in die Sohle der Croqs-Kopie gelatscht habe.
Abends kommen Antje und Holger zu uns an Bord, um die 6 (sechs) Riesentüten Pommes Chips
in den Griff zu kriegen, jetzt da wir keine Maus mehr haben, die uns dabei hilft.
Sonntag, 30.Dezember 2012: Langkawi, Kuah – Telaga, 18sm
Es ist total bewölkt, später abwechselnd bewölkt und sonnig, aber sehr schwülheiss. Wir heben den Anker in Kuah. Die Kette und der Anker sind total voller Schlick.
Zwischen 9h50 und 14h15 motoren wir zur Telaga Marina. Unser Platz dort ist reseviert und das Anlegen klappt mit Hilfe von zwei Marineros völlig problemlos und leise. Wir waschen sofort eine Maschine Wäsche und während die Maschine wäscht und Paul schon den Anker und die ganzen 80 m Kette auf den Steg legt, um alles gründlich zu waschen, gehe ich ins Marina-Büro um uns anzumelden. Obwohl in der Marina ziemlich viel Platz frei zu sein scheint, dürfen wir nur drei Tage bleiben. Die Fräuleins im Büro sind furchtbar kompliziert und umständlich, besonders am Telefon, wenn man einen Platz reservieren will. Sie versprechen abzuklären, ob ein Platz frei ist und dann zurückzurufen. Der Rückruf kommt aber nie!
Nachdem ich die Wäsche aufgehängt habe, fängt es an zu regnen. Na toll! Aber das ist mir jetzt egal, die Wäsche wird schon irgendwann mal trocken, und wenn es auch erst nächstes Jahr ist.
Montag, 31.Dezember 2012: Langkawi, Telaga Marina
Das ist wieder super! Kaum ist die Wäsche aufgehängt, regnet es auch heute wieder!
Wir gehen zur Petronas Tankstelle, direkt hier bei der Marina, und möchten 12 Liter Benzin und 11 Liter Diesel kaufen. Das ist ein Riesenproblem und fast unlösbar. An der Kasse sind zwei bekopftuchte Schulmädchen. Wir müssen sagen: wir möchten 12 Liter Benzin, die bezahlen und dann in einem neuen Akt das gleiche mit den 11 Litern Diesel machen, dann klappt es.
Weil Paul gestern bei der Fahrt nach hierhin, das Gefühl hatte, wir seien viel zu langsam, taucht er mit der Tauchermontur unter die MABUHAY und findet tatsächlich den Propeller voller kleiner Muscheln. Dabei waren wir doch in Kuah nur 10 Tage vor Anker. Er reinigt ihn und montiert noch eine neue Zinnanode. Die alte ist total verschwunden.
Es regnet trostlos fast den ganzen Nachmittag. Genau richtig zum Lesen und Faulenzen.
Um 19h, es regnet wieder leicht, laufen wir zum Restaurant „Mare Blu“, wo wir uns ein gutes Abendessen gönnen. Das kostet hier allerdings ein paar Ringgits mehr als bei den Strassenküchen. Aber es ist schliesslich auch nicht „nur“ ein Teller voll Nudeln, sondern Paul verdrückt eine zarte Lammkeule und ich ein Filet Mignon. Mmmm..., prima! Der Regen hat die Luft merklich abgekühlt, es ist nur noch etwa gefühlte 25° kalt. Ich bin froh um meine langärmlige Bluse. Um 21h sind wir zurück auf der MABUHAY und sitzen noch eine Weile gemütlich im Cockpit, bei Kerzenschein und einem „Goniäggli“ (Cognac). Inzwischen regnet es wieder. Um 22h sind wir im Bett. Gegen 23h30 fängt es heftig an zu blasen und um 24h sitze ich ganz alleine (Paul will schlafen) im Cockpit und schaue mir ein wunderprächtiges Feuerwerk an. Es sind sogar zwei Feuerwerke. Ein Kleineres kommt von den Restaurants, wo wir vorhin gegessen haben und das andere, grosse, vom teuren Hotel daneben. Die haben sich wirklich nicht lumpen lassen.



