Nach dem Besuch von Bodnath geht es weiter. Nun steigt ein Guide zu uns ins Auto. Er sagt, er spreche Englisch, aber wir verstehen kein Wort von dem, was er sagt. Beim „Durbar Square“, ein Platz mitten in der Stadt müssen wir schon wieder Eintritt bezahlen. Und diesmal ist es heftig: 750 Rupien/Person (7.50 Sfr.), was hier ziemlich viel Geld ist.
Das historische Herz von Kathmandu, ist der Durbar Square. Mehr als 50 Pagoden und Tempel säumen den Platz. Besucher, welche diese Hauptattraktion in Kathmandu besichtigen, sollten genügend Zeit einplanen, denn schon das bunte Leben auf dem Platz ist sehenswert. Nachdem alle wichtigen Götter des hinduistischen Kosmos ihren eigenen Tempel haben, bringen hier auch zahlreiche Gläubige ihre Opfer dar. Der autofreie Platz, wurde Mitte der 1970er Jahre von der UNESCO restauriert.
Wir schauen uns mehrere Gebäude an und klettern sogar bis in den 9.Stock eines Holzhauses hinauf. Oh je, mein Knie! Mich interessiert aber vor allem der Kumari Chok: der Palast der Kumari, einer "lebenden Göttin". Hier verlässt man den Durbar Square. Der Palasthof wird durch ein kleines holzgeschnitztes Tor betreten, das von zwei Löwen bewacht wird. Der Hof ist das Zentrum des Palastes, der mit tollen Holzschnitzereien ausgestattet ist.
Die Kumari gilt in Nepal als die Inkarnation der jungfräulichen Göttin und wird unter den kleinen Töchtern der Newar-Kaste ausgewählt.
Nach der Wahl lebt die Kumari hier im Palast und darf diesen nur 5 mal pro Jahr zu speziellen Festen verlassen. Sie wird dann in einem prunkvollen Wagen durch die Stadt gefahren.
Wenn die Kumari ihre erste Menstruation bekommt oder auf eine andere Weise Blut verliert, gilt sie als unrein und wird zurück zu ihrer Familie gebracht. Einen Mann findet eine ehemalige Kumari selten, da eine Legende besagt, das ein Mann der eine ehemalige Kumari heiratet, früh stirbt und der Familie Unglück bringt.
Wenn man Glück hat, zeigt sich die Kumari während der Besichtigung des Palastes in einem Fenster des Innenhofes. Das Fotografieren ist dann jedoch strengstens untersagt. Es gibt jedoch vor dem Palast Postkarten zu kaufen.
Hier beim Kumari Haus meinen wir die „Kumari“ an einem Fenster zu sehen, sind uns aber nicht sicher. Das ist alles sehr interessant und die Holzgebäude wunderschön geschnitzt, aber leider verstehen wir nicht sehr viel vom Hinduismus und von den Hintergründen. Unser „Guide“ folgt uns auf Schritt und Tritt, erklärt uns aber überhaupt nichts. Na ja, wir würden ja sein Englisch sowieso nicht verstehen. Um 13h teilen wir unserem Schatten (Guide) mit, wir hätten Hunger und Durst und wir wollen etwas essen. Er folgt uns in ein Café und wir essen ein Sandwich und trinken Iced Coffee. Zum Schluss fahren wir noch nach Patan. Auch hier gibt es einen Durbar Square mit wunderschönen alten, geschnitzten Holzhäusern. Eintritt 500 Rupien/Person (5.00 Sfr.). Zufällig geraten wir an einen Umzug mit lauter „Musik“. Unser „Guide“ sagt:„das ist eine Hochzeit.“ Aber wir sehen weit und breit kein Brautpaar und halten das Ganze für einen Parteianlass. Paul gibt einer älteren Frau, die Geld für Essen bettelt, ein ¼ Paket Toastbrot. Sie nimmt es zu unserem Erstaunen an. Nun geht es wieder zurück in die Stadt Kathmandu, zum Teil über ungeteerte Feldwege, mitten in der Stadt. Um 16h sind wir wieder in unserem Hotel (statt um 17h wie vereinbart).
Aber wir sind froh unseren unnützen Schatten los zu sein. Abendessen im Kevlari Restaurant. Paul Chow Mein, ich Chicken Curry und Reis. Puhhh sehr scharf!





















































