Donnerstag, 5.November 2015: Dubai
Wir erwachen um 9h und haben beide sehr gut geschlafen. Von unserem Zimmer im 7. Stock sehen wir bis zum Burj Khalifa. Per Metro (super!) fahren wir von unserer nahen Station „Al Ghubaiba“ zur „The Palm Jumeirah“ und zum Hotel Atlantis. „Die Palme“ müssen wir einfach sehen, wenn wir nun schon mal hier in Dubai sind, findet Paul. Von der Metrostation nehmen wir ein Taxi bis raus zum Hotel Atlantis, das sich zuäusserst auf der Palme befindet. Der Weg dort hinaus ist ganz schön lang, irgendwann fahren wir auch noch durch einen Tunnel. Beim Hotel Atlantis sind wir beide ziemlich enttäuscht. Das Hotel ist zwar gigantisch, aber: Zutritt nur für Hotelgäste oder man geht ins Aquarium oder in den Wasserpark, was wir beides nicht wollen. Von der „Palme“ sieht man eigentlich gar nichts.
Jumeirah ist eine niedrig bebaute Wohngegend in Dubai. Sie zieht sich etwa 10 bis 15 km vom Stadtzentrum Dubais nach Südwesten entlang dem schnurgeraden Sandstrand Jumeirah Beach.
Jumeirah gilt als die teuerste Wohngegend Dubais. Bis vor wenigen Jahrzehnten wohnten dort nur einheimische Fischer; heute besteht das riesige Areal zum grossen Teil aus grosszügig gebauten Bungalows und wird vornehmlich von reichen Einheimischen und europäischen Gastarbeitern bewohnt.
ATLANTIS, THE PALM – EINZIGARTIG, FASZINIEREND, SPEKTAKULÄR
Wie ein majestätisches Tor erhebt sich die Hotelanlage Atlantis auf der Palmeninsel Dubais. Das Luxus-Resort liegt auf einer der grössten von Menschen erschaffenen Halbinseln der Welt und zählt seit 2008 zu einem der Wahrzeichen Dubais.
Gespickt mit Superlativen bietet dieses Urlaubsparadies mit 1.539 Zimmern und Suiten, dem eigenen Wasserpark „Aquaventure“, 20 Restaurants und Bars sowie einem riesigen Wellness-Bereich die komplette Infrastruktur einer Kleinstadt in einem Resort.
„, The Palm Jumeirah“ und „The Palm, Jebel Ali“sind zwei künstliche Inselgruppen, die seit 2001 in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, gebaut werden.
Bislang ist nur „, The Palm Jumeirah“ bebaut und befahrbar, hingegen ist bei „The Palm, Jebel Ali“ nur die Landgewinnung abgeschlossen. Die ursprünglich geplante dritte Insel „The Palm, Deira“ wurde während der Landgewinnung eingestellt und in eine kleinere Inselgruppe umgestaltet.
„The Palm, Jumeirah“ wurde in Form einer Palme angelegt. Der „Palmenstamm“ ist 4 km lang. Diese Projekte werden durch eine topografische Besonderheit möglich: Da der Kontinentalschelf am Persischen Golf weit ins offene Meer reicht, ist die Wassertiefe vergleichsweise gering. Die Inseln bestehen mindestens aus rund 100 Millionen Kubikmeter Fels und durch ein spezielles Rüttelverfahren verdichtetem Meeressand. Allein „The Palm, Jumeirah“ verlängert die Küstenlinie Dubais um ca. 100 km.
Beide Palm Islands sind im Besitz von Nakheel, der staatseigenen Entwicklungs- und Baugesellschaft. Der Gründer der Kabul Bank, Sherkhan Farnud, investierte etwa 160 Millionen Dollar in 35 Luxusvillen auf den Inseln.
Entwicklung und Vermarktung
Auf Palm Jumeirah wurden auf den schmalen Wedeln einige tausend Villen und Ferienhäuser gebaut, auf dem breiteren Stamm entstanden mehrere Wohnblocks und etwa 30 grössere Hotels. Die Immobilien auf Palm Jumeirah unterscheiden sich thematisch und architektonisch; es sind Villen in mehreren internationalen Stilrichtungen zu erwerben.
Die Kosten für den rohen Bau der Insel werden mit 1,5 Milliarden US-Dollar beziffert. Die Gesamtkosten einschliesslich aller Verkehrs- und Hochbauten lassen sich nur grob mit etwa 10 Milliarden US-Dollar veranschlagen. Bereits im Dezember 2006 waren die ersten Apartments im Bereich des „Stammes“ bezugsfertig; im November 2008 zelebrierte man die offizielle Eröffnungsfeier der Insel, die allein 20 Millionen US-Dollar kostete.
Kritik, Probleme
Sowohl Umweltschützer als auch Investoren kritisieren die mangelnde Wasserzirkulation im Bereich der Inseln. Probleme traten nach der Errichtung der ersten Palme (Palm Jumeirah) durch die fehlende Wasserzirkulation zwischen den aufgeschütteten „Palmwedeln“ sowie der veränderten Wasserzirkulation entlang der nun abgeschnittenen Küstenlinie auf. Unterstützt durch die hohen Temperaturen in dieser Region kam es zu Algenbildung mit trübem Wasser. Dies versuchte man anschliessend mit zusätzlichen Drainagen zu bekämpfen, was jedoch nur teilweise gelang. Zusätzlich unterbrach man den als Wellenbrecher gedachten Kreis um die Palme auf beiden Seiten, um durch die Gezeiten den Wasseraustausch zu verbessern.
Kritiker erwarten zudem Verkehrsprobleme, sobald die Palmeninseln voll besiedelt sind; so werden sich auf den nur 560 Hektar Fläche der Palm Jumeirah bei Vollauslastung aller Einrichtungen 50.000 bis 60.000 Menschen drängen. Das entspräche nahezu der Belastung von innerstädtischen Quartieren. Die Zu- und Abfahrt erfolgt jeweils über den Stamm der Palme, die im Früh- und Abendverkehr auch aufgrund der Einmündung in die Sheikh Zayed Road zu umfangreichen Staus führen könnte.
Weitere Kritik bezieht sich auf die mangelhafte Urbanität und den kaum vorhandenen öffentlichen Raum der Palm Jumeirah. So erscheint vielen Betrachtern die serielle Bebauung auf dem Stamm mit immer gleich aussehenden Apartmenthäusern als zu eintönig und die nur kurzen Durchblicke zur Küste als unzureichend. Die hochragende Bebauung sei zu sehr auf Geländenutzung konzentriert, es fehle jeder optische Reiz. Auch auf den einzelnen Palmblättern sei die private Grundstücksnutzung bis zum äussersten ausgereizt worden, und öffentlich erreichbare Punkte auf den meist mit Schranken abgetrennten Strassen sind nicht vorgesehen.
Wir halten uns nicht sehr lange auf und fahren mit der Dubai Monorail, zurück. Von dieser Hochbahn aus sieht man ein bisschen mehr von dieser berühmten „Palme“, aber auch nicht besonders viel. In der Bahn lernen wir Chris aus London und die Iranerin Amadi (sie wohnt seit 20 Jahren mit ihrer Familie in Abu Dhabi) kennen. Beide sind sehr nett und wir haben es zusammen sehr lustig. Gemeinsam suchen wir den Weg vom Monorail durch das Parkhaus zur Tramstation. Chris kann es nicht glauben, dass die reichen Ölscheichs durch das Parkhaus zum Ausgang laufen müssen! Mit dem Tram fahren wir zur Metrostation Dubai Marina, wo wir in die Metro umsteigen , um zurück in die Stadt zu kommen. Unterwegs steigt Amadi aus.
Das berühmte Burj el Arab Hotel sehen wir nur von Weitem aus dem Bus oder der Metro.
Das Burj al Arab, „Turm der Araber“ ist eines der luxuriösesten und teuersten Hotels der Welt. Mit einer Höhe von 321 Metern ist es das vierthöchste Hotelgebäude der Welt und ein Wahrzeichen der Stadt Dubai. Aufgrund der segelförmigen Kubatur und seiner ausgesetzten Lage ist dieses Gebäude unverwechselbar. Ausdrücklicher Wunsch der Bauherren war es, eine Architekturikone zu schaffen, die ein Identifikationsmerkmal für Dubai wird. Der Entwurf hat die Form des Segels einer modernen Yacht und soll die Vergangenheit als Seehandelszentrum sowie die Zukunftsorientierung Dubais symbolisieren.
Mit dem Bau wurde 1994 begonnen; zunächst wurden rund 2 Jahre benötigt, um die künstliche Insel belastungsfest anzulegen, der eigentliche Bau dauerte bis 1999.
Das Hotel ist bis zur Spitze mit seiner Höhe von 321,25 Metern etwas niedriger als der Eiffelturm (324 Meter). Seine Stützpfähle gehen bis zu 45 Meter unter den Meeresgrund, um eine sichere Gründung zu gewährleisten. Für das eigentliche Gebäude wurden 70.000 Kubikmeter Beton, 43.000 Quadratmeter Glas, 9.000 Tonnen Stahl, 13.000 Kubikmeter Carrara-Marmor, 12.000 Kubikmeter brasilianischer Granit, 32.000 Kubikmeter italienisches Mosaik und 8.000 Quadratmeter Blattgold verwendet.
Das Design des Turmes in Form eines Segels wird durch den im 28. Stock zur Landseite angebrachten Hubschrauberlandeplatz (210 Meter) und das in 200 Meter Höhe zur Seeseite abstehende Restaurant ergänzt.
Im Bus, Tram, Metro bekomme ich, auch in überfüllten Wagen, immer sofort einen Sitzplatz von jemandem angeboten. Ich finde das zwar sehr toll, aber sooo gebrechlich sehe ich doch (noch) nicht aus, oder? Um 14h sind wir zurück beim Hotel.
Um 15h15 werden wir abgeholt für eine Jeeptour in die Wüste. Paul war gar nicht erfreut, als ich ihn gestern Abend damit überraschte...!
Nur, so heisst unser Fahrer, fährt mit uns ca. eine Stunde raus aus der Stadt. Mit uns sind Juliane und René aus Hannover im Auto. Nach einem kurzen Pipistopp geht es zu einem Treffpunkt von etwa 50 Jeeps!!! Oder sind es noch mehr? Hier warten wir ziemlich lange, bis alle Autos eingetroffen sind. Unterdessen lassen die Fahrer den Druck in den Reifen von 3 Bar auf 1.5 Bar ab. Unser „Jeep“ ist ein Toyota Landcruiser. Nun geht es endlich los und wir brettern etwa eine halbe Stunde lang durch die Wüste, Dünen rauf und Dünen runter. Mensch, das fetzt aber, das ist richtig „action“! Danach gibt es einen Stopp in der Wüste zum Sonnenuntergang und anschliessend geht es zum „Camp“. Hier gibt es Tee, Kaffee, Wasser, Cola usw. und wer will bekommt einen feinen Döner. Man kann eine (winzigkleine) Runde Kamel reiten, mit einem Board die Dünen herunterrutschen, sich mit Henna verschönern lassen, oder einfach nur entspannen. Vor dem Abendessen tanzt ein Mann, bis uns nur vom Zuschauen ganz schwindlig wird. Das Abendessenbüffet ist sehr gut und prima organisiert. Wir vier haben Tisch 31. Nach dem Essen sitzen wir gemütlich bei einer Shisha (Wasserpfeife) auf den Kissen und schauen von hier aus einer Bauchtänzerin zu. Viel zu schnell müssen wir leider um 20h30 wieder aufbrechen um zu unseren Hotels gefahren zu werden. Um 21h40 sind wir wieder im Hotel Ambassador. Unterwegs erfahren wir von Nur, unserem Chauffeur, dass die LKW's nur in der Nacht fahren dürfen. Sonst wären die Staus in der Stadt noch viel schlimmer. Schön war dieser Ausflug mit Juliane und René!
Und sogar Paul hat es prima gefallen in der Wüste!!!















































