Indonesien: „Sabang Marine Festival“, 13.12.2015, Teil 2
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Sonntag, 13.Dezember 2015: Sabang, 7,4 sm

In der Nacht hat es megaheftig geschüttet.

Es ist 8h45 als wir den Anker heben und Richtung Lhok Weng westwärts motoren. Hier, in diesem unbewohnten Lhok Weng entsteht eine neue Marina und deshalb sollen wir dorthin kommen. Wir sind 4 Boote. 18 waren angemeldet!!! Die Einfahrt zu den Stegen ist sehr schlecht markiert und wir befürchten sehr, das Riff zu touchieren. Gestern bei der Besichtigung hatte man uns gesagt, dass wir hier ankern würden. Heute kommen wir an und müssen uns an den Stegen, die wild schaukeln, festmachen. Keines der 4 Boote ist darauf vorbereitet und keiner hat Leinen zur Hand um an den Klampen festzumachen. Wir sind alle total überrascht und dazu bläst es inBöenwie verrückt. Aber schlussendlich liegen alle an den Stegen. Während wir auf die Tanzvorführung von 60 (!!!) jungen Leuten in ihren Trachten warten, wird überall gefilmt und fotografiert. Es hat massenhaft Leute in ihren schmucken Uniformen und mit guttönenden Titeln. Bei uns kommt die Polizeichefin von Sabang (51 Jahre alt, Chefin über 220 Polizisten, davon 12 Frauen) zu uns an Bord und schaut sich die MABUHAY an. Sie heisst Nur May, weil sie im Mai geboren wurde. Am meisten beeindruckt sie unser Kühlschrank. Zum Dank, schenkt sie mir einen Ring mit einem grünen (ich mag KEIN grün!), imposanten Stein aus Banda Aceh. Jetzt findet eine ganz tolle Tanzvorführung der jungen Leute statt. Auf dem Hauptsteg und jedem Seitensteg stehen die Tänzerinnen und Tänzer. Die Stege schaukeln wie wild hin und her. Man sieht den armen Mädchen an, wie mühsam sie sich beherrschen müssen, um nicht einfach ins Wasser zu kotzen! Die Tänze sind ewig lang und während eines Liedes müssen sie ganz still da stehen. Die Vorführung ist wunderschön! Beim letzten Ton des Schlussapplauses fällt das Mädchen an unserem Steg, direkt neben der MABUHAY einfach stillschweigend um. Sie wird von zwei Sanitätern aufgehoben und weggetragen. Nach ein paar Salutschüssen (die Marina ist jetzt eingeweiht, aber längst noch nicht fertig!) werden wir in drei Schiffen nach Iboih gefahren. Unsere Schiffe bleiben an den Stegen. Wir sitzen mit der Polizeichefin im Polizeiboot. In Iboih essen wir alle zusammen in einem Restaurant zu Mittag. Reis, Thunfisch (hot), Huhn (hmmm), Gemüse an einer Erdnusssauce (hmmmmmm!), Gurkenscheiben, Rüebli, Bohnen, Salatblätter, Melonen.

Nach dem Mittagessen wird ziemlich gestresst (warum eigentlich?) und wir werden per Polizeiboot wieder zu unseren Schiffen gebracht. Jetzt fahren wir mit der MABUHAY wieder zurück vor die Stadt Sabang. Wir nehmen Werner von der „Thalassia“ mit zurück. Er hat Probleme mit seinem Motor und ist ohne sein Schiff hierher gekommen. Werner ist Deutscher, hat aber einen kanadischen Pass.

Von etwa 15h bis 19h haben wir „frei“. Danach Abendessen und Abendunterhaltung. Wir besuchen ein Openair Konzert am gleichen Ort wie gestern Abend. Es ist zwar schön, aber doch sehr laut, für unsere doch schon etwas älteren Ohren. Eine Gruppe Mädchen und später eine Gruppe Knaben zeigen uns „traditionelle Tänze“, wo es vor allem um die Koordination von Händen und Füssen geht. Ganz toll! Um 23h30 werden wir im Bus zurück zu unseren Dinghys gefahren.

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