Freitag, 13. Januar 2017: Richards Bay - Durban
Es ist kurz vor 9h als alle ihre Habe eingepackt haben und wir per Mietauto nach Durban starten.
Mit dem iPad lotst Paul unseren Chauffeur Marcus souverän zum "Moses Mabhida Stadium". Wir kommen genau richtig zur 11h Führung durch das Fussball-WM-2010-Stadion.
Moses-Mabhida-Stadion
Fussball-Weltmeisterschaft 2010
Adress: 44 Isaiahntshangase Road, Durban, Südafrika
Eigentümer: South African Football Association
Eröffnung: 28. November 2009
Kosten: 1,8 Milliarden ZAR (ca. 150 Millionen €)
Architekten: gmp – Gerkan, Marg und Partner (D) und Ibola Lethu Architects (SA)
Kapazität: 56.000 Plätze (aktuell), 69.957 Plätze (2010), erweiterbar auf 80'000 Plätze.
Das Moses-Mabhida-Stadion ist ein Fussballstadion im südafrikanischen Durban. Das Stadion hatte eine Gesamtkapazität von rund 70.000 Zuschauern und war damit die zweitgrösste der fünf neu gebauten Fussballarenen der Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Nach der WM 2010 wurde die Kapazität auf 56.000 Zuschauer reduziert, indem der dritte Rang auf der Haupt- sowie der Gegentribüne zurückgebaut wurden. Für grosse Veranstaltungen wie Olympische Sommerspiele liesse sich das Platzangebot wieder auf 65.000 oder auf 80'000 erhöhen.
Geschichte
Die Sportstätte liegt auf einer erhöhten Plattform unweit des Indischen Ozeans. Das neue Stadion wurde direkt neben dem alten Kings-Park-Stadion errichtet.
Zunächst war die Anlage nach dem Zulu-Häuptling Senzangakhona (King-Senzangakhona-Stadion) benannt, einem Gründer der Zulu-Nation, wurde aber noch in der Bauphase nach dem kommunistischen Politiker Moses Mabhida (1923–1986) umbenannt.
Das Moses-Mabhida-Stadion ist eines von drei Stadien, das von dem Hamburger Architektenbüro Gerkan, Marg und Partner (gmp) für die Fussball-Weltmeisterschaft 2010 entworfen wurde. Es dient nicht nur als WM-Spielort, sondern ist durch seine umliegenden Grünflächen ein wichtiger Teil des kulturellen und sportlichen Lebens in der Region KwaZulu-Natal.
Die Stadt Durban war in diesem Projekt Bauherr und wurde durch die afrikanische Baufirma BKS Group vertreten. Die Firma Pfeifer Seil- & Hebetechnik aus Memmingen wurde als Generalunternehmer für die gesamte Dachkonstruktion beauftragt.
Das Stadion, scherzhaft „fleischfressende Blume“ genannt, gilt nun als Wahrzeichen von Durban. Mit bereits beim Bau eingeplanten Attraktionen wie Bungeespringen und dem „Skycar“, einer Bahn, die zu einer Aussichtsplattform auf dem Träger fährt, versucht man, die jährlichen Millionenverluste nach der WM zu dämpfen.
Daten über den Bau: Einer der baulichen Höhepunkte ist der 2700 Tonnen schwere Stahlbogen (66 Elemete), der sich in 106 Metern Höhe über das Stadion spannt. Er wurde bei der Firma Eiffel Deutschland Stahltechnologie in Hannover gefertigt und in Einzelteilen per Schiff nach Durban gebracht die Montage erfolgte durch ein schweizerisches Familienunternehmen. Der Bogen teilt sich an seinem höchsten Punkt in zwei sogenannte Spliced Arches und spiegelt somit die Trennung und Versöhnung der Völker Südafrikas wider. Mit einer Seilbahn wird Besuchern die Gelegenheit gegeben, vom Scheitelpunkt des Bogens auf einer Aussichtsplattform einen Blick über die Stadt und den Indischen Ozean zu werfen. Am Bogen ist ein 750 Tonnen schweres Seiltragwerk befestigt, das mit einer gesamten Seillänge von rund 18 Kilometern die Verbindung zum ovalen Druckring herstellt. Der sogenannte Compression Ring und seine 52 tragenden Stahlstützen haben ein Eigengewicht von weiteren 2800 Tonnen Stahl und bilden den statischen Ausgleich der entworfenen Dachkonstruktion.
Der gesamte Stadionkomplex besteht aus 190.000 Tonnen Beton, wobei ein Parkhaus mit 10.000 Parkplätzen inbegriffen ist. Die 46.000 m² grosse Dachkonstruktion schützt die Fans vor Regen und Sonne, während die Anordnung der Ränge eine ungehinderte Sicht auf das Spielfeld ermöglicht. Das Spielfeld ist nicht überdacht. Das Moses-Mabhida-Stadion in Durban bot während der WM 2010 65.000 Zuschauern auf drei Rängen Platz. Der VIP-Bereich ist mit Foyer, VIP-Club und 150 VIP-Logen konzipiert. Nach der WM kann die Kapazität je nach Veranstaltung zwischen 50.000 und maximal 80.000 variiert werden.
Wir sehen den VIP-Bereich, die Umkleidekabinen der Mannschaften und deren Dusch-und Baderäume. Zum Schluss dürfen wir den "heiligen Rasen" und das ganze Stadion von innen sehen. Das Ganze ist schon beeindruckend. Die Führung hat eine Stunde gedauert und jetzt haben wir alle vier Hunger. Marcus chauffiert uns ca. 20 km weiter in einen Aussenstadtteil von Durban, zu einem "Grillrestaurant".
Hier suchen wir in der vergitterten Metzgerei das Fleisch aus, das uns gelüstet, bezahlen es nach Gewicht und Jessi bringt das Brett mit dem ganzen Fleisch zum Grill. Nachdem das Fleisch gegrillt ist, wird es zu uns an den Tisch gebracht. Jetzt isst jeder, ohne Besteck, von dem Fleisch auf dem Brett, soviel er mag oder was er ausgesucht hat. Dazu gibt es "nichts", kein Brot, keine Kartoffeln, keinen Reis, keinen Salat oder Gemüse. Es gibt nur eine Schüssel mit Chlorwasser, um sich nach dem Essen die Hände zu waschen. Mmm, ungewohnt, aber unser Fleisch und die Bratwurst sind prima, nur die Leber ist nicht durchgebraten, auch nicht als Marcus sie nochmals zum Grillen bringt. Zum Dessert gibt es für alle eine Magnum Glacé. Während wir hier essen, putzt ein junger Mann unser Auto tiptop sauber, ohne von uns einen Auftrag erhalten zu haben. Wir befürchten, nachher keine Räder mehr zu haben, aber alles ist in bester Ordnung und der Mann bekommt sein Trinkgeld.
Weil wir noch genug Zeit übrig haben, machen wir einen Besuch in einer riesigen Shopping Mall. Unterwegs sehen wir elende Slumquartiere, wo die Leute in traurigen Blechhütten wohnen. Was für Gegensätze! In der Shopping Mall schlurmen wir nur so herum, ohne wirklich etwas zu kaufen, ausser Schmerztabletten für Marcus' Rücken. Als wir aus der Mall kommen, regnet es. Gegen 16h30 sind wir am Flughafen, um Jessi und Marcus abzuliefern. Die zwei Reisenden ziehen sich noch auf dem Parkplatz um, zwängen sich sehr ungern wieder in Jeans und Schuhe. Ihr Flug geht um 19h10 und wir verabschieden uns, sehr traurig, von den beiden. Wir, Paul und ich fahren im Nieselregen zurück nach Richards Bay. Im Porky's essen wir einen Salatteller. Als wir wieder auf der MABUHAY sind, merke ich, dass ich meine Tasche irgendwo habe liegen lassen. Wir ziehen uns nochmals an und wagen uns wieder hinaus in den Regen. Meine Tasche hängt zum Glück immer noch an der Stuhllehne, wo ich sie hin gehängt hatte. Uff, da sind unsere Pässe drin!!!
































