Freitag, 1. März 2019: Foum Zguid – Mhamid, 216,9 km
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Heute Morgen nervt uns Rachid ein wenig. Er kommt viermal und klopft an unseren Bus. Wir sind noch im Bett. Als wir endlich aufstehen, will er uns Brot geben, das wir gar nicht bestellt haben. Wir lehnen dankend ab. Wir bezahlen 80 Dirham (8 €) für den Campingplatz und gegen 10h fahren wir los.

Wir fahren durch ein breites Tal mit vielen Gemüseplantagen.Und was wir hier absolut nicht erwartet hätten: Plastik ist auch hier in die Oasen-Plantagen eingezogen. Paul meint, unter dem Plastik sei bestimmt Koriander…! Wir halten an und ich spreche mit einem Gemüsebauern. Es ist Kürbis, was hier in grossen Mengen angepflanzt wird. Er sagt mir, in zwei Monaten seien die Kürbisse 20 kg schwer. Ich kann das kaum glauben, jetzt sind erst gelbe Blüten da und hie und da ein winziges Kürbislein. Übrigens sind alle Marokkaner, mit denen wir es bis jetzt zu tun hatten sehr nett und freundlich.

Später hat es wieder nur Sand und Steine, Mondlandschaft. Es hat fast keinen Verkehr und nur ganz selten ein Dorf. In Zagora biegen wir nach rechts ab und fahren noch 90 km weiter bis nach Mhamid. In Tagounite tanken wir den BONSAI wieder voll (à 9.64 Dirham = 0.964 €). Wir kommen an verschiedenen Oasen vorbei. Es ist schon beeindruckend, wie grün die Wüste sein kann, wenn Wasser vorhanden ist!

 

M’hamid El Ghizlane (Zentralatlas-mazirisch ⵜⴰⵔⴰⴳⴰⵍⵜ Taragalt, arabisch= Ebene der Gazellen‘), meist nur M’hamid genannt, ist eine kleine Oasenstadt im Süden Marokkos mit etwa 7.500 Einwohnern.

M’hamid liegt am – hier und in seinem weiteren Verlauf nur noch äusserst selten wasserführenden − Wadi Draa in einer Höhe von etwa 500m ü. d. M. und etwa 24 Kilometer von der Grenze zu Algerien entfernt, am Rand der Sahara.

 

Kurz nach 14 h sind wir in Mhamid, im Camping „La Boussole“, dem letzten Camp vor der Wüste. Es sind nur noch zwei Franzosen da, einer auch wie wir mit einem kleinen Kastenwagen. Kalifa, einer der beiden Brüder, die den Camping führen, zeigt uns alles Wichtige und wir trinken bei ihm noch Tee und Kaffee. Danach laufen wir ins Dorf Mhamid und schauen uns dort um. Auch dort trinken wir nochmals Tee und Kaffee und kehren dann wieder zurück zu unserem BONSAI. Es ist sehr heiss, im Camper haben wir 30°! Zum Abendessen gibt es die Suppe von Rachid. Die Suppe ist zwar längst nicht so gut wie die Tajine von gestern, aber wir essen sie trotzdem.

in Mhamid
in Mhamid
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