Sonntag, 11.2.2018: San Sebastián
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Nach dem Frühstück, nehmen wir unser Mietauto und fahren nach La Dama.

Das an der Steilküste im Südwesten der Insel gelegene La Dama ist bekannt als wichtigster Obstproduzent La Gomeras dank seiner fruchtbaren Böden. Der etwas abgelegene Ort ist über eine schmale Asphaltstrasse erreichbar.

La Dama liegt inmitten einer kargen Landschaft und dennoch gehört die Gegend zu den Ertragreichsten der Insel.

Der Anblick der vielen Gewächshäuser, Plantagen und riesigen Wasserspeicher überrascht angesichts der ausgedörrten Umgebung.

Doch man weiss hier die Bewässerung richtig einzusetzen und so kommen von La Dama jährlich köstliche einheimische Bananen, Ananas und vor allem die beliebten Avocados.

Von hier fahren wir weiter, wieder steil hinunter ans Meer, in die Bucht La Rajita.

Dies ist eine Ruheoase umgeben von den Ruinen vergangenen Glanzes. Bis in die 80er Jahre wurde hier noch in einer Konservenfabrik der Fisch der Insel verarbeitet und bis hin zum spanischen Festland exportiert.

Die verlassenen Häuser zeugen heute von der Zeit, als hier noch ein Grossteil der Wirtschaft von La Gomera bestritten wurde.

Heute kommen hier vor allem Einheimische hin, meist in kleinen Booten, um einen ruhigen Nachmittag beim Fischen oder eine ganzes Wochenende zu verbringen.

Hier ist es sehr schön ruhig und sonnig. Wir sitzen lange da, essen unser „Restenpicknick“ und geniessen die warme Sonne.

Auf dem Rückweg machen wir einen kurzen Stopp in La Dama. Der Ort hat seinen ganz eigenen Charme, es gibt eine Bar wo wir einen Kaffee trinken, einen kleinen Supermarkt und eine Kirche.

Wir fahren wieder in die Berge des Nationalparks. Hier herrscht, wie jedes Mal wenn wir hier vorbeifahren, dicker Nebel, alles grau in grau. In San Sebastián ist es sonnig bis bewölkt.

Paul und Heinz holen in unserem Hotel unsere vier Zahnputzgläser, eine Flasche Weisswein und alle unsere Restvorräte. Beim Yachthafen setzen wir uns an einen Tisch verspeisen und trinken alle unsere Reste. Von 17h30 bis 19h00 müssen wir Siesta halten (Heinz hat entzündete Augen) und danach sind wir im Restaurant „Pincho Pincho“. Heute ist es schwierig ein Lokal zu finden, weil viele Restaurants wegen dem Carnaval geschlossen sind. Edith und Heinz erhalten zusammen eine Riesenplatte mit Fleisch, Paul eine gewaltige Platte mit Käse und Seranoschinken. Ich ein mit Käse überbackenes Schweinesteak mit Salat und „Papas arrugadas“ Mmmm, sehr fein!

 

Papas Arrugadas sind ein traditionelles Gericht auf den kanarischen Inseln. Es handelt sich um Salz-Schrumpelkartoffeln, die auf den Kanaren als Vorspeise oder als Beilage mit Mojo Verde (Knoblauchsauce mit Koriander) und Mojo Picon (Knoblauchsauce mit Chili) serviert werden.

Übersetzt bedeutet der Name einfach nur „faltige Kartoffeln“.

in La Dama
beim „Restenpicknick“
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