Sonntag, 24.Juni 2018: 24.Tag, Ruokolahti – Ilomnatsi – Kallioniemi, 258,1 km
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Von gestern auf heute war Mitsommerfest.

 

Als Mittsommerfest werden die Feierlichkeiten zur Sommersonnenwende bezeichnet. In den skandinavischen Ländern sowie im Baltikum, wo die Nächte zu dieser Jahreszeit kaum dunkel werden („Weisse Nächte“), sind die Bräuche besonders lebendig.

Die Sommersonnenwende fand in den ersten Jahrhunderten n. Chr. Am 24. Juni des Julianischen Kalenders statt. An diesem Datum wurde (und wird) das Hochfest Johannes’ des Täufers begangen, mit dem sich Teile des vorchristlichen Sonnenwendbrauchtums verbanden.

Der Johannistag steht in enger Verbindung mit der Sommersonnenwende am 21. Juni. Daher wurde in der Johannisnacht in nahezu jedem europäischen Land ein sogenanntes „Johannisfeuer“ entfacht, welches Symbol der Sonnenwende ist. Die Feiernden wollen damit die Sonne ehren und ihr symbolisch mehr Kraft verleihen. Denn von diesem Datum an werden die Tage wieder kürzer und somit die Sonnenstunden weniger. Das Feuer soll böse Dämonen vertreiben und die Menschen vor Vieh- und Ernteschäden bewahren. Ausserdem dienen die Feuerstellen dem Glauben nach als Reinigungsstätte des Geistes und können sogar Krankheiten heilen.

Auch das Anfertigen einer Johanniskrone ist ein beliebter Brauch zum Johannistag. Dazu werden Laub, verschiedene Zweige, Blumen und Bänder zusammengeflochten. Früher befestigten die Menschen diese Krone auf dem Dorfplatz und tanzten jeden Abend unter ihr – bis sie keine grünen Blätter mehr hatte.

 

Wir merken von all dem nichts. Ich staune nur, als ich um 3h30 wach werde und die Sonne hell scheint, wie am Tag. Und heute hätte es regnen sollen, aber wir haben einen wunderbaren Sonnentag mit weissen Wolken am Himmel.

Nach dem Wasser aufgefüllt ist, verlassen wir kurz nach 9h diesen sehr schönen Ort in Südkarelien und fahren in der Nähe der Russischen Grenze auf der „Via Karelia“ nordwärts. Wir sehen immer wieder Elch-Warnschilder. Aber leider keine Elche. Paul und ich sind uns nicht einig. Ist der Elch ein Rindvieh-artiges Tier oder eher ein Pferd-artiges??? Ich kläre das natürlich ab und wir haben beide Unrecht: es ist ein Tier aus der Hirschfamilie. Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Elch . Ich kann mich kaum sattsehen an den vielen Lupinen und anderen Blumen links und rechts der Strasse. Ein einziges prachtvolles Blumenmeer!!! Um 12h30 sind wir in Ilomantsi.

 

Ilomantsi ist eine Gemeinde im Osten Finnlands mit 5237 Einwohnern. Sie liegt in der Landschaft Nordkarelien an der Grenze zu Russland. Ilomantsi ist die östlichste Gemeinde des Landes.

Ilomantsi ist der einzige Ort im Gebiet des heutigen Finnland, an dem während des Zweiten Weltkriegs sowohl im Winterkrieg als auch im Fortsetzungskrieg gekämpft wurde. Im Fortsetzungskrieg konnte die finnische Armee zwischen dem 26. Juli und dem 13. August 1944 in der Schlacht von Ilomantsi einen Verteidigungssieg gegen die Rote Armee erringen. In der Schlacht fielen 3200 sowjetische und 400 finnische Soldaten. Nach dem Krieg musste ein Teil des Gemeindegebiets von Ilomantsi an die Sowjetunion abgetreten werden.

Von allen finnischen Gemeinden hat Ilomantsi mit 17,4 % den grössten Bevölkerungsanteil der orthodoxen Minderheit. Die orthodoxe Kirche des Ortes ist dem Propheten Elias geweiht. Sie ist die grösste orthodoxe Holzkirche in Finnland. Sie hat sechs Zwiebeltürme.Die orthodoxe Gemeinde besteht seit über 500 Jahren und hat heute 1100 Mitglieder. Bis 1617 gehörte Ilomantsi zum Russischen Reich.

Wir schauen uns die orthodoxe Elias Kirche an. Leider nur von aussen, weil sie geschlossen ist. Wir fahren weiter und sind um 14h an unserem heutigen Ziel: Kallioniemi, einem schönen Platz an einem wunderbaren See. Wir sind kaum da, hilft Paul einem alten Mann mit einem Netz den Fisch (ca. 30 cm) zu bergen, der wild an der Angel zappelt. Der Fischer freut sich und dankt freundlich. Gegen Abend fängt es langsam an zu bewölken.

die Reise geht weiter
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