Sonntag, 3.Februar 2013: Patong
Mit dem offenen, öffentlichen Bus um 10h fahren wir nach Phuket Stadt. Die Fahrt dauert eine ganze Stunde, aber nur, weil wir unterwegs immer wieder anhalten um Leute einsteigen zu lassen. Die Fahrt kostet aber dafür auch nur 25 Baht (etwa 75 Rappen) pro Person und Weg. In der Stadt ist die Endstation bei einem Kreisel mit einem Springbrunnen in der Mitte. Wir laufen etwa eine Stunde lang durch die Strassen, vorbei an eigentlich sehr schönen alten Häusern aus der Portugiesenzeit, die aber leiderl angsam verrotten und zerfallen.
Bei einer Kreuzung mit 4 Strassen konsultieren wir den Stadtplan und beraten, welche Strasse wir nehmen sollen. Ein schönes rotes Tuk-Tuk hält neben uns und der Fahrer bietet uns an, uns für 200 Baht herumzufahren. Abgemacht, wir lassen uns nun gemütlich bis zum Meer chauffieren, wo es aber nicht viel zu sehen gibt, ausser einem schönen, sauberen Park. An den Strassenrändern sieht man immer wieder lebensgrosse Bilder von König Bhumibol und seiner Frau Sirikit, die beide in Thailand sehr verehrt werden. Sogar im Tuk-Tuk hängt ein Bild des Königs.
Jetzt fährt uns unser Chauffeur zu einem Thai-Restaurant wo wir essen können. Er sagt uns, das Restaurant sei „good, clean and cheap“. Gut und sauber stimmen, aber billig ist es überhaupt nicht. Paul bestellt einen einfachen Salat für 100 Baht (etwas mehr als 3 Sfr.) Der Salat ist eine halbe Portion und Paul reklamiert, d.h. nein, ich muss natürlich!
Die Chefin schaut den Salat an, nimmt den Teller und bringt die doppelte Portion. Und Paul bestätigt, dass der Salat gut ist.
Ich bestelle Pad Thai Gai, gebratene Nudeln mit Chicken und Ei, eine mittlere Portion. Die Nudeln sind gut, aber 200 Baht sind ein stolzer Preis dafür. So teure Nudeln hatten wir in Thailand noch nie.
Die Fahrt geht weiter zum „ Goldenen Big Buddha“, oberhalb der Stadt. Hier sitzt ein grosser goldener Buddha. wir schauen uns den Buddha und den dazugehörenden Tempel Wat Thep Khachonchit (Wat heisst Tempel) ausgiebig an. Mann, wie die ihre Tempel geschmückt und vergoldet haben! Sehr imposant und eindrücklich.
Unser Chauffeur möchte uns zur „Butterflyfarm“ bringen, aber wir lehnen ab. Also fragt er uns, ob er uns auf der Rückfahrt in die Stadt zu einem Schmuckgeschäft bringen dürfe. Er bekomme dann „einen Coupon“. Ja klar, wir machen doch alles mit, allerdings kaufen wir nicht sehr viel! Der Tuk-Tukfahrer setzt uns beim Kreisel wieder ab, wo wir vergeblich auf den Bus zurück nach Patong warten. Nach etwa 30 Minuten sagt uns einer, dass der Bus in einer anderen Strasse abfahre. Aha, das wussten wir nicht. In einem hölzernen, vollgestopften Bus fahren wir zurück nach Patong. Der Bus ist eigentlich“kriminell“. Die Sitzbänke sind links und rechts an den Längswänden. In der Mitte sind längs einfach zwei lose kleine Holzbänke hingestellt. Bei einem heftigen Bremsmanöver würden die mittleren Gäste mitsamt den Holzbänken durch die Gegend geschletzt!!! Aber wir kommen gut zurück auf die MABUHAY.
König Bhumibol Adulyadej
Bhumibol Adulyadej der Große,; thailändisch: ภูมิพลอดุลยเดช
Geboren: 5. Dezember 1927 (Alter 85), in Cambridge (USA)
Kinder: Maha Chakri Sirindhorn, Maha Vajiralongkorn, Chulabhorn Walailak, Ubol Ratana
Geschwister: Ananda Mahidol, Galyani Vadhana
Ausbildung: Ecole Nouvelle de la Suisse Romande, Universität Lausanne
In Thailand ist der König überall im alltäglichen Leben präsent. Sein Gesicht ziert Briefmarken und Geldscheine, sein Porträt hängt in jedem öffentlichen Gebäude und in fast jeder Wohnung. Trotz seiner Volksnähe herrschen am thailändischen Hofe alte Sitten. Bei einer Audienz beim König müssen selbst der Premierminister und die Militärkommandanten zu seinen Füssen sitzen. Nähert man sich Bhumibol, muss der Besucher den Kopf einziehen, damit das Haupt des Königs über dem eigenen steht.
Wenn der König einen runden Geburtstag feiert, verwandelt sich die Hauptstadt Bangkok in die größte Partymeile der Welt: Zu seinem 60. Geburtstag reisten drei Millionen Menschen an, um ihren König zu feiern. Dem war der große Aufwand um seine Person eher unangenehm.
Sein Vermögen, meist Grundbesitz und Beteiligungen, wird auf 35 Milliarden US-Dollar geschätzt. Er ist damit auch der reichste Monarch weltweit.
Geboren in den USA, wo sein Vater, Prinz Mahidol Adulyadej, seine Medizinstudien abschloss, reiste er 1928 nach Bangkok. Der Vater starb nach Nierenproblemen an einer Leberdysfunktion am 24. September 1929 in Bangkok. Die Mutter Srinagarindra brachte Bhumibol und seinen Bruder 1933 zur Ausbildung in die Schweiz. Bhumibol kehrte 1938 mit seinem Bruder für zwei Monate nach Thailand zurück, aber erst seit 1945 lebten beide wieder dauerhaft in ihrer Heimat.
Nach dem gewaltsamen, frühen und nie zweifelsfrei geklärten Tod seines älteren Bruders, König Ananda Mahidol, am 9. Juni 1946 folgte Prinz Bhumibol auf den Thron. Eigentlich naturwissenschaftlich interessiert, brach er sein Medizinstudium ab, orientierte sich neu und studierte ab August 1946 in Lausanne Politik- und Rechtswissenschaften. Dort traf er zum ersten Mal Mom Rajawongse Sirikit Kitiyakara, die Tochter des thailändischen Botschafters in Frankreich. Bei einem Autounfall am Genfersee verlor er ein Auge, so dass er seit damals mit einem Glasauge und einer Gesichtslähmung lebt. Während seines Aufenthalts im Krankenhaus wurde er häufig von Sirikit, seiner späteren Frau, besucht. Eine Verlobung im engsten Familienkreis in Lausanne folgte am 19. Juli 1949. Am Freitag, dem 28. April 1950, morgens um 9:30 Uhr, eine Woche vor seiner Krönung, heirateten sie offiziell im Sra-Pathum-Palast, Zentral-Bangkok.
Die Krönungszeremonie fand am 5. Mai 1950 im Großen Palast in Bangkok statt. Sein zeremonieller Name war entsprechend den Traditionen:
พระบาทสมเด็จพระปรมินทรมหาภูมิพลอดุลยเดช มหิตลาธิเบศรามาธิบดี จักรีนฤบดินทร์ สยามินทราธิราช บรมนาถบพิตร
(Phrabat Somdej Phra Paramindra Maha Bhumibol Adulyadej Mahitaladhibet Ramadhibodi Chakrinarubodindara Sayamindaradhiraj Boromanatbophit).
Am selben Tag machte er seine Frau zur Königin, sie erhielt dabei den Titel Somdej Phra Boroma Rajini. Der Tag der Krönung, der 5. Mai, ist seitdem in Thailand ein öffentlicher Feiertag.
Obwohl König Bhumibol im westlichen Ausland Rama IX. genannt wird, wird der Name Rama von der thailändischen Bevölkerung selten benutzt. Die Thais selber nennen ihn umgangssprachlich „Nai Luang“ oder „Phra Chao Yu Hua“ (ในหลวง oder พระเจ้าอยู่หัว: beides bedeutet „König“), oder auch „Rachakan Thi Kao” (รัชกาลที่ ๙, wörtlich „Die neunte Regierungszeit“). Formell wird er als Phrabat Somdej Phra Chao Yu Hua (พระบาทสมเด็จพระเจ้าอยู่หัว) angesprochen, in offiziellen Dokumenten sogar als Phrabat Somdej Phra Paraminthara Maha Bhumibol Adulyadej (พระบาทสมเด็จพระปรมินทรมหาภูมิพลอดุลยเดช). Eine formelle Ansprache auf Englisch ist „His Majesty King Bhumibol Adulyadej“, also „Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej“. Seine Unterschrift lautet ภูมิพลอดุลยเดช ป.ร. (Bhumibol Adulyadej Po Ro, das bedeutet auf Thai Bhumibol Adulyadej R[ex]).
Erst nach Abschluss seiner Studien im Jahre 1951 übernahm König Bhumibol die Regierungsgeschäfte.
Im Oktober 1956 lebte er – wie für sehr viele männliche Thais üblich – für 15 Tage (22. Oktober bis 5. November 1956) in einem Kloster als buddhistischer Mönch. Er suchte sich hierzu den Wat Bowonniwet im Bangkoker Stadtteil Banglamphu aus, in dem sein Vorfahre, König Mongkut, einst Abt gewesen war. Während jener Zeit übernahm Sirikit als Regentin die Amtsgeschäfte. Ihr wurde daher nachträglich in Anerkennung dieses Amtes der Titel Somdej Phra Boroma Rajininat (Ihre Majestät Königin) verliehen.
Die größte Herausforderung für den König war wohl das Massaker vom 17. Mai 1992, als Hunderte von Demonstranten gegen die Regierung von General und Premierminister Suchinda Kraprayoon vom Militär erschossen wurden. In einer kritischen Situation ließ König Bhumibol in Bangkok die Tore zum Park seines Palastes öffnen, so dass Demonstranten sich retten konnten. Als die Lage eskalierte, bestellte der König die Kontrahenten (Militärs und Demokraten) zu einer Audienz ein. Vor laufender Kamera mussten die Militärs dem König, der in dieser Zeit demonstrativ in der Uniform des Obersten Befehlshabers auftrat, versprechen, die Waffen niederzulegen und den Konflikt auf friedliche Art und Weise beizulegen. Dies zeigt bis in die heutige Politik seine Auswirkungen.
Der König zeigt sich stets eng mit den Menschen des Landes verbunden und nimmt sich oftmals persönlich ihrer Sorgen und Nöte an, um so für die Verbesserung ihrer Lebenssituation zu sorgen. Er startete mehr als 1000 größere und kleinere Projekte, mit denen das gesamte Spektrum der ländlichen Probleme Thailands angesprochen wird (von der Einführung neuer Nutzpflanzen über die Wasserhaltung, von der Trockenlegung von Sümpfen bis zur Erhaltung der letzten Regenwälder des Landes).
Landwirtschaft, Bewässerungsprojekte, Rettungsdienst, Gesundheitswesen waren und sind zum Teil noch Problemfelder, für deren Verbesserung er persönlich sorgte und die er weiterhin tatkräftig begleitet. Unter anderem sorgte er für den Rückbau des Opiums im Norden und förderte den Anbau von Pflanzen und Früchten mit hohem Ertrag, die auf gemäßigtes Klima angewiesen sind. Auf dem Palastgelände betreibt er eine Versuchsfarm, die sich mit Viehzucht und experimentellem Fruchtanbau beschäftigt.
Im Jahre 2006 fanden in Bangkok anlässlich seines 60-jährigen Thronjubiläums umfangreiche Feiern statt. Er ist somit das am längsten amtierende Staatsoberhaupt der Welt, gefolgt von Elisabeth II. von Großbritannien (seit 1952). In letzter Zeit ist der König von gesundheitlichen Problemen betroffen und hält sich meistens im Krankenhaus auf. An seinem 84. Geburtstag (2011) wurde er unter großer Anteilnahme der Bevölkerung zum Palast gefahren, wo er eine kurze Ansprache hielt.
Bhumibol ist u.a. als Musiker, Komponist, Fotograf (in zahlreichen, auch die Hauptstadt schmückenden Abbildungen ist er mit einer Kamera um den Hals hängend zu sehen), Maler, Schriftsteller, Segler, Ingenieur und Funkamateur (Rufzeichen: HS1A) aktiv. Insbesondere gilt er als leidenschaftlicher Saxophon-Spieler, der gerne mit anderen Jazzern im Palast von Bangkok spielt (so 1960 mit Benny Goodman). Etwa 40 Kompositionen sind bislang bekannt, darunter auch die thailändische Königshymne. Zudem ist er der höchste Pfadfinder Thailands. Auch werden seine Gemälde und Zeichnungen in Ausstellungen gezeigt. Als Segelsportler gewann er 1967 die Goldmedaille bei den Südostasienspielen.
Mit Königin Sirikit Kitiyakara hat er vier Kinder: Prinzessin Ubol Ratana, Kronprinz Maha Vajiralongkorn, Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn und Prinzessin Chulabhorn Walailak.
Seit 1946 stellt König Bhumibol Adulyadej die Integrationsfigur des Landes dar. In einer Volksabstimmung verlieh ihm die Bevölkerung 1987 den Beinamen „Der Große“ und etwa drei Millionen Menschen strömten im Juni 2006 in Bangkok auf die große Feier zu seinem 60. Thronjubiläum. Das Motto seiner Regierungszeit lautet: Ich werde das Land einzig zum Vorteil seiner Menschen regieren. Damit will er sich deutlich von den meisten politischen Machthabern Thailands unterscheiden. Aus diesem Grund verbrachte er insgesamt mehr Zeit unterwegs im Lande als in seinem Palast, vor allem um landwirtschaftliche Projekte (Staudämme, Vieh- und Fischzuchten) zu besuchen und zu beraten.
All seine Reiseunternehmungen dokumentiert er mit einer kleinen Kamera. Anlässlich einer Naturkatastrophe im Jahre 1962 startete er eine Spendenaktion im Lande, wobei mehr Geld eingenommen werden konnte als schließlich benötigt wurde. Mit dem Überschuss wurde der heute noch existierende königliche Hilfsfonds gegründet, dessen Patron der König selbst ist. Sein guter Ruf steht für unbürokratische, korruptionsfreie Verwendung der Mittel und der Fonds wurde deshalb von vielen Thailändern auch anlässlich des Tsunamis vom 26. Dezember 2004 mit Spenden bedacht.
Von der Bevölkerung wird König Bhumibol verehrt. Dies wird unter anderem daran erkennbar, dass in den meisten Haushalten Thailands ein Bild des Königs hängt, ohne dass dies angeordnet wäre. Vor beinahe jeder kulturellen Veranstaltung (auch im Kino oder Theater) wird die Königshymne abgespielt, zu der sich alle Anwesenden erheben und nach deren Ende sich viele in Richtung des Königssymbols verneigen.
In Thailand finden sich auf vielen Autos die Aufkleber เรารักในหลวง (Wir lieben den König), und viele thailändische Bürger tragen gelbe Armbänder oder gelbe Hemden mit der gleichen Aufschrift, die vom Königspalast verkauft werden, um Projekte des Königs zu finanzieren. Gelb gilt als die Farbe von König Bhumibol, da es eine feststehende Zuordnung von Wochentagen und Farben gibt, und dem Montag, an dem der Monarch geboren wurde, gelb zugeordnet ist.
Majestätsbeleidigung
Der König sowie die königliche Familie genießen in Thailand höchsten Respekt, doch ist er auch durch das Lèse-Majesté-Gesetz (Majestätsbeleidigung) geschützt, aufgrund dessen Kritiker zu Gefängnisstrafen von bis zu 15 Jahren verurteilt werden können. Während der Amtszeit des Ministerpräsidenten Tanin Kraivixien wurde das Gesetz dahingehend verschärft, dass nun auch Kritik an der königlichen Familie, an königlichen Projekten, der Chakri-Dynastie oder auch vorherigen Königen unter Strafe gestellt wurde. Der Vorwurf der Majestätsbeleidigung wird dabei nicht vom König selbst oder vom Hofe erhoben, sondern von Politikern, Staatsanwälten und von den Polizeiorganen verfolgt. In der thailändischen Politik wird dies häufig benutzt, um den politischen Gegner anzuschwärzen, ihm Mangel an Loyalität zum König und dem Staat generell zu unterstellen und seine Sympathien bei der Bevölkerung zu schmälern oder ihn ganz auszuschalten.
König Bhumibol selbst hat sich in seiner Geburtstagsrede 2005 dahingehend geäussert:
„Wenn man sagt, der König darf nicht kritisiert werden, würde das bedeuten, dass der König nicht menschlich ist. … Wenn der König keine Fehler machen kann, ist es, als würde man auf ihn herabsehen und ihn nicht als ein menschliches Wesen behandeln. Aber der König kann Fehler machen.“
Nach dem Tod von König Bhumibol am 13. Oktober 2016 ordnete das Militär eine strenge 30-tägige Trauer an mit restriktiven Vorschriften (schwarze Kleidung, Verbot aller Feierlichkeiten, in Fernsehen und Radio sind nur Sendungen über den König erlaubt und die nur in Schwarz-Weiss...) und unter Androhung harter Bestrafung für Verstöße.
Montag, 4.Februar 2013: Patong
Was für ein Tag! Am Morgen stellt Paul fest, dass an unserer Badeleiter eine Schweissnaht aufgegangen ist. Ich muss um 13h beim Zahnarzt sein. Wegen der Badeleiter gehen wir schon um 11h30 an Land. Paul hat sie abmontiert und wir nehmen sie mit. Bei den Taxis fragen wir, ob jemand weiss, wo wir die Leiter schweissen lassen könnten. Einer weiss es und fährt uns per Taxi dahin, etwas ausserhalb der Stadt, wo wir noch nie waren. Der Schweisser ist bereit, die Leiter zu reparieren und um 14h können wir sie wieder abholen. Der Taxichauffeur bringt uns wieder ins Stadtzentrum, zum JUNGCEYLON. Hier will er uns um 14h wieder abholen und zum Schweisser bringen.
Wir beobachten, wie ein Motorrad, das im Parkverbot an eine Kette gelegt wurde, wieder befreit werden soll. Die junge Touristin, die scheinbar die Busse bezahlt und das Motorrad wieder ausgelöst hat, wartet geduldig, bis der Polizist etwa 20 Schlüssel ausprobiert hat, ob vielleicht einer zum Schloss an der Kette passt. Keiner passt! Der Polizist muss einen anderen Polizisten anrufen, der kommt und weiss, wo der passende Schlüssel versteckt ist. Das Motorrad wird befreit.
Im „Thai-Foodland“ essen wir gut und genug zu Mittag und anschliessend bin ich beim Zahnarzt. Frau Dr. Srisuda Thinpangnga ist heute meine Aerztin und sie bereitet meinen Zahn für die Krone vor, die ich am Freitag erhalten werde.
Um 14h sind wir an der vereinbarten Stelle und warten auf den Taxifahrer, der uns zum Schweisser bringen soll. Wir warten 25 Minuten auf ihn und nehmen dann ein anderes Taxi. Leider wissen wir die Adresse nicht, wo wir hin müssen. Ich habe nur die Telefonnummer aufgeschrieben, sonst nichts. Der Taximann ruft dort an und es stellt sich heraus, dass der Schweisser ein Kollege von ihm ist. Wir holen die Badeleiter ab und lassen uns nun zum Steg bringen. Wir gehen zur MABUHAY zurück, obwohl das nicht so geplant war. Paul montiert die Badeleiter und um 16h45 sind wir wieder in der Zahnklinik. Frau Dr. Udsana Tanapathomchai ist begeistert aus Bern, von ihrer Weiterbildung im Inselspital, zurück und hat meine neue Kreditkarte und Bargeld mitgebracht. Leider wollen die von der Zahnklinik keine Schweizer Franken haben, nur Thai Baht. Und so laufe ich ganz alleine mit 10'000 Schweizer Franken im Rucksack durch die Strassen von Patong und suche eine Wechselstube mit einem guten Wechselkurs. Es hat sehr viele solcher Wechselstuben und die meisten sind Glaskästen die an der Strasse stehen. Ich werde fündig und kann zu meinem allergrössten Erstaunen alle meine zehn Noten umtauschen, ohne einen Pass oder sonst einen Ausweis zu zeigen. Mein grösstes Problem ist das Russenpaar, das mir hautnah im Nacken steht und interessiert alles beobachtet. Aber alles geht gut und ich kehre zur Zahnklinik zurück, wo ich den ganzen Berg 1000-er Bahtnoten ablade.
Inzwischen hat Paul sich geweigert, 3 Kapseln einzunehmen, die man ihm geben wollte. Erst jetzt, wo ich ihm übersetze, wozu die gut sind, nämlich zum Entspannen und Schmerzvorbeugen, ist er bereit sie zu schlucken. Jetzt habe ich zwei Stunden „frei“ und gehe Brot und einen ganzen Rucksack voll Yoghurt einkaufen. Um 19h45 bin ich zürück in der Klinik, aber Paul ist noch nicht fertig behandelt. Wir sind bis um 20h45 dort und Paul sieht ziemlich mitgenommen aus. Man hat ihm oben 6 Zähne ausgezogen und sofort 6 Implantate montiert. Trotzdem will er kein Taxi nehmen um zum Steg zurückzukehren. Also laufen wir durch die „berühmteste“ aller Patong Strassen, durch die Bangla Road. Paul voraus mit einem Eisbeutel auf dem geschwollenen Mund und ich hintendrein mit dem schweren Yoghurt-Rucksack. Wir geben bestimmt ein tolles Bild ab!
Mann oh Mann, was für eine Stadt, dieses Patong!!!
Um 21h30 sind wir auf der MABUHAY. Paul muss nun 5 Pillen nehmen. 2 sind Antibiotikas gegen die Infektion, die anderen sind Schmerzmittel und er nimmt sie diesmal freiwillig....


















































