Thailand: Unterwegs nach Nord-Thailand, Ayutthaya, 08.11. - 09.11. 2013, Teil 3
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Freitag, 8.November 2013: Kanchanaburi, River Kwai – Ayutthaya

Um 8h30 werden wir geweckt. Das heisst, wir sind natürlich schon lange vorher wach, da man ja auf diesem Flusshaus aus Bambus alles hört. Es regnet in Strömen. Wir haben beide ziemlich gut geschlafen. Nach dem Frühstück fahren wir zu Viert, mit einem Pickup zum Elefantencamp. Der Elefantenritt dauert 45 Minuten. Aber wir sind sehr enttäuscht. Wir sitzen auf dem Elefanten und der Mahut bleibt mit uns mitten im Regen, im Wald stehen und lässt den Elefanten Äste von den Bäumen fressen. Die ganze Tour geht etwa 200m vom Camp weg und wieder dorthin zurück. Wir warten einfach im Wald, bis die Zeit rum ist. Touristenverarschung!!!

 

Ein Mahut (auch: Mahout) ist der Führer und oftmals Eigentümer eines Arbeits-Elefanten. Er ist für dessen Ernährung und Pflege verantwortlich und über Jahrzehnte mit dem Tier verbunden. Ein Mahut reitet auf dem Nacken des Elefanten und dirigiert ihn mittels verbaler Kommandos, seines Elefantenstabs und des Drucks, den er mit Füßen und Beinen auf das Tier ausübt.

Mahuts gibt es, wie die Arbeitselefanten, in Indien und Hinterindien (etwa Myanmar und Thailand). Meist für Waldarbeiten werden dort oft noch Elefanten eingesetzt, weil sie im Gegensatz zu Traktoren und Raupen im Gelände beweglicher und nicht auf das Anlegen von Straßen angewiesen sind. Elefanten verursachen so bei der Waldarbeit wesentlich weniger Umweltschäden als Maschinen. Darüber hinaus hat die Elefantenhaltung zeremonielle und touristische Gründe.

Mahut und Elefant arbeiten soweit möglich jahrzehntelang zusammen. Die notwendige vertrauensvolle Beziehung entwickelt sich bereits während der gemeinsamen Arbeit in der Elefantenschule.

In Thailand gab es 2003 noch etwa 2.000 Mahuts, die mit ihren Elefanten in den unwegsamen Waldgebieten im Norden Thailands arbeiten.

 

Per Pickup geht es wieder zurück zum Flusshotel, wo wir unser Gepäck holen und um 13h eine Stunde lang auf einem Bambusfloss gemütlich den Fluss hinunter schippern. Beim gleichen Fluss-Restaurant wie gestern gibt es Mittagessen: Reis. Es regnet immer noch in Strömen, alles ist grau in grau. Am Nachmittag Rückfahrt im Minibus 3½ Stunden bis Bangkok. Beim Busbahnhof SC Plaza müssen wir umsteigen in einen anderen Minibus nach Ayutthaya. Dabei hatte uns doch Willy Lattman aus Moutier, im Reisebüro, hoch und heilig versprochen, dass wir nicht nach Bangkok zurückfahren müssten, um nach Ayutthaya zu gelangen. Elender Kerl!!! Nach weiteren 2 Stunden Fahrt (70km) sind wir in Ayutthaya. Mitten im Ort werden wir ausgeladen und ein TukTuk führt uns zum Guest House „Good Luck“, wo wir für 500 Bath (ca. 15 SFr.) zu zweit übernachten. Hier regnet es nicht mehr. Wir essen draussen, direkt nebenan zu Abend. Paul Gemüsesuppe mit Huhn, ich Nudeln mit Gemüse und Huhn, mit je einer Cola, zusammen 160 Bath (ca. 4.80 Sfr.).

Nachts höre ich im Nebenzimmer jemanden schnarchen....

Samstag, 9.November 2013: Ayutthaya

Die Stadt Ayutthaya ist eine Grossstadt (53.290 Einwohner im Jahre 2012) und die Hauptstadt der thailändischen Provinz Ayutthaya. Sie liegt in der Zentralregion von Thailand.

Ayutthaya war früher Hauptstadt des siamesischen Königreichs Ayutthaya und im 18. Jahrhundert die Metropole Südostasiens.

Ayutthaya liegt auf einer Insel am Zusammenfluss dreier Flüsse: Maenam Chao Phraya, Pasak und Lopburi, etwa 70 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bangkok. Im 14. Jahrhundert befand sich die Stadt noch in der Nähe der Küste des Golfs von Thailand, als Ergebnis der jahrhundertelangen Sedimentbildung liegt sie heute ca. 100 Kilometer entfernt von der Küste.

 

Frühstück gegenüber bei „Tony's Place“Danach kaufen wir das Busticket für morgen. Um 10h laufen wir los zu den Tempelruinen im Geschichtspark Ayutthaya.

 

Der Geschichtspark Ayutthaya umfasst die alte Stadt Ayutthaya. Sie war die Hauptstadt des siamesischen Königreiches Ayutthaya, bis sie 1767 durch die birmanische Armee eingenommen und praktisch dem Erdboden gleichgemacht wurde.

Die thailändische Kulturbehörde begann 1956 mit der ersten Phase der Restaurierung der Ruinen. Im Jahr 1976 wurde das Gebiet zum „Ayutthaya Historical Park“ erklärt, was die weiteren Restaurierungsarbeiten beschleunigte. 1981 wurde der Park in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

 

Tempel, Tempel, Tempel, Alte, aber auch Neuere. Es ist sehr heiss und wir laufen alles zu Fuss. Um 15h sind wir zurück in unserer Herberge. Da gibt es nur noch eines: eine kalte Cola und eine kalte Dusche. Ich merke erst jetzt, wie zerstochen von den River-Kwai-Mücken ich bin. Meine Beine sehen aus wie die von einer Asozialen!

Abendessen bei einer Strassenküche. Paul Nudelsuppe mit Huhn, ich Nudeln, Gemüse, Huhn. Dazu 1 Liter Wasser: 80 Bath (ca. 2.40 Sfr.) für alles. Nach einem langen Spaziergang sind wir um 20h im Bett. Das Bett, die Matratze und das Kopfkissen sind steinhart. Im Nachbarzimmer schnarcht wieder einer...

 

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