Thailand: Chiang Mai, Lichterfest Loi Kratong, Chiang Rai, 16.11. - 17.11.2013
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Samstag, 16.November 2013: Chiang Mai

Loi Krathong ist das Lichterfest, das in Thailand landesweit am Tag des Vollmonds im zwölften Monat des traditionellen thailändischen Lunisolarkalenders gefeiert wird. Es fällt üblicherweise in den November.

Loi bedeutet schwimmen oder schweben, Krathong ist ein kleines Floss, das typischerweise aus einem Teil des Strunks der Bananenstaude gefertigt wird. Neuerdings gibt es auch Flösschen aus Schaumpolystyrol und solche aus Brotteig, die sich nach einer gewissen Zeit umweltfreundlich auflösen und auch noch den Fischen Nahrung bieten. Das so gestaltete Floss wird mit Bananenblättern, Blumen, Kerzen und Räucherstäbchen geschmückt. Staatliche oder kommunale Büros, Unternehmen, Schulen, Universitäten und andere Organisationen bauen häufig grössere und handwerklich sehr aufwändige Krathongs, die oft in Schönheitswettbewerben begutachtet und bewertet werden.

 

Das Fest stammt vermutlich aus Indien als ein Hindufest als Danksagung an die Gottheit des Ganges mit schwimmenden Laternen gefeiert wird, die das ganze Jahr lebensspendend wirken sollen. Die schwimmenden Flösse haben die Bedeutung, allen Ärger, Groll und alle Verunreinigungen der Seele loszulassen, so dass das Leben neu von einer besseren Warte aus begonnen werden kann. Die Thais machen sich mit Verwandten oder einer grösseren Gruppe von Freunden auf, im Sinne eines Volksfestes wird auf den Strassen reichlich gegessen und getrunken. Das Wässern der Flösschen ist auch besonders bei jungen Paaren beliebt, die damit auch ihre Zusammengehörigkeit unterstreichen.

 

Die Tradition des Loi Krathong begann in Sukhothai und wird heute im ganzen Land gefeiert, wobei die Festlichkeiten in Chiang Mai und Ayutthaya besonders bekannt sind. In Chiang Mai lässt man hunderte kleiner Heissluftballons in den nächtlichen Himmel steigen. Ausserdem gibt es Umzüge durch die Städte. In Bangkok wurde früher am Abend des Loi Krathong auch Feuerwerk abgeschossen, doch ist dies seit 2005 verboten.

 

Den ganzen Tag ist es sehr bewölkt. Wir haben immer noch mächtigen Muskelkater und dabei wohnen wir im 2.Stock ohne Lift! Heute frühstücken wir gegenüber im Mickey Café. Wir bestellen 2 Mal Iced Coffee und 1 Mal Baguette. Es ist hier in Chiang Mai unmöglich, 2 Iced Coffees gleichzeitig zu erhalten. Zuerst kommt einer, dann lange nichts mehr und dann endlich der zweite. Aber gut ist er trotzdem immer wieder, dieser Iced Coffee!

Wir laufen wieder einmal quer durch die ganze Stadt, noch weiter als bis zum Flugplatz. Zurück geht es dann aber per Sammeltaxi. Nach einer ausgiebigen Siesta im Zimmer, machen wir uns gegen 17h wieder auf den Weg, diesmal in die andere Richtung, zum Ping Fluss. Heute ist ja Loi Krathong und wir haben im Restaurant Gallery, am Fluss einen Tisch für uns reserviert. Und ausgerechnet heute, als wir dorthin unterwegs sind, fängt es an zu regnen. Aber zum Glück nicht sehr lange. Bis wir beim Restaurant ankommen, hat es aufgehört und wir können draussen am Fluss sitzen. Und heute schlagen wir mal so richtig zu: 1. Frühlingsrollen, 2. ein richtiges Stück Fleisch, nicht immer nur so Fleischschnipsel: Paul bekommt ein riesiges, 300 g schweres Schweinekotelett, ich ein grosses Hühnerbrustschnitzel, dazu beide eine grosse halbe Pellkartoffel, Broccoli, Blumenkohl und Karotten und braune Sauce. Dazu Baguette mit Butter und 1 Liter Zitronensaft mit Eis. Alles sehr gut.

Und natürlich geniessen wir dabei die tolle Atmosphäre am Ping Fluss. Kaum ist es dunkel, steigen Tausende von Heissluftlaternen in den Himmel auf. Schööön!!! Allerdings bleiben einige auch sofort in Bäumen hängen, andere stürzen umgehend in den Fluss. Auf dem Fluss treiben unzählige Blumengestecke mit einer brennenden Kerze. Auf dem Rückweg zu unserem Gästehaus herrscht ein unheimliches Getümmel. Man kommt kaum vorwärts. Nun kaufen auch wir eine Heissluftlaterne und lassen sie fliegen. Sie hat keinerlei Probleme und steigt wunderbar in den Nachthimmel auf. Unterwegs stärken wir uns mit einem Glas belgischen Biers und sehen gerade noch den Schluss der „Parade“ (des Umzuges). Trotz heftigem Krachen und Knallen draussen, fallen wir komplett k.o. in unsere Betten und sind sofort hinüber. Aber schön war's, dieses Loi Krathong!

Sonntag, 17.November 2013: Chiang Mai – Chiang Khong, ca. 400Km

Nach dem Frühstück im „Diva“ werden wir im Seitenwagentöff eines Diva-Angestellten zum Reisebüro gebracht, wo wir in einen Minibus umsteigen. Jetzt kurven wir so lange in der ganzen Stadt Chiang Mai herum, bis wir um 10h45 endlich 10 Personen in allen Hotels und Gästehäusern eingesammelt haben. Mann, ist das langweilig! Aber ich nutze die Zeit um Tagebuch zu schreiben. Jetzt können wir endlich losfahren, Richtung laotische Grenze. Bei Chiang Rai schauen wir uns den neuen, weissen Tempel an. Der ist wunderschön, aber irgendwie auch total verrückt. Es hat lauter Totenköpfe und Hände aus Gips ! Gruselig!

Zwischen hier und Chiang Rai hat es viele Reisfelder, wo die Leute am Dreschen sind und nach der Ernte die Stoppelfelder abbrennen. 400 km und 5 Stunden später erreichen wir um 16h die Stadt Chiang Khong, am Mekong, der hier die Grenze zu Laos bildet. Wir werden in ein sehr schönes Guest House gebracht. Es heisst: „Namkhong“. Sogar einen Swimmingpool hat es . Aber das Wetter ladet im Moment nicht gerade zum Baden ein. Es ist kühl und regnerisch, ich ziehe zum ersten Mal wieder lange Jeans und Jacke an.

Wir legen nur schnell das Gepäck in unserem Zimmer ab und sind danach am Mekong Fluss. Wir sehen den ganzen Umzug der wegen dem Loi Krathong stattfindet, (keine Fotos gemacht, weil es regnet). Wir essen kurz in unserem Guest House zu Abend ( Reis, Gemüse, Beef) und sind danach schon wieder am Mekong, wo wegen dem Lichterfest ganz zünftig was los ist. Es regnet nicht mehr. Wieder steigen tausende von Heissluftlaternen in den Himmel und hunderte von Blumengestecken mit brennenden Kerzen treiben langsam den Fluss hinunter. Es ist einfach nur zauberhaft schön! Allerdings könnten wir auf die überlaute „Musik“ aus den Boxen und die ohrenbetäubende Knallerei gut verzichten, und das ganze wäre dann für uns noch viiiel schöner.

Um 20h30 sind wir schon in unseren Betten. Das Zimmer ist sehr schön, alles aus Holz, aber leider hört man auch jeden Ton (Furz) von den Nachbarzimmern. Unser Kopfkissen ist etwa 1.60 m lang, es geht über die ganze Breite des Doppelbettes.

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