Laos: Chiang Khong (Thailand) – Pak Beng (Laos) 18.11.2013
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Montag, 18.November 2013: Chiang Khong (Thailand) – Pak Beng (Laos)

In der Nacht hat es scheinbar geregnet, alles ist nass. Um 7h30 gibt es Frühstück; Kaffee oder Tee, 2 Scheiben Toast und Rührei. Um 8h30 ist Abfahrt im Minibus zum nahen Zoll der Thais. Wir bekommen einen Stempel in den Pass und sind raus aus Thailand. Mit einer kleinen, wackligen Fähre geht es in etwa 3 Minuten über den Mekong nach Laos, nach Houay Xai. Hier herrscht ziemliches Gedränge am Zollamt direkt am Fluss. Alle Einreisenden brauchen ein Visa (kosten 30 Sfr.), nur 7 Länder, darunter die Schweizer (warum???? keine Ahnung!) brauchen KEINES!

Zwischen den Orten Houay Xai und Luang Prabang besteht eine regelmässige Schiffsverbindung, die bei Touristen sehr beliebt ist. Es kann aber vorkommen, dass sie zum Erliegen kommt in den Monaten März/April, wenn zu wenig Wasser zur Verfügung steht, durch die chinesischen Dammbauten. 2010 war das der Fall. Die Bootsfahrt ist so organisiert, dass man zwei Tage unterwegs ist, in Pakbeng übernachtet und am nächsten Tag den zweiten Abschnitt bis Luang Prabang bewältigt.

Laos

Demokratische Volksrepublik Laos

Amtssprache: Laotisch

Hauptstadt: Vientiane

Staatsoberhaupt: Präsident Choummaly Sayasone

Fläche: 236.800 km²

Einwohnerzahl: 6.200.894 (2010)

Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner pro km²

Währung: Kip = 100 At (At wird nicht mehr verwendet) 1000 Kip = 0,108 Sfr. (am 29.12 2013)

Unabhängigkeit: 19. Juli 1949 (von Frankreich)

Zeitzone: UTC+7

Der Mekong

Angaben zur Länge des Mekong variieren zwischen 4350 km und 4909 km. Damit nimmt er je nach Auslegung etwa den zehnten Rang unter den längsten Flüssen der Erde ein. Das gesamte Einzugsgebiet des Mekong umfasst etwa 800.000 km², damit ist er als Lebensader des kontinentalen Südostasien zu charakterisieren.

In den Zeiten des Monsuns steigt der Wasserstand gewaltig an. In den Sommermonaten kann er 10 bis 15 m höher liegen als bei Niedrigwasserstand.

Die Wasserführung im Mittellauf hat sich gewaltig verändert, seit die Chinesen im Oberlauf grosse Stauseen errichtet haben und viel Wasser nun woanders hin fliesst. Es gibt auch Pläne der Laoten Stauseen zu errichten, wogegen sich natürlich Widerstand aus Naturschutzgründen regt. Der erzeugte Strom soll hauptsächlich nach Thailand verkauft werden!

Mit mehr als 1.200 Fischarten, darunter Riesenfische wie der Mekong-Riesenwels und der Süsswasserstachelrochen die die grössten ständig im Süsswasser lebenden Fische der Welt sein könnten, der Riesenbarbe, sowie zahllosen Vogel- und Reptilienarten gehört er zu den fünf artenreichsten Flüssen der Welt.

Gegen 10h werden wir per Auto, in Laos wird rechts gefahren, zum Schiff gebracht, einem „slowboat“, auf dem wir die nächsten 2 Tage den Mekong hinunter tuckern werden. Um 11h sollte das Schiff ablegen, um 12h15 geht es endlich los. Auf dem „slowboat“ hat es richtige gepolsterte Sitze. Dies sind alte Autositze aus Bussen, die man einfach ins Boot gestellt hat, ohne sie festzuschrauben.Wir sind überrascht, hatte man uns doch gesagt, es seien Holzbänke.

Ausser den „slowboat“ sind auch Schnellboote (Speedboats) unterwegs, die diese Strecke in nur einigen Stunden bewältigen.Die Flusslandschaft ist sehr grün, sehr waldig, dschunglig. Es hat selten Dörfer und wenn, dann wird im Fluss Wäsche gewaschen, Wasser geholt und die Wasserbüffel suhlen sich am Ufer. Überall bei den Dörfern hat es schöne Gemüsegärtchen an den Flussborden. Nach 5¼ Stunden kommen wir um 17h30, nach einer sehr schönen Fahrt, im Ort Pak Beng an. Schon in Houay Xai hatte man uns ein wenig Angst gemacht, dass man sich am besten schon dort um eine gute Unterkunft kümmern solle, um nicht am Ende ohne Dach über dem Kopf da zu stehen. Ausserdem wird man auch vor Dieben gewarnt, die es dort gäbe. Also bucht mancher sofort beim vermeintlichen "Helfer" zu Preisen, die vergleichsweise ziemlich überhöht sind. Aber am Quai stehen -zig Guesthouse-Besitzer, die alle ein paar Gäste haben wollen. Wir gehen mit dem erstbesten mit und haben damit eine sehr gute Wahl getroffen. Dies ist das schönste und beste Zimmer das wir je hatten! Es ist zwar richtig teuer, 400 Bath oder 100'000 Kip oder etwa 12 Sfr., ohne Frühstück, aber es ist perfekt. Das Abendessen gibt es bei einem Inder. Paul Gemüse mit Erdnüssen, ich Gemüse mit Huhn, dazu beide Reis. Zufällig kommen auch Nerea (28) aus Spanien und ihr Freund Pavel (29) aus Polen. Wir bitten sie an unseren Tisch. Sie machen die gleiche Flussfahrt wie wir.

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