Donnerstag, 27. Februar 2014: Ao Chalong, Panwa Beach – Phi Phi Le, Maya Bay 24,8 sm
Monika und Eric sind bei uns zur Verabschiedung. Sie bleiben hier in dieser Bucht, sie müssen den Transport ihrer Segelyacht von Phuket – Suezkanal – in die Türkei organisieren. Wir fahren mit der „sail away“ um 11h los nach Phi Phi Le. Wir können ganze 15 Minuten segeln, alles andere müssen wir motoren, ziemliches Rodeoreiten. Um 16h45 kommen wir in der Maya Bay an.
Die Phi Phi Inseln sind eine Gruppe von sechs Inseln in der östlichen Andamanensee im Süden von Thailand, jeweils ca. 40 Kilometer von Phuket und Krabi entfernt. Sie sind wegen der Artenvielfalt der umgebenden Korallenriffe und steilen Wände – die bis zu 24 Meter in die Tiefe reichen – bei Tauchern sehr beliebt.
Die beiden Hauptinseln sind Ko Phi Phi Don und Ko Phi Phi Le.
Koh Phi Phi Le ist 6,6 Quadratkilometer gross: 3 Kilometer lang und 1 Kilometer an der breitesten Stelle; unbewohnt und besteht fast ausschliesslich aus Klippen und Höhlen. Die Insel bietet ein beeindruckendes Bild: steil aufragende Felsen und blaue, von weissem Sand geformte Lagunen. Die Insel war mit Maya Bay 1998 Kulisse für den Kinofilm "The Beach" mit Leonardo di Caprio in der Hauptrolle. Die Filmcrew von „The Beach“ musste erst drei Kubikmeter Unrat beseitigen, soll aber selbst für erhebliche Umweltschäden, auch bei den
Korallenriffen, gesorgt haben!
Der Besuch des Maya Beach empfiehlt sich nur früh morgens, da ab Mittags die Bucht komplett überlaufen ist.
Hier ist es wunderschön, eine traumhafte Bucht! Leider hat es viele Touriboote, auch solche mit besoffenen Touristen, die sich, kaum angekommen unter lautem Gejohle und heftiger Musik vom Oberdeck ins Meer stürzen. Wir bleiben an Bord und es gibt Bier und Nüssli auf der MABUHAY.
Juhuuuu, unser Funkgerät funktioniert wundersamerweise wieder. Paul hat mit Eric eine Funkfrequenz ausgemacht und sie konnten zusammen sprechen! Also war es gar nicht kaputt? Komisch!
Freitag, 28. Februar 2014: Phi Phi Le, Maya Bay – Phi Phi Don, Yongkasem Bay, 4,5 sm
Heute ist nicht unser Tag, nein wirklich nicht! Um 6h34 braust das erste Speedboot in die Bucht und direkt zum Strand. Es ist kaum hell. Es setzt Leute an den Strand und brettert 20 Minuten später laut röhrend wieder davon.
Werner und Paul wollen um 9h tauchen gehen. Gegen 8h30 funkt Werner zu uns rüber, an seinem Tauchjacket funktioniert ein Ventil nicht. Paul bringt ihm mein Jacket. Aber irgendwie sind die Anschlüsse nicht kompatibel. Also will Paul alleine tauchen gehen und Werner überwacht ihn vom Dinghy aus. Aber, als sie Paul's Tauchausrüstung ins Dinghy laden, sehen sie, dass an Paul's Lungenautomat die Schläuche beschädigt (geknickt) sind. Also wird heute nicht getaucht. Werner, Paul und ich setzen uns in unser Dinghy und gehen nun schnorcheln. Es hat zwar einige Fische aber die Korallen sind tot, alle!!! Schade! Auf der Rückfahrt zur MABUHAY verlieren wir irgendwie meine sehr guteTaucherbrille und den Schnorchel. Später fahren wir alle vier an den Strand. Werner springt nochmals ins Wasser um meine Taucherbrille zu suchen, vergebens.
Kaum sind wir mit dem Dinghy an Land, kommt schon der Nationalparkwächter und will 200 Bath (6 Sfr.) von uns haben. Paul sagt ihm: “No have money!“ (in den Badehosen). Der Wächter ist grosszügig und wir dürfen 10 Minuten auf dem berühmten „The Beach“ Strand bleiben. Aber das genügt uns vollkommen. „The Beach“ ist nämlich vor lauter Leuten nicht zu sehen. Wir zählen über 40 (vierzig!) Speedboote und ca. 20 Longtailboote, Dazu noch -zig grosse Tauchschiffe in der Bucht.
Es ist unglaublich was hier abläuft! Die Boote brettern rein und raus aus der Bucht, wie auf der Autobahn. Schrecklich, wo sind wir da nur hingeraten? Annes Fotoapparat bekommt eine Ladung Salzwasser ab, als ein Anker direkt vor ihren Füssen ins Wasser geschmissen wird. Um 15h20 haben wir genug von dieser Traumbucht und verlassen sie um nach Phi Phi Don zu fahren. Gerade jetzt hätte es fast keine Leute mehr und man sieht sogar den Strand wieder!
Wir werden auf die „sail away“ zum Sundowner eingeladen. Aber der „Sundowner“ entpuppt sich als richtiges Abendessen. Es gibt feinen Kartoffelsalat und Knackwürstli. Mmmm, wie zu Hause!
Samstag, 1. März 2014: Phi Phi Don, Yongkasem Bay (Monkey Beach)
Ich habe sehr schlecht geschlafen. Bis um 03h morgens höre ich bumm, bumm, bumm Musik aus dem nahen Ort Ton Sai. Dies obwohl wir nicht direkt vor dem Ort, sondern um die Ecke hinter dem Berg liegen.
Ko Phi Phi Don, die grössere der beiden Hauptinseln, ist 28 Quadratkilometer gross: 8 Kilometer lang und 3,5 km an der breitesten Stelle, und besteht aus zwei durch einen schmalen Landsteg verbundenen Gesteinsmassen. In den Buchten an beiden Seiten der Verbindung befinden sich weitläufige Strände mit Blick auf grossartige Klippen, die steil in das Wasser abfallen.
Ein ideales Umfeld für Wasser- und Tauchsportaktivitäten vor dem Hintergrund hoch aufragender, von den Naturgewalten skurril bearbeiteter Felsformationen.
Die Infrastruktur auf den Phi Phi Inseln wurde durch das Seebeben im Indischen Ozean am 26. Dezember 2004 zerstört. 200 Bungalows wurden ins Meer gespült, einige davon zusammen mit Bewohnern und Angestellten. Die Zahl der auf Phi Phi getöteten Menschen beläuft sich auf rund 850. 1300 Menschen werden noch vermisst. 70% der Gebäude im Hauptort wurden zerstört.
Die Anreise nach Koh Phi Phi ist nur mit dem Boot möglich. Nach Phi Phi Don gibt es täglich mehrmals Fähren von Phuket oder Krabi. Dauer ca. 1,5 Stunden. Zudem werden von diversen Orten aus Bootsausflüge inkl. Schnorcheln oder Tauchgängen nach Phi Phi Le angeboten.
Bei Ankunft auf der Insel werden pro Besucher 20 BTH kassiert um die Insel "sauber" zu halten. Das ist leider für die Katz, denn die Strände sind trotzdem dreckig und die Insel selber stinkt stellenweise bis in den Himmel. Da fragt man sich schon wo das Geld hingeht.
Da es auf der bewohnten Haupt-Insel (Phi Phi Don) keine echten Strassen gibt sind auch keine Autos vorhanden. Entweder läuft man zu Fuss oder lässt sich mit dem typischen Long Tail Boot über weitere Entfernungen transportieren. Ansonsten werden hauptsächlich Karren, Mopeds mit Beiwagen oder Golf-Karts zum Transport eingesetzt.
Der Tourismus, darunter viele Tagesbesucher, bedroht die empfindliche Ökostruktur
der, für diese Massen, zu kleinen Inseln. Vor allem das Müllproblem scheint den einheimischen Behörden über den Kopf zu wachsen.
Punkt 8h ertönt die Nationalhymne. Nach dem Frühstück taucht Paul ab, um den Propeller zu putzen und eine neue Anode zu montieren. Die alte hat nur knappe zwei Monate gehalten. Um 10h15 (wir müssen auf die Tide achten, sonst ist wieder kein Wasser da!) nehmen uns Anne und Werner in ihrem Dinghy mit in den Ort Ton Sai. Dies ist der Ort an der schmalsten Stelle der Insel und er besteht nur aus Restaurants, Resorts, Tatooshops, Reiseveranstaltern, Souvenirshops und Tauchläden. Ich bekomme einen neuen Schnorchel. Eine uralte Taucherbrille habe ich noch auf dem Schiff. Wir essen an der Ton Sai Bucht (Südseite) zu Mittag. Ich nehme ein Phat Thai.
Phat Thai oder Pad Thai ist ein traditionelles Nudelgericht der thailändischen Küche. Es besteht hauptsächlich aus Reisbandnudeln, hinzu kommen verquirlte Eier, Fischsauce, Tamarindenpaste, gehackte Knoblauchzehen, Chilipulver, Bohnensprossen, kleine getrocknete Krabben, Tofu und wahlweise Fleisch oder Meeresfrüchte. Garniert wird das Gericht mit zerstossenen Erdnüssen und Korianderblättern, Limette, Frühlingszwiebeln, manchmal auch mit einem Stück Bananenblüte. Zusätzlich kann man mit verschiedenen Gewürzen (Chillipulver, sauer eingelegten Chillistücken, Fischsauce und Zucker), die in kleinen Schälchen auf jedem Tisch stehen, je nach Geschmack nachwürzen.
Der Ministerpräsident Luang Phibul Songkhram erklärte Phat Thai während des Zweiten Weltkrieges zum Nationalgericht, um zu einer Zeit, als die Regierung vor einer Budgetkrise stand, den Reiskonsum in Thailand zu verringern.
Es entwickelten sich zwei verschiedene Arten von Phat Thai: zum einen die traditionelle Art des Phat Thai, welches trocken und leicht ist. Man findet es beispielsweise an kleinen Ständen in den Strassen von ganz Thailand. Dagegen wird in Restaurants der westlichen Welt oft eine in rotem Öl gebratene Variante serviert, die unter Umständen schwer und auch scharf sein kann.
Dann laufen wir wieder zum Dinghy an der Nordseite der Bucht und fahren zu den Schiffen zurück, bevor Ebbe ist und die ganze riesige Bucht trockenfällt.
Die „sail away“ muss Platz wechseln. Sie liegt an einer Boje für ein grosses Touristenboot. Um 16h holen wir die „sail away“ ab und bringen Anne und das Dinghy an den Monkey Strand. Wir wollen am Riff schnorcheln. Und Werner und Paul schnorcheln wirklich, bei mir bricht die Halterung des Bandes an meiner uralt Taucherbrille und ich kehre zu Anne an den Strand zurück. Wir laufen zusammen über den ganzen wunderschönen pudrigweissen Strand (aber total vermüllt!) und beobachten die vielen Affen (Langschwanz-Makaken). Es hat Mütter mit winzigen Äffchen am Bauch. Wir haben das Gefühl, die sind erst vor einer Stunde geboren worden. Die „Teenager“ zanken und klettern akrobatisch an den Bäumen herum. Ein grosser Macho-Affe hat einen dicken Krebs gefangen. Er setzt sich damit auf eine Felsplatte und verspeist genüsslich seine Beute. Seine „Frau“ sitzt still etwa 1m neben ihm und wartet geduldig bis der Herr satt ist und sie den Rest des Krebses haben darf. Als Paul und Werner vom Schnorcheln zurück kommen, trinkt jeder von uns eine Dose Bier, die wir im Dinghy mitgebracht haben. Au, das war genau falsch! Jetzt müssen unsere Männer das Dinghy verteidigen. Paul mit einer meiner Flossen, Werner mit einem Paddel. Die Affen wollen auch Bier haben! Wir beobachten, wie ein grösserer Affe einem Touristen eine Wasserflasche aus der Hand entreisst, sie öffnet und wie ein Mensch daraus trinkt. Eigentlich wollten wir ja unser heutiges Apéro am Strand geniessen, aber das ist hier unmöglich mit dieser Affenbande um uns herum. Also findet es auf der MABUHAY statt.





























































