Samstag, 19. April 2014: Koh Nakha Yai – Haven Marina, sonnig und sehr heiss, 12 sm
Die Sonne scheint wieder. Sofort nach dem Frühstück, schon um 8h30 sind meine drei Wasserratten wieder unterwegs an den Strand zum Baden und Schnorcheln.
Um 10h will unser Skipper weiterfahren, zur „Haven Marina“. Wenn wir um 10h fahren, haben wir die Strömung mit uns, später gegen uns. Trotzdem müssen wir die ganzen 12 sm oder 2 Stunden und 20 Minuten motoren. Jessi ist heute sehr fleissig. Sie sitzt die ganze Zeit unten im Salon und schreibt und zeichnet in ihrem Ferientagebuch. Nach dem kalten Mittagessen auf der MABUHAY laufen wir alle vier ins Dorf. Ich habe inzwischen Eier mit Zwiebelschalen gefärbt und Jessi und Marcus kneten Brotteig. Es ist höllisch heiss! Paul sucht wieder mal Holz und wir finden eine Schreinerei wo er zwei Bretter bestellt. Danach besuchen wir noch die Dorf-Moschee und kehren zur Marina zurück. Paul isst zusammen mit Jessi zum ersten mal seit ca. November wieder eine Glacé. In der Marina treffen wir Pierre, den Schweizer von der „TEA“, aus Lausanne. Zusammen trinken wir etwas im Marina Restauräntchen.
Um 17h30 sind wir mit Elaine und Bob von der „Pipistrelle“ im Restaurant Haven zum Abendessen. Es ist wieder sehr gemütlich, bis Jessi plötzlich einen fürchterlichen, schrillen Schrei ausstösst. Ein grosser Nachtfalter oder Käfer ist ihr auf den Bauch geflogen! Nach dem Essen gehen wir schnell zur MABUHAY, schieben das Brot in den Backofen und sind danach für einen Abschiedstrunk für Marcus und Jessica auf der „Pipistrelle“ eingeladen. Nach 40 Minuten kehren wir zur MABUHAY zurück um das Brot aus dem Ofen zu nehmen.
Oster-Sonntag, 20. April 2014: Haven Marina, sehr heiss, 35°
Heute Abend um 20h30 haben Marcus und Jessi ihren Heimflug, in die kühle Schweiz, wo es teilweise pünktlich zu Ostern wieder Schnee gegeben hat.
Zum Ostermorgen-Frühstück gibt es die vom thailändischen Osterhasen gefärbten und gebrachten Eier. Es ist schon wieder enorm heiss. Marcus und Paul gehen ins Dorf, zum Schreiner, um die zwei Bretter abzuholen. Jessi und ich bleiben an Bord um Tagebuch und Logbuch zu schreiben und um die gewaschene Wäsche aufzuhängen. Heute muss sie (die Wäsche) nicht angenagelt werden.
Nachdem die Männer vom Holz holen zurück sind, machen wir uns alle auf den Weg um im „Papa and Mamma“ Mittag zu essen. Leider hat das Einheimischen Restaurant, weil Sonntag ist, geschlossen. Das „Coconut“ daneben auch. Also essen wir neben dem kleinen Lebensmittelladen, bei einer Moslem-Familie Gemüse mit Huhn und Reis. Jessi möchte wieder mit Stäbchen essen, aber die haben hier keine. Zurück auf der MABUHAY werden noch die letzten Tagebuch- und Gästebucheinträge gemacht, Kaffee getrunken, gepackt und gebadet, es ist wieder höllenheiss!
Um 17h15 fährt Paul die erste Fuhre mit Marcus und dem Gepäck zum Marinasteg. Jessi und ich sind bei der zweiten Fuhre dabei. Jessi steuert das Dinghy souverän in die Marina. Paul übernimmt im letzten Moment das Steuer um am Steg anzulegen.
Um 17h30 begleiten wir die beiden im Taxi zum Flugplatz der Insel Phuket. Von hier aus sind es nur ca. 16 km oder 15 Minuten. Nachdem die zwei Reisenden wärmere Sachen angezogen haben und die Rucksäcke eingecheckt sind, essen wir im Flugplatzrestaurant im oberen Stock zu Abend. Melanie und Roy, die beiden Emmentaler (aus Affoltern i.E.
und Zollbrück) stossen auch noch zu uns und so sitzen wir zu sechst gemütlich beim Essen. Melanie und Roy lebten und arbeiteten in Neuseeland, wo wir sie kennenlernten. Sie waren in Opua eine ganze Woche bei uns an Bord. Jetzt sind sie unterwegs zu den Philippinen und wollen später wieder in der Schweiz leben.
Nachdem Marcus und Jessica sich verabschiedet haben, verlegen wir uns mit Melanie und Roy in eine Bar im Ort Nai Yang. Roy fährt mich zuerst auf seinem Mietmotorrad zur Bar „Mango Saloon“. Dann fährt er zurück und holt noch Melanie und Paul. Zu dritt auf dem Motorrad kommen sie bei der Bar angefahren. Immerhin haben zwei davon einen Helm an.
Wir sitzen bis um 23h30 gemütlich draussen an mächtigen Holztischen und hören uns Melanie's und Roy's Reisepläne an. Der Wirt, ein Bulgare, bringt uns für 500 Bath (ca. 15 SFr.) die 16 km zurück zur Haven Marina. Punkt 24h sind wir zurück auf der MABUHAY. Es blitzt und donnert und schon bald regnet es leicht.
Montag, 21. April 2014: Haven Marina – Koh Nakha Yai, 12 sm, leicht bewölkt, sehr heiss
Am Morgen waschen wir eine Maschine Wäsche und machen dann einen Abschiedsbesuch bei der „Pipistrelle“. Wir haben das Gefühl, Elaine und Bob lassen uns nur ungerne gehen.
Nach dem Mittagessen verlassen wir um 12h30 den Ankerplatz vor der Marina und motoren südwärts. Den wenigen Wind haben wir wieder einmal voll auf die Nase. Um 15h15 sind wir bei der Insel Koh Nakha Yai und ankern hier. Genau zu dieser Zeit landen Marcus und Jessica in Zürich. Dies ist der Strand wo Jessica am Freitag und Samstag ihr Kunststück mit dem Grossvater geübt hat. Der Unterschied zu Marcus und Jessi ist nur, dass wir hier im Moment etwa 35° Hitze haben und uns sofort ins Wasser werfen können. Und in Zürich? Wir baden am Strand und später nochmals bei der MABUHAY. Ja, das würde unserem Besuch auch gefallen! Die Zikaden machen in den Bäumen einen Höllenradau. Und an den vielen Einsiedlerkrebsen, die in ihren kleinen Schneckenhäuschen am Strand herum wackeln, hätte Jessi ihre helle Freude. Tja, die 13 Tage die wir mit Marcus und Jessi verbringen durften sind leider viel zu schnell vorbei gegangen.. Aber, abgesehen von den täglichen Klagen wegen der Hitze und dem Schweissverlust, waren wir echt ein sehr gutes Team. Psst, der Monat April ist in Phuket nämlich wirklich der heisseste Monat des Jahres, aber das sagen wir den beiden natürlich nicht...! Wir, die Stamm-Crew der MABUHAY, sind überzeugt, dass Marcus und Jessica diese Schwitzferien nicht so schnell wieder vergessen werden, oder?
Und wer steuert jetzt das Dinghy und wer kurbelt es am Abend wieder hoch, he?
P.S. Wir erfahren später, dass der Flug der beiden mit 8 Stunden Verspätung in Zürich gelandet ist.
Fotos von: Jessica Jung, Marcus Jung, Paul Jung, Marie-Therese Jung
























