Freitag, 30. Mai 2014: Yangon - Bangkok, sonnig, bewölkt
Rangun (englisch Rangoon) (heisst seit 1989 offiziell Yangon) ist eine Stadt in Myanmar. Mit rund 4,4 Millionen Einwohnern in der eigentlichen Stadt und 5.990.318 Einwohnern in der Agglomeration (Stand 1. Januar 2005) ist Yangon die grösste Stadt und das industrielle Zentrum des Landes. Bis zum Jahr 2005 war Yangon die Hauptstadt Myanmars; der Regierungssitz wurde nach Naypyidaw verlegt.
Um 4h15 schreit der Muezzin. Ganz in der Nähe unseres Gästehauses hat es 4 (!) Moscheen. Eine von den Sunniten, eine von den Schiiten aus dem Iran, eine von den Indern aus Bengalen und eine von den Indern aus Madras. Im Grossraum Yangon, der grössten Stadt von Myanmar, gibt es rund 90 Moscheen. Den Morgen nutzen wir, um nochmals durch die Gassen zu streifen, diesmal besonders durch indische Quartiere. Es ist 14h15, als wir ins Taxi zum Flugplatz steigen. In Yangon ist es bewölkt und 33° warm. Die Fahrt dauert etwa 45 Minuten und hier am Flugplatz ist es grau in grau und es fängt an zu blitzen, donnern und regnen. Bei der Immigration sagt kein Mensch etwas, weil mein Pass keine freien Seiten mehr hat. Problemlos bekomme ich den Ausreisestempel. Um 16h30 verlassen wir nach 3 Wochen und einem Tag das schöne Myanmar. Wir stellen unsere Uhren wieder eine ½ Stunde zurück und fliegen 75 Minuten lang zurück nach Bangkok.
Diese Reise nach Myanmar war für uns etwas ganz Besonderes und wir haben doch schon einiges gesehen. Die Leute sind (noch) sehr nett und hilfsbereit, das Land ist abwechslungsreich und schön, das Essen gut. Allerdings hatten wir manchmal das Gefühl, uns vor 100 oder sogar 200 Jahren zu befinden. Und das, obwohl fast jeder ein Handy am Ohr hat und es Hunderte von Mobile -Shops gibt. Ausser dem Visa und dem Flug Bangkok-Yangon retour haben wir nichts über ein Reisebüro gebucht und auch keine Zimmer reserviert. Wir haben jeden Tag spontan zusammen besprochen, wie und wohin die Reise weitergehen soll. Wir haben in 10 verschiedenen Gästehäusern und Hotels geschlafen. Mit dem Wetter hatten wir auch Glück. Nur bei der Eintageswanderung (ausgerechnet!!!) in Kalaw, sind wir wirklich nass geworden. Schade, ist diese tolle Reise schon vorbei! Aber nun freuen wir uns auf zu Hause und die Heimat, die schöne Schweiz....
Freitag, 30. Mai 2014: Bangkok
Als wir in Bangkok landen, ist es hier auch 33 °warm, abends um 18h15. Alles verläuft problemlos. Auch merkt niemand, dass es in meinem Pass immer noch keine freie Seiten mehr hat, um den Einreisestempel hinein zu knallen. Ein Taxichauffeur bringt uns in 10 Minuten zum "Hotel Valentine", in der Nähe des Flughafens. Das Hotel hat sogar einen Swimmingpool (den wir aber nie benutzen), es kostet 1000 Bath, ca 30 Sfr. Zum Abendessen sind wir direkt neben unserem Hotel bei einer Strassenküche. Paul sieht auf einem anderen Tisch, was die essen. Er geht hin und schaut sich das an. Ja, das bestellen wir auch! Wir bekommen ein Öfchen aus Ton, mit glühenden Kohlen, auf den Tisch. Darauf steht ein Tontopf mit Bouillon drin. Dazu bekommen wir auf einer Platte Nudeln, viel verschiedenes Gemüse, Fleischstückchen und je ein rohes Ei. Der Koch kommt und fragt, ob wir Gay (Huhn) oder Mooh (Schwein) wollen. Wir wollen Huhn. Der Koch kommt wieder und sagt: "no have!" Also dann halt Mooh! Nun müssen wir alles in den Tontopf schmeissen und köcheln lassen. Mmmm..., herrlich, besonders die Bouillon am Schluss. Aber wir schwitzen wie die armen Sünder in der Hölle!!!
Samstag, 31. Mai 2014: Bangkok
Wir haben sehr gut und ruhig geschlafen, dank dem, dass ich ein Zimmer "hintenraus" verlangt habe. Beim Frühstück stellen wir leider wieder fest, dass die Thais einfach nicht so freundlich zu ihren Gästen sind. Wir machen einen sehr langen Spaziergang und suchen eine Apotheke. Ich habe seit dem Elefantencamp in Myanmar eine kleine offene Wunde am Fuss, die sich langsam entzündet und schmerzt. Mein linker Knöchel ist ziemlich geschwollen und sieht aus wie eine Schweinshaxe! Die Verkäuferin in der Apotheke spricht kein Wort Englisch, aber ich zeige ihr die Wunde und sie verkauft uns eine Salbe mit Antibiotika. Mal sehen was das wird! Den ganzen Nachmittag hängen wir nur so herum. Zu Abend essen wir in einem nahen, schönen Restaurant mit vielen kühlenden Ventilatoren....Sehr viele Thais essen hier westliches Essen. Paul hat ein zähes Schweinesteak mit etwa 6½ Pommes Frites, dazu ein kleines Häufchen Chabissalat. Ich das gleiche, aber statt Schwein habe ich ein sehr gutes Fischfilet. Wir bestellen noch eine Portion Pommes Frites und sind dann satt. Wir staunen, wieviel die meistens kleinen und schmalen Thais an Essen verdrücken können.
Sonntag, 1. Juni 2014: Bangkok
In der Nacht tobt ungefähr eine Stunde lang ein Höllengewitter. Es blitzt ununterbrochen taghell und die Donner krachen ohrenbetäubend. Meinem Fuss geht es sehr viel besser, er ist viel weniger geschwollen und tut nicht mehr so weh. Wir halten einen öffentlichen Bus auf und fahren einfach mal los. Wir haben keine Ahnung, wohin der überhaupt fährt. Bei der Endstation steigen wir aus und haben Glück. Es ist eine Gegend, wo es Märkte und Shopping gibt. Irgendwo essen wir eine Kleinigkeit zu Mittag und fahren dann per Bus wieder zurück zu unserem Hotel in der Nähe des Flughafens. Unterwegs steigen wir bei einem Tempel aus, weil wir sehen, dass es da noch einen grossen Markt hat. Gerade richtig zur Siesta (etwa 14h) sind wir zurück im Hotel. Es ist wieder sehr heiss, bei sonnig bis bewölkt. Abendessen im gleichen Restaurant wie gestern. Ich ein Hühnersteak, ziemlich scharf, mit 8 (!) Pommes Frites (echt, ich habe sie gezählt!) und dazu ein Häufchen Chabissalat. Paul einen gemischten Salat mit viel süsser Mayonnaise. Ihm ist schon den ganzen Tag nicht so recht wohl.
Montag, 2. Juni 2014: Bangkok - Amsterdam – Basel
Paul hat sehr schlecht geschlafen. Es geht ihm nicht gut, Übelkeit, Bauchweh, er kann aber nicht erbrechen. Um 9h fahren wir per Taxi in 10 Minuten zum Flugplatz. Wir holen unsere Tasche ab, die wir vor 3½ Wochen hier deponiert haben und packen ein wenig um. Paul hat scheinbar, trotz seiner heutigen Schwäche, zu viel Kraft und reisst ein riesiges Loch in die Tasche. Ich sehe uns schon, einen neuen Koffer oder eine Tasche kaufen zu müssen (jetzt bin ich auch eine Negativdenkerin!). Aber zum Glück gibt es ja so einen Service, wo man die Gepäckstücke in Plastik einpacken lassen kann. Das machen wir und das Problem ist gelöst. Und auch in meinem Pass finden die Beamten unkompliziert noch ein Plätzchen für den Ausreisestempel aus Thailand. Der Flug nach Amsterdam dauert 11 Stunden und von da nach Basel nochmals fast 2 Std. Paul isst auf dem ganzen Weg nichts, er trinkt nur Wasser oder Cola. Kurz vor 22h landen wir kaputt aber glücklich in Basel. Der Abholservice vom Flugplatz Basel nach Pieterlen funktioniert prima. Merci nochmals an den Chauffeur! Juhu, wir sind zu Hause, um uns einen Sommer lang vom anstrengenden Schifferleben zu erholen..
P.S. Die Schreiberin hat ab sofort bis zum 1.November 2014 Sommerferien !!!











