Mittwoch, 14.Januar 2015: Insel Phuket, Panwa Beach – Nay Harn, 8 sm
Paul hat eine ziemlich turbulente Nacht verbracht. Magenkrämpfe!
Um 9h15 heben wir und die „sail away“ die Anker und segeln nach Nay Harn. Wir können den ganzen Weg supersegeln. Es hat Wind zwischen 10 und 20 Knoten. Toll. Um 11h ankern wir in der schönen Nay Harn Bucht.
Abends Besprechung mit der „sail away“ bei uns auf der MABUHAY, später kleineres Feuerwerk in der Bucht.
Donnerstag, 15.Januar 2015: Insel Phuket, Nay Harn – Nai Yang, 22,4 sm
Um 9h15 h geht es los. Es weht ein kräftiger Wind zwischen 10 und 28 Knoten. Wir machen eine mächtige Rauschefahrt unter Segeln, bis nach Nai Yang, das ist die Ankerbucht beim Flugplatz. Wir haben kaum Mittag gegessen, kommen Karen und Frank von der KOKOMO V zu uns an Bord. Wir dachten, die seien schon längst viel weiter nördlich. Wir trinken zusammen Kaffee und um 17h30 sind wir schon auf der „sail away“ zum Sundowner eingeladen. Von hier gehen wir mit Anne und Werner an Land zum Abendessen im Nai Yang Restaurant. Das Essen ist prima und wir geniessen die schöne Ambiance am Sandstrand.
Allerdings hat sich seit unserem letzten Besuch in Phuket im letzten Jahr und seit der Militärregierung, hier einiges verändert. So stehen zum Beispiel keine Liegestühle und Sonnenschirme mehr am Strand, was für uns ziemlich ungewohnt aussieht.
Freitag, 16.Januar 2015: Insel Phuket, Nai Yang
Wäsche waschen, Cockpit putzen, Bericht und ganz viele mails schreiben. Also langweilig wird uns NIE!! Gegen Abend kommen Anne und Werner zur Besprechung zu uns an Bord und danach fahren wir an Land.
Wir treffen die Österreicher Eveline und Peter von der RENEGADE. Mit allergrösstem Erstaunen erfahren wir vom Absturz des EURO's, gegenüber dem Schweizer Franken. Wir hatten davon nichts gehört! Wir essen im Restaurant Nr. 4 (doch, so heisst das wirklich!) zu Abend. Es ist schön und gemütlich, trotz des kühlen Windes, der mich schon wieder frösteln lässt. Am Strand gibt es noch ein kleines Feuerwerk. Die Brandung ist ziemlich heftig und beim An- und Ablegen mit dem Dinghy vom Strand braucht es einige Taktik, damit man nicht bis auf die Unterhosen nass wird.
Samstag, 17.Januar 2015: Nai Yang – Ban Tham Lamu, 33.2 sm
Die Nacht war eher schaukelig. Punkt 8h heben wir die Anker. Wir sind vier Schiffe die nach Norden segeln. Die KOKOMO V, die Babar (beides Australier), die „sail away“ und wir. Wir können mit NE-Wind super segeln, ca. 20 sm (zur Erinnerung, 1 sm = 1.852 km) lang, bis der Wind plötzlich auf Nord dreht und wir ihn voll auf die Nase haben. Wir haben einen kleinen Gecko an Bord. Paul meint er habe einen verletzten Fuss an ihm gesehen. Um 13h30 ankern wir in einer Art Fijord bei Ban Tham Lamu. Hier fahren unzählige grosse Fischerschiffe hinaus aufs offene Meer und nach 16h kommen Karawanen von Speedbooten mit Touristen von den Similan Inseln zurück.
Gegen 21h kippt die Tide, das heisst, das Wasser läuft aus dem Fijord hinaus und alle Boot drehen sich. Wir sehen zwei Segler, die umankern müssen, weil sie beim Drehen von grossen Tauchbooten touchiert werden. Wir haben Glück, wir haben genügend Abstand zu unserem grossen Nachbarn.
Sonntag, 18.Januar 2015: Ban Tham Lamu
Oh je, der Skipper findet die Leiche unseres kleinen Geckos.
Es war sehr ruhig hier heute Nacht, abgesehen von ein bisschen Rambazamba vom Ufer her. Hier befindet sich eine kleine Basis des Militärs, die hier einige Patrouillenboote stationiert haben. Am Morgen kommen die vielen Fischerboote wieder zurück und dafür laufen die Speedboote in Massen aus. Wir haben beschlossen, noch einen Tag länger hier zu bleiben.
Am Nachmittag schauen wir uns den Ort Ban Tham Lamu an. Hier scheinen alle vom Fischfang oder von den Touristenbooten zu den 70 km entfernten Similan Inseln zu leben. Vor sehr vielen Häusern sehen wir Tintenfische die zum Trocknen auf Drahtgittern an der Sonne liegen.
Montag, 19.Januar 2015: Ban Tham Lamu – Kho Phra Tong, 43 sm
Wir hatten wieder eine sehr ruhige Nacht. Um 8h heben wir und die „sail away“ die Anker und motoren nordwärts. Wir fahren an Khao Lak vorbei. Das ist der Ferienort, wo der Tsunami vor 10 Jahren ganz besonders schrecklich gewütet hat.
Leider können wir heute nur 40 Minuten segeln, den ganzen Rest der 43 sm haben wir den Wind auf die Nase und im Kanal zwischen den Inseln haben wir den Wind und 2,5 Knoten Strömung gegen uns. Wir backen während der Fahrt ein sehr schönes Brot. Das Brot ist für morgen. Wenn wir es heute schon anschneiden, ist die Hälfte davon weggeputzt.....
Um 16h45 ankern wir hinter der Insel Kho Phra Tong.
Dienstag, 20.Januar 2015: Kho Phra Tong
Es ist wunderbar ruhig hier und in der Nacht sehen wir einen traumhaft schönen Sternenhimmel.
Wir bleiben einen Tag hier in dieser geschützten Durchfahrt, zwischen den Inseln. Ich hab einen Termin beim Bordcoiffeur und wir waschen Wäsche.
Zum Abendessen haben wir Anne und Werner zu uns eingeladen. Es gibt gedörrte Bohnen mit Speck und Rippli, dazu Salzkartoffeln. Unsere beiden Gäste kennen Dörrbohnen nicht und scheinen begeistert zu sein. Anne sagt ein ums andere Mal: „Mmm, lecker!“
Mittwoch, 21.Januar 2015: Kho Phra Tong – Kho Payam, 34 sm
Wir haben eine sehr ruhige Nacht verbracht. Um 8h geht unsere Reise weiter. So lange wir zwischen den Inseln sind, müssen wir „nur„ gegen das auflaufende Wasser fahren. Aber sobald wir auf offenem Meer sind, geht die Kämpferei gegen Wind bis zu 26 Knoten aus Nord, Wellen und Strömung los. Zweimal sehen wir eine Gruppe Delfine, aber sie haben keine Zeit für uns. Am Nachmittag gibt es erst richtig Action. Paul merkt, dass mit der Dieselzufuhr etwas nicht stimmt. Er verkriecht sich in den Motorenraum und wechselt den Vorfilter, der total mit schwarzem Dreck zu ist. Und siehe da, die Dieselzufuhr funktioniert wieder tadellos. Das ist schon super, wenn man den Bordmechaniker dabei hat. Nach 8½ Stunden motoren erreichen wir endlich und glücklich um 16h30 die Insel Koh Payam, wo wir am Long Beach (Ao Yai) an der Südwestküste ankern. Zum Abendessen gibt es die Reste von gestern. Bohnen mit Speck!
Koh Phayam
Koh Phayam (auch Ko Payam) und Koh Chang sind die nördlichsten Inseln Thailands an der Westküste der Andamanensee nahe der Grenze zu Myanmar. Sie sind klein aber fein und noch unbekannt. Die knapp 600 Einwohner leben vom Cashew-Nuss- und Gummibaum-Anbau. Es gibt lediglich einen kleinen Seenomadenort auf jeder der beiden Inseln. Dazu kleinere Läden und Mopedverleih, keine Autos und kein Nightlife. Ein paar schmale betonierte Strassen und Wanderwege führen von Bucht zu Bucht und laden dazu ein, die Insel zu Fuss, mit dem Fahrrad zu erkunden. Im Südwesten ist die Backpacker und Hippieszene zuhause. So ziemlich alles scheint hier erlaubt, inkl. Mopedfahren auf dem Strand und Haschrauchen. Einfache Bars, billige Hütten und laute Musik bestimmen Tag und Nacht. Wer nicht an Ausflügen zum Schnorcheln, Tauchen oder Fischen teilnehmen will, kann auf Phayam die Seele so richtig baumeln lassen und dem Nichtstun fröhnen.
Nahe der Piers an der Ostküste liegen kurze Sandstrände mit wenigen Resorts. Allerdings hat sich hier in den letzten Jahren am meisten verändert. Auch ein luxuriöses Resort ist hier entstanden (The Blue Sky Resort).
Im Norden der ca. 17qkm kleinen Insel liegt die Büffelbucht (Ao Khao Kwai ), der bei Ebbe das Wasser fast gänzlich fehlt. Der weisse Strand ist jedoch sauber und noch sehr naturbelassen. Bei Flut kann man in der geschützten Bucht gut schwimmen. Ausserdem liegen rund um die Insel weitere kleine und einsame Sandbuchten. Etwa eine Stunde Bootsfahrt südlich liegen die kleinen Ausflugsinseln Koh Kam und Koh Khangkhao, die mit schönen Sandstränden zum Schnorcheln und Sonnenbaden einladen.
Donnerstag, 22.Januar 2015: Koh Payam
Endlich!!! Heute erhalten wir per Mail aus London, das Permit (die Bewilligung), die britischen CHAGOS-Inseln im Indischen Ozean besuchen zu dürfen. Diese Bewilligung haben wir am 10. Oktober 2014 angefordert und dafür im voraus 150 £ (Englische Pfund) bezahlt. Wir haben fast nicht mehr daran geglaubt, dass sie jemals eintrudelt.
Gegen Mittag fahren wir mit dem Dinghy von Anne und Werner an den Strand. Wir laufen dem Strand entlang bis zum Restaurant „JJ“ am wunderschönen Strand mit den grossen Wellen die sich überschlagen. Hier essen wir fein thailändisch zu Mittag. Es ist mächtig heiss, aber wir machen eine grosse Strandwanderung. Nach einem feinen Dessert im Restaurante „Piccolo“, auch am Strand, geht es wieder zurück zu den Schiffen. Wir müssen eine grosse Welle abpassen und dann sofort ins Dinghy springen, damit die Welle uns nicht erwischt. Trotzdem haben wir alle nasse Unterhosen Die Shorts haben wir vorher ausgezogen und im Rucksack verstaut, damit wenigstens die trocken bleiben.
Freitag, 23.Januar 2015: Koh Payam
Wir mieten zwei Roller und fahren über die Insel Koh Payam. An der Pier, da wo die Touristenboote aus Ranong ankommen, trinken wir irgendwo einen feinen Iced Coffee. Danach geht es zur Buffalo Bay, die Büffelbucht (Ao Khao Kwai) wo es etwa 15 Segelboote vor Anker hat. Hier essen wir bei einem Resort am Strand zu Mittag. Es ist einfach wunderschön hier. Ausser mir möchten alle eine hausgemachte Icecream, die uns von der Wirtin wärmstens angepriesen wird. Leider ist aber die Icecream noch nicht genügend fest gefroren und so müssen die armen Anne, Werner und Paul darauf verzichten. Nur ich bekomme meinen guten Kaffee serviert. Wir fahren alle Strassen (Betonpisten voller Löcher) der Insel ab, kaufen unterwegs noch kurz Gemüse und Früchte ein und sind dann an unserem Strand wieder im Restaurant „JJ“. Jetzt kommen meine drei Begleiter doch noch zu ihrem Eiscream und ich geniesse frische Früchte mit Joghurt. Mmm!!! Gegen 17h30 sind wir, auch heute wieder, alle mit nassen Unterhosen zurück auf unseren Schiffen.
Samstag, 24.Januar 2015: Koh Payam
Weil unser Guthaben für das Internet abgelaufen ist, müssen wir unbedingt nochmals an Land um neues Guthaben zu kaufen. Und weil gerade Mittagszeit ist, essen wir nochmals im Restaurant „JJ“ zu Mittag. Den Nachmittag verbringen wir faul auf unseren Schiffen.
Sonntag, 25.Januar 2015: Koh Payam – Ko Surin Tai, 40 sm
Den ganzen Tag, das heisst 8 Stunden lang müssen wir motoren, weil entgegen den Wetterprognosen kein bisschen Wind vorhanden ist. Aber dafür machen wir einen kleinen (verbotenen) Abstecher durch die myanmarischen Gewässer, die aber auch nicht anders aussehen als die thailändischen.























































