Sri Lanka: 28.04. - 01.05.2015, Teil 5
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Dienstag, 28.April 2015: Tissamaharama - Mirissa

Nach dem Frühstück, Tee und ein Toast, geht die Fahrt nach Mirissa. Hier treffen wir um ca. 12h30 ein und erhalten im „Hotel Paradise Beach Club“ ein schönes kleines Bungalowhäuschen. Darin muffelt es zwar ziemlich, aber es gefällt uns trotzdem gut. Das Hotel liegt direkt am Strand und ist sehr schön. Den Nachmittag verbringen wir am Strand und am Pool. Abends genehmigen wir uns den ersten Sundowner hier in Sri Lanka, am schönen Strand, wo die Wellen gewaltig andonnern. Aber die Wellenreiter freut das sehr. Beim Abendessenbuffet esse ich einen Mundvoll Kartoffelpürée und ein wenig Blumenkohl. Jetzt hätten wir mal so ein tolles Büffet und mögen nicht essen. Die Speisen sind alle angeschrieben und Paul nimmt unter anderem „Spegatti“.

Su“ erklärt uns, dass er uns morgen nicht zu sich nach Hause begleiten kann. Er muss nach Polonawaruna an die Beerdigung einer Tante. Das sind 8 Stunden Nachtfahrt mit einem Bus. Morgen um 14h ist die Beerdigung und am Donnerstag kommt er zurück in sein Haus. Sampath wird uns morgen nach Kosgoda bringen.

Mittwoch, 29.April 2015: Mirissa – Kosgoda,

Um 6h ist Tagwache. Um 6h15 bekommen wir im Hotel je ein Frühstückspaket, die wir aber beide Sampath schenken. Er bringt uns im Auto zum Hafen, wo die Whale Watching Schiffe abfahren. Die Fahrt kostet 6500 Rupien (= ca. 45.50 Sfr.). Mirissa liegt an der Südspitze von Sri Lanka. Es ist 7h als wir ablegen und nach ca. einer Stunde sehen wir unseren ersten Blauwal. Das heisst, wir sehen ihn blasen und seinen Rücken und den Schwanz. Als er wieder verschwindet. Alle 10 bis 15 Minuten tauchen die Blauwale auf um zu atmen. Wir sehen dieses Schauspiel ein paar Mal, leider manchmal einfach zu weit weg um ein gutes Foto zu schiessen.

Mittwoch, 29.April 2015: Mirissa – Kosgoda,

Um 6h ist Tagwache. Um 6h15 bekommen wir im Hotel je ein Frühstückspaket, die wir aber beide Sampath schenken. Er bringt uns im Auto zum Hafen, wo die Whale Watching Schiffe abfahren. Die Fahrt kostet 6500 Rupien (= ca. 45.50 Sfr.). Mirissa liegt an der Südspitze von Sri Lanka. Es ist 7h als wir ablegen und nach ca. einer Stunde sehen wir unseren ersten Blauwal. Das heisst, wir sehen ihn blasen und seinen Rücken und die Schwanzflosse als er wieder verschwindet. Alle 10 bis 15 Minuten tauchen die Blauwale auf um zu atmen. Wir sehen dieses Schauspiel ein paar Mal, leider manchmal einfach zu weit weg um ein gutes Foto zu schiessen.

Der Blauwal (Balaenoptera musculus) gehört zur Familie der Furchenwale , somit zur Unterordnung der Bartenwale (Mysticeti), zur Ordnung der Wale (Cetacea) und zur Klasse der Säugetiere (Mammalia). Er ist bis zu 33 Meter lang und mit einer Körpermasse von bis zu 200 Tonnen das grösste und schwerste bekannte Tier, das jemals auf der Erde gelebt hat.

Die Lebensdauer eines Blauwals kann 90 Jahre betragen, die meisten Wale sterben allerdings deutlich früher.

Wie alle Bartenwale ernährt sich der Blauwal von Plankton, das er mit Hilfe seiner Barten aus dem Meerwasser filtert. Trotz seiner eher grob beborsteten Barten bevorzugt er dabei Kleinstkrebse im cm- oder mm-Bereich. Er taucht in Tiefen bis zu 100m.

Während wir auf weitere Wale warten, bekommen wir Frühstück, Sandwich, süsse Schnecken, dazu Wasser und Fruchtsaft. Auf dem Programm steht auch Dolphin Watching und tatsächlich sehen wir von denen massenweise. Um 10h sind wir wieder zurück im Hafen, wir haben mit dem Schiff 18 Seemeilen zurückgelegt (Paul lässt das GPS auf dem iPad mitlaufen).

Sampath erwartet uns schon und fährt uns nach Galle. Hier möchten wir gerne den Hafen anschauen, wo viele Segler, die den Indischen Ozean überqueren Halt machen. Leider dürfen wir den Hafen nicht betreten. Schade! Dafür schauen wir uns das Fort von Galle an. Unterwegs nach Kosgoda „müssen“ wir uns noch eine Mine für Mondsteine ansehen und natürlich den dazugehörenden Laden. Sampath zeigt uns den Ort, wo beim Tsunami am 26.12.2004 ein ganzer Zug von den Geleisen gehoben wurde und alle 1800 Menschen darin starben. Wir sehen auch zwei Gedenkstätten dieses schrecklichen Ereignisses.

Der Eisenbahnunfall von Peraliya ereignete sich am 26. Dezember 2004 in der Südprovinz an der Südwestküste Sri Lankas. Der durch das Seebeben im Indischen Ozean ausgelöste Tsunami überspülte die Gleise und riss einen Zug von den Schienen. Durch die Kontinente übergreifende Verwüstung der Flutwelle erlangte der Vorfall wenig eigenständige Aufmerksamkeit, obwohl mehr als 1000 Menschen starben und es sich so um den schwersten Eisenbahnunfall weltweit handelt.

Sampath zeigt uns in seinem Dorf, mit Tränen in den Augen, wo in 27 Häusern 32 Menschen starben. Überall stehen Grabsteine am Strassenrand.

Nun lädt uns Sampath zu sich nach Hause ein zum Tee trinken. Sein Haus wurde beim Tsunami total zerstört und sein Elternhaus besteht noch als Ruine. Als Ersatz hat ihm der Staat ein kleines Häuschen mit 3 Zimmern erstellt. Wir lernen Sampath's Frau und seine zwei hübschen Buben (4 und 8 Jahre alt) kennen. Der 4-Jährige zeigt uns stolz seine Schulhefte. Mit 4 Jahren geht man in den Kindergarten und die Kleinen lernen zu lesen und zu schreiben, und das in zwei Sprachen und zwei Schriften, Singhalesisch und Englisch! Der Kindergärtner hat eine rote kurze Hose und ein rosa Hemd (je nach Klasse) als Schuluniform. Die Grossen tragen weisse Uniformen, weisse Kleider für die Mädchen, weisse Schuhe. Jungs weisse kurze Hose (bis 11 Jahre) dann lange weisse Hose, schwarze Schuhe. Es ist schön, einmal „hinter die Kulissen“ zu sehen.

Gegen 15h treffen wir in Kosgoda, unserem Domizil für die nächsten 7 Tage ein. „Su“ hat hier zwei Häuser und beide sind überwältigend schön. Wir bekommen ein wunderschönes Zimmer mit einem „Freiluftbad“. Als Begrüssung erhalten wir einen eisgekühlten, nassen Waschlappen, um uns zu erfrischen. Danach gibt es Tee und einen Teller mit Früchten. Super! Es blitzt und donnert und nach 16h schüttet es volle Pulle. Sampath hat uns während 862 km prima durch Sri Lanka chauffiert, wir können ihn nur empfehlen.

Das Abendessen wird jedem 5***** Hotel gerecht. Es gibt Reis und Fisch und dazu 7 oder 8 verschiedene Currys und für uns unbekannte Sachen. Nachdem wir 2 Tage lang fast nichts gegessen haben und es uns beiden wieder besser geht, versuchen wir von allem und alles ist sehr gut. Gekocht hat die Nichte von „Su“. Nach dem Essen quetschen uns die zwei Söhne (17 und 22 Jahre) von „Su“ und einer ihrer Cousins (20) etwa zwei Stunden lang über die Schweiz aus und wollen wissen, was wieviel bei uns kostet. Sie wollen auch wissen, was wir vom Bürgerkrieg in Sri Lanka halten. Wir sagen ihnen, dass wir darüber zu wenig wüssten, um uns ein Urteil zu bilden. Es ist sehr interessant mit diesen jungen Leuten zu sprechen.

Donnerstag, 30.April 2015: Kosgoda

Zum Frühstück gibt es für jeden einen Teller mit riesengrossen Stücken von Papaya, Mango, Wassermelone, Ananas und eine Banane. Wir wären damit schon satt. Aber dazu gibt es je ein kaltes Spiegelei in einem Körbchen gebacken aus Reismehl und noch grosse Kugeln aus Reismehl und Kokosmilch. Aber die schaffen wir nicht mehr. Jetzt lernen wir auch „Su“'s Frau kennen, Babsi. Und plötzlich taucht auch „Su“ auf. Die beiden sind nachts um 02h von der Beerdigung zurückgekommen. Wir dürfen die neue Waschmaschine benützen um unsere Wäsche zu waschen.

Leider fängt es an zu regnen und wir können unsere saubere Wäsche nicht aufhängen. Und jetzt kommt noch ein Stromausfall dazu, der fast den ganzen Tag andauert. Nach dem Regen hängen wir die Wäsche auf, aber wirklich sauber ist sie nicht. Wegen des Stromausfalls, wurde sie nicht richtig gespült und geschleudert und nun stinkt sie scheusslich nach alten Abwaschlappen, bähhh….

Ich bin ganz stolz auf meine neusten Sprachkenntnisse. Aber leider ist mein Wortschatz auf Singhalesisch beschränkt auf ein einziges Wort: “istuti!“ Danke!

Den Nachmittag verbringen wir sehr viel lesend auf unserem schönen Terrässchen und trinken Tee wie die Weltmeister. Danach machen wir einen langen Spaziergang und werden von den Einheimischen ziemlich angestaunt. Vor allem die Kinder sind sehr stolz, uns auf Englisch „hello!“ zu sagen. Das Abendessen ist wieder fürstlich!

Abends um 21h sind wir mit "Su", unserem Guide per TukTuk am Meeresstrand, schauen wie die Grünen Schildkröten Eier legen. Toll, oder? Und das ganz privat, nicht touristisch. Wir haben enormes Glück und sehen sofort 3 von den megagrossen Schildkröten, etwa 70 bis 80 Jahre alt, die sich beim Eierlegen elend abmühen. Die „Grüne Meeresschildkröte“ legt erst mit 40 Jahren Eier. Eine hat 140 Stück gelegt. Die werden eingesammelt und in einer Aufzuchtstation wieder eingebuddelt und nach ca. 45 Tagen gibt es dann neue Schildkrötchen. Sonst haben die nicht viel Überlebenschancen. Wir sehen zu, wie eine der Schildkröten sich mühsam ins Meer zurück schleppt. Morgen gehen wir die Aufzuchtstation anschauen. Mal sehen, wo die 140 Pingpong-Bälle vergraben sind. Man sagt uns, dies seien „green turtles“.

Die Suppenschildkröte ist ein Vertreter der Meeresschildkröten und stellt eine der bekanntesten Arten dieser Gruppe dar. In Anlehnung an die im englischen Sprachraum übliche Bezeichnung „green turtle“ wird diese Schildkröte auch als Grüne Meeresschildkröte bezeichnet. Diese Namen beziehen sich auf die Farben des Panzers der Tiere, deren Oberseite meist in verschiedenen Brauntönen mit grünlichen oder dunkelbraunen Zonen gefärbt ist. Die Unterseite sowie die Nähte zwischen den Rückenplatten sind hellgelb. Der Panzer kann eine Länge von über einen Meter erreichen, das Gewicht des Tieres beträgt maximal 185 Kilogramm.

Den Namen „Suppenschildkröte“ trägt sie wegen ihrer Verwendung als Zutat für Schildkrötensuppe

Freitag, 1.Mai 2015: Kosgoda

Zum Frühstück gibt es heute feine Rollen aus Omelettenteig, gefüllt mit Kokosnuss und Honig. Mmm…, jetzt reut es mich, dass ich nur eine davon genommen habe. Aber satt ist satt, oder?

Unsere Wäsche stinkt dermassen nach alten Waschlappen, dass wir beschliessen, sie nochmals zu waschen. So stinkig können wir die unmöglich tragen. Toll, dass wir die neue Waschmaschine in der Küche benützen dürfen. Und heute scheint auch die Sonne, so dass die Sachen vielleicht sogar noch trocken werden. In der Küche lernen wir die Tochter von „Su“ kennen. Sie ist 13 Jahre alt, heisst Madu und ist bestimmt fast 100 Kilo schwer.

Rund ums Haus tummeln sich hier viele, lustige Streifenhörnchen und hinter dem Haus auf den Bäumen hat es grosse schwarze Affen mit einem weissen Schwanz. Heute marschiert eine etwa 40 cm lange Echse langsam aber sehr stolz an unserer Terrasse vorbei.

Gegen 16h fährt uns „Su“ mit seinem TukTuk zur Schildkrötenaufzuchtstation. Den Eintritt von 1000 Rupien (ca.7 SFr.) pro Person müssen wir selber bezahlen. Aber wir schauen es als „Spende“ an, für die Arbeit die sie hier mit den Schildkröten machen. Zuerst zeigt man uns, wo die 140 Eier von gestern Abend vergraben wurden. Jedes Gelege ist fein säuberlich mit einem Täfelchen mit Datum und Schildkrötensorte angeschrieben und die Anzahl der Eier. Aus 90% der Eier schlüpfen nach 45 bis 70 Tagen lebensfähige Schildkrötchen aus. Sie kommen in ein grosses Becken mit Salzwasser, werden ein paar Tage kontrolliert und beobachtet und werden dann ins Meer entlassen. Wir sehen Schildkrötchen von 5 Tagen bis 18 Jahren. Wir sind erstaunt wie schnell die wachsen. Wir dürfen ganz winzige, eine 2 Monate alte, eine 1 Jahr alte und eine 8-jährige, 18 Kilo schwere halten. Das ist schön und sehr interessant! Plötzlich bricht die Sintflut los und es trommelt dermassen auf das Blechdach, dass wir nicht mehr verstehen können, was der Schildkrötenbetreuer uns erzählt. Nach ca. ½ Stunde lädt uns „Su“ wieder in sein TukTuk ein (unterdessen schon ziemlich nass geworden) und fährt wie der Teufel mit uns zurück zu seinem Haus, über den Rasen, direkt vor unsereTerrasse.

Das Abendessen ist wieder spitzenmässig gut. Eine grosse Platte Reis, Fisch (P isst keinen) und dazu 6 (sechs) verschiedene Beilagen, meist Gemüse.

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