Indien ist ein Staat in Südasien, der den grössten Teil des indischen Subkontinents umfasst. Indien ist eine Bundesrepublik, die von 29 Bundesstaaten gebildet wird und ausserdem sieben bundesunmittelbare Gebiete umfasst.
Der Himalaya bildet die natürliche Nordgrenze Indiens, im Süden umschliesst der Indische Ozean das Staatsgebiet. Indien grenzt an Pakistan, das chinesische Autonome Gebiet Tibet, Nepal, Bhutan, Myanmar (Birma) und Bangladesch. Weitere Nachbarstaaten im Indischen Ozean sind Sri Lanka und die Malediven.
Der Staat ist mit über 1,294 Milliarden Einwohnern (2015) nach der Volksrepublik China (1,373 Mrd.) das zweitbevölkerungsreichste und das siebtgrösste Land der Erde. Bei gleichbleibendem Bevölkerungswachstum könnte Indien in fünf Jahren China überholen. Hinsichtlich der Landesfläche gehört es zu den zehn grössten Länder.
Republik Indien
Amtssprachen: Hindi und Englisch
Hauptstadt: Neu-Delhi
Regierungssystem: Parlamentarische Demokratie
Regierungschef: Premierminister Narendra Modi
Fläche: 3.287.469 km²
Einwohnerzahl: 1'294'406'510 (am 14.Juni 2015)
Bevölkerungsdichte: 368 Einwohner pro km²
Währung: Indische Rupie (INR), am 10.Mai 2015: 100 Rupien = 1.47 SFr.
Unabhängigkeit: 15. August 1947 (vom Vereinigten Königreich)
Nationalfeiertag: 26. Januar (Tag der Republik)
15. August (Unabhängigkeitstag)
2. Oktober (Gandhi Jayanti)
Zeitzone: UTC+5:30
Samstag, 9.Mai 2015: Kochi
Es ist etwa 15h30 als wir in Indien, in Kochi landen. Der Flug war kurz und gut, allerdings mit Regen. Und diesmal müssen wir keine Uhren umstellen, Indien hat die gleiche Zeitzone wie Sri Lanka. Am Flughafen heisst es wieder einmal zwei Zettel pro Person ausfüllen, das Visa wird genau kontrolliert und dann sind wir in Indien. Der erste Mensch den wir in Indien ansprechen, am Geldwechsel-Schalter, will uns gleich mal bescheissen. Wir wollen unsere letzten Sri Lanka Rupien in Indische Rupien umtauschen. Für die 8540 Sri Lanka Rupien will er uns 2200 Indische Rupien und irgendwas geben. Gemäss unserer Rechnung ist das viel zu wenig. Wir sollten ca. 4070 INR (Indische Rupie) erhalten. 100 Indische Rupien sind heute ca. 1.47 Sfr. Wir lehnen dankend ab.
Aber jetzt haben wir das Problem, dass wir kein indisches Geld haben . Und es dauert ziemlich lange, bis wir endlich eine ATM Geldmaschine gefunden haben, die auch funktioniert. Danach sitzen wir drei (3) Stunden im Bus, um in die Stadt Kochi zu fahren. Hier wird eine neue Metro gebaut und die Baustellen sind ein grosses Hindernis. Wir fahren im Schritttempo oder stehen im Stau. Und inzwischen schüttet es wieder einmal. Um 19h30 sind wir bei der Bushaltestelle, wo wir gemäss Billetteur aussteigen sollen. Sofort werden wir von einem jungen Mann angesprochen, der uns in seinem Gästehaus ein Zimmer anbietet. Wir fahren mit einem TukTuk hin und schauen es uns an. Das Zimmer riecht zwar schwer nach Mottenkugeln, ist aber sehr gross und sauber. Also nehmen wir es für 700 Rupien / zwei Personen (ohne Frühstück) ca. 10.50 Sfr. (wir rechnen immer mit 1.50 Sfr. pro 100 Rupien, weil es einfacher ist). Das Abendessen gibt es im Restaurant „Oceanus“ (von unserem Gastgeber empfohlen). Pfefferchicken mit Chapati (Teigfladen). Mmm, sehr gut.
Kochi, früher Cochin, ist eine Stadt im Bundesstaat Kerala im Südwesten Indiens an der Küste des Arabischen Meeres, an einem Naturhafen gelegen. Die Stadt hat rund 600.000 Einwohner, der Ballungsraum insgesamt rund 2,1 Millionen. Das Stadtgebiet erstreckt sich sowohl über das Festland als auch über mehrere der Küste vorgelagerte Inseln und Halbinseln.
Der Aufstieg Kochis begann mit der Zerstörung des Hafens der etwa 38km entfernten antiken Stadt Muziris (heute Kodungallur) durch eine Flutkatastrophe im Jahre 1341. Eben jene Flut schuf jedoch auch das Hafenbecken von Kochi. Fortan entwickelte sich die Stadt zum bedeutendsten Hafen an der indischen Westküste für den Gewürzhandel mit China und dem Nahen Osten.
1500, zwei Jahre nach der Ankunft des portugiesischen Seefahrers Vasco da Gama in Calicut (dem heutigen Kozhikode), landete dessen Landsmann Pedro Álvares Cabral in der Lagune von Kochi. 1502 gründeten die Portugiesen ihre erste Handelsniederlassung in der Stadt. Ein Jahr darauf errichteten sie eine Festung, die erste europäische Festung auf dem indischen Subkontinent. Vasco da Gama starb 1524 in Kochi und wurde dort auch begraben, bis seine sterblichen Überreste 1539 nach Lissabon überführt wurden. Im Laufe der portugiesischen Kolonialherrschaft wurden die einheimischen Herrscher immer mehr entmachtet und letztendlich zu Vasallen der Europäer gemacht.
Ab 1653 machten die Niederländer den Portugiesen ernsthafte Konkurrenz und eroberten die Stadt schließlich im Jahre 1663. Unter den neuen Herrschern begann die Blütezeit Kochis. Das weitreichende Handelsnetzwerk der Niederländischen Ostindien-Kompanie trug maßgeblich zum wirtschaftlichen Aufschwung bei.
1790 geriet Kochi unter britischen Einfluss. Durch den Englisch-Niederländischen Vertrag von 1814 wurde es endgültig ein Bestandteil des britischen Kolonialreiches. Die Briten schütteten in den 1920er Jahren Willingdon Island auf, um den Hafen für die Ozeanschifffahrt zu erweitern.
1996 erhielt Cochin einen Namen in Malayalam und heisst seitdem Kochi.
Die wichtigsten Wirtschaftszweige der Stadt sind Textilindustrie, Schiffbau, Holzwirtschaft, Fischfang und die Verarbeitung von Kokosnüssen. Der Tourismus spielt eine zunehmend wichtige Rolle. Von großer Bedeutung ist auch die Ausfuhrwirtschaft. Auf Willingdon Island befinden sich umfangreiche Hafenanlagen, die Kochi zur bedeutendsten Hafenstadt Keralas machen. In der Stadt gibt es außerdem einen Stützpunkt der indischen Marine.
Sonntag, 10.Mai 2015: Kochi
In der Nacht hat es stark geregnet. Wir sind etwa von 9h30 bis 15h30 unterwegs. Zuerst suchen wir ein Restaurant, wo wir etwas frühstücken können. Das ist gar nicht so einfach. Aber wir finden schliesslich etwas und trinken Iced Coffee und ich esse ein prima Müesli. Danach schauen wir uns die katholische Santa Cruz Kirche (1902) an. Die ist brechend voll, die Leute stehen sogar noch draussen. Da würden sich unsere Pfarrer aber freuen! Jetzt quatscht uns ein TukTuk-Fahrer an und will uns drei Stunden lang für 100 Rupien (etwa 1.47 Sfr.) herumfahren. Wir steigen ein und sehen als erstes die chinesischen Fischernetze. Das ist echt interessant, wie die hier fischen, genau wie vor hunderten von Jahren.
An der Nordspitze der Halbinsel Fort Kochi befinden sich die berühmten Chinesischen Fischernetze. Sie sollen schon im 13. Jahrhundert durch chinesische Kaufleute vom Hofe Kublai Khans eingeführt worden sein. Die schweren Holzkonstruktionen, an denen Netze hängen, werden vor allem bei Hochwasser genutzt. Zu ihrer Handhabung werden mindestens vier Männer benötigt.
Weiter geht es zur St. Francis Church.
Die Franziskanerkirche (St. Francis Church) ist die älteste von Europäern erbaute Kirche Indiens. Sie wurde 1503 aus Holz errichtet, Mitte des 16. Jahrhunderts aber als Steinbau erneuert. Hier wurde 1524 auch Vasco da Gama beigesetzt. Sein Grabstein ist noch heute dort zu sehen, obwohl seine Gebeine 1539 nach Lissabon überführt wurden. Die Kirche können wir nur von aussen anschauen, da gerade ein Gottesdienst im Gange ist.
Wir besuchen das Maritime Museum (Eintritt lächerliche 20 Rupien pro Person, etwa 30 Rappen), und den Dutch Palace, der in der Mitte des 16. Jahrhunderts von den Portugiesen erbaute Palast, der dem damaligen Raja von Cochin als Geschenk übergeben wurde.
Im Gegenzug gewährte dieser den Portugiesen weitreichende Handelsprivilegien. Der Palast ist um einen Hindu-Tempel angelegt. Die Holländer renovierten und erweiterten den Bau im 17. Jahrhundert, weshalb er auch als Holländischer Palast (Dutch Palace) bekannt ist. (Eintritt unglaubliche 5 Rupien!)
Wir besuchen noch eine öffentliche Wäscherei. Das ist cool und wir sind sehr beeindruckt. Hier kann jeder kommen und seine Wäsche waschen. Wir sehen nur Männer!!! Aufgehängt wird die Wäsche auf einer grossen Wiese an Kokosseilen, ohne Wäscheklammern. Sie wird einfach zwischen die Stränge des Seiles geklemmt.
Im jüdischen Viertel besuchen wir für 5 Rupien Eintritt die 1568 errichtete Synagoge, die 1662 zwar teilweise von den Portugiesen zerstört wurde, zwei Jahre später aber von den toleranteren Niederländern wiederaufgebaut wurde. Das Innere ist teils mit blauweissen chinesischen Fussbodenkacheln ausgeschmückt.
Unser Fahrer fragt uns, ob wir noch mit ihm in zwei Läden gehen würden, er bekomme dafür Benzin und ein T-Shirt, wenn er Kunden bringe. Das machen wir doch glatt und kaufen dabei selber noch zwei T-Shirts. Paul hat Durst und der Fahrer bringt uns in ein Einheimischen-Restaurant. Wir trinken Lassi (ein Joghurt-Getränk) und unser Fahrer Tee. Weil es gerade Mittag ist, esse ich Chapatis und eine scharfe aber gute Sauce dazu. Paul isst nichts. Bei den Chinesischen Fischernetzen lässt uns der Fahrer wieder aussteigen. Wir geben ihm 200 Rupien anstatt der 100 verlangten. Wir laufen zurück zu unserem Gästehaus und unterwegs quatscht uns wieder ein TukTuk-Fahrer an. Ob wir mit ihm in ein Kunsthandwerk-Geschäft gehen würden? Er bekommt dafür 2 kg Reis vom Besitzer. Klar, das machen wir doch auch noch. Kaputt und verschwitzt kommen wir in unser Zimmer und brauchen nur noch eine kalte Dusche. Abendessen bei einem Einheimischen Lokal. Chicken mit einer scharfen Sauce, Gemüse auch an scharfer Sauce und Chapati. Weil morgen der Todestag (11.Mai 1981) von Bob Marley ist, findet am Strand ein Konzert zu seinem Gedenken statt. Wir spazieren zum Strand hören ein wenig zu und kaufen heisse Erdnüsse, die auf heissem Sand geröstet werden.
Unser Fahrer fragt uns, ob wir noch mit ihm in zwei Läden gehen würden, er bekomme dafür Benzin und ein T-Shirt, wenn er Kunden bringe. Das machen wir doch glatt und kaufen dabei selber noch zwei T-Shirts. Paul hat Durst und der Fahrer bringt uns in ein Einheimischen-Restaurant. Wir trinken Lassi (ein Joghurt-Getränk) und unser Fahrer Tee. Weil es gerade Mittag ist, esse ich Chapatis und eine scharfe aber gute Sauce dazu. Paul isst nichts. Bei den Chinesischen Fischernetzen lässt uns der Fahrer wieder aussteigen. Wir geben ihm 200 Rupien anstatt der 100 verlangten. Wir laufen zurück zu unserem Gästehaus und unterwegs quatscht uns wieder ein TukTuk-Fahrer an. Ob wir mit ihm in ein Kunsthandwerk-Geschäft gehen würden? Er bekommt dafür 2 kg Reis vom Besitzer. Klar, das machen wir doch auch noch. Kaputt und verschwitzt kommen wir in unser Zimmer und brauchen nur noch eine kalte Dusche. Abendessen bei einem Einheimischen Lokal. Chicken mit einer scharfen Sauce, Gemüse auch an scharfer Sauce und Chapati. Weil morgen der Todestag (11.Mai 1981) von Bob Marley ist, findet am Strand ein Konzert zu seinem Gedenken statt. Wir spazieren zum Strand hören ein wenig zu und kaufen heisse Erdnüsse, die auf heissem Sand geröstet werden.












































