Sonntag, 10. Juli 2016: Mauritius, Port Louis
Am Morgen laufen wir zum Markt und kaufen Salat, Gemüse, Früchte, Eier, Brot ein. Der Markt ist am Sonntag bis um 11h30 geöffnet. Wir bringen die Einkäufe zurück zum Schiff und marschieren danach zum Busbahnhof. Wir wollen uns erkundigen, ob und wie oft Busse nach Mahébourg, zum Flugplatz im Süden fahren. Zum Mittagessen sind wir zurück auf der MABUHAY und es gibt Salat, den wir auf unserer Rundreise sehr vermisst haben, gekochte Eier und frische Baguettes.
Den Nachmittag lassen wir ziemlich ruhig mit lesen und Mails schreiben vergehen. Am Abend gehen wir mit Laura, Esther und Mario um die Ecke zum Sunset Café und essen Pizza zum 50% Preis. Um 20h gibt es eine Musikvorstellung zum Eid Mubarak“ (Ende des Ramadan). Eine Gruppe von 7 Männern spielt arabische Musik. Um 21h verlassen wir den Platz.
Montag, 11. Juli 2016: Mauritius, Port Louis
Morgens um 1h30 hören wir das Gejohle der Fussballfans und immer wieder „Portugal“. Aber wir wissen nicht, wer Europameister geworden ist. Heute ist es sehr sonnig und warm. Bertrand, der Manager der hier die Bénéteau-Schiffe vertritt, teilt uns mit, dass unsere neue Küchen-und Fensterabdeckungen am Donnerstag geliefert und montiert werden.
Franky, unser Schreiner sollte uns heute einen Mann schicken, der die Epoxy- oder Gelcoat Arbeiten bei uns macht. Und er sollte uns das restliche Teakholz bringen, das er von uns noch hat. Wir fragen seine Arbeiter, wo Franky sei? Er ist bis Ende Juli auf den Seychellen!!! Aha!
Wir gehen in die Stadt um Epoxy oder Gelcoat zu kaufen. Wir finden aber nichts, was Paul zufriedenstellt. Er hat das Gefühl, das sei nicht das richtige Material. Also laufen wir zum „Winner's-Supermarkt“ und machen einen grösseren Lebensmitteleinkauf.
Dienstag, 12. Juli 2016: Mauritius, Port Louis
In der Nacht hat es geregnet. Um 10h sitzen wir im Bus nach Calebasses. Wir wollen zu einer Firma die Swimming Pools und Boote aus Fiberglas baut. Paul sucht immer noch das Epoxy oder Gelcoat. Hier werden wir fündig und können das Material kaufen. Von hier müssen wir nach Riche Terre um eine neue Batterie für meinen Samsung Laptop zu kaufen. Mit dem Bus müssen wir zuerst nach Terre Rouges und dort umsteigen in einen Bus nach Riche Terre. Im Bus fragt uns der Kassier x- Mal, ob wir nach „Tschambo“ wollen und wir antworten x-Mal, nein, nach Riche Terre. In Riche Terre geht uns endlich ein Licht auf, als der Bus vor dem „JUMBO-Supermarkt“ seine Endstation hat. Buh!
Wir laufen zu der Firma, wo wir die Samsung-Batterie kaufen. Die Batterie kostet 3'123 Rupien (ca. 90 Sfr.). Unser lieber Rundreise-Chauffeur Robin wollte sie uns ganz selbstlos für 4500 Rupien (129 Sfr.) besorgen!!! Danach essen wir im JUMBO zu Mittag. Mein Hühnerschenkel ist noch blutig und ich gebe ihn nochmals auf den Grill, er ist aber danach auch nicht viel besser. Danach kaufen wir wieder einmal ein wenig Käse ein, den wir immer so sehr vermissen.
Am Abend regnet es.
Mittwoch, 13. Juli 2016: Mauritius, Port Louis
Die Nacht war sehr unruhig. Die „Flomaida“ und die MABUHAY rucken und zerren an ihren Fesseln wie verrückt. Um 02h und um 03h steht Paul auf und schaut, ob die beiden Schiffe noch am richtigen Ort und gut festgemacht sind. Alles ist i.o., scheinbar ist nur das Hafenwasser heute so bewegt. Das Wetter ist heute sehr wechselhaft. Die Sonne scheint wunderbar vom blauen Himmel und fünf Minuten später regnet es und es sieht aus wie Herbst. So lange es trocken ist, füllt Paul mit dem Epoxy-Material, das wir gestern gekauft haben die schadhaften Stellen auf. Nach dem Mittagessen gehen wir in die Stadt. Paul braucht kleine Pinsel, um das Gelcoat aufzutragen.
Im Moment sind wir hier in dieser Marina ausserordentlich gut bewacht. Der 85-jährige Präsident von den Komoren (Inselgruppe östlich von Afrika) befindet sich zu Besuch in Mauritius und wohnt im Hotel Labourdonnais. Wir sprechen mit seinem Privatchauffeur, der vor dem Hotel im Mercedes mit Nationalflagge auf seinen Gast wartet. Rund um das Hotel und die Marine hat es viele Militärs.
Donnerstag, 14. Juli 2016: Mauritius, Port Louis
In der Nacht hat es ziemlich oft und stark geregnet. Auch der heutige Tag ist wieder sehr durchzogen; abwechselnd Regen und Sonne. Morgens um 8h50 kommen schon die Männer, die unsere neue Küchenabdeckung aus Inox montieren. Um 14h30 ist alles fertig und die Küche sieht echt gut aus. Ich denke allerdings, dass sie nicht mehr so pflegeleicht sein wird, wie die alte weisse.
Aber die Männer haben echt gut und sauber gearbeitet. Als sie mit der Arbeit fertig sind, müssen wir ihnen sagen, ob wir zufrieden sind. Ja, die neue Abdeckung sieht wirklich schön aus. Aber, sagen die Männer: „ne touchez pas!“ Das Sikkaflex muss bis morgen Samstag trocknen. Zeitweise waren 4 Männer (ohne Paul) in dieser kleinen und vor allem engen Küche tätig. Zum Mittagessen gibt es für Paul und mich Sandwich aus dem Restaurant, die wir aber auf dem Schiff essen.
Der Mann mit den Fensterabdeckungen hatte da mehr Mühe als die Inox-Männer. Am Morgen kam er alleine und die Abdeckungen passten nicht so richtig. Am Nachmittag kamen sie zu zweit und die Abdeckungen passten immer noch nicht so richtig! Mal schauen, sie wollen nächste Woche nochmals kommen, mit der abgeänderten Arbeit. Jetzt können wir endlich unser Heim wieder putzen und wohnlich einrichten.
Die „Mares“ hat uns heute verlassen, sie ist in den Norden, nach Grand Baie gefahren.
Freitag, 15. Juli 2016: Mauritius, Port Louis
Den heutigen Tag verbringen wir mit dem Thema Putzen. Und jetzt sehen wir, dass in der neuen Inox-Küchenabdeckung, am vorderen Deckel des Kühlschranks, am Rand ein kleines Loch prangt. Schade! Und vor allem schade, dass die Arbeiter uns nichts davon gesagt haben!
Der Salon wird gesaugt und mit feuchtem Lappen aufgewaschen. Während dessen wäscht unsere Waschmaschine 2 Maschinen Wäsche. Zum Glück haben wir hier genügend Wasser aus dem Wasserschlauch (im Liegepreis inbegriffen). Das Wetter hilft auch mit, die Wäsche trocknet schnell im Wind, auch wenn sie hie und da einen kurzen Regenschauer abbekommt. Im Salon wird der Tisch wieder montiert und langsam fühlen wir uns hier wieder zu Hause.
Samstag, 16. Juli 2016: Mauritius, Port Louis
Es regnet. Wir marschieren in die Stadt, weil Paul eine Lampe für die Küche kaufen möchte. In allen Elektrik-Geschäften und auch bei den Chinesen gibt es keine LED 12 Volt Lampe die passt, es gibt nur 240 Watt.
Beim Markt kaufen wir eine Menge Gemüse und Früchte ein und kehren zur MABUHAY zurück.
Am Nachmittag findet Paul in seinen unergründlichen Materiallagern eine LED Lampe, allerdings mit Batterien. Diese montiert er nun in der Küche. Zum Zvieri leisten wir uns heute jeder ein Stück Schwarzwäldertorte! Für das Abendessen macht der Chef himself sehr feine Frikadellen aus Rindshackfleisch. Den Härdöpfelstock und die Sauce trage ich dazu bei.
Sonntag, 17. Juli 2016: Mauritius, Port Louis
Von 10h bis 11h sind wir in der Katholischen Kathedrale St. Louis. Während des Gottesdienstes werden sechs Taufen vollzogen. Fünf sind ganz kleine Kinder, dazu ein Mädchen von 3 – 4 Jahren. Kein einziges dieser Kinder schreit während des Taufvorganges. Nach dem alle Kinder getauft sind, klatschen alle Leute in der Kirche.
Von der Kathedrale gehen wir direkt zum Busbahnhof und fahren südwärts nach Tamarin. Hier wollen wir etwas essen, aber das erweist sich, wie immer am Sonntag als sehr schwierig. Die meisten Restaurants sind an Sonntagen geschlossen. Nach einem Strandspaziergang finden wir doch noch ein geöffnetes Restaurant und wir verdrücken jeder eine wunderbare Holzofen-Pizza. Mmm, sehr gut! In Tamarin wird aus dem stark salzhaltigen Meerwasser durch Verdunstung Salz gewonnen. Eine sehr einfache und effektive Methode, die die Versorgung von ganz Mauritius mit diesem Mineral sicherstellt. Ausserdem gibt es in der Nähe von Tamarin einen Berg, der aussieht wie unser Matterhorn. Und so wird es auch genannt, das „Matterhorn von Mauritius“.
Hier steigen wir wieder in einen Bus und fahren bis zur Südküste, bis nach Baie du Cap. Und weil heute Sonntag ist, fährt nach 15h kein direkter Bus mehr zurück nach Port Louis. Wir müssen unterwegs zweimal umsteigen und sind um etwa 17h40 zurück in der Waterfront. Wir trinken ein Happy-Hour-Bier und erfahren dabei, dass heute um 19h ein Pakistanischer Sänger mit seinen vier Musikern hier auftritt und wir warten bis 19h. Als zwar die Musiker da sind, aber kein Sänger weit und breit, kehr Paul zur MABUHAY zurück. Ihm dauert das hier zu lange. Ich warte und um 19h30 ist auch der Sänger mit einer Limousine anchauffiert worden und es geht endlich los. Der Sänger sitzt im Schneidersitz auf der kleinen Bühne und hat eine sehr schöne Stimme. Zwischendurch spricht er immer wieder zu seinen Landsleuten auf Urdu und erwartet, so wie es tönt, Applaus.Nach etwa 40 Minuten verziehe auch ich mich auf's Schiff. Heute hatten wir Glück, den ganzen Tag kein Regen!

























