Dienstag, 17. Januar 2017: Richards Bay
Um 8h00 kommt unser Helfer Hebron. Er hat einen Rucksack von "BernMobil" dabei, den Jessi ihm letzten Donnerstag vermacht hat. Er verlangt als Erstes eine Tasse Kaffee! Dann putzt er das Deck. Paul und ich fahren um 9h zum Flughafen, um das Mietauto abzugeben. Ludovic bleibt auf dem Schiff um Hebron bei Fragen beizustehen. Bei der Firma "Europcar" gibt es Probleme. Die wollen uns einen Tag mehr belasten, als wir das Auto wirklich hatten und ausserdem eine Versicherung belasten, die nirgends aufgeführt war. Wir diskutieren und weigern uns, das zu bezahlen. Am Schluss müssen wir wirklich nur den vereinbarten Betrag bezahlen. Allerdings wissen wir nicht, was dann schliesslich von unserer Kreditkarte abgebucht wird...? Wir haben in 30 Tagen 3977km mit dem Mietauto zurückgelegt. Wir fahren mit dem Taxi zurück zur MABUHAY, wo Paul Hebron wieder neue Arbeit zuweisen muss. Er soll alles Chromstahl an der MABUHAY mit Öl einreiben. Hebron hat dabei überhaupt kein System. Mal ist er am Bug, mal ist er am Heck, er arbeitet sich nicht, wie wir das machen würden, vom Bug zum Heck voran oder umgekehrt.
Ludovic und Paul bereiten zusammen das Mittagessen zu. Ich spreche mit Ludovic Französisch, Paul radebrecht mit ihm einige Wörter auf Englisch und ein paar Wörter Französisch. Aber sie verstehen sich prima.
Am Nachmittag sitze ich am Laptop und lösche (sehr viele!), sortiere und bearbeite Fotos.
Weil Ludovic unbedingt Calamares essen möchte, essen wir im "Dros" zu Abend. Paul ein Beefsteak, ich einen Fisch mit Frites und Ludovic Calamares. Alles ist sehr gut und alle sind zufrieden.
Mittwoch, 18. Januar 2017: Richards Bay
Paul lässt seine Crew heute sehr lange schlafen. Nach dem Frühstück werkeln Ludovic und Paul am Schiff herum, ich bin wieder mit den Fotos beschäftigt. Ludovic ist am Sonntagabend hier angekommen und heute Mittwoch staubsaugt er schon seine Kabine. Mittagessen gibt es heute bei den kleinen Restaurants neben der Pier. Paul eine Russische Wurst mit Pommes, er ist begeistert von der gebratenen Wurst. Ludovic und ich nehmen Beef-Curry mit Phutu und wenig Gemüse. Wir denken dieses Phutu sei eine Art Polenta, aber es ist eine staubtrockene Art Griess. Aber mit dem Curry zusammen ist es prima. Eigentlich wollten wir bei "KNK-Curry " ein "Bunny Chow" essen, aber genau von heute an bis Samstag wird das Lokal umgebaut. Schade!
Weil heute wunderschönes Wetter ist, beschliessen wir plötzlich, nochmals für zwei Tage ein Auto zu mieten. Diesmal bei R.I.S., die holen uns um 16h hier ab und bringen uns am Freitag wieder zurück zur Marina. Das ist viel bequemer als per Taxi zum Flugplatz fahren zu müssen. Ludovic möchte gerne die "Sea Rescue" sehen, die uns vor zwei Monaten "gerettet" haben. Er hatte mit Brynn, der Präsidentin, damals mailmässigen Kontakt wegen uns. Ich telefoniere zur "Sea Rescue" und man sagt mir, wir seien heute Abend um 19h sehr welcome! Und da wir ja wieder ein Auto haben, können wir das sehr gut machen. Wir sind um 19h im Sea Rescue Center und werden sehr herzlich empfangen. Die Seeretter lassen das grosse Schlauchboot, dass uns "gerettet" hat, ins Wasser. Ein anderes Team lässt das noch viel grössere Stahlrettungs-Schiff zu Wasser und wir dürfen zuschauen. Brynn erklärt uns vieles über die freiwilligen Helfer. Die Mannschaften sind mit den beiden Booten mindestens eine ganze Stunde draussen um dort Übungen im Dunkeln durchzuführen. So lange wollen wir aber nicht warten. Wir danken Brynn herzlich und verabschieden uns. Wir kehren zurück zur Tuzi Gazi Marina, wo wir "bei Jack's" zu Abend essen. Ludovic bestellt einen gemischten Teller mit Stücken von Huhn, Beef, Fisch, Crevetten und Pommes. Ich eine vegetarische Lasagne. Paul sagt er nehme jetzt ein Kilo Eisbein. Als Paul's Essen kommt ist das Eisbein ein Riesenteil! Ludovic bekommt einen Lachanfall. Als sein Essen kommt ist auch das eine Riesenportion und nun lachen wir alle drei Tränen. Nur meine Lasagne ist eine "normale" Portion. Alles ist sehr gut und dazu erst noch günstig. Wir haben einen sehr lustigen Abend und ständig kommt uns wieder das Lachen hoch wegen den Megaportionen.
Donnerstag, 19. Januar 2017: Richards Bay - iMfolozi Park
Für Paul ist um 4h45 Tagwache. Kurz vor 5h weckt er Ludovic und mich mit Musik auf. Er ist super! Er macht das Frühstück, packt das ganze PickNick ein und als wir zwei anderen zu Tisch kommen ist schon alles tiptop bereit. Um 5h45 fährt uns Ludovic in den südlichen Teil des Hluhluwe / iMfolozi National Parkes. Es ist ein wunderschöner Tag, ohne eine einzige Wolke amHimmel. Heute wollen wir nur den iMfolozi Teil besuchen, den dafür aber gründlich.
Es ist 7h10, wir sind noch nicht einmal durch den Parkeingang gefahren und haben den Eintritt bezahlt, queren direkt vor unserem Auto etwa 30 oder noch mehr Elefantenmütter und -Tanten mit ganz vielen kleinen Babyelefäntchen die Strasse. Wir sind begeistert und können uns kaum von dem Anblick losreissen. Das entschädigt uns dafür, dass wir am Montag nur zwei Elefanten gesehen haben im ganzen Hluhluwe / iMfolozi National Park. Gegen 7h30 haben wir den Parkeingang und die Formalitäten hinter uns. Es dauert wieder lange bis wir ein paar Tiere entdecken. Aber der ganze Tag ist doch sehr erfolgreich. Zehn (!!!) Nashörner, davon eines mit einem riesigen, spitzen Horn. Vier sind männlich und fechten kleinere Kämpfe aus. Ein paar Büffel, die uns doof anglotzen. Viele Warzenschweine mit Haufen von kleinen Warzenschweinlein. Vier dicke Warzenschweine, die sich in einem Wasserloch suhlen! Wow, das ist herrlich, denen zuzuschauen. Weil es so heiss ist, möchten wir am liebsten auch in ein Wasser untertauchen. Ludovic meint, dieses Schlammbad wäre bestimmt gut für meine schmerzende Hand...! Die Giraffen sind heute eher selten, "nur" 6 oder 7 Stück. Vielleicht ist es denen heute auch zu heiss an der Sonne mit ihrem langen Hals. Und andere Touristen treffen wir auch fast keine an. Die haben zwar keine langen Hälse, aber denen ist es vermutlich auch zu heiss. Wir geniessen den Tag total und erleben ein Riesen-Highlight kurz bevor wir den Park verlassen. Eine gewaltige Herde von Elefanten (vielleicht die Gleichen wie am Morgen???) und noch viele mehr, wir schätzen 70 Elefanten, grosse und ganz kleine, überquert wieder die Strasse vor uns. Wir haben Angst, mitten in der Herde stecken zu bleiben und beeilen uns sehr, ihnen aus dem Weg zu fahren. Jetzt haben wir sie hinter uns. Wir beobachten ein paar Elefantenbullen die jungen Elefantinnen in einem zackigen Tempo nachrennen, um sich mit ihnen zu paaren. Als wir bereits den Park verlassen haben, um 16h45, sehen wir den ganzen gegenüberliegenden Hang voller Elefanten, es ist unglaublich!!! Nur Löwen und Leoparden sehen wir leider keine. Nun übernimmt wieder Ludovic das Steuer, Paul ist den ganzen Tag gefahren. Um 18h15 sind wir wieder zurück auf der MABUHAY, alle sehr glücklich und zufrieden. Und weil wir gestern viel zu viel gespiesen haben, essen wir heute "beim Portugiesen" auf der Terrasse einen Salatteller. Es ist immer noch sehr heiss. Was für ein toller Tag!



















































