Montag, 20. März 2017: Lüderitz
Wir teilen Andy, dem Engländer, an den wir pro Tag 50 NAD zahlen für die Boje, mit, dass wir heute Nacht mit der „Sedina“ Kontakt hatten.
Um 8h45 werden wir von Helmut zu unserem Ausflug ins Sperrgebiet, zur Diamantenmine „Elisabeth Bay“ abgeholt. Ausser uns sind noch drei Gäste anwesend, ein Deutsches Ehepaar mit ihrer erwachsenen Tochter, die schon seit 1991 in Windhoek leben und arbeiten. Helmut ist unser Fahrer und Guide. Er ist in Lüderitz geboren und ist ein deutschsprachiger (weisser) Namibier. Wir fahren bis nach Kolmanskuppe, wo wir durch ein Tor ins Sperrgebiet fahren. Helmut muss wegen Alkoholkontrolle in ein Röhrchen blasen. Für das Sperrgebiet braucht es spezielle Bewilligungen und so mussten auch wir bei der Buchung des Ausflugs Kopien von unseren Pässen abgeben. Nun fahren wir etwa eine Stunde lang durch die Wüste, an der neuen Mine vorbei, bis zur alten Diamantenmine „Elisabeth Bay“. Hier stand früher ein ganzes Dorf für die Minenarbeiter. Leider zerfallen die Gebäude heute.
Wir schauen uns alles an und Helmut erzählt uns sehr viel Interessantes. In einem zerfallenden Haus gibt es einen Kaffee oder Tee, Fruchtsaft, Mineralwasser, Krackers und Käsescheiben. Helmut hat alles schön auf einem alten Tisch präsentiert. Danach schauen wir uns noch an, wo der Sand damals in grossen Trommeln gewaschen wurde um die kostbaren Diamanten zu finden. Später, als die Mine verlassen wurde, wurde diese Waschanlage gesprengt. Auf dem Rückweg durch die Wüste sehen wir Springböcke und einen Schakal. Beim grossen Tor muss Helmut wieder ins Röhrchen blasen und wir kehren zurück nach Lüderitz. Nach einem Einkauf im Spar sind Paul und ich wieder auf der MABUHAY. Jetzt hilft uns Andy, der Engländer, die MABUHAY zu verlegen, damit wir nicht wieder mit der „Sedina“ zusammenrempeln. Anschliessend hilft er uns noch, das Grosssegel auszurollen, das zuoberst klemmt. Paul hievt Andy auf den Mast, wo er die Blockade behebt. Es ist sehr heiss heute Nachmittag und Andy verlangt nach getaner Arbeit nach einem „cold beer!“. Und das bekommt er natürlich auch.
Heute haben wir von Helmut erfahren, dass jeder Namibier oder Ausländer mit einer permanenten Niederlassungsbewilligung, mit 60 Jahren eine „Rente“ von 1200 NAD (etwa 95 SFr.) pro Monat erhält, ob er jemals einbezahlt hat oder nicht.





































