Montag, 28. November 2022: 3.Tag, Avignon (F) – La Jonquera (E), 325,4km
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In der Nacht hat es immer wieder geregnet. Auch beim Frühstück dauert der Regen an. Damit fällt unser gut ausgedachter Plan für heute ins Wasser. Eigentlich wollten wir hier in Avignon zwei Mal übernachten und uns heute die Stadt Avignon ein wenig gründlicher anschauen. Aber bei diesem Wetter haben wir beide keine Lust dazu, also geht es für uns gegen 10h weiter Richtung Westen. Es schüttet! Wir durchqueren die Camargue und sehen sehr viele schöne weisse Camargue-Pferde und später rosarote Flamingos. Gegen Mittag hat es endlich aufgehört zu regnen. Über Montpellier geht es bis nach Béziers. Dort machen wir bei einem Lidl einen Einkaufshalt. In diesem Laden hat es überall in den Regalen leere Kartons und ein ziemliches Durcheinander. An der Kasse stehen stehen jede Menge Kunden mit hochbeladenen Einkaufswagen. Es ist 13h30 und es sind zwei Kassen geöffnet. Jetzt wird eine dritte Kasse geöffnet, d.h. das Schild an der Kasse Nummer 4 leuchtet grün. Wir fragen die Aufsicht, ob diese Kasse jetzt geöffnet wird. Ja, sagt sie. Also legen wir alle unsere Sachen (es sind 19) auf das Rollband. Ein Mann hinter uns macht es genauso. Wir warten geduldig, ob sich jemand bemüht, hinter die Kasse zu stehen und die Waren einzutippen. Keiner ist da, es dauert, wir warten! Plötzlich wechselt das grüne Licht an der Kasse Nummer 4 auf rot! Wir sehen auch bald rot! Ich frage den Securité-Mann, was denn hier los sei. Er läuft herum wie ein erschrecktes Huhn und das Licht wird wieder auf grün geknipst. Niemand kommt, es dauert, wir warten! Der Mann hinter uns schüttelt immer nur den Kopf. Endlich kommt eine Frau, stellt sich hinter die Kasse und fängt an zu tippen. Wir wollen mit der Bankkarte bezahlen. Aber das funktioniert nicht, weil das Kartengerät von der Kasse aus nicht freigeschaltet ist. Irgendwann klappt es dann doch noch und wir sind ziemlich erleichtert. Aber nun möchten wir uns sonst noch erleichtern und bitten die Frau um den Code für die Toilette. Wir bekommen freundlicherweise den Code. Als ich den Code bei der Toilettentüre eingetippt habe, öffnet sich die Türe von innen und die Aufsicht-Frau sagt mir; nix da, ich könne nicht in diese Toilette, sie sei verstopft! Verblüfft frage ich; Alle beide? Ja, sagt sie! Als die Frau verschwunden ist, schleichen wir uns trotzdem in die Toiletten. Und siehe da; in keiner der beiden WC's sieht man irgendetwas von «Verstopfung» und beim spülen läuft alles tiptop ab. Was für ein elender Sauladen! Später auf der Weiterfahrt kontrolliere ich den Kassenzettel. Wir haben zwei Flaschen Weisswein à 3.50€ gekauft. Die Schnepfe an der Kasse hat 3 Flaschen verrechnet! In dem Laden hatte es ein ganzes Kühlregal voll mit Poulets. Auf der Tüte stand gross geschrieben POULET RÔTI (gbratenes Huhn) und auf der Anleitung stand 2 Minuten in der Mikrowelle auf 750 Watt oder im Backofen 8-10 Minuten wärmen. Wir freuen uns auf das gebratene Poulet fürs Abendessen. Aber, als wir das Huhn auspacken, ist es roh, zwar schön mariniert, aber roh! Wir sind ratlos. Aber Paul macht das Beste draus, er brät das Huhn in der Bratpfanne. Es schmeckt prima, trotz allem Ärger über den Sch….laden und wir können 3x davon essen.

Wir fahren weiter nach Narbonne und Perpignan. Um 16h20 sind wir in Spanien, in La Jonquera. Die Sonne scheint, aber es pfeift ein saumässiger Wind. Es sind schon sehr viele (grosse) Camper hier auf unserem Platz!

unterwegs
unterwegs
Herbst
La Jonquera an der spanischen Grenze
Abend in La Jonquera
unser rohes Poulet
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