Dienstag, 17.9.2019: Murighiol im Donau-Delta , 23.Tag
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Um 5h45 weckt uns der Wecker brutal auf. Um 6h30 werden wir von Nina im Auto zum kleinen Bootshafen gebracht. Punkt 6h45 starten wir in einem 6 Personen Boot mit Dan unserem Bootfahrer, ins Donau-Delta. Wir fahren durch unzählige schmale Wasserwege und durch 7 (sieben) Seen um das Donau-Delta zu erkunden. Um 7h geht die Sonne auf, aber es ist trotzdem kalt. Nach genau 4 Stunden sind wir wieder zurück beim Ausgangspunkt. Kosten pro Person: 50€ . Es war einfach nur sehr schön!

 

Biosphärenreservat Donaudelta

Das Biosphärenreservat Donaudelta (rumänisch Delta Dunării) befindet sich im Mündungsgebiet der Donau in das Schwarze Meer. Das Donaudelta stellt nach dem Wolgadelta das zweitgrösste Delta Europas dar und umfasst ein Gebiet von 5800 km², wovon 72 % mit einer Fläche von 4178 km² unter Naturschutz stehen. Diese Fläche liegt zu 82,5 % im rumänischen Teil der Landschaft Dobrudscha sowie zu 17,5 % in der Ukraine.

In dem Biosphärenreservat konnten bisher etwa 5200 Tier- und Pflanzenarten katalogisiert werden. Die hohe Artenzahl wird einerseits auf das grosse Angebot von aquatischen und terrestrischen Lebensräumen zurückgeführt, zum anderen auf das geografische Zusammentreffen der zentraleuropäischen Wälder und des Balkangebirges mit den mediterranen Regionen. Die eng miteinander verbundenen Lebensräume wie Röhrichte, schwimmende Inseln, Altarme und Seen, Auwälder und extreme Trockenbiotope in den Dünen bilden im Mündungsgebiet ein einzigartiges Netzwerk von über 30 Ökosystemen.Manche dieser Arten gelten als selten oder vom Aussterben bedroht. Das Reservat beherbergt das mit einer Ausdehnung von etwa 1800 km² weltweit grösste zusammenhängende Schilfrohrgebiet und ein bedeutendes Vogelschutzreservat mit der grössten Kolonien des Rosapelikans und der zweitgrössten des Krauskopfpelikans Europas.

Rumänien erklärte 1990 als erster Donauanrainerstaat seinen Teil des Deltas zum Biosphärenreservat. Die UNESCO nahm das Gebiet 1993 in die Weltnaturerbeliste auf. Rumänien wies das Reservat im gleichen Jahr als Naturschutzgebiet von nationaler und internationaler Bedeutung aus. Seit 1998 ist auch der ukrainische Teil des Donaudeltas ein anerkanntes Biosphärenreservat.

Die Arbeitslosenquote der Ortsansässigen liegt zwischen 30 und 40 Prozent. Sie erhoffen sich Chancen aus den Initiativen der Europäischen Union zur Förderung von sanftem Tourismus in der Region, jedoch hat der Tourismus punktuell bereits die Grenzen seiner Naturverträglichkeit erreicht. Unfälle der Ölindustrie, die Begradigung und Eindämmung von Schifffahrtswegen, aber auch illegales Wildern beeinträchtigen das ökologische Gleichgewicht.

 

P.S. Heute ist ein historisch denkwürdiger Tag! Nach 49 Jahren, 2 Monaten und 13 Tagen habe ich meinen Ehering verloren. Dan, der Campingbesitzer muss auf Befehl seiner Frau Nina extra wegen meinem Ring mit dem Auto nochmals zu seinem Boot fahren, um meinen Ring zu suchen. Leider vergeblich!

Sonnenaufgang im Donaudelta
im Donaudelta
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