Dienstag, 8.10.2019: Belgrad, 44.Tag
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Dies hier ein Superplatz zum Übernachten. In der Nacht war es sehr ruhig und sogar eine Toilette ist in der Nähe. Um 9h50 sind wir abmarschbereit und laufen kilometerweit in die Stadt Belgrad. Zuerst der Donau und dann dem Fluss Sava entlang. Wir suchen eine Touristen-Information, um einen Stadtplan zu erhalten. Wir fragen mehrmals verschiedene Leute und werden immer wieder woanders hingeschickt. Es ist zum verzweifeln! Endlich, nach etwa 1½ Stunden laufen, haut uns ein junger Mann auf Englisch an und will uns eine Donaurundfahrt verkaufen. Dazu drückt er uns einen Stadtplan in die Finger…! Jetzt, wo wir etwa 50m vor der Touristen-Information stehen. Wir freuen uns mächtig über den Stadtplan, aber eine Donaurundfahrt machen wir nicht. Und jetzt können wir endlich die Stadt erkunden. Mittagessen gibt es in der Fussgängerzone, draussen an der Sonne. Wir haben heute grosses Glück mit dem Wetter. Paul bestellt eine Suppe und ich ein Omelette mit Schinken. Nach ewig langem Warten, bringt uns der Garçon grillierte Pilze und ein Fleischgericht, etwas wie Ragout mit Kartoffelpurée. Obwohl es sehr gut aussieht sagen wir: nein, das haben wir nicht bestellt. Nach nochmaligem ewigem Warten kommt dann das richtige Essen für uns, das auch wirklich gut ist. Wir setzen unsere Besichtigungstour fort und geraten beim Präsidentenpalast und bei der Türkischen Botschaft in eine Demo der Belgrader Taxifahrer. Hunderte von Taxis besammeln sich und fahren dann mit einem Höllengehupe durch die Strassen und blockieren den Verkehr. Wir wissen nicht, warum demonstriert wird. Hat es etwas mit dem Türkischen Präsidenten Erdogan zu tun? Wir wissen es nicht. Schon bei der Festung die wir besucht haben, waren überall Bodyguards, Wachleute und Fotografen zu sehen. Nach dem Besuch der riesigen St.Sava Kirche, die uns an den Taj Mahal in Indien erinnert und die wir leider wegen Renovationsarbeiten nur im Untergeschoss besichtigen konnten, kehren wir zum BONSAI zurück. Ich falle fast aus den Socken, als ich erkenne, was hier für Trams herumrattern. Oben steht angeschrieben: „Switzerland, the Town of Basel, greets Belgrad!“ Und es sind genau die Trams, mit denen wir früher immer von meinem Dorf, wo ich aufgewachsen bin, in die Stadt Basel fuhren…!!! Die Nummer 11 und die Nummer 7 kann ich erkennen, ist das wirklich wahr, ich kann es kaum glauben!!! Unser Rückweg zum Bus ist 4 Kilometer lang. Keine Ahnung wie weit wir im Ganzen gelatscht sind, aber wir sind beide kaputt...

 

Belgrad, übersetzt „weisse Stadt“, ist die Hauptstadt der Republik Serbien. Die Stadt hat ca. 1.344.844 (2016) Einwohner und gehört somit zu den grössten Metropolregionen in Südosteuropa. Die Stadt liegt auf einer Höhe von 131 m.ü.M.

Mit den Universitäten, Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen ist Belgrad das Bildungszentrum und mit zahlreichen Verlagen, Rundfunk- und Fernsehanstalten sowie Tages- und Monatszeitungen auch das dominierende Medienzentrum des Landes. Belgrad ist Sitz der Serbisch-Orthodoxen Kirche und Residenz des Serbischen Patriarchen. Das grösste christliche Gotteshaus der Balkanhalbinsel, der Dom des Heiligen Sava, steht in Belgrad.

Die Messestadt Belgrad ist dank ihrer verkehrsgünstigen Lage an der Mündung der Save in die Donau und an der Nordgrenze der Balkanhalbinsel ein Knotenpunkt des Schienen- und Autobahnnetzes. Daher wird Belgrad oft auch als das Tor zum Balkan bezeichnet.

Wahrzeichen Belgrads ist die in der Geschichte häufig umkämpfte, über der Save-Mündung in die Donau thronende Festung von Belgrad. In der Nähe befindet sich die historische Universitäts-Sternwarte und jenseits des Flusses (Novi Beograd) das 1977–1979 erbaute Sava Centar, das größte Kongresszentrum aller Balkanländer.

Im 20. Jahrhundert war Belgrad die Hauptstadt des Königreichs Jugoslawien und des sozialistischen Jugoslawien. Durch die jugoslawische Ablehnung sowjetischer Herrschaft und Stalinismus und als Versammlungsort der Blockfreien war Belgrad in der Zeit des Kalten Krieges ein bedeutendes politisches Zentrum.

an der schönen blauen Donau in Belgrad
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