Dienstag, 21.1.2020: Oliva – Moraira, 51.Tag, 50,3 km
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Den ganzen Sonntag und den ganzen Montag hat es wahnsinnig geregnet und gestürmt. Ununterbrochen, Tag und Nacht! Enorm heftige Windböen brausen über uns hinweg. Und immer und immer wieder prasselt der Regen wie verrückt auf unseren BONSAI. Und es blitzt und donnert fürchterlich. Wir verlassen den Bus nur für die allernötigsten grossen Geschäfte (WC), sonst bleiben wir fein säuberlich im trockenen und warmen Camper. Wir haben genug Vorräte um ein paar Tage hier drinnen auszuhalten.

Heute Nacht, um 5h10 gibt es plötzlich ein Riesengetöse. Die Welt geht unter !!! Zuerst Blitze und Donner, danach ein unheimlicher Hagelsturm, der etwa 10 Minuten dauert. Paul steht auf und schaut aus dem vorderen Seitenfenster. Ich schaue direkt aus dem Bett aus dem hinteren Fenster. Der Hagel prasselt fürchterlich auf‘s Dach. Der Platz draussen ist weiss mit lauter Hagelkörnern. Ich bekomme Angst und verkrieche mich noch mehr unter meinen warmen Decken bis es endlich vorbei ist. Jetzt folgen viele Blitze und danach kommt wieder heftiger Wind. Wir möchten jetzt um kein Geld der Welt auf einem Segelschiff sein…! Wie wohl unsere neuen Solarpanele nach dem Hagel aussehen?

Endlich, gegen Mittag wird der Regen langsam weniger. Wir machen den Bus startklar, bezahlen die Rechnung im Camp und verlassen Oliva mit der Hoffnung, dass es in Moraira, ca. 50 km südlicher nicht so schüttet. Und tatsächlich ist es so, gegen 14h gibt es nochmals einen Hagelschauer der wieder mächtig auf das Camper-Dach trommelt und dann beruhigt sich die Situation.

 

das war "Gloria"

 

Zufällig habe ich heute im Internet diesen Artikel gelesen:

 

Starke Schnee- und Regenfälle suchen seit dem Wochenende Ostspanien und die Balearen heim. Spaniens fünftgrösster Flughafen in Alicante musste vorübergehend schliessen. Die Wetterlage soll noch bis Mittwoch anhalten.

Gefährliche Aktion während des Sturms «Gloria» über Ostspanien: Touristen werden beim Fotografieren am Strand von Barceloneta in Barcelona am 20. Januar von hohen Wellen überrascht. ; Nacho Doce / Reuters © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung Gefährliche Aktion während des Sturms «Gloria» über Ostspanien: Touristen werden beim Fotografieren am Strand von Barceloneta in Barcelona am 20. Januar von hohen Wellen überrascht.

Bei schweren Unwettern in Spanien sind mindestens drei Personen ums Leben gekommen. Viele Schulen bleiben geschlossen. Der Flughafen Alicante konnte am Montag nicht angeflogen werden. Auch auf Strassen und bei der Bahn kommt es zu Behinderungen.

Das Sturmtief «Gloria» zog seit dem Wochenende mit eisigem Wind, starkem Schneefall und Regen über grosse Teile Ostspaniens sowie über die Balearen hinweg. Der Sturm soll laut den Wettervorhersagen bis Mittwoch anhalten.

Die Behörden hatten zunächst nur zwei Todesopfer bekanntgegeben. Der Präsident der Region Valencia, Ximo Puig, entrichtete dann am Montagabend nach einem weiteren Todesfall der Familie sein Beileid. Nach Berichten der Lokalmedien handelt es sich um einen 71-Jährigen Mann, der an Unterkühlung starb.

Zuvor war in einem Park in Gandia an der östlichen Mittelmeerküste eine 54-jährige obdachlose Rumänin tot aufgefunden worden, wie die Behörden mitteilten. Offensichtlich war auch sie erfroren.

Bereits am Sonntag war ein 63-jähriger Mann im Dorf Pedro Bernardo in Zentralspanien tot auf seinem Grundstück entdeckt worden. Der Mann sei von herunterfallenden Ziegeln am Kopf getroffen worden, erklärte der Bürgermeister des Ortes.

Schulen geschlossen

Wegen des Sturms blieben zu Beginn der Woche östlich von Valencia viele Schulen geschlossen. Für knapp 200 000 Schüler fiel der Unterricht aus.

Auch der Verkehr war durch das Unwetter stark beeinträchtigt: Der Flughafen von Alicante, der fünftgrösste des Landes, wurde am Sonntagnachmittag und Montag geschlossen. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Flughafen wegen eines Brandes vorübergehend schliessen müssen. Auch mehrere Strassen- und Schienenverbindungen waren wegen des Sturms unterbrochen.

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