Donnerstag, 28.Februar 2013: Phuket, Nai Yang
Es ist ein wunderbar sonniger Morgen. Paul hat das Gefühl, dass wir unbedingt „auf die Walz“ müssen. Gegen 9h50 sind wir am Land. Wir laufen zügig der Hauptstrasse entlang, zum Ort Nai Yang und vorbei am Flughafen. Gestern hat uns eine Frau von einem Reisebüro gesagt, es gebe einen öffentlichen Bus ans Festland, nach Khao Lak. Wir laufen und laufen und laufen, ohne einen Bus zu finden. Nach ca. 3 km, bereits hinter dem Flugplatz, sehen wir diverse Autovermietungen. Und plötzlich entscheiden wir, ein Auto zu mieten. Um 10h50 sitzen wir in unserem gemieteten Toyota Yaris und fahren gemütlich nordwärts. Etwa nach 25km fahren wir über die Sarasin-Brücke, die Phuket mit dem Festland verbindet (erbaut 1967). Khao Lak, unser Ziel ist etwa 85 km von Nai Yang entfernt. Kurz nach Mittag treffen wir in Khao Lak ein und suchen uns ein Strassenlokal, wo wir thailändisch essen (Reis). Nach dem Essen schauen wir uns die Gedenkstätte für die Opfer der Tsunamikatastrophe an. Sie besteht aus einem Polizei-Patrouillenboot, das von der Monsterwelle 2 km ins Landesinnere geschleudert wurde und jetzt immer noch dort steht. Rund um das Schiff ist eine riesige Gedenkanlage im Bau. Bei einem kleinen Kiosk sind schreckliche Fotos vom 26.12.2004 aufgehängt. Es ist unvorstellbar, was da für Gewalten am Werk waren und die Verwüstung die sie angerichtet haben. Im Ort Khao Lak merkt man heute nichts mehr von alldem.
Das Erdbeben im Indischen Ozean, am 26. Dezember 2004 um 00:58 Uhr UTC (07:58 Uhr Ortszeit in West-Indonesien und Thailand) hatte eine Stärke von 9,1 mit Epizentrum 85 km vor der Küste Nordwest-Sumatras. Die ausgelösten Flutwellen (Tsunami) verursachten verheerende Schäden in Küstenregionen am Golf von Bengalen, der Andamanensee und Südasien. Auch in Ostafrika kamen Menschen ums Leben. Insgesamt starben durch das Beben und seine Folgen etwa 230.000 Menschen, davon allein in Indonesien rund 165.000. Über 110.000 Menschen wurden verletzt, über 1,7 Millionen Küstenbewohner rund um den Indischen Ozean wurden obdachlos. Durch die Verbreitung von Videokameras und den Umstand, dass die Flutwelle in touristisch vielbesuchten Gebieten hereinbrach, wo viele Urlauber eine Kamera zur Hand hatten, wurde das Ereignis außergewöhnlich gut dokumentiert.
Später, während es regnet, setzen wir uns in ein kleines Kaffee und geniessen Eiskaffee und Schokoladentorte.
Und nun suchen wir uns zwischen den vielen Resorts und Hotelanlagen einen Weg an den Strand. Wir spazieren ein wenig am Strand herum, die Sonne scheint wieder drückend heiss und machen uns dann wieder auf den Rückweg nach Phuket.
Beim Flugplatz halten wir am Zaun neben der Landepiste an und schauen zu, wie die Flugzeuge dröhnend aufsetzen. Um 17h geben wir das Auto schon wieder zurück und der nette Autovermieter bringt uns zurück zum Strand, wo unser Dinghy liegt.


















