Freitag, 1.März 2013: Phuket, Nai Yang
Beim Frühstück sehen wir eine richtig neugierige Schildkröte, die immer wieder den Kopf aus dem Wasser hebt.
Heute fahren wir per Dinghy rüber zum Strand und essen an einer Strandküche zu Mittag (Reis). Paul hat sich zu einem richtig braven Reisesser entwickelt. Aber seit er seine neuen Zähne hat, hat er auch immer Hunger und ist fast nicht satt zu kriegen. Weil seine alte (die Uhr!!!) manchmal nicht mehr richtig will, kauft sich Paul an einem Stand eine neue Uhr, eine ROLEX!!!. Der Verkäufer sagt, sie sei bis 50m wasserdicht und schmeisst sie in ein Glas mit Wasser. Danach machen wir einen langen Strandspaziergang und kehren gegen 15h zur MABUHAY zurück. Auch heute bewölkt es gegen Abend wieder und es gibt ein paar Regenschauer.
Samstag, 2.März 2013: Phuket, Nai Yang – Patong Beach, 15sm
Es ist ein schöner sonniger Morgen und um 8h50 heben wir den Anker und verlassen diese wunderschöne Bucht. Mit gutem Wind segeln wir superzackig die 15sm (ca.28km) südwärts nach Patong Beach. Um 12h, gerade rechtzeitig fürs Mittagessen ankern wir vor der Stadt Patong.
Am Nachmittag erscheinen plötzlich Catherine und Pierre, die beiden Schweizer von der „Tea“ (aus Bussigny, Genfersee), bei uns und zusammen verquatschen wir etwa 2 Stunden. Inzwischen haben Oliver und Daniel von der „ex-yellow dog“ angerufen, dass wir uns um 17h beim Steg treffen wollen. Sehr pünktlich, wie die Schweizer, treffen alle ein. Daniel hat seine Freundin „Apple“ und seinen Bruder Phillip mitgebracht. Zusammen verbringen wir einen sehr schönen Abend, mit Trinken, sehr gutem Essen und sehr viel Erzählen. Den Abschluss des Abends geniessen wir in der famosen Bangla Road bei Schauen und Staunen, besonders wir beiden Oldies Paul und ich kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die 4 Jungen halten durch, aber wir sind „schon“ um 01h auf der MABUHAY im Bett. Mann o Mann, was für eine Stadt dieses Patong!!!
Oliver besucht am Montag in Chalong einen 1-wöchigen Kurs für „Rettungstechnik auf See“ und fragt uns, ob er in dieser Zeit bei uns auf der MABUHAY wohnen dürfe. Aber klar doch!
Sonntag, 3.März 2013: Phuket, Patong Beach – Chalong, 18sm
Kurz vor 10h holt Paul Oliver inklusive Koffer und Rucksack am Steg ab und um 10h20 heben wir den Anker und machen uns auf den Weg Richtung Süden, nach Chalong. Wir können ca. 2 Stunden richtig gut und schnell segeln und das Schönste: unser Roll-Grosssegel funktioniert tadellos! Ah ist das schön. Die Sonne brennt und wir holen uns alle rote Köpfe und Schultern. Um 13h50 machen wir vor dem Ort Chalong an einer Boje fest.
Jetzt haben wir aber ein Anker-Bier verdient! Bei vielem Erzählen vergeht der Nachmittag sehr schnell und um 17h gehen wir in die Stadt. Oliver will für eine Woche ein Motorrad mieten. Er erkundigt sich bei verschiedenen Anbietern und dann essen wir im Restaurant „Anchor Inn“ fein zu Abend. Auf dem Rückweg mietet Oliver beim günstigsten Vermieter eine kleine Honda und fährt sie zum Pier, wo er sie parkiert. Zurück an Bord der MABUHAY gibt es nochmals ein Bierchen und um 21h ist Lichterlöschen.
Montag, 4.März 2013: Phuket, Chalong
Nachts fängt es plötzlich an zu blasen und zu schaukeln. Paul steht schon um 6h30 in der Küche und macht für uns Frühstück. Um 7h stehen dann Oliver und ich auch auf und setzen uns zum gemütlichen Zmorge hin. Um 8h bringt Paul Oliver zum Pier, wo Oliver's Roller parkiert ist. Oliver's Kurs fängt zwar erst um 9h an, aber er muss den Kursort zuerst noch suchen und finden.
Paul und ich sind bis um 16h an Bord und erledigen diverse Schiffsarbeiten, wie z.B. Brot backen. Paul beobachtet kopfschüttelnd, wie die Motorbootfahrer wie die Idioten durch das Bojenfeld brettern und einer ein Bojenseil in die Schraube bekommt.
Wir machen einen kleinen Einkauf (Thomy Senf!) im Supermarkt „Villa Market“ und treffen uns um 17h30 mit Oliver im Restaurant „Anchor Inn“. Oliver hat die Schwedin Nicole mitgebracht. Sie macht mit ihm den Sicherheits-Kurs.Wir essen zu Abend und kehren zur MABUHAY zurück. Hier wird noch lange geschwatzt und wir schauen uns Olivers Fotos von Neukaledonien und Australien an, bis es schon Dienstag ist.
Dienstag, 5.März 2013: Phuket, Chalong
Heute gibt es erst um 7h Tagwache. Oliver weiss jetzt, wo sein Kurs stattfindet und muss nicht mehr so früh an Land. Paul bringt ihn um 8h15 per Dinghy rüber zum Pier.
Heute Abend um 18h30 treffen wir uns mit den Australiern Penny und Peter von der „Persian Sands“, den Engländern Janis und Jeremy von der „Rylah“ und dem Japaner Sho von der „Harmony VI“ hier in Chalong in einem Chinesischen Restaurant, dem „KAN EANG II“. Die Leute kennen wir alle von der „sailindonesia“ und der „sailmalaysia“. Oliver kommt auch mit zu dem Treffen und lustigerweise kennt er den Japaner Sho schon seit den Marquesas, in der Südsee. Für uns sind Gisela und Peter aus Olten, von der „Teapiti“ die Überraschung. Mit ihnen hatten wir nicht gerechnet. Wir verbringen einen schönen, gemütlichen Abend an einem 12-er Tisch am Meeresufer. Hie und da fallen ein paar Regentropfen, aber die stören uns nicht gross. Das Essen ist viel zu überteuert, weil einige von uns Lobster, Sashiki und Co., dazu teuren Weisswein oder Rotwein bestellen und am Schluss wird die Rechnung einfach durch 12 Personen geteilt. Oliver, Paul und ich haben Huhn in Rotweinsauce bestellt, dazu Reis und für Paul Nudeln. Die Rotweinsauce entpuppt sich als Ketchup, das Huhn ist sehr wenig und alles total kalt. Gegen 21h30 sind wir zurück an Bord. Es bläst ein saumässiger Wind. Wir drei sitzen noch lange auf der MABUHAY und plaudern über das sonst schöne Treffen.
Mittwoch, 6.März 2013: Phuket, Chalong
Heute fahren wir beide mit Oliver bereits um 8h15 rüber an Land. Paul und ich müssen nach Phuket Stadt, um unser Visa, das morgen abläuft, um 30 Tage zu verlängern. Mit dem öffentlichen Bus dauert die Fahrt etwa eine halbe Stunde. Beim grossen Kreisel werden wir ausgeladen und sofort haut uns ein Taxifahrer an. Er fährt mit uns ca. 2½ Stunden durch die Stadt, für 100 Baht (3 Sfr.). Paul gibt ihm am Schluss 150 Baht, weil er uns wirklich gut geholfen hat. In der Stadt sehen wir einen fürchterlichen Unfall, der soeben passiert sein muss. Ein weisser Mann liegt quer unter einem Bus und ist soeben dabei sich darunter hervorzuziehen. Sein Kopf ist voller Blut und auch sonst ist er überall blutig. Er scheint sehr viel schlimmer verletzt, als er selber im Moment merkt. Das Motorrad und der Helm liegen weit entfernt von ihm. Als wir zum zweiten Mal an der Unfallstelle vorbeikommen ist die Ambulanz da und der Verletzte wird am Boden verarztet. Ich verstehe jetzt, warum Paul sich standhaft weigert so einen Roller zu mieten.
Beim Immigration Büro klappt die Visa-Verlängerung wunderbar. Alles ist sehr gut organisiert aber die Verlängerung ist auch ziemlich teuer, für 7 Tage oder einen Monat kostet das 1900 Baht/Person (57 Sfr.).
Wir suchen eine Ersatzteilfirma, wo wir eine neue Absaugpumpe (Jabsco) für den WC/Duschraum im Heck kaufen können. Nach langem Suchen finden wir alles was wir brauchen. Auch für das Internet können wir nach dem Besuch von drei verschiedenen Mobile Läden eine neue SIM-Karte kaufen. Heute gibt es ein sehr günstiges Mittagessen (nicht so teuer wie das Abendessen gestern) für 190 Baht (keine 6 Sfr.). Für diesen Betrag bekommen wir: eine sehr gute Hühner/Gemüsesuppe und ein grosses Bier für Paul. Für mich einen Teller auch sehr gute Nudeln mit Huhn und Gemüse, 2 Fläschchen Orangensaft und einen feinen Bohnenkaffe.
Jetzt schauen wir uns noch den Gemüsemarkt an und setzen uns dann in den Bus für die Rückfahrt nach Chalong. Der Pickup ist vollgestopft mit Leuten und hinten auf der Einsteigeplattform kleben noch 5 junge Männer. Kurz nach 14h sind wir auf der MABUHAY.
Abends treffen wir uns wieder mit Oliver im „Anchor Inn“, zum Abendessen. Heute haben wir einen neue „Serviertochter“. Ein sehr hübscher Ladyboy mit einem bezaubernden Lächeln.
Donnerstag, 7.März 2013: Phuket, Chalong
Paul liefert Oliver am Steg ab und danach sind wir den ganzen Tag an Bord. Paul montiert im Badezimmer die neue Absaugpumpe und ich rumore sonst ein wenig herum. Abends treffen wir uns mit Oliver im „Anchor Inn“, zum Abendessen.
Der hübsche Ladyboy trägt heute ein superkurzes weisses Kleidchen und sieht umwerfend aus!
Thailands Ladyboys:Oft bezeichnet als die bessere Frau
Das Verständnis von 3 verschiedenen Geschlechtern existiert schon seit dem Altertum in Thailand. Erschaffungssagen erzählen von einem Mann und einer Frau welche 3 Kinder hatten: Einen Jungen, ein Mädchen und ein drittes Geschlecht.
Dieses dritte Geschlecht wird nicht nur in Thailand allgemein als Ladyboy verstanden und bezeichnet. "Kathoey" ist auf thailändisch die richtige Bezeichnung. Das Wort Kathoey ist Slang und bezeichnet einen Mann der ein Leben als Frau führt. Es bezeichnet jemanden der ab und zu Frauenkleidung trägt oder sich sogar durch eine vollständige Operation im Genitalbereich zum anderen Geschlecht transformieren lassen hat. Ein Kathoey nimmt oft bereits während der Pubertät weibliche Hormone zu sich um somit die Entwicklung männlicher, geschlechtsspezifischer Merkmale zu stoppen.
Die Entscheidung zu diesem Schritt wird also häufig früh gefällt und akzeptiert. Viele unterstreichen diese Wandlung bereits frühzeitig durch Brustimplantate. Wer es sich leisten kann unterzieht sich später sogar einer Totaloperation. Thailand gilt als führend im Bereich der Geschlechtsumwandlung.
Hier wird dann unterschieden zwischen Pre-Op (der Wunsch zur Operation ist vorhanden) und Post-Op (die Operation wurde durchgeführt).
Im Glauben Thailands ist verwurzelt, dass diese "Frauen zweiter Klasse" in Ihrem vorherigen Leben Männer waren und Affären mit Frauen hatten. Das Leben als Kathoey ist somit die Strafe dafür. Offizielle Schätzungen gehen davon aus, dass es allein in Thailand ca. 200.000 Kathoeys gibt. Warum es in Thailand so unverhältnismässig viele gibt ist nicht bekannt
.
Thailand ist ein Buddhistisches Land in dem Toleranz ein wichtiger Bestandteil ist und dieses dritte Geschlecht offiziell als Teil der Gesellschaft anerkannt wird. Allerdings, hinter der Fassade gibt es immer noch Benachteiligungen und auf der Suche nach einer Arbeit bei der sie akzeptiert werden, enden viele als Darsteller im Kabarett (welches eindeutig die bessere Alternative ist) oder als Ladyboy Sexdarsteller oder als Prostituierte. Thailands Ladyboys sind in der ganzen Welt berühmt.
Wie erkenne ich einen Ladyboy?
Da gibt es viele Meinungen und Theorien. Einige meinen es bei den Oberarmen und Schultern zu erkennen, andere beim Kehlkopf und den Händen. Da die meisten Thais zierlicher gebaut sind als wir Europäer und auch die asiatischen Gesichtszüge femininer sind ist es oft sehr schwer auf den ersten oder zweiten Blick zu erkennen ob es Männlein oder Weiblein ist. Die Körpergrösse, grosse Füsse, Kehlkopf (wenn noch vorhanden) und Stimme sind Anhaltspunkte. Meist erkennt man sie an ihrem übertriebenen weiblichen Gehabe, wie das rumstolzieren auf Stöckelschuhen und viel Schminke. Wenn du dir nicht sicher bist, rede mit ihr, meist erkennt man es auch an der Stimme.
Freitag, 8.März 2013: Phuket, Chalong
Oliver hat heute erst um 9h30 Kurs und so können wir ein wenig länger schlafen. Paul lädt ihn am Quai ab und wir verbringen den Tag an Bord. Ich putze das hintere „Badezimmer“, was mit der neuen Absaugpumpe viel einfacher zu machen ist.
Gegen 16h30 gehen wir nach Chalong. Ich brauche eine neue Sonnenbrille. Jemand hat sich auf den Rucksack gesetzt und meine Sonnenbrille zerbrochen. Die war noch keine zwei Monate alt. Nach einem kleineren Einkauf bei TESCO essen wir im „Anchor Inn“ zu Abend. Heute werden wir von einem/r anderen Ladyboy bedient, der/die aber nicht so hübsch ist. Oliver hat heute seinen Kurs (heute Feuerlöschübungen bei der Feuerwehr in Phuket Town) fertig und feiert mit ein paar seiner Kollegen den Abschluss. Er ruft an und Paul holt ihn gegen Mitternacht mit dem Dinghy am Steg ab.
Gegen 16h30 gehen wir nach Chalong. Ich brauche eine neue Sonnenbrille. Jemand hat sich auf den Rucksack gesetzt und meine Sonnenbrille zerbrochen. Die war noch keine zwei Monate alt. Nach einem kleineren Einkauf bei TESCO essen wir im „Anchor Inn“ zu Abend. Heute werden wir von einem/r anderen Ladyboy bedient, der/die aber nicht so hübsch ist. Oliver hat heute seinen Kurs (heute Feuerlöschübungen bei der Feuerwehr in Phuket Town) fertig und feiert mit ein paar seiner Kollegen den Abschluss. Er ruft an und Paul holt ihn gegen Mitternacht mit dem Dinghy am Steg ab.
Samstag, 9.März 2013: Phuket, Panwa Beach
Wir fahren alle drei per Dinghy an den Steg und laufen in den Ort Chalong. Oliver gibt sein Mietmotorrad ab und dann geht es zum Einkauf. Zuerst zum Gemüsemarkt und dann in den Vila Market Supermarkt. Um 10h50 sind wir zurück auf der MABUHAY und verlegen sie 30 Minuten weiter rüber, zum Panwa Beach, vor die dortigen Hotels. Hier ist es viel schöner als vor der Stadt Chalong. Das Wasser ist viel ruhiger und sauberer und vor allem hat es hier keine Motorbootaffen, die wie die Gestörten mit ihren Touristen durch das Bojenfeld brettern. Es ist ein sonniger Tag. Nach dem Mittagessen feiern die beiden Männer Olivers Kursabschluss bis zum Abendessen, das wir, nach einem wunderschönen Sonnenuntergang, am Sandstrand geniessen. Direkt neben uns sitzt eine kleine Hochzeitsgesellschaft. Der Bräutigam ist ziemlich dunkelhäutig und die Braut eine übersuperblondierte Weisse.
Wir verbringen einen sehr gemütlichen Abend am Strand.




























