Sonntag, 10.März 2013: Phuket, Panwa Beach – Ko Phanak, 42 sm
Um 8h30 fahren wir bei schönstem Sonnenschein mit Oliver, unserem Gast, vom Panwa Beach los. Natürlich müssen wir wieder einmal die meiste Zeit motoren. Entweder hat es gar keinen Wind oder direkt auf die Nase. Und es ist heisssss.....
Unser Ziel wäre eigentlich der „James Bond Felsen“.
Khao Phing Kan ( Thai: เขาพิงกัน, wörtlich schiefer Felsen) ist eine Insel in der Bucht von Phang Nga im Süden Thailands, bekannt geworden als James-Bond-Insel.
Die Insel mit grün bewachsenen, bis zu 300 Meter senkrecht aufsteigenden, von Höhlen und Grotten durchlöcherten Felsen gehört zum Nationalpark Ao Phang Nga. Die Insel wie auch die restliche Phang Nga Bucht mit ihren bizarren Kalksteinfelsen und smaragdgrüner See ist durch Wind, Wetter, Meeresströmungen und Erdverschiebungen der letzten 100 Millionen Jahren geformt worden.
Der Insel vorgelagert ist Khao Ta-Pu (Thai: เขาตะปู - wörtl. Nadelfelsen, auch Ko Ta-Pu, เกาะตะปู - Nadel-Insel), eine Felsnadel, die als „James-Bond-Felsen“ weltberühmt geworden ist. 1974 landete Roger Moore als Geheimagent ihrer Majestät im Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“ vor der beeindruckenden Kulisse der Insel.
Wir versuchen verzweifelt zu diesem Felsen zu kommen, aber im Moment ist Ebbe und wir haben immer wieder zu wenig Wasser unter dem Kiel. Und ausserdem kämpfen wir gegen die starke Strömung an. Dreimal nehmen wir wieder einen Anlauf, aber als sich ein heftiges Gewitter zusammenbraut, geben wir auf und flüchten zur Insel Ko Phanak, wo wir für die Nacht ankern. Wir sind ganz alleine. Hier ist es sehr ruhig und wir verbringen, nach einem nicht besonders kühlen Bad, wieder zusammen einen schönen Abend. Zum Abendessen gibt es Spaghetti und danach haben meine zwei Bordmänner unendlich viel zu besprechen, bis es Montag ist. Mann o Mann, was Männer so alles zu erzählen wissen....!
Montag, 11.März 2013: Ko Phanak – Haven Marina, 14 sm
Wir verbringen eine sehr ruhige Nacht. Die MABUHAY steht wie einbetoniert da.
Paul verliert eine Plombe an einem seiner unteren Backenzähne, ohne dass er auf etwas Hartes beisst. Mist! Jetzt waren wir so lange in Patong bei den Zahnärztinnen und jetzt das. Zum Glück hat er keine Schmerzen.
Oliver zeichnet uns einen schönen Eintrag ins obligatorische Gästebuch. Danach berät er Paul bei seinen Kartenplotterfragen.
Nach dem Mittagessen, um 12h30 fahren wir los. Wieder einmal motoren wir gegen die Strömung und den Wind haben wir auch die meiste Zeit auf der Nase. Es ist ein höllenheisser Tag und wir trinken alle 3 literweise Wasser. Bei der Anfahrt zur Haven Marina liegt ein Wrack eines Segelschiffes auf einem Riff. Das macht uns schon ein bisschen Eindruck und wir umfahren das Wrack grossräumig.
Um 15h35 ankern wir vor der Haven Marina.
Nach dem ersten kühlen Ankertrunk machen die 2 Männer unser Dinghy klar und wir fahren in die Marina. Hier trinken wir im kleinen Marina-Restauräntchen ein Bier. Jetzt stösst noch Marco, der Österreicher dazu, der mit Oliver den Sicherheitskurs in Chalong gemacht hat. Wir verbringen eine sehr unterhaltsame Zeit mit Marco und liefern dann Oliver bei ihm ab. Oliver kann in einer gemieteten Villa bei Marco übernachten. Marco arbeitet auf einer Super-Motoryacht, die im Moment hier in der Haven Marina liegt.
Oliver hat die letzten 9 Tage bei uns auf der MABUHAY verbracht und wir hatten eine sehr gute Zeit zusammen. Wer weiss, wir würden uns freuen, ihn irgendwo auf der Welt wieder zu treffen.
Dienstag, 12.März 2013: Phuket, Haven Marina
Oliver ruft uns an, wir dürfen zusammen mit ihm um 10h die Superyacht „Family Day“, wo Marco arbeitet, anschauen. Wow, das ist super. Als wir den Motorenraum betreten hat Paul ganz glänzende Augen. Motoren sind sein Element! Hier in dieser 41m langen Aluminium Superyacht hat es 3x1200PS MTU Motoren für den Jetantrieb (keine Schraube). Der Dieselverbrauch beträgt 1200 Liter pro Stunde, bei einer Marschgeschwindigkeit von 35 Knoten. Der Wassermacher macht 500 Liter pro Stunde (unserer macht ca. 30 Liter) und pro Tag werden 4000 Liter Wasser verbraucht. Die Yacht gehört einem Hongkong-Chinesen und fährt unter der Flagge der Cook Inseln, sie wurde in Italien hergestellt. Die Crew besteht aus 4 Männern und einer Frau. Wenn Gäste an Bord sind, werden noch 2 Helfer eingestellt. Es hat Platz für 12 Gäste. Die Gästezimmer sind einsame Klasse. In jedem Zimmer hat es einen Fernseher. Im Eignerzimmer hat es sogar eine Badewanne. In allen Gästezimmern sind die Wasserhähne und die Waschbecken „vergoldet“, die Abdeckungen überall aus Marmor. Alle Bade-und Handtücher sind mit dem Yachtnamen „Family Day“ bestickt. Alles ist S U P E R ! Trotzdem will bei mir irgendwie kein Neid aufkommen.....oder vielleicht höchstens auf die Badewanne.
Paul und ich bedanken uns bei Marco, verabschieden uns zum 2.ten mal von Oliver und gehen an die Tankstelle der Marina um lächerliche 46 Liter Diesel in Kanistern zu holen. Die „Family Day „ hat Dieseltanks für 140'000 Liter....
Danach laufen wir ein wenig am Land herum und essen in einem kleinen Restaurant von Einheimischen zu Mittag. Zufällig treffen wir hier den Japaner Sho von der „Harmony VI“ wieder, den wir von der „sailindonesia“ und „sailmalaysia“ kennen. Im Dorf schauen wir uns die Moschee an und werden vom Imam (der moslemische Pfarrer) und seinem Gehilfen willkommen geheissen.
An einem Strassenstand kaufen wir ein Bündel kleine Bananen.
Den Nachmittag und Abend verbringen wir gemütlich an Bord. Es ist heiss! Wir hören in der Ferne Donner, aber das Gewitter reicht nicht bis zu uns.
Mittwoch, 13.März 2013: Phuket, Haven Marina – Ko Nakha Yai, 12 sm
Während ich Brot mache, geht Paul noch schnell an Land um im Lädchen Toilettenpapier zu kaufen.
Wir heben um 11h40 den Anker und motoren zur Insel Ko Nakha Yai, wo wir um 14h25 ankern. Dies ist eine sehr kleine Insel, aber mit vielen Touristenbooten und Jetskis. Die Touriboote machen hier einen letzten Stop, bevor sie zu ihren Basen zurückkehren. Aber ab 17h herrscht absolute Ruhe und wir sind nur noch 2 Segelboote hier. Heute ist ein sehr heisser Tag.
In den Bananen, die wir gestern gekauft haben, hat es „Steine“ drin. Wir wissen, dass es nicht Steine sind, aber wenn man darauf beisst, fühlt es sich an wie Steine. Letzte Woche hatten wir Maden in den Bananen (pfui Teufel!) und was kommt als nächstes?
Donnerstag, 14.März 2013: Ko Nakha Yai
Am Morgen werden zwei Maschinen Wäsche gewaschen und aufgehängt. Heute muss ich die Wäsche nicht annageln, es hat fast keinen Wind und ist wieder enorm heisss....
Gegen Mittag fahren wir an den Strand, wo die Touristen ankommen. Wir werden Zeugen wie ein grosses Boot entladen wird und die Touristen mit einem kleineren Mixer-Boot an den Strand gekarrt werden. Sie dürfen fotografieren, trinken und kurz baden oder 20 Minuten Jetski fahren (für 1000 Baht = 30 Sfr.). Nach ca. 45 Minuten werden sie wieder eingesammelt und weiter geht die Fahrt, zu einer anderen Insel, wo es vermutlich etwas zum Mittagessen gibt. Wir hatten eigentlich gehofft, hier etwas zu Mittag zu essen aber es gibt nicht besonders viel. Mein Mittagessen besteht aus einem grossen gekochten Maiskolben und einer Magnum-Glacé. Paul isst zwei Maiskolben und keine Glacé! Dazu trinken wir jeder ein kleines „Chang“ Bier.
Wir setzen uns ein Weilchen in zwei der vielen Liegestühle unter den Sonnenschirmen und geniessen mit den Füssen im Wasser den wunderschönen Strand. Der Strand besteht aus pulverfeinem weissem Sand. Ein Paradies, wenn man nicht 2 Meter hinter die Liegestühle schaut, wo es lauter Müll, Müll, Müll hat.
Freitag, 15.März 2013: Ko Nakha Yai – Ko Yao Yai, 7sm
Es ist wieder ein sehr sonniger, heisser Tag. Den Morgen verbringen wir mit lesen und ich mit Fotos sortieren und löschen!
Um 13h geht unsere Reise um 7sm weiter, quer über die Bucht zur Insel Ko Yao Yai, wo wir 1 Stunde und 40 Minuten später vor dem schönen Resort ankern.
Den Rest des Nachmittags verbringen wir an Bord oder im Wasser. Ein Kajak mit einem jungen Paar kommt vorbeigepaddelt und die sagen uns „Grüezi!“. Nach 17h gehen wir an Land , machen einen kurzen Spaziergang durch das Dorf, das hinter dem Resort liegt und essen im kleinen Restaurant des „Yao Yai Resorts“ sehr gut zu Abend.
Hier eine thailändische Benimmregel für Touristen:
Kein Thai würde auf die Idee kommen, beim Essen eine Gabel in den Mund zu stecken. Es gibt doch Stäbchen. - Allerdings würde auch kein Thai auf die Idee kommen, Reis mit Stäbchen zu essen. Dafür ist doch der Löffel da. Verwirrt? Hier die Auflösung dieses Geheimnis: Generell wird zum Essen eine Gabel und ein Löffel benötigt. Mit dem Löffel wird die Speise in den Mund gebracht. Die Gabel wird lediglich zur Unterstützung benötigt, um Speisen vom Teller auf den Löffel zu schieben! Stäbchen kommen nur bei Nudeln in Sosse/Suppe zum Einsatz. Alles klar? - Stäbchen werden nicht abgeleckt und Gabeln nicht in den Mund gesteckt!
Es gibt einen wunderschönen Sonnenuntergang und überhaupt ist es hier idyllisch schön. Keine Motorboote die sinnlos herumbrettern! Herrlich ruhig! Und weil ich zuviel gegessen haben, möchten wir im daneben gelegenen „Santhiya Koh Yao Yai Resort & Spa“ einen Kaffee und für Paul eventuell ein Dessert einnehmen. Der Chefgarçon sagt uns, weil wir keine Gäste des Hotels sind, müssen wir für mindestens 600 Baht (ca.18 Sfr.) konsumieren. Wir bedanken uns freundlich und wollen uns schon zum Dinghy begeben, als uns das junge Paar, das uns heute Nachmittag „Grüezi!“ gesagt hat, an ihren Tisch einlädt. Jetzt sind wir ihre Gäste und der Obergarçon kann nicht mehr motzen. Das junge Paar, Henriette und Hans, sind Deutsche die in Zürich leben und arbeiten. Die beiden sind begierig von uns „Piratengeschichten“ zu hören und wir verbringen zusammen einen sehr schönen Plauderabend. Nochmals herzlichen Dank Ihr Zwei!
Das Hotel www.santhiya.com/kohyaoyai ist eine Wucht. Es ist brandneu, seit Dezember 2012 in Betrieb. Die Gebäude sind total aus Teakholz gemacht, mit wunderschönen Schnitzereien. Es hat sogar einenWasserfall, der von ca. 10h bis 17h in Betrieb ist!
Samstag, 16.März 2013: Ko Yao Yai
Wir werden seit langer Zeit wieder einmal vom Muezzin geweckt. Um 5h20 befindet er, es sei jetzt Zeit Allah zu preisen und zum Aufstehen. Aber wir drehen uns um und schlafen weiter.
Heute ist wieder ein supersonniger, sehr heisser Tag. Im Schiff haben wir 35°.
In der Ferne sehen wir das Riesenfrachtschiff, www.sevenstar-yacht-transport.com auf dem Yachten aufgeladen und durch den Suezkanal ins Mittelmeer geführt werden. Wir kennen zwei Segelschiffe die diesen Transport mitmachen, die Schweizer „Te Apiti“ und die Holländer “Esperanza“.
Am Nachmittag machen wir eine kleine Runde ins Dörfchen und um 17h kommen Henriette und Hans zu uns an Bord zum Sundowner. Bei wunderschönstem Sonnenuntergang und angeregtem Plaudern verbringen wir zwei gemütliche Stunden. Das junge Paar geht ins Hotel zum Essen und wir kochen an Bord. Eigentlich wollten wir auch rüber an Land gehen, aber es schaukelt zu sehr und so bleiben wir zu Hause.
Wir schmeissen alle (etwa 15 Stück) „steinigen“ Bananen über Bord.
Sonntag, 17.März 2013: Ko Yao Yai
Ich nutze den freien Morgen um ein paar mails zu erledigen. Die Verbindung ist ziemlich mühsam.
Paul füllt den Inhalt von 4 kleinen Gasflaschen in eine grosse Flasche um. Am Anfang hat er grosse Mühe damit, bis er den Trick rausgefunden hat und dann geht es ruckzuck.
Wir gehen extra gegen 16h30 an Land weil ich den Wasserfall des Santhiya Resorts fotografieren will, und der wird ja um 17h abgestellt. Kaum sind wir vom Strand her im Resort, kommt schon ein Männlein, eine halbe Portion, gesprungen und verbietet uns das Fotografieren, nachdem wir freundlich darum gebeten haben. Wir können es nicht fassen!
Wir laufen ein wenig im Dorf herum und essen dann im „Heimat Restaurant“ zu Abend. Die Wirtin, des Restaurants, Yamalia, eine Thailänderin, hat eine Zeit lang im Südtirol, in Meran, gelebt und dort Deutsch gelernt. Das Thai-Essen ist sehr gut und nach dem Essen lernen wir Friedrich, den Pianisten und Klavierlehrer aus Bonn Bad Godesberg kennen. Er spendiert uns ein Bier und wir plaudern angeregt mit ihm. Paul lädt Friedrich für morgen Abend zu uns zum Sundowner ein.
Montag, 18.März 2013: Ko Yao Yai
Paul wird heute seinen Prinzipien total untreu! Wir mieten im „Heimat Restaurant“ einen Motorroller, einen schönen Honda. Um 10h fahren wir los, Richtung Norden. Die Strassen sind sehr schön bis sehr löchrig. Mir fällt auf, dass es im Inselinnern rund um die schönen Häuser und an den Strassenrändern viel sauberer ist. Im Norden der Insel Yao Yai nehmen wir eine „Fähre“, das heisst so ein hölzernes Mixerboot und fahren zur kleineren Insel-Schwester, nach Yao Noi. Unser Roller wird von drei Männern ins Boot ein-und ausgeladen. Wir tanken unterwegs 2 Liter Benzin (1 Liter = 47 Baht, etwa 1.41Sfr.).
Wir fahren an der Ostküste entlang, dann rüber an die Westküste. Irgendwo machen wir einen Stopp um eine Cola zu trinken. Es ist wunderschön hier! Das Mittagessen nehmen wir in der „Hauptstadt“ der Insel ein. In einer Bäckerei mit italienischer Glacé möchte Paul eine Glacé essen und ich einen Kaffee trinken. Wir sind die einzigen Gäste und setzen uns an einen Tisch. Die Verkäuferin beachtet uns überhaupt nicht und so stehen wir auf und verlassen den unfreundlichen Laden wieder.
Für die Fährenrückfahrt möchten wir an einen anderen Pier auf der Insel Yao Yai abgesetzt werden. Wir zeigen dem Fährmann, auf der Karte, wo wir hinwollen. Dieser sagt „Yes, yes!“ und fährt uns genau da hin wo wir nicht hinwollten! Nun fahren wir mit dem Roller zu unserem „Wunschpier“ und trinken da eine Cola und einen Kaffee. Und weiter geht die Fahrt der Westküste entlang zurück, südwärts. Irgendwo müssen wir 4.5km auf einer Waldpiste fahren, über Stock und Stein, über Sand und Steine. Diese 4.5km kommen mir vor wie 15km. Wenn es steil bergauf oder bergab geht, steige ich ab und laufe. Und dies etwa 7 mal! Aber schön ist es trotzdem. Weil es noch früh ist, fahren wir noch weiter südwärts. In einem Dörfchen fragen wir nach dem Weg und stellen fest, dass
wir fast ein plattes Hinterrad haben. Zum Glück gibt es hier einen Velo-und Motorradhändler der uns den Platten flickt. Während wir im Lädchen nebenan eine Cola trinken flickt uns der Mechaniker den kaputten Schlauch. Die 2 Colas kosten 30 Baht, die Schlauchreparatur 28 Baht, also zusammen 58 Baht, das heisst, keine 1.80 Sfr.
Weiter geht unsere Fahrt zu einem wunderschönen Resort am Meer. Hier trinken wir nochmals Kaffee. 1 Cappuccino und 1 schwarzen Kaffee. Kosten hier 165 Baht (4.65 Sfr.).
Gegen 16h15 geben wir im „Heimat Restaurant“ den Roller wieder ab und warten auf Friedrich. Wir fahren mit ihm im Dinghy zur MABUHAY zum Sundowner und später wieder zum „Heimat Restaurant“, wo wir zusammen zu Abend essen. Friedrich hat im www.heimatgardens.com ein Zimmer.





























































