Vietnam: Dalat und Nha Trang, 12.04. - 14.04.2013 , Teil 3
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Freitag, 12.April 2013: Saigon – Dalat

6h30 aufstehen. Ich habe sehr schlecht geschlafen. Morgens um 2h werden in einem Haus gegenüber Bauarbeiten gemacht. Wir frühstücken beim Mexikaner: Iced Coffee, Rührei und Baguette. Um 7h45 müssen wir bei Phuong's Reisebüro sein, um vom Bus nach Dalat abgeholt zu werden. Von 8h40 bis 16h30 fahren wir mit 2 Stopps nach Dalat. Unterwegs viele Gummibäume, Kaffeeplantagen und Gemüsefelder, alles sehr sauber und gepflegt. Den ganzen Tag ist es bewölkt und es regnet ein paar Tropfen. Dalat ist eine 200'000 Einwohner Stadt und liegt richtig in den Bergen, auf 1500m Höhe. Wir haben seit Thailand nur lauter Flachland gesehen. Wir frieren mächtig bei unserer Ankunft mit unseren kurzen Hosen. Der Taxifahrer versteht immer nur Bahnhof, als wir ihm diverse Hotels aus unserem Reiseführer nennen und bringt uns zu einem der teuersten Hotels der Stadt. Zum Schluss finden wir selber das Hotel MINH DUC, für 10US$, im 4. Stock mit Lift, schön. Wir ziehen sofort lange Hosen und Jacken an und ich kaufe für mich ein Paar warme Socken! Die Leute hier tragen Kappen, Handschuhe und dicke gesteppte Jacken. Wir machen einen 2½-stündigen Spaziergang durch die Stadt. Hier wird sehr wenig Englisch gesprochen. Das Abendessen gibt es im Hotel direkt neben unserem. Wir essen „Hot Pot“, das heisst, wir bekommen einen Gasofen auf den Tisch. Im Gefäss darauf hat es kochendes Wasser und

nun wird Gemüse, Shrimps, Tintenfisch, ein bisschen Fleisch und Nudeln, alles in den Topf geschmissen und geköchelt. Wir fischen die Sachen wieder raus und essen sie. Ausser Shrimps und Gummitintenfisch ist alles sehr gut. Paul ist ein wahrer Meister im „mit Stäbchenessen“. Mich nerven diese blöden Stäbchen nur!

Đà Lạt ist eine Stadt in Vietnam, im südlichen Teil des zentralen Berglandes am Xuân Hương-Stausee gelegen. Đà Lạt verfügt über eine Universität und mehrere Forschungsinstitute. Gemüseanbau, Blumenzucht und Tourismus sind die Wirtschaftszweige in Đà Lạt.

Die wörtliche Bedeutung des Namens in der lokalen Lat-Sprache ist „Fluss des Lat-Volkes“. Die Stadt ist von Seen, Wasserfällen und Wäldern umgeben. Sie gilt aufgrund des vergleichsweise milden Klimas, der parkähnlichen Umgebung und der immergrünen Wälder als beliebtes Urlaubsziel ausländischer und einheimischer Touristen. Đà Lạt wird unter anderem auch „Klein Paris“, „Disneyland“, „Stadt des ewigen Frühlings“ oder „Stadt der Künstler“ genannt.

Als erster Europäer bereiste 1893 der Arzt Alexandre Yersin, ein Mitarbeiter des Mediziners Louis Pasteurs, die Stadt. Jedoch wurde Đà Lạt erst 1912 offiziell durch die französischen Kolonialherren gegründet. Diese liebten die Stadt und deren Umgebung wegen des milden Klimas. Vor allem die Oberschicht Saigons baute hier ihre Wochenendvillen und Altersruhesitze, die heute noch den Charme Đà Lạts ausmachen.

Vom Vietnamkrieg blieb Đà Lạt weitgehend verschont. Heute entwickelt sich Đà Lạt im Rahmen des allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwungs in Vietnam sehr schnell.

Samstag, 13.April 2013: Dalat – Nha Trang

Wir haben beide sehr gut geschlafen, mit einer dicken, schön warmen Decke. Heute ist es wärmer, die Sonne scheint richtig herrlich. Trotzdem trage ich bei etwa 25° Wärme eine warme Sweatjacke. Wir suchen ein Restaurant, wo es Frühstück gibt. Es hat sehr viele Restaurants, aber überall gibt es „nur“ Nudeln zum Frühstück. Wir finden ein schönes Lokal, wo wir draussen sitzen können. Zuerst gibt es ein grosses Palaver, bis wir Brot (ein kleines Baguette) mit Rührei und dazu Kakao bekommen. Dazu gibt es gratis Artischockentee. Der wird einfach gebracht. Dalat ist schön und sehr sauber. Wir laufen etwa 2 Stunden herum, bis zum See. Dort genehmigen wir uns aus WC-technischen Gründen einen Iced Coffee, dazu gibt es gratis Ginger (Ingwer)-Tee. Um 12h40 werden wir beim Hotel abgeholt und um 13h10 fahren wir per Bus über hohe Berge an die Küste. Rund um Dalat hat es sehr viele Gewächshäuser mit Chrysanthemen, Artischocken und Grünzeug, das wir vom Bus aus nicht definieren können. Später, höher oben hat es Kaffeeplantagen und schöne Kiefernwälder. Auf der Passstrasse ruft im Bus jemand lauthals den Krähen (zum Glück nicht in unserer Nähe!). Paul hört nichts davon, er döst friedlich vor sich hin. Auf der Passhöhe hat es stockdicken Nebel. Ein wenig weiter unten rundherum wilde Berge mit vielen Wasserfällen. Schön! Nach einer kurzen Pause geht es auf der Südseite der Berge wieder runter und es hat viele Bananen, Zuckerrohr und je tiefer wir kommen wieder Reisfelder. Wir sehen Wasserbüffel und massenhaft Enten, die in den abgeernteten Reisfeldern grasen. Das sind (bis sie im Topf landen) glückliche Enten...

Um 16h30 erreichen wir die grosse Stadt Nha Trang am Meer. Im Hotel Vãn, 3.Stock, kein Lift, finden wir ein Zimmer für 200'000 Dong, ca, 9 SFr. (2 Personen, kein Frühstück). Das Zimmer ist sehr schön, das Schönste, das wir bisher hatten. Eine Angestellte kommt und bezieht das Bett, danach will sie das Zimmer fast nicht mehr verlassen. Wir machen einen langen Spaziergang ans Meer. Immerhin haben wir seit Krabi, (seit 13 Tagen), kein Meer mehr gesehen! Danach essen wir zusammen eine Pizza in einem Restaurant mit lauter Russen. Wir bekommen eine russische Speisekarte und beim Bezahlen sagt der Garçon zu Paul „spasiba“ (Danke auf Russisch)!

Sonntag, 14.April 2013: Nha Trang – Hoi An

Das Frühstück gibt es heute in einem Restaurant mit lauter Vietnamesen, draussen im Garten. Der Garçon bringt uns das Frühstück (ein kleines Baguette mit 2 Spiegeleiern oder Omelett) auf Rollschuhen. Dazu gibt es Iced Coffee und gratis Ingwertee. Wir laufen 3 Stunden lang alles dem Meer entlang bis zum Hafen. Viele Vietnamesen picknicken mit dem ganzen Familienclan in den Parks. Am Hafen nehmen wir den Bus Nr. 4 zurück zum Segelclub Nha Trang, wo wir am Meer zu Mittag essen. Es ist sonnig und warm, etwa 2 m hohe Brecher donnern auf den schönen Sandstrand, aber der Wind ist sehr angenehm. Es hat sehr viele Touristen. Wir laufen alles zu Fuss wieder zurück zum Hotel. Unterwegs müssen wir natürlich einen Iced-Coffe-Stopp einschalten und dabei genüsslich die Leute beobachten. Um 18h sollen wir für die Weiterfahrt nach Hue abgeholt werden. Um 18h30 erfahren wir, dass wir erst um 19h30 abgeholt werden. Um die Zeit zu verkürzen, gehen wir in ein nahes Restaurant und essen zu Abend. Paul isst eine gute Gemüse-Nudelsuppe und ich frittierte Frösche. Die sind sehr gut, wie Pouletflügeli. Endlich, um 19h45, werden wir direkt beim Hotel von einem riesigen „Schlafbus“ abgeholt. Wir sind die zwei Letzten die einsteigen und so einen Bus haben wir noch nie gesehen. Es hat keine richtigen Sitze sondern man liegt längs im Bus, 40 Personen. Wir haben zwei obere Fensterplätze, hintereinander. Es ist zwar alles sehr beengt, aber es geht besser zum Schlafen als erwartet. Unterwegs, gegen 22h gibt es eine kurze Regenschütte. Mit drei Pipistopps (zum Teil himmeltraurige Toiletten!!!) erreichen wir nach 550km, morgens um

7h10 die Stadt Hoi An.

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